Arbeitsvertrag unterschrieben und nun ein Problem

CougarOne

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Moin, ich weiß das ist kein Rechtsforum oder so, aber dennoch wäre es nett wenn ihr jemanden einen Ratschlag geben könntet.

Ein Bekannter war seit 02.05.2011 arbeitslos gemeldet und hat Arbeitslosengeld erhalten. Nun hat er vor einigen Tagen eine neue Stelle gefunden, die ihm auf den ersten Blick sehr gefallen hat. Er hat dann den Vertrag unterschrieben und direkt am nächsten Tag hatte er auch seinen ersten Einarbeitungstag. Das Problem ist, er hat am Tag wo er den Vertrag unterschrieben hat, beim Arbeitsamt angerufen und denen gesagt, dass er jetzt wieder eine Stelle hat und nun haben die ihn aus den Arbeitslosenverhältnis raus genommen. Er hat aber nach 3 Probearbeitstagen gemerkt, dass die Arbeit doch eine zu große Aufgabe für ihn darstellt die er leider nicht bewältigen kann.
Im Vertrag steht, dass die ersten 6 Monate Probezeit sind und das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen innerhalb von 2 Werktagen gekündigt werden kann innerhalb der Probezeit.
Also wollte er jetzt am Montag doch zum Arbeitgeber gehen und ihm mitteilen, dass er der Aufgabe nicht gewachsen ist und kündigen will.

Meine Frage lautet nun, was macht er wegen dem Arbeitslosengeld, da er normalerweise bis genau zum Ende des Jahres ALG zusteht und er doch schon da angerufen habe, dass er eine neue Stelle hat. Hoffe ihr könnt ihm helfen. Danke
 
Einfach nochmal anrufen und denen sagen ist doch nichts?
 
wenn er selbst kündigt, wird ihm uU eine Sperre von 3 Monaten (?) reingedrückt. Er sollte lieber darum bitten vom AG gekündigt zu werden.

Ob ein Aufhebungsvertrag auch davon betroffen ist weis ich im Moment leider nicht.
 
Naja das Amt kann ich eine ALG Sperre von bis zu 3 Monaten verhängen wen er selbst Kündigt.
 
Einfach mal durchbeissen, nicht sofort Muffensausen bekommen und den Job annehmen? Nach drei Tagen kann man noch keinen so guten Eindruck gewonnen haben, um die Aussage zu treffen, dass man "dem Job nicht gewachsen sei". Wen dem so ist, hätte man ihn weder zum Vorstellungsgespräch eingeladen, noch hätte er die Probearbeit absolvieren können!

Sorry, ich möchte deinem Freund nicht zu nahe treten - aber das hört sich in meinen Ohren nicht danach an, als wäre die Verantwortung zu groß oder ähnliches... Mit einem festen Job wusste er im Voraus, dass morgens der Wecker kingelt und dass es wieder einen geregelten Tagesablauf gibt! Wenn ich so etwas schon lese, bekomme ich Fußpilz!! :king:
 
Der alte Arbeitslosen Antrag den dein Freund vorher hatte wird dann wieder greifen, nur ich hoffe das sie ihm nach der Kündigung keine Speere geben werden,vieleicht kann er das so machen das er mit dem jetzigen Arbeitgeber redet und ihm sagt, er solle ihn dann doch besser Kündigen damit er dann keine Speere vom Arbeitsamt bekommt, oder er nimmt sich erst mal einen Krankenschein, dann kündigt ihm der neue Arbeitgeber sowieso.Ist zwar nicht die feine art ,aber was will man machen.
 
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das ein Auflösungsvertrag auch unter die 3 Monate Sperre fällt. Einzige Möglichkeit um die Sperre zu entkommen ist das der Arbeitgeber kündigt.
 
theblade schrieb:
wenn er selbst kündigt, wird ihm uU eine Sperre von 3 Monaten (?) reingedrückt. Er sollte lieber darum bitten vom AG gekündigt zu werden.

Ob ein Aufhebungsvertrag auch davon betroffen ist weis ich im Moment leider nicht.

Auf keinem Fall auf einen Aufhebungsvertrag eingehen,damit erkärt er sich bereit aus dem Arbeitsverhältnis auszusteigen,bedeuted wahrscheinlich auch eine ALG Sperre.
 
@Superhohn: Dein Text gefällt mir :D. Aber es geht darum, er fühlt sich da bei der Arbeit nicht wohl so dass er auch Psychisch schon langsam nen Schaden bekommt so wie es aussieht, weil er halt in den ersten 3 Probetagen schon über 10 Überstunden hatte und das wohl weiter so gehen wird die nächsten Wochen. Deshalb hält er es so nicht aus.
 
bei einen Aufhebungsvertrag sind auch 3 Mon. Sperre, aber beide Seiten wahren ihr Gesicht.
Eigen Kündigung immer 3 Mon. Sperre.
Am besten fristlose Kündigung, z.B. Handy Aufladen am Arbeitsplatz
 
@Cougar-One: Ach, nach drei Tagen kann man das noch nicht sagen! Aktuell ist Urlaubszeit! Das kann in vier Wochen schon wieder anders aussehen... Also ich würde mich an seiner Stelle freuen, wenn ich wieder einen Job hätte! Und dieses Rumgeheule as soon as possible abstellen! Oder er soll direkt sagen, dass er keinen Bock hat, arbeiten zu gehen! Red mit ihm mal Klartext! ;-)
 
aufhebungsvertrag ist auch davon betroffen weil er selbstverschuldet aus dem arbeitsverhältnis ausgeschieden ist. die einzige lösung den 3 monaten zu entgehen ist sich kündigen zu lassen.
 
in 3 tagen über 10überstunden is je nach stelle nicht unbedingt unnormal.
was macht er denn ?
hat er eine leitende stelle ?
 
AG soll ihn kündigen dann gibt es keine Sperre, alles was innerhalb von einem Monat passiert, da läuft das Arbeitslosengeld normal weiter, nur Bescheid (Kündigung) sagen beim Amt fertig
 
Cougar-One schrieb:
...Also wollte er jetzt am Montag doch zum Arbeitgeber gehen und ihm mitteilen, dass er der Aufgabe nicht gewachsen ist und kündigen will.

Meine Frage lautet nun, was macht er wegen dem Arbeitslosengeld, da er normalerweise bis genau zum Ende des Jahres ALG zusteht und er doch schon da angerufen habe, dass er eine neue Stelle hat. Hoffe ihr könnt ihm helfen. Danke

Wenn der AG das genauso sieht, wird er ihn aus dem Arbeitsverhältnis entlassen.

Das muß er dann nur der BA mitteilen und gut ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
habe das auch einmal gehabt, bin zur Firma gegangen mein Problem geschildert und die haