Helios co.
Lt. Commander
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Es geht ja nicht um Verhandlungen. Es hat ja auch keiner etwas dagegen, dass diese Länder beispielsweise der EU beitreten. Es geht auch nicht um alte Feindschaften oder Ideologien. Es geht um Einfluss in einer strategisch enorm wichtigen Region.aber für mich sind Verhandlungen mit ehemaligen Sowjetstaaten
Das Problem ist doch ein ganz anderes. Ganz gezielt wurden in der Ukraine und in Kirgistan "Revolutionen" finanziert seitens des Westens (was inzwischen bewiesen ist) und speziell der USA um USA-freundliche Regierungen an die Macht zu bringen, die auch als aller erstes was gemacht haben? Da fällt mir aber ein: Wann wurde so massiv über die Gegenrevolutionen berichtet. Sowohl in der Ukraine als auch in Kirgistan hat es diese gegeben, nur Georgien nicht, denn da wurde die Opposition niedegeknüppelt. Nebenbei: schon doll wen wir da unterstützen.
Ach ja, da waren ja "Verhandlungen" über die Schwarzmeerflotte, über Gaspipelines wie Nabuco vs. Southstream, Stationierung von US Kriegsschiffen in der Ukraine und Georgien sowie Nato Beitritten die eigentlich nach Absprache von 1991 nie hätten stattfinden dürfen und dem ABM das natürlich Russland nicht tangiert, aber inzwischen mehrere Komissionen die Bedrohung für Russland festgestellt haben etc cc. Oder soll ich weiter aufzählen?
Unter Nadelstichen verstehe ich eine koordinierte Politik gegen ein Land. Der Versuch die EInflusssphäre dieses Landes zu begrenzen und die militärische Bedeutung des Landes zu reduzieren. Auf nichts anderes zielen die Versuche ab, eine Raketenabwehr in Osteuropa aufzubauen sowie Georgien und die Ukraine in die Nato aufzunehmen. Willst du ernsthaft behaupten Georgien und die Ukraine würden die militärische Schlagkraft der Nato steigern? Das ich nicht lache. Vermutlich genauso massiv wie die Schlgakraft der baltischen Länder die Natp gestärkt hat? Es würde sich auch kein Mensch um diese Länder auch nur einen Kehricht scheren, wenn sie nicht so gelegen wären wie sie es sind.
Dabei ist klar, dass es nicht um die Vorbereitung eines Weltkrieges oder Kriegs oder Konfliktes geht, so bekloppt ist keiner. Es geht darum eine Macht zu reduzieren, lahmzulegen oder zu dehmütigen. Oder anders: Es geht um strategische Interessen, die man auf durchaus aggressive und hinterhältige Art und Weise verfolgt. Macht aber jeder, insofern ist das ok. Aber es als demokratischen Akt darzustellen, schaffen nur wir!
Die Konsequenz dieser Nadelstiche siehst du an mehreren Stellen:
1. Die "übertriebene" Reaktion Russland in Georgien. Das sehen im übrigen zahlreiche Experten so: Russland hat hier einen Schlussstrich oder einen Warnschuss abgegeben, nach dem Motto: Bis hierhin und nicht weiter. Und zugleich explodierten die Militärausgaben in Russland.
Und wie wir alle wissen, hat sich seit dem die Lage um Georgien etwa sgeändert. Es geht nicht mehr um eine Natomitgliedschaft, dennoch wird massiv vermieden Georgien abzustoßen oder dessen Schuld am Krieg auch nur zuzugeben. Da hilft auch der klägliche Versuch des EU Parlaments reichlich wenig, nach über einem Jahr (oder waren es 2 Jahre) die Schuld am Krieg Georgien zu geben, aber keinerlei Konsequenzen daraus zu ziehen, wie beispielsweise ein Waffenhandelsembargo.
2. Nordstream und Southstream. Nordstream soll in erster Linie die Ukraine und Weissrussland umgehen. Southstream hingegen soll die Bedeutung von Georgien reduzieren. Beide Projekte sind für Russland eigentlich wirtschaftlich sinnlos, aber politisch nach dem was in den letzten 10 Jahren in der Ukraine und Georgien vor sich ging von enormer Bedeutung.
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