Arbeitsvertrag unterschrieben, was besseres gefunden

Ich würde mir an deiner Stelle, bevor ich schon wieder die Stelle wechsel, zunächst folgendes ausgiebig überlegen:
-Was genau gefällt mir an meiner neuen Stelle nicht?
-Lässt sich der Unmut überhaupt durch einen Stellenwechsel lösen, oder ist vielleicht ein Tätigkeitswechsel die bessere Wahl?
-Aus welchen Gründen genau glaube ich und wie sicher ist es, dass es nach einen weiteren Stellenwechsel besser werden wird?

Dabei hilft es m.E. wenn man sich das ganze einmal aufschreibt, da man dann besser drüber nachdenken kann.
 
Ausserdem bist du gerade mal ne Woche da, gib doch nicht so schnell auf. Gerade wenn das Betriebsklima gut ist. Ist denn wenigstens die Bezahlung in Ordnung?
 
ja die Bezahlung ist in Ordnung... Die negativen Punte sind halt folgende:

-ich bekomme zwar alle Überstunden bezahlt aber alle 4 Wochen muss ich 6 Tage also auch Samstags arbeiten
- Die Tätigkeit und mit den Materialien mit denen ich arbeite (allg. Baustoffe) sind nicht so mein Ding
- Es ist körperlich ziemlich anstrengend (mein Rücken und meine Gelenke taten nach der Woche ziemlich weh) "evtl Gewöhnungssache ich weiß"
- Ich muss Helm und Handschuhe tragen, was ich auch nicht gewohnt bin und man schwitzt ziemlich schnell und man wird ziemlich dreckig (alles eigentlich nicht so schlimm, nur alles neu für mich.)
- Es kann vor allem im Sommer unter der Woche öfter mal 9-10 std werden obwohl ich eine 40 Std Woche habe.. was ich jetzt schon gemerkt habe da ich in der ersten Woche meistens 8 1/2 gearbeitet habe.
-Es wird jede Std. bezahlt aber irgendwie ist es das nicht wert oder?
-und am Freitag habe ich mich mit nem Azubi unterhalten der sagt, das er schon öfter in dem Betrieb Mitarbeiter hat kommen und gehen sehen... Gründe dafür konnte er mir nicht nennen.

Danke euch, das ihr mir Tipps oder eure Meinungen an mich geb
 
Zuletzt bearbeitet:
Einmal im Monat einen Samstag arbeiten? Okay, dass wäre ein Freitags-Rausch weniger im Monat. :daumen:
-Es wird jede Std. bezahlt aber irgendwie ist es das nicht wert oder?
Ist doch cool. Die Stunden machen schließlich die Kohle. Die meisten anderen Buden zahlen keine Überstunden aus. Wenn dann doch das "Eine Mal" mehr Arbeit anfällt, wird es schlicht erwartet mehr zu arbeiten. (Ist ja schließlich nur dieses "Eine Mal")

Also im Großen und Ganzen klingt das sehr gut.
Zumindest mir wäre ein gutes Betriebsklima bei ordentlicher Bezahlung 10x mehr wert als die Sauberkeit meiner Arbeitskleidung.
 
ja aber wenn ich wüsste das in der Saison bei einer 40 Std. Woche schnell mal eine 50 Std Woche draus wird und das öfter mal, wäre das doch auch nicht schön, da man ´seine Freizeit doch auch gerne hat. Ich kann ruhig auch auf 200 Euro weniger im Monat verzichten und dafür hab ich meine 40 Std. :)

aber klar vielleicht muss ich einfach schauen ob es noch was wird... aber mein Anliegen an euch war eigentlich, was ich machen sollte, wenn es mir nach meherern Wochen doch nicht gefallen könnte?

Was schreib ich da in die Bewerbung an andere Firmen rein, ohne das der neue Arbeitgeber denken muss, dass ich dort auch gleich nach einer Woche gehen möchte???

