prayhe schrieb:
Nein. Tue ich nicht. Das denkst Du nur.
prayhe schrieb:
Auf dieser fehlerhaften Annahme baut alles was du behauptet hast auf.
Also noch mal ganz von vorne, weil ja offenbar der Hauptpunkt gar nicht verstanden wurde. Weil eigentlich ging es weniger um ein konkretes Produkt, sondern eher um Marketing und Marketing-Begriffe.
Schon bei meinem ersten
Posting #2 ging es um die Formulierung und die geht schon mal gut los mit:
Private Cloud
Weil irgendwie ist das ja widersprüchlich. Denn
privat ist ja definitionsgemäß etwas, auf das nur ich Zugriff haben sollte (oder halt Personen, mit der ich private Dinge teile) aber eben nichts was für Fremde bestimmt ist.
Und
Cloud bedeutet ja, das man etwas auf anderer Leute Computer ablegt. Und zwar irgendwelche Wildfremden die ich nicht kenne.
Insofern ist
Private Cloud ein Oxymoron . So wie
trockenes Wasser oder
dunkles Licht.
(und unter welchen Umständen sowas wie eine Private Cloud möglich wäre, habe ich ja dann auch noch
näher erläutert)
Aber da hört es ja nicht auf, sondern ab da wirds erst so richtig wild. Nämlich in dem sie die Daten ihrer nicht bei sich speichern speichern, sondern gehen zu einem anderen Anbieter (geben also meine Daten die schon bei Ihnen nicht wirklich
privat waren auch noch weiter). Und das auch noch zu Google, einem Konzern der dafür bekannt ist eher ein Datensauger zu sein und alles zu verwerten (womit ich nicht gesagt haben will, das die das bei den Apple-Konten machen; aber es wirkt erst mal wild; daher ja auch mein
Posting dazu).
Und Apple weiß auch ganz genau, das sich das doof anhört. Genau deshalb erzählen die ja so viel darüber was sie alles machen, damit die Daten trotzdem sicher sind.
Zu allem anderen komme ich im folgenden Abschnitt.
iSight2TheBlind schrieb:
prayhe sagt dagegen - ganz grob runtergebrochen - dass der Betreiber der Cloudhardware das nicht kann, wenn Apple die Cloudsoftware so gestaltet, dass sie bei technischen Modifikationen oder parallel laufenden Prozessen, die die entschlüsselten Daten sehen könnten, die Cloudsoftware gar nicht erst startet bzw. in einen Zustand bringt mit dem sich iPhones dann nicht für die sichere Verarbeitung von Daten verbinden können.
Die Primärkritik war ja zunächst, das deine angeblich privaten Daten ohnehin nicht privat sind, wenn jemand anderes darauf Zugriff hat. Aber das mal beiseite, um nur auf den von Dir genannten Punkt einzugehen.
Und da würde ich die Frage umdrehen. Wie soll Verarbeitung von Daten aussehen, die verschlüsselt sind?
Wir sind uns ja (hoffentlich) darüber einig, das Daten auf der Hardware auf der sie verarbeitet (also nicht nur gespeichert) für die Verarbeitung entschlüsselt sein müssen. Hake gerne ein, wenn Du an dem Punkt schon fragen hast.
Jetzt kann man natürlich hingehen und sagen (was Du ja auch andeutest):
"Ich schicke erst Daten an die Cloud-Server, wenn ich sicher bin, das die sauber sind."
Sauber bedeutet, das die halt nicht in irgendeiner Weise manipuliert sind. Und das soll die Cloud-Software machen, in dem sie halt selbst nachschaut, ob irgendwas manipuliert ist.
Und schon das ist - vorsichtig gesagt - schwierig. Weil Du weißt ja nicht, ob das ganze nicht z.B. in einer VM läuft die gegenüber der Cloud-Software vorgaukelt das alles ok ist.
Aber selbst wenn, dann könntest Du immer noch direkt an die Hardware gehen. Weil wie gesagt: An irgendeiner Stelle muss entschlüsselt werden und an der hättest Du dann die Möglichkeit ein Signal abzugreifen (und Signal abgreifen ist ein passiver Prozess; dabei ändert sich ja nichts am Zustand der Maschine; ergo kannst Du auch keine Manipulation detektieren).
Und ja. Man kann natürlich allerhand tun, um mögliche Angriffsflächen zu verkleinern. Man kriegt die aber nicht weg.
Man kann an der Stelle auch mal anders herum fragen und dann wirds auch ohne technisches Verständnis klar:
Wenn es so einfach möglich wäre, datenschutzmäßig sicheres computing zu machen, warum macht man das nicht viel öfter? Warum treiben dann Institutionen überhaupt den Aufwand eigene Rechenzentren aufzubauen?
Warum sind Standorte wichtig, die ein hohes Datenschutzniveau (EU) zu haben? Warum müssen dann Cloud-Betreiber überhaupt irgendwelche Verträge eingehen, in der die sich verpflichten datenschutzrechtliche Vorgaben (sprich: nicht unbefugt in die Daten der Kunden reinzugucken) einzuhalten?
Wäre ja alles nicht notwendig, wenn man wasserdichtes confidentional computing hätte.