flo222 schrieb:
Oder Du besorgst Dir für ein paar Euro ne
GO-Box 100 von Gigaset auf Kleinanzeigen. Grob erklärt ist das eine DECT-Basis, die man an jedem beliebigen LAN-Anschluss im heimischen Netzwerk anstecken kann.
Eine beliebige Fritzbox (ggf. auch z.B. 7530 von Kleinanzeigen) im IP Client Modus macht das Gleiche (ihr WLAN sollte man dann abschalten). Würde es auch davon abhängig machen, welche DECT Telefone man ggf. schon hat: Wenn FritzFons auf jeden Fall eine Fritzbox, bei anderen Telefonen eher die Go-Box.
Valiantly schrieb:
Ich habe damit Empfang im EG als auch DG.
D.h das von Dir anfangs geschilderte Problem mit besonders hoher Dämpfung Deiner Wände und Decken existiert eigentlich nicht?
Valiantly schrieb:
Bedeutet nicht mehr Bänder und bessere Antennen auch bessere Übertragung durch dicke Wände etc?
Nur bedingt. Wände und Decken bewirken, je nach Ausführung (Dicke ist ein Aspekt, Material aber auch, so kann z.B. Holz mit relativ hohem natürlichen Feuchtigkeitsanteil auch stark dämpfen) eine Abschwächung des Signals um etliche dBm. dBm ist logarithmisch, d.h das -70dBm im Vergleich zu -60dBm ein Zehntel der empfangenen Signalleistung bedeutet. In Deiner Fritzbox kannst Du in den Gerätedetails in der Meshansicht die Signalstärke sehen
Der Screenshot ist der Uplink eines Fritz Repeater 1200AX der durch eine Decke muss. Ich habe das Beispiel genommen, weil es sehr gut zur Beantwortung Deiner Frage passt.
Man sieht, dass bei den -75dBm noch weniger als 25% der maximalen Bruttorate ankommen. Da die dank 160Mhz breiten Kanälen mit 2400Mbit/s recht hoch ist, kommt immer noch einiges an. Als ich an dieser Stelle noch einenWifi 5 Repeater hatte, war die Bruttorate halb so hoch.
Jetzt ist -75dBm eine Signalstärke, die noch stabiles WLAN ermöglicht.
Und das ist genau der Punkt: Besser ausgestattete APs, also mehr Streams, breitete Kanäle, neuere Standards, können in dem Bereich, wo noch stabile Übertragung möglich ist, eine höhere Datenrate bewirken, aber sie ändern nicht die Signaldämpfung, d.h. sie verschieben nicht die Reichenweitengrenze.
Wegen dieser Zusammenhänge ist es normalerweise nicht die richtige Strategie „stärkere“ WLAN APs zu verwenden, um „besser“ durch Wände zu kommen.
Für ein optimales WLAN benötigt man immer Sichtverbindung zum Endgerät (daher auch die Idee mit Decken APs). Geht es hingegen nur um Basis Abdeckung (WLAN funktioniert, Geschwindigkeit ist in vernünftigen Grenzen egal) kann man auch durch Wände gehen.
Das Problem mit APs im Flur ist halt oft, dass man zwar in der ganzen Etage Basis Abdeckung hat, aber eben das Optimum da ist, wo man sich selten aufhält…