Danke schnonmal :)
 
Sorry, aber was erwartest du denn? Ich sehe da keinen punkt den man nicht normalerweise im Bewerbungsprozess hätte mitbekommen sollen - habt ihr in den Bewerbungsgesprächen nur übers Wetter geredet? Zudem sehe ich da keinen Grund, weshalb es unzumutbar wäre, den Job weiter zu machen. Du hast jetzt zwei Optionen:

1. Augen zu und durch. Hinterfrage dein Anspruchsdenken kritisch und versuche, das beste aus der Situation zu machen und nicht vor ihr davon zu laufen.

2. Du kündigst und suchst was neues. Die Aktion mit dem jetzigen Arbeitgeber wird aber einiges an Erklärungsbedarf erzeugen.

Mein Tipp ist dass du mit 2. mittelfristig deutlich schlechter dastehen wirst beruflich. Meine Wochen haben derzeit oft 50h und mehr (diese woche bin ich bei 57). Das ist deutlich angenehmer als total unmotiviert in einem miesen Umfeld 40h zu schrubben, glaub mir.
 
Ich sehe da keinen punkt den man nicht normalerweise im Bewerbungsprozess hätte mitbekommen sollen - habt ihr in den Bewerbungsgesprächen nur übers Wetter geredet?
Hätte man soetwas nicht bereits in der Ausbildung als typisches "Berufsbild" lernen sollen? Schmutzig werden, Schutzkleidung tragen oder etwas schwerer heben und tragen müssen klingt jetzt für diesen Berufsbereich nicht sssooo exotisch. . . .
 
Hallo
coole socke schrieb:
-ich bekomme zwar alle Überstunden bezahlt aber alle 4 Wochen muss ich 6 Tage also auch Samstags arbeiten
Ja und wo ist das Problem ? Sehr viele Menschen arbeiten Samstags und sogar Sonntags, ein Samstag im Monat wird dich nicht umbringen.

coole socke schrieb:
- Die Tätigkeit und mit den Materialien mit denen ich arbeite (allg. Baustoffe) sind nicht so mein Ding
Das fällt dir jetzt erst auf ? Hat dir die Firma bis jetzt verheimlicht womit du es zu tu haben wirst ?

coole socke schrieb:
- Es ist körperlich ziemlich anstrengend (mein Rücken und meine Gelenke taten nach der Woche ziemlich weh) "evtl Gewöhnungssache ich weiß"
- Ich muss Helm und Handschuhe tragen, was ich auch nicht gewohnt bin und man schwitzt ziemlich schnell und man wird ziemlich dreckig (alles eigentlich nicht so schlimm, nur alles neu für mich.)
Dann ist Lagerist evtl. der falsche Beruf für dich.

coole socke schrieb:
- Es kann vor allem im Sommer unter der Woche öfter mal 9-10 std werden obwohl ich eine 40 Std Woche habe.. was ich jetzt schon gemerkt habe da ich in der ersten Woche meistens 8 1/2 gearbeitet habe.
-Es wird jede Std. bezahlt aber irgendwie ist es das nicht wert oder?
Überstunden gibt es immer wieder und überall, sei froh das die bezahlt werden, es wird nämlich immer normaler das Überstunden nicht bezahlt werden und mit dem Grundgehalt abgegolten sind.
Gerade als Lagerist sollte man sich doch eigentlich über bezahlte Überstunden freuen, so üppig sind die Lageristen Grundgehälter auch nicht, Freizeit ohne bzw. mit wenig Geld macht auch keinen Spaß.

Sorry aber für einen Lageristen klagst du auf sehr hohem Niveau.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Also mir fehlen gerade echt die Worte. Tomislav hat bereits die richtigen Antworten gegeben.


