News AppleCare One: Neues Kombi-Abo startet, Einzelverträge werden verteuert

In erster Linie finanziert man mit diesem Abo diejenigen mit, die weniger gut auf ihre Geräte aufpassen und sie sorglos runterschmeißen. ;)

In 16 Jahren Smartphone-Nutzung ist mir ein einziges Mal eins aus der Hand gerutscht und auf einen harten Boden aufgeschlagen, das war mein Galaxy S7 damals. Das hatte dann einen Sprung im Display und hat für 200€ ein (originales) neues bekommen.

Ansonsten ist mir da nie was passiert, und ich nutze immer lediglich eine Fitbag-Tasche für meine Geräte, keine Displayschutzfolie und auch keine fest angebrachte Hülle.
Hätte ich jetzt so ein Care-Abo gehabt all die Jahre, hätte ich damals dann das Display "kostenlos" repariert bekommen (für die Überlegung spielt es jetzt keine Rolle, dass das ein Galaxy war und kein Apple-Gerät), aber unterm Strich insgesamt ein Vielfaches davon in diese Versicherung gesteckt (nix anderes ist das ja).

Wie bei jeder Versicherung finanzieren nunmal diejenigen, die wenig oder keine Schäden haben, die Reparaturen derer mit vielen Schäden mit. Bei einer Krankenversicherung kann ich das noch nachvollziehen, denn hier können auch bei Gesunden unvorhergesehene Ereignisse eintreten, die einen ohne Versicherung finanziell stark belasten könnten. Aber bei einem Smartphone/Tablet/Laptop sehe ich das als jemand, der auf die Geräte gut aufpasst, gar nicht ein.

Da können gerne diejenigen, die sorglos mit ihren Geräten umgehen und dementsprechend viele Schadensfälle haben, das unter sich ausmachen und dann in einen entsprechend teureren Reparaturtopf wie AppleCare einzahlen. Meine Beiträge wird es dazu jedenfalls ganz sicher nicht geben, denn ich sehe es nicht ein, grundlos Geld da rein zu buttern nur damit es für die Rowdies günstiger wird.
 
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Kein Kommentar https://checkcoverage.apple.com/?locale=de_DE

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Chilisidian schrieb:
Naja, hier ist es aber sehr leicht austricksbar. [...]
Klar, das ist natürlich ne gute Rechtfertigung für kriminelle Machenschaften. 🤦‍♂️
 
Blutschlumpf schrieb:
Wer ständig bestohlen wird sollte imho andere Dinge in seinem Leben überdenken als über welche versicherung er das abdeckt.
Ich denke der Satz in dem Artikel war ironisch gemeint.
Incanus schrieb:
Das ist halt das Grundprinzip jeder Versicherung, viele zahlen für wenige, damit keiner im Schadensfall ruiniert ist.
Deswegen sollte man sich immer bei Abschluss einer Versicherung überlegen, ob einen der Schadenfall wirklich ruiniert oder zumindest sehr wehtut. Bei einer Gebäudeversicherung ist das Schadeneintritts Risiko zwar sehr gering, aber ein typisches Schadenereigniss wäre für die meisten Eigenheimbesitzer ein katastrophales finanzielles Desaster.

Unsinnig sind hingegen Geräteversicherungen oder „Garantieverlängerungen“ für geringwertige Haushaltsgeräte wie Toaster, oder selbst eine Waschmaschine für 500 EUR.

Man kann sich ja leicht ausrechnen, was es kosten würde, für jedes gekaufte Gerät so eine Versicherung abzuschließen und das mal in Relation zu den vermutlich real eintretenden Schäden zu setzen.

Jeder der schon ein paar Jahre Lebenserfahrung hat, kann ja mal ausrechnen wieviel er für den Ersatz/Reparatur von Geräten, die später als ein Jahr bis max. 3 Jahren kaputt gegangen sind, ausgegeben hat (im ersten Jahr greift üblicherweise die Gewährleistung…).

Bei eher teuren und gleichzeitig überdurchschnittlich gefährdeten Einzelprodukten, wozu Smartphones gehören, muss man es abwägen. Seitdem iPhones wasserdicht sind, und ich bei mir persönlich das Diebstahl Risiko gering einschätze, sehe ich als einzig relevantes Risiko den Displaybruch. Ist mir zwar auch noch nicht passiert, aber da war auch ein bisschen Glück dabei. Aber die Apple Display Reperatur ist jetzt nicht so teuer, dass ich dieses Risiko versichern müsste.

