News Apple Intelligence: Siri bekommt massig AI und wird zum Multi-Modal-Agent

Also bei aller Liebe für den Verbraucherschutz, aber die EU geht hier eindeutig zu weit. Ich möchte nicht, dass meine Elektronikprodukte bis ins kleinste Detail von Bürokraten durchdesignt werden. Wenn mir Apples goldener Käfig nicht gefällt, habe ich doch genug Auswahl an Konkurrenzprodukten. Im Android-Bereich finde ich eine Vielzahl von tollen Geräten, die halt eine ganz andere Philosophie an den Tag legen, was „Interoperabilität“ betrifft.

Natürlich handelt Apple im eigenen Interesse und möchte sein System für andere schließen – das ist nun mal ihr Geschäftsmodell. Gleichzeitig kann ich auch verstehen, dass man ungern die negative PR will, wenn User XY sich die kostenlose „BananaAI3000“ herunterlädt, die sich dann durch sämtliche privaten Daten wühlt und die Banking-App mit Candy Crush verknüpft. Natürlich ist das überspitzt, aber ein solches Datenfiasko würde am Ende auf Apple zurückfallen und die Marke massiv beschädigen.
 
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Jeanine schrieb:
Zumindest wenn Apple‘s Aussage korrekt ist, ist Apple einfach nicht gewillt, den Datenschutz seiner Geräte zu killen. Gemäss Apple müssten sie das aber, weil der DMA verlangt, anderen AI‘s unbeschränkt Zugang zu gewähren.
Alles kommt es nicht.

Da bin ich bei Apple.

Na ja, ich verstehe Apple's Haltung schon, aber das heißt ja nicht, dass jede drittanbieter KI direkt die Systemrechte bekommt. Das müsste der User dann eben erst freigeben.

Ist eben praktisch wieder ne ähnliche Sache wie mit dem Sideloading von Apps.

Klar, praktisch ist es ein Sicherheitsrisiko, wenn man das als User auch nutzt. Aber wenn man als User auf Apples Seite ist, muss man es ja auch nicht nutzen...
 
Liatama schrieb:
Der Vergleich hinkt, da Android und iOS grundlegend verschiedene Architekturen haben:
Der Vergleich hinkt nicht, wie du selbst darlegst:

Liatama schrieb:
Apple wählt hier den Weg der Deaktivierung, statt ihre Sicherheitsarchitektur für Dritte zu öffnen – ein technisches und strategisches Kalkül, das sich aber fundamental von der Android-Implementierung unterscheidet.
Und genau das ist das Problem. Apple behandelt die eigenen Anwendungen priorisiert, waehrend es Drittanabieter benachteiligt. Deshalb ist es verboten und sie muessten auf offene Schnittstellen setzen. Genau wie du beschrieben hast. Ergo -> Apple will seine Privilegien nicht aufgeben, also Apples Schuld.
Ergänzung ()

Iarn schrieb:
Die EU ist für Mindeststandards an Datenschutz, Apple nicht.
Das ist in dem Zuge nicht korrekt. Es scheitert nicht am Datenschutz, sondern am Digital Markets Act, welcher nichts mit Datenschutz zu tun hat,

Wenns am Datenschutz liegen wuerde gaebe es kein Google Gemini oder Facebook in Europa.
 
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Erstmal durchatmen, Hose lüften und kucken was letztendlich passiert.
Bei Apple „Intelligence“ war es am Anfang derselbe Tanz, kurz verzögert dann kam es…
Wird schon kommen, der EU Markt ist doch viel zu wichtig als das Apple darauf verzichten mag (kauft doch künftig keiner mehr ein dummes iPhone was keine Chance auf zeitgemäße Sprachassistenz hat).
 
Mimir schrieb:
Na ja, ich verstehe Apple's Haltung schon, aber das heißt ja nicht, dass jede drittanbieter KI direkt die Systemrechte bekommt. Das müsste der User dann eben erst freigeben.

Ist eben praktisch wieder ne ähnliche Sache wie mit dem Sideloading von Apps.

Klar, praktisch ist es ein Sicherheitsrisiko, wenn man das als User auch nutzt. Aber wenn man als User auf Apples Seite ist, muss man es ja auch nicht nutzen...
Der User? Hast viel Vertrauen in die Oma von neben an…

Sie dürfen es ja auch nicht sichtbar machen.
 
