Apache Server nur für mich sichtbar?

DoubleDaddy

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Habe gerade das erste Mal einen eigenen Apache Server über meinen PC eingerichtet. Ich brauche ihn lediglich für kurze Testzwecke am Wordpress Theme.

Ist der Server für Außenstehende erreichbar und wird von google wahrgenommen? Ich frage deswegen so doof, weil ich zwar wenig/keine Ahnung von backend habe, dafür aber seit einigen Jahre blogge. Worauf ich hinaus will: Ich möchte um jeden Preis eine SEO Abstrafung von google vermeiden. Zum Beispiel aufgrund von Duplicate Content. Allerdings würde ich schon gerne mit meinen echten Artikeln testen. Somit kann ich sicherstellen, dass die Änderungen auch in der Praxis das gewünschte Ergebnis bringen.

Daher meine Frage:
Solange ich alles nur lokal hoste, dürft niemand Zugriff auf meine Seiten haben und google kriegt gar nichts davon mit?

Sorry für die Noob-Frage. Wie gesagt, mein erster eigener Test-Server.
 
Ja ist privat
 
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Da sich dein Rechner mutmaßlich hinter einem 08/15 Internetrouter mit NAT befindet, ist dieser auch nicht aus dem www erreichbar solange du keine Portweiterleitung im Router einrichtest - gesetzt den Fall UPnP / dynamische Portweiterleitungen sind deaktiviert.
 
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Danke für die Antwort!

Ich will eigentlich gar nicht nerven, aber jetzt wo ich bei der Wordpress-Installation angekommen bin, kommt auf einmal der Hinweis von Wordpress, ob ich verhindern möchte, dass Suchmaschinen die Seite indexieren. Siehe Bild (orangener Kasten)

wordpress-installation.PNG


Ist jemand in der Lage mir kurz zu erklären was der Unterschied zwischen einem Apache Server von Webhostern und einen Apache Server über localhost bei mir zuhause ist? Ohne URL kein Zugang zum Internet? Ergo findet gar keine Indexierung statt?
Ergänzung ()

Raijin schrieb:
Da sich dein Rechner mutmaßlich hinter einem 08/15 Internetrouter mit NAT befindet, ist dieser auch nicht aus dem www erreichbar solange du keine Portweiterleitung im Router einrichtest - gesetzt den Fall UPnP / dynamische Portweiterleitungen sind deaktiviert.

Danke dir! Hat sich überschnitten...
 
Was Wordpress nu bei diesem Haken genau tut, weiß ich nicht, weil ich mich nicht wirklich mit sowas beschäftige. Es kann sein, dass Wordpress dabei irgendeine Message an Suchmaschinen absetzt und mit potentiell falschen Infos füttert. Aber wie gesagt, ich hab keine Ahnung von Wordpress und Suchmaschinen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich persönlich mittels VMWare-Player oder VirtualBox eine VM erstellen und dort deinen Test laufen lassen. Der VM kann man die Internetverbindung komplett verbieten und du bist safe. Zwar könntest du deinem PC auch das Internet abdrehen, aber das ist natürlich kontraproduktiv, wenn du mit dem PC arbeiten willst und ggfs Internet benötigst. Dann wäre man wieder bei der Firewall, die man aber auch erstmal korrekt konfigurieren müsste.

Virtuelle Maschinen sind für Tests dieser Art sowieso empfehlenswert, weil man sie im Zweifelsfalle einfach wieder löschen kann, ohne irgendwelche Installationsreste im System zu behalten.
 
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Werde mir jetzt ein Tutorial zu VM und VirtualBox anschauen und schauen, ob ich das auch als Laie schnell hinbekomme. Vielen Dank für die Tipps!