Hansdampf12345 schrieb:
Wie locker dem ein oder anderen immer VERSICHERUNGSBETRUG in den Sinn kommt.

In der Hinsicht macht kein Produkt Sinn, weil Kriminelle immer das System "tricksen" können.
Bei Sachversicherungen für eher geringwertige Güter (für eine Versicherung sind 1000 EUR ein Bagatellschaden) ist ein gewisses Betrugspotenzial eingepreist, d.h. alle Versicherten zahlen kollektiv für die Betrüger mit. Die Versicherungen überprüfen in der Regel nur offensichtlich unplausible Fälle oder eben Schadenhäufungen.
 
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Im Normalfall sind das die Endpreise, das sind ja fix kalkulierte Punkte.
 
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@MDM:
Was willst Du mit dem Screenshot sagen?
Ich habe zur Zeit noch ein iPhone 13, da kostet die Display Reparatur 339 EUR. Das habe ich 2022 gekauft. Ich weiß jetzt nicht was Apple Care+ in 2022 gekostet hat, aber wenn wir den heutigen Preis von 89 EUR annehmen, hätte ich 5*89 =445 EUR bezahlt, aber ich hatte in der Zeit keine Reparaturen.

Es ist sogar noch der erste Akku drin, der hat noch 84%.

Das iPhone ist das einzige Apple Gerät in unserem Haushalt. Hätte ich seit 2012 (wo ich mein erstes iPad gekauft habe) alle meine Apple Geräte mit Apple Care+ versichert, hätte ich mehrere tausend EUR an Apple bezahlt. Außer Batterie Service habe wir bisher keine Apple Reparaturen außerhalb der Gewährleistung gehabt.

Selbst wenn wir in der Zeit 2-3 Schäden gehabt hätten, wären wir ohne Versicherung noch billiger gewesen.
 
Die eigentliche Frage die man sich stellen müsste ist imho auch gar nicht ob sich das bei so nem teuren Display lohnt sondern warum Apple solche Preise fürs Display überhaupt aufrufen kann/darf.

Ein iphone 17 pro max kostet Apple soweit ich das finden konnte ca. 400 Euro, das Display ca. 80 Euro.

Beim Komplettgerät kann ein Hersteller natürlich ne beliebige Marge und Dinge wie Software-Entwicklung, Support, Vertriebskosten und Entwicklungskosten auf den reinen Hardwarewert aufschlagen, aber sowas dürfte bei Ersatzteilen imho nicht der Fall sein.

Die Preisgestaltung legt ja durchaus die Vermutung nahe, dass die Preise einfach so exorbitant hoch angesetzt werden um die Leute ins Abo zu drängen.

Gibt übrigens ne Lösung gegen solches Verhalten: Kauft den Kram nicht, also das Gerät schon gar nicht.
 
Das ist keine unübliche Preisgestaltung, viele Hersteller, gerade auch im Laptop-Bereich verfahren ähnlich. Da sind viele Preise für Reparaturen vorab festgelegt, unabhängig von der Art des Schadens und ergeben so eine Mischkalkulation. Und natürlich ist das bei den meisten dann so kalkuliert, dass es - Eintritt eines Schadenereignis vorausgesetzt - für den Käufer Sinn macht eine Garantieerweiterung zu nehmen. Den Nachteil haben die mit Schaden ohne Garantierweiterung oder mit dieser aber ohne Schaden.
 
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Blutschlumpf schrieb:
Die eigentliche Frage die man sich stellen müsste ist imho auch gar nicht ob sich das bei so nem teuren Display lohnt sondern warum Apple solche Preise fürs Display überhaupt aufrufen kann/darf.
Dürfen tun sie was sie wollen. Und Reparatur lohnt sich, wenn sie billiger als der Zeitwert des reparierten Gerätes ist. Deswegen funktioniert das Business bei Apple, zumindest wenn die Geräte noch neuer sind. Für die 488 EUR Displayreparatur eines iPhone 17 max bekommt man halt nicht mal ein gebrauchtes 17 max.