NJay schrieb:
Das ist in dem Zuge nicht korrekt. Es scheitert nicht am Datenschutz, sondern am Digital Markets Act, welcher nichts mit Datenschutz zu tun hat,

Wenns am Datenschutz liegen wuerde gaebe es kein Google Gemini oder Facebook in Europa.
... Und wenns am DMA liegen würde, gäbe es auch kein Google Gemini oder andere AIs in Europa. Komisch, dass es jeder ausser Apple hinbekommt. Bei dem iPhone Mirroring wurde auch auf die EU gebasht (bzw. es versucht) nur wurde nie genau gesagt, was die EU da nicht erlauben würde.
 
Könnten wir uns vielleicht darauf einigen, dass es nicht das Problem der EU ist, wenn Apple als Technologieriese es nicht schafft die Schnittstellen so zu bauen, dass Drittanbieterapps vernünftig auf den Geräten laufen?

Und könnten wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir nicht auf Apple-Sprech reinfallen, der bewusst so geschrieben ist, als sei die EU „Schuld“?

Ansonsten steht es auch jedem wirklich frei, da zu leben, wo er sich am wohlsten fühlt oder durch Wahlen etwas zu ändern. Sage ich auch meinen Schülern immer „Du musst hier nicht sitzen, Du kannst auch eine Ausbildung machen oder mehr als 30 Stunden arbeiten gehen.“ … nur dann müsste man ja tatsächlich auch mal was tun.

Ich nutze selber Apple-Produkte und schätze auch deren Sicherheit. Dann bleibt Siri bei mir eben Dumm. So what?
 
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Dramme schrieb:
Und wenns am DMA liegen würde, gäbe es auch kein Google Gemini oder andere AIs in Europa. Komisch, dass es jeder ausser Apple hinbekommt.
Tut es aber. Es geht darum, dass die AI bei Apple viel,Geiger ins System integriert wird und Konkurrenz ein gleicher Zugang nicht gewährt wird. Bei Android kann jeder seine AI so integrieren wie er möchte.
Ergänzung ()

Dramme schrieb:
Bei dem iPhone Mirroring wurde auch auf die EU gebasht (bzw. es versucht) nur wurde nie genau gesagt, was die EU da nicht erlauben würde.
Da lag (oder besser liegt) es daran, dass Apple die Schnittstellen im Handy dann auch anderen Entwicklern (z.B. Teamviewer) freigeben müssten, damit Nutzer auch über diese Drittanbieter das iPhone über einen Mac/PC, etc. Fernsteuern können. Das will Apple aber nicht, denn dann würde ihr Ökosystem ja nicht mehr so toll aussehen.
 
Bei Apple steht in den AGBs zumindest, dass nur sie selbst Daten sammeln dürfen.
Das Gemini funktioniert außerordentlich gut, wenn man die fragen sinnvoll formuliert. Das hätte ich auch gerne auf meinem iPad 8 in ähnlicher weise ohne auf die g0.0gle-Seite gehen zu müssen.
 
mortiferus93 schrieb:
Also soll die EU lieber vor den Techriesen einknicken?
Das scheint die EU ja zu tun wenn alle anderen ungeschoren machen können was sie wollen oder wie kommts dass man sowas nur bei neue neuen Features von Apple liest und keinem anderen sonst (zumindest bekomme ich das von keinem anderen mit)? Jeder kann sein beschissenes AI-Agent OS und dergleichen auf den Markt schmeißen, auch in der EU aber bei Apple schaut man genau auf die Finger sodass es zu Verzögerungen bei Features kommt?

Oder wäre es der EU so oder so egal und Apple macht das alles nur um der EU eins reinzudrücken?
 
NJay schrieb:
Der Vergleich hinkt nicht, wie du selbst darlegst:


Und genau das ist das Problem. Apple behandelt die eigenen Anwendungen priorisiert, waehrend es Drittanabieter benachteiligt. Deshalb ist es verboten und sie muessten auf offene Schnittstellen setzen. Genau wie du beschrieben hast. Ergo -> Apple will seine Privilegien nicht aufgeben, also Apples Schuld.
Ergänzung ()


Das ist in dem Zuge nicht korrekt. Es scheitert nicht am Datenschutz, sondern am Digital Markets Act, welcher nichts mit Datenschutz zu tun hat,

Wenns am Datenschutz liegen wuerde gaebe es kein Google Gemini oder Facebook in Europa.

Gleich vorweg, ich bin alles andere als ein Apple Fan und habe in meiner kompletten Laufbahn nur ein einziges Apple Hardware Gerät (ipod Nano) besessen aber in diesem Fall ist es nicht so einfach wie du schreibst.