@TE

Alles was du beschreibst sind Basics in diesem Beruf und das gefällt Dir nicht? Im Lager gibts nun mal harte (teilweise auch mal schmutzige) Arbeit, gelegentlich Überstunden und Schutzkleidung ist wohl selbstverständlich.
Meine Mitarbeiter kommen regelmässig zu mir und fragen nach mehr Überstunden oder extra Schichten am Samstag. Es wird nach Tarif (und teilweise darüber hinaus) bezahlt, dennoch war noch keiner dabei, der meinte er hätte es nicht nötig mal einen Euro extra zu machen.

Also ich glaube Du hast Dich viel zu wenig mit der Materie und dem neuen Arbeitgeber vorher beschäftigt. Nun gleich wieder weiterziehen zu wollen wirft tatsächlich kein gutes Bild auf Dich und bei weiteren Bewerbungen wirst du Dir (so wie hier gerade auch) mit Sicherheit dann mal die Frage gefallen lassen müssen, ob Du wirklich im richtigen Job bist.

Ab und an habe ich auch neue Leute, die dann glauben den ganzen Tag chillig im Stapler durch die Gegend fahren zu können und den harten Job als Kommissionierer oder Verlader können ja die anderen machen. Die sind dann aber nicht lange hier, das kannst Du Dir vorstellen. Meine Schichtleiter sortieren die dann ganz schnell aus, bzw geben mir Feedback und ich sortiere sie aus.

Lagerarbeiter ist ein anspruchsvoller Beruf, sowohl geistig als auch körperlich und das unterschätzen die meisten. Fragt man mal Branchenfremde denken sie, da wird einfach nur ein bischen mit dem Stapler rumgekurvt, Hirn kann man zu Hause lassen da ja immer einer da ist der sagt wo es langgeht und um 4 gehts nach Hause. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Je nach Lager 2-3 Schichtbetrieb, viel wird maschinell (mit allen Arten FFZs, Fördertechniken etc) erledigt, aber die gute alte Handarbeit ist nach wie vor Standard. Bei uns werden Waren bis 25kg Gewicht umgestapelt und wenn man das mal für einen kompletten Auflieger mit 33 Paletten gemacht hat, oder einen 40 Fuß Container von Hand beladen hat, dann weiss man was man geleistet hat. Hier sind Mitarbeiter, die das seit 15 Jahren und länger machen und immer noch Spaß an ihrem Beruf haben. Andere werfen nach 6 Monaten das Handtuch (gerade die jüngeren, die sich nicht mehr körperlich anstrengen wollen).
 
Das ist natürlich schwierig... Ich würde wenn es nur einmal passiert ist einfach so reinschreiben... du arbeitest doch noch da oder? dann schreibst du von 1.7.2015 bis heute bei Firma Müller. Im Lebenslauf... Ich denke nicht das dass Probleme gibt.
 
Die story ist unglaublich.

Ich fasse mal zusammen.

1. Vertrag Beginn 13.07
2. Vertrag Beginn 17.07

"Besseres" Angebot ist Vertrag Nr 2. Vertrag 1 wird nachdem die coole Socke unterschrieben hat "gebrochen".
Vertrag 2 nimmt er an und nach einer Woche gefällt es ihm nicht weil er jede Stunde bezahlt bekommt, 1 mal im Monat Samstag arbeiten muss. Er brauch das "mehr" Geld nicht. Lieber Freizeit.

Die coole Socke möchte Vertrag 1 wieder anrufen, sich entschuldigen und fragen ob er da nun doch anfangen darf? Was wenn es dir dort wieder nicht gefällt?

Da stinkt doch was zum Himmel.
 
hi Leute, ich danke jedem hier vielmals für die ehrliche Meinung an mich.

ich verstehe euch ja auch und ich weiß was ich in meinem Beruf leisten muss. Ich habe auch nichts gegen unregelmäßige Überstd. oder Samstagsarbeit. Das Ding ist einfach, dass mir Die Arbeit in dieser Firma keinen Spass macht und ich erfahren habe das es eben mal mehr als 9 Std am Tag werden können oder das man einen Tag davor angerufen wird und gefragt wird ob man Samstags arbeiten könnte. Mich belastet die Arbeit und die nicht immer regelmäßige Arbeitszeit obwohl mir gesagt wurde das es zwar zu Überstd. kommen kann, aber eigentlich nicht mehr als 9! Doch dies ist in meinen nun 8 Arbeitstagen nicht der Fall. Ich habe bereits 5 davon mit knapp 10 Std. belegt.