Blutschlumpf schrieb:
Beim Komplettgerät kann ein Hersteller natürlich ne beliebige Marge und Dinge wie Software-Entwicklung, Support, Vertriebskosten und Entwicklungskosten auf den reinen Hardwarewert aufschlagen, aber sowas dürfte bei Ersatzteilen imho nicht der Fall sein.

Bei Ersatzteilen zahlt man zum einen die Lager- und Bereitstellungskosten. Zum anderen ist die Service Infrastruktur, wie Apple sie betreibt, auch nicht billig. Viele Firmen sparen sich das heutzutage und ein kaputtes Gerät ist letztendlich Schrott.
Klar verdient Apple damit auch Geld, und das Apple typisch auch nicht wenig.

Die Reparatur Preise sind bei anderen Herstellern nicht besser, sofern man überhaupt realistische offizielle Reparatur Angebote hat. Versuch mal ein beliebiges Windows Notebook ohne Supportvertrag reparieren zu lassen. Bei Apple hast Du das Gerät auch meist am übernächsten Tag schon wieder zurück. Geräte die wochenlang weg sind, wie es bei manchen Herstellern der Fall ist, sind eigentlich ein Totalschaden da man oft nicht solange auf das Gerät verzichten kann.

Ein Grund warum viele Unternehmen iPhones als Firmenhandys einsetzen ist, dass Apple definierte Prozesse und definierte Preise bietet.
 
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iSight2TheBlind schrieb:
und wenn der Akku beim Abschluss schon 79% Restkapazität zeigt wirst du AppleCare One entweder nicht mehr abschließen können oder der Akkutausch wird ausgeschlossen sein
Also ich könnte für mein neues IPad CareOne abschließen und mir wird angezeigt, dass ich meine Ultra 3, die AirPods Pro 3 und das 14 Pro ohne weitere Tests mit aufnehmen könnte. Das 14 Pro hat noch 75% und wird auch nicht beim Akku ausgeschlossen. Habe mich auch gewundert. 🤔🤷🏻‍♂️

Blutschlumpf schrieb:
Die eigentliche Frage die man sich stellen müsste ist imho auch gar nicht ob sich das bei so nem teuren Display lohnt sondern warum Apple solche Preise fürs Display überhaupt aufrufen kann/darf.
Warum verlangt Mercedes beim Ölwechsel mittlerweile 15€ für einen Plastikstopfen, der den Ölablass verschließt und zwingend ersetzt werden muss, wenn es früher ein Dichtring für 50 Cent getan hat, der auf der Schraube sitzt, die nicht ersetzt werden musste? 🤷🏻‍♂️
 
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Was genau willst du damit ausdrücken?
Weil Mercedes Käufer von 50.000 Euro Autos 15 Euro beim Ölwechsel abzieht ist es legitim, dass Apple ca. 500 Euro für ein 80 Euro Display verlangt?
Wenn ja musst du das erläufern.

Wenn ein Hersteller für eine Komponente die ihn selber nur 20% des Produktes kostet einen Preis aufrufen kann der in der Größenordnung der Produktionskosten des kompletten Gerätes liegt, dann funktioniert das Recht auf Reparatur offensichtlich nicht.
 
TomH22 schrieb:
[...] Bei Sachversicherungen für eher geringwertige Güter (für eine Versicherung sind 1000 EUR ein Bagatellschaden) ist ein gewisses Betrugspotenzial eingepreist, d.h. alle Versicherten zahlen kollektiv für die Betrüger mit. Die Versicherungen überprüfen in der Regel nur offensichtlich unplausible Fälle oder eben Schadenhäufungen.
Das ist mir klar.
Hat aber auch 0 damit zu tun, dass ich es erschreckend finde, wie kriminell der ein oder andere hier denkt.

Versicherungsbetrug ist eine Straftat.

Das die Versicherungen zwischen Kostenaufwand zur Ermittlung und Kosten durch Betrug abwägen müssen ist bei einem Wirtschaftsunternehmen logisch.
 
Blutschlumpf schrieb:
dass Apple ca. 500 Euro für ein 80 Euro Display verlangt?
Was wäre denn ein, deiner Meinung nach, gerechtfertigter Preis?
Blutschlumpf schrieb:
dann funktioniert das Recht auf Reparatur offensichtlich nicht.
Was wäre denn ein, deiner Meinung nach, gerechtfertigter Reparaturpreis?
 