Du interpretierst hier eine strategische Entscheidung als reinen Machtmissbrauch, ignorierst dabei aber den entscheidenden Punkt: die Produkthaftung und Systemintegrität.

Der entscheidende Unterschied ist nicht, ob Apple 'will' oder 'nicht will', sondern dass Apple ein Modell der vertikalen Integration betreibt. Bei Apple ist die Hardware, das OS und die KI-Implementierung eine einzige, geschlossene Einheit. Apple haftet für die Sicherheit und Performance dieser gesamten Kette.
Wenn die EU nun fordert, dass Apple diese tiefen Systemzugriffe für externe KIs öffnen muss (Interoperabilität gemäß DMA), dann zwingt sie Apple dazu, die Kontrolle über den Sicherheitsstack abzugeben.
Der entscheidende Punkt: Bei Android ist das System darauf ausgelegt, dass Apps tief zugreifen können – das ist ein Design-Feature. Bei iOS ist das System darauf ausgelegt, dass Apps genau das nicht können – das ist das Kern-Sicherheitsversprechen von iOS.
Keine Frage von 'Wollen': Wenn Apple den Zugriff öffnet, müssten sie ihre Sandbox-Architektur, die sie seit 15 Jahren als ihr Alleinstellungsmerkmal vermarkten, technisch aufbrechen. Das würde bedeuten, dass Apple die Garantie für Datenschutz und Stabilität für Drittanbieter-KI nicht mehr garantieren könnte.
Die Argumentation 'Apple will seine Privilegien nicht aufgeben' ist aus Sicht des Kartellrechts legitim, aus technischer Sicht aber eine Fehlinterpretation. Es geht nicht um Privilegien, sondern um die Frage, ob man ein System per Gesetz zwingen kann, sein grundlegendes Sicherheitsdesign zu ändern, nur damit Dritte dort ebenfalls operieren können. Die EU sagt: ‚Ja, das muss man‘. Apple sagt: ‚Wenn wir das tun, ist das System nicht mehr das, was wir als sicher verkaufen‘.
Das ist kein ‚Einknicken‘ oder ‚Schuld‘, sondern eine fundamentale Kollision zwischen der Offenheit des Marktes (DMA) und der Sicherheit geschlossener Architektur-Modelle.
 
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@DennisK. vlt die EU Einschränkung etwas prominenter platzieren. Hätte mir das lesen des Artikels nämlich sonst gespart, wenn Apple weiter Spielchen spielen will
 
Siri ist das erste was ich beim iPhone Setup deaktiviere und jetzt habe ich einen Grund mehr es so zu belassen.
 
An sich ist der Grundgedanke der EU bzgl. des DMA ja nicht verkehrt:
Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung oder zumindest relevant großen Marktanteilen sollen ihre Produkte nicht völlig gegen die der Mitbewerber abschotten, so dass der Kunde bei gewissen Kaufentscheidungen mehr Auswahl hat.
Wenn das aber - wie im konkreten Fall - dazu führt, dass eine relativ sichere Systemarchitektur geöffnet werden müsste und dadurch unsicherer gemacht werden würde, dann kann das eigentlich nicht im Sinne der Kunden sein. Zumindest nicht für die Kunden, für die ein sicheres Systemdesign ein wichtiges Argument ist.
 
Jeanine schrieb:
Zumindest wenn Apple‘s Aussage korrekt ist, ist Apple einfach nicht gewillt, den Datenschutz seiner Geräte zu killen. Gemäss Apple müssten sie das aber, weil der DMA verlangt, anderen AI‘s unbeschränkt Zugang zu gewähren.
Alles kommt es nicht.

Da bin ich bei Apple.
Naja, Apple hätte es auch einfach vernünftig implementieren können. Andere KIs hätten ja nur unbeschränkt Zugang, weil Siri auch unbeschränkt Zugang hat. Apple sagt einfach "Nur wir dürfen die Kundendaten benutzen/verarbeiten/verkaufen, niemand sonst."
 
@gartenriese Mit dem "kleinen" Unterschied, dass Siri halt von Apple selbst entwickelt wird. Und man demzufolge sehr genau weiß, was mit den Daten geschieht.

Oder willst du ernsthaft, dass Apple jedweden obskuren KI-Apps - von denen niemand außer den Entwicklern genau weiß, was sie mit den Daten anstellen - die gleichen tiefen Systemzugriffsrechte gewähren muss wie Siri?
 
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Nach all den Jahren schiele ich mehr und mehr auf ein Google Pixel (Pro).
Weil?! Das war einfach meine persönlich e"most ever boring WWDC opening sh*t show".
...
Schade!
 
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