Zu deiner vorherigen Antwort: Hab bei der Fritz Box nun nachgeschaut und es scheint, dass das von dir genannte UPnP bei mir aktiviert ist. Siehe Bild. Sollte ich das deaktivieren?
fritz.PNG
 
Da wird WP schlicht 'ne robots.txt erstellen. Dazu passt dann auch die Aussage das es an der Suchmaschine ist der "Bitte" nachzukommen, denn die robots.txt ist genau das: Eine Bitte an die Suchmaschinen sich an die Angaben in der Datei zu halten.
Und die WP Installation wird schlicht keinen Check dafuer integriert haben ob sie aus dem Internet erreichbar ist oder nicht. Warum auch...

Der Unterschied zwischen deinem Heimrechner und einem Rechner beim Webhost ist primaer folgender:
Der Webhoster ist explizit dafuer gebaut, von aussen erreichbar zu sein.

Der Heimrechner hinter einem normalen Heimrouter ist das nicht. Denn schon vor Jahren ist den Herstellern der Router klar geworden, das eine Erreichbarkeit ein Sicherheitsproblem darstellt. Dazu kommt ja noch, das es nicht genug IPv4 Adressen gab um alle Rechner erreichbar machen zu koennen. Daher machen alle Heimrouter ein NAT, wodurch die Rechner von aussen nicht erreichbar sind wenn es nicht explizit eingestellt wurde.
Zwar kann man mit IPv6 jetzt theoretisch alle Rechner auch zuhause Erreichbar machen, aber das waere immer noch unsicher. Deswegen haben Heimrouter die IPv6 unterstuetzen alle auch in der Regel eine aktivierte Firewall, die wieder dafuer sorgt das mit Standardeinstellungen ein Rechner im Heimnetz nicht von aussen erreichbar ist.

UPnP sollte man auf der Fritzbox abschalten.
Damit koennen sich Geraete die von aussen erreichbar sein sollen (bzw. wollen) die UPnP unterstuetzen selber Portweiterleitungen einrichten. Das sollte aber in deinem Fall kein Problem darstellen, ich glaube nicht das der Apache (oder WP) UPnP macht. Das ist eher fuer irgendwelche Smarthome oder IoT Apparaturen.
 
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UPnP gilt gemeinhin als Sicherheitsrisiko. Mit Hilfe von UPnP kann ein beliebiges Gerät und eben auch eine beliebige Software auf diesem Gerät eine Portweiterleitung im Router erstellen und somit eine Erreichbarkeit aus dem Internet herstellen. Das ist zwar ganz praktisch, wenn man beispielsweise eine Spielekonsole sein eigen nennt - zB eine Playstation - und keine Lust hat, alle nötigen Ports von Hand weiterzuleiten, aber auf der anderen Seite kann Malware das ebenfalls - mit allen damit verbundenen Risiken. Wie so oft kollidieren bei UPnP Komfort und Sicherheit, je komfortabler desto unsicherer, vereinfacht ausgedrückt.

Also: UPnP abschalten

DoubleDaddy schrieb:
Werde mir jetzt ein Tutorial zu VM und VirtualBox anschauen und schauen, ob ich das auch als Laie schnell hinbekomme. Vielen Dank für die Tipps!
Das ist extremst einfach. VMWare oder VirtualBox installieren, Virtuelle Maschine erstellen, Installationsmedium wählen und das Betriebssystem in der VM installieren. Anschließend die VM starten und so bedienen als wenn du direkt auf dem Host-Betriebssystem arbeiten würdest. Der Vorteil der VM ist, dass du beliebige Dinge ausprobieren kannst und es keinerlei Konsequenzen auf deinem Hauptsystem hat. Im Zweifelsfalle einfach die komplette VM löschen und es bleibt kein Installationsmüll von etwaigen Installationsversuchen für die Software in der VM übrig.
 
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Lade mir gerade Virtual Box und das Win 10 ISO hier von Computerbase runter, während ich mir ein Tutorial zu Virtual Box anschaue.

Wie ich gerade gesehen hab, kann ich auch Linux und das OS X Betriebssystem darüber testen. Das ist ja super genial. Gibt es eine vergleichbare virtuelle Box auch noch für Android und iOS?
 
Klar, VMs gibt es in allen möglichen Varianten, auch mit Android. heise.de erklärt beispielsweise wie das geht.

Virtuelle Maschinen eignen sich grundsätzlich für alle temporären Tests, sei es nun eine bestimmte Software oder ganze Betriebssysteme. Das Host-System sieht dabei nur die VM-Umgebung als solche, also eben VirtualBox oder VMWare. Die einzelnen VMs sind gewissermaßen "nur" Daten innerhalb von VirtualBox, komplett austausch-, kopier- und löschbar. Je nach Leistungsfähigkeit des Host-Systems kann man auch mehrere VMs parallel laufen haben, temporär oder permanent, wie man möchte.
 
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In Virtual Box sollte man auch Android installieren koennen, es gibt eine x86 Version, wie das da aber mit App-Kompatibilitaet ausschaut weiss ich nicht.
Ansonsten ist fuer Android der Bluestacks Emulator sehr bekannt, der braucht aber ordendlich Power, weil der die ARM CPU emulieren muss. Dafuer laeuft da theoretisch aber das meiste.

Apple Betriebssysteme zu virtualisieren ist so eine Sache. Es gibt soweit ich weiss einen offiziellen iOS Emulator fuer Visual Studio, aber der ist stark eingeschraenkt. Emulatoren mit voller Funktionalitaet gibt es meines Wissens nicht.
Dazu kommt, das OS X laut Apple Lizenzbestimmungen nur auf Apple Hardware virtualisiert werden darf. Es gibt wohl Mittel und Wege das dennoch ans Laufen zu bekommen, aber mehr zu sagen verstoesst gegen die Forenbedingungen.
 
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Ich habe die Virtual Box jetzt eingerichtet und Wordpress installiert, inklusive MySQL-Datenbank und Apache. Kurz noch angepasst, damit ich alles auf Vollbild testen kann. Hat auch alles wunderbar funktioniert.

Ich habe die Verbindung der Virtual Box auf Windows Firewall Nachfrage für Heimnetzwerke zugelassen. Weil ich Wordpress und xampp über die Virtual Box runtergeladen habe, habe ich unter Geräte bei der Virtual Box > Netzwerk > Netzwerk Einstellungen >"NAT" ausgewählt. Theoretisch könnte ich jetzt auf Only-Host-Adapter stellen und mein Theme in Wordpress reinkopieren.

Jetzt ist nur die Frage, wie kann ich sicherstellen, dass nun keine Daten nach außen übertragen werden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Je nachdem ob du gekapselt in der VM arbeitest und auch dort testest, kannst du sogar Not Attached auswählen. Damit hat die VM überhaupt keine Netzwerkverbindung, so als würde man das LAN-Kabel abziehen. Willst du aber vom Host aus testen, wäre Host-only sinnvoll. Dabei hat die VM nur eine Verbindung zum Host und ggfs zu anderen VMs, aber nicht zum Netzwerk des Hosts und auch nicht zum Internet.

Bei den NAT- und Bridged-Modi hat die VM ohne weitere Maßnahmen (zB Firewall) jeweils vollen Internetzugriff.

Testen kannst du es im übrigen ganz einfach: In der VM eine Eingabeaufforderung (Windows) / Terminal (Linux) öffnen und dort "ping 8.8.8.8" eingeben. Ist der Ping erfolgreich, hat die VM eine Verbindung ins Internet, schlägt er fehl, dann nicht. Die Verbindung ins lokale Netzwerk bzw. zum Host kann man genauso testen, wenn man zB die IP des Routers oder die des Hosts anpingt. Bei letzterem muss man allerdings ggfs nicht die tatsächliche IP im physischen Netzwerk anpingen, sondern die IP innerhalb des Host-VM-Netzwerks.


Hier werden die Netzwerk-Modi von VirtualBox recht anschaulich erklärt.
 
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