Zuletzt bearbeitet:
MDM schrieb:
Was wäre denn ein, deiner Meinung nach, gerechtfertigter Reparaturpreis?
Ich wuerde weniger den Reparaturpreis kritisieren, als den offiziellen Preis der Ersatzteile.

Dass die Ersatzteile durch die Bank weg ein und dasselbe kosten wie die Reparatur in einer authorisierten Werkstatt spricht doch Baende, auch wenn man etwas Geld zurueckbekommt wenn man das alte Teil zurueckschickt.
 
Keine Ahnung, ich kenn die Kalkulationen von Apple natuerlich nicht.
Aber so ist es doch eindeutig, dass das ein Angebot ist, das nur dafuer da ist, den Buchstaben des Gesetzes zu erfuellen und Ersatzteile zu verkaufen.
Ich bin mir aber recht sicher, dass Apple auch noch bei der Haelfte fuer die Ersatzteile damit noch Gewinn machen wuerde.
 
MDM schrieb:
Was wäre denn ein, deiner Meinung nach, gerechtfertigter Reparaturpreis?
Mir geht es nicht um den Reparaturpreis sondern um den Preis der Ersatzteile.
Was nützt es mir wenn der Handyladen um die Ecke 10 statt 20 Euro für den Umbau verlangt wenn das Ersatzteil 500 Euro kostet und er da keinen Wettbewerb gibt?

Gerechtfertigter Ersatzteil-Preis wären für mich die realen Kosten +10% Marge.

Reale Kosten wären für mich:
-der Einkaufspreis
-Lagerkosten
-Logistikkosten
-Verwaltungskosten (die direkt mit den Thema zu tun haben a la RMA-Website + Personal)
-Risikozuschlag für Lagerware die nachher nicht benötigt wird (gedeckelt auf z.B. 20%)
-ggf. Verwaltungsgebühren für Widerruf (max 10%)

Dazu die Mehrwertsteuer, wobei ich persönlich es hier toll finden würde wenn der Gesetzgeber bei Ersatzteilen im Zuge des eigentlichen Zieles (Umweltschutz + Ressouceneinsparungen) komplett darauf verzichten und im Gegenzug dafür das Widerrufsrecht streichen würde.

Die genauen Kosten wird dir hier keiner nennen können.
Im Falle von Apple und den Größenordnungen + bestehenden Strukturen dahinter tippe ich mal, dass Lager/Logistik / Verwaltung sich zusammen unter 10% des Einkaufspreises befinden werden.
Wären also Größenordnung 115 Euro in der Variante ohne Steuer/Widerruf bzw. ca. 150 Euro mit Steuer/Widerruf.

Bei großen Firmen a la Apple/Samsung/Xiaomi würde ich hier eine detailierte Offenlegung aller Positionen erwarten, bei kleineren Firmen würde ich die Mögichkeit bieten, dass die Pauschalen ansetzen.

Was meiner Meinung nach ebenso notwendig wäre ist ein Recht darauf, dass Drittanbieter ohne Zugangbeschränkung Ersatzteile anbieten können die dann auch ohne Funktionsbeschränkungen laufen müssen.
Beispiel:
Firma xy darf nachgebaute Tintenpatronen bauen, künstliche Hürden (SN-Checks, Dummy-Software mit Copyright in der Patrone, irgendwelche nichtoffene Verschlüsselung zur Kopplung) werden verboten.
Soweit ich das mitbekommen habe ist Apple da ja auch recht "innovativ".


Ich finde übrigens den Ansatz "lass die Hersteller an Reparaturen verdienen, dann wird auch repariert" grundlegend falsch.
Der korrekt Ansatz wäre imho, dass Hersteller unter jedem Produktmangel massiv leiden müssen um den Ansporn zu haben Produkte zu bauen die einfach lange halten.
Das Mittel zum Zweck wäre hier eine massive Ausweitung der Gewährleistung.
Ohne Regelung werden Firmen Produkte bauen die nach 2 Jahren kaputt gehen.
Wenn sich Reparaturen lohnen werden Firmen Produkte bauen die man mit viel Gewinn reparieren kann und auch oft reparieren muss.
Nur ein Hersteller der für eine Waschmaschine sagen wir mal 7 Jahre Funktion gewährleisten muss wird auch eine bauen die ohne Reparaturen so lange hält.
 