Die andere Firma bei der ich als erstes hin wollte, hätte halt im ersten Halbjahr weniger gezahlt, dafür hatte ich da ein Probearbeiten, dass mir sehr gut gefallen hatte. Ich hab mich halt wegen dem Geld für die andere Firma und ohne Probearbeiten entschieden. Bei der anderen Firma hätte ich dafür nur 40 Std Woche gehabt und ein festes Monatsgehalt. Ich wäre bei dieser Firma auch nicht mit Überstd nach Hause gegangen wurde mir versichert.

Ich wollte doch von euch eigentlich nur wissen, ob ich nun bei einer neuen Jobsuche, trotzdem wieder was finden würde und jetzt nicht irgendwie in einer Zwickmühle hänge und sich neue Arbeitgeber bei meiner Bewerbbung denken "oh ha, der hat doch aber seit 1-2 Wochen erst eine neue Stelle angenommen, warum sucht sich dieser Mensch schon wieder eine Neue?" Ich habe einfach Angst, dass ich gleich Absagen bekommen könnte, weil die Arbeitgeber da draußen Angst haben, dass ich bei denen auch nur für kurze Zeit vorhanden sein könnte.

Ich weiß nicht mal wie ich sowas in meine Bewerbung schreiben soll :(

PS: Ich war bevor ich die jetzige Stelle hatte, 4 Jahre in meinem Ausbildungsbetrieb tätig und habe selbst gekündigt. Mein letzter Arbeitgeber war sehr zufrieden mit mir und ich war unbefristet angestellt. Ich habe gekündigt, aus dem Grunde, weil es ein Einzelhandel war und nur ein kleines Lager vorhanden war. Ich musste hierbei immer nur den Wareneingang machen und war zudem als Verkäufer und Kundenberater tätig. Steht auch in meinem Arbeitszeugnis drin. Mir fehlte schlicht und einfach die Praxis für meinen Beruf in dem Betrieb. Aber es hat dorrt Spass gemacht. (Vielleicht deshalb auch diese riesen Umstellung für mich im großen Lager zu arbeiten)

Würde auch wieder in den Einzelhandel... aber als schulisch ausgebildete Fachkraft für Lagerlogistik???
 
Zuletzt bearbeitet:
Meisterschule?

Wenn das dir so sorgen macht dann schreib das doch gar nicht rein in die Bewerbung. Auch nicht im Lebenslauf. Ganz einfach.

Gruß
 
Slezer schrieb:
Meisterschule?

Wenn das dir so sorgen macht dann schreib das doch gar nicht rein in die Bewerbung. Auch nicht im Lebenslauf. Ganz einfach.

Gruß

So ist es noch besser und keinem Fällt es auf... Wünsche dir noch viel Glück in deinem Chaos der Berufswelt ;-)
 
coole socke schrieb:
Die andere Firma bei der ich als erstes hin wollte, hätte halt im ersten Halbjahr weniger gezahlt, dafür hatte ich da ein Probearbeiten, dass mir sehr gut gefallen hatte. Ich hab mich halt wegen dem Geld für die andere Firma und ohne Probearbeiten entschieden.

Tja, den Fehler haben schon viele gemacht.
Ernsthaft: Die Bewerbungsgespräche sind nicht nur dazu da, dass dich der Arbeitgeber kennenlernt. All diese Dinge hättest du vorher abklären müssen. Für die Zukunft weißt du jetzt Bescheid.
 
Zurück
Oben