Zuletzt bearbeitet:
Blutschlumpf schrieb:
Reale Kosten wären für mich:
-der Einkaufspreis
-Lagerkosten
-Logistikkosten
-Verwaltungskosten (die direkt mit den Thema zu tun haben a la RMA-Website + Personal)
-Risikozuschlag für Lagerware die nachher nicht benötigt wird (gedeckelt auf z.B. 20%)
-ggf. Verwaltungsgebühren für Widerruf (max 10%)
Das sind genau die Kosten um die es geht, nur ist Deine Einschätzung der Verteilung krass falsch. Lager- und Logistikkosten sind oft ein vielfaches des Herstellungspreises. Hinzu kommen übrigens noch die Kapitalkosten: Ersatzteile werden in der Regel nach Ende der regulären Produktion für den ganzen restlichen Produktlebenszyklus auf Vorrat gekauft. Das dafür eingesetzte Kapital muss verzinst werden.


Blutschlumpf schrieb:
Firma xy darf nachgebaute Tintenpatronen bauen, künstliche Hürden (SN-Checks, Dummy-Software mit Copyright in der Patrone, irgendwelche nichtoffene Verschlüsselung zur Kopplung) werden verboten.
Du vermischst hier Themen, Tintenpatronen sind Verbrauchsmaterialen und keine Ersatzteile. Bei Druckern hat sich halt teilzein Geschäftsmodell etabliert, indem der Drucker extrem subventioniert angeboten wird und der Hersteller erst mit den Verbrauchsmaterialen Geld verdient. Das Modell funktioniert natürlich nicht, wenn keine Original Materialen mehr verkauft werden.

Aber eigentlich bieten alle Inkjet Hersteller mittlerweile ja Tintentank Drucker an, die zwar in der Anschaffung deutlich teurer sind, aber bei denen die Verbrauchsmaterialen so günstig sind, dass man ohne weiteres zu den Original Teilen greifen kann.

Blutschlumpf schrieb:
Nur ein Hersteller der für eine Waschmaschine sagen wir mal 7 Jahre Funktion gewährleisten muss wird auch eine bauen die ohne Reparaturen so lange hält.
Das Problem ist, dass die Lebensdauer eines Produktes ja nicht nur von der Herstellungsqualität abhängt, sondern auch von den Betriebsbedingungen. Wenn jemand super kalkiges Wasser hat, immer zu wenig Waschmittel nimmt, und die Maschine regelmäßig überlädt, dann wird sie ihre projektierte Lebensdauer nicht erreichen.

Interessanter Fakt zu Waschmaschinen in diesem Zusammenhang: Durch die EU Energielabel Programme hat eine Waschmaschine heute fast die doppelte Betriebsstundenzahl für eine gegebene Menge an Waschladungen wie vor der Einführung dieser Programme. D.h. wenn die Maschine heute genauso viele Betriebsstunden hält, wie ein Modell Baujahr 2000 hat sie viel weniger Waschladungen geschafft.

Blutschlumpf schrieb:
Der korrekt Ansatz wäre imho, dass Hersteller unter jedem Produktmangel massiv leiden müssen um den Ansporn zu haben Produkte zu bauen die einfach lange halten.

ursprünglich ging es in diesem Thread ja um Apple Care. Ich habe nun selber einige Apple Produkte, und ich kann definitiv sagen, dass ich noch nie ein Apple Produkt wegen mangelnder Qualität oder Lebensdauer kostenpflichtig reparieren oder ersetzen musste. Es gab eine Ausnahme: Ein iPhone 6 war von dem Problem der plötzlichen Selbstabschaltung unter Last betroffen, und ich habe das mit 29EUR kostenpflichtige Akku Tauschprogramm in Anspruch genommen. Fand ich aber, da man ja dabei einen komplett neuen Akku bekommen habt, eine annehmbare Selbstbeteiligung.

Apple Produkte haben ja nicht umsonst Wiederverkaufspreise die man sonst von Consumer Elektronik nicht kennt.

Bei den Reparaturen geht es ja meistens entweder um Unfallschäden oder um abgenutzte Akkus. Gerade der Batterieservice, der ungefähr 15% des Geräte UVPs beträgt, lohnt sich wirtschaftlich solange der Zeitwert des Gerätes noch über dem Service Preis liegt, das ist bei 3-5 Jahre alten Apple Geräten oft der Fall.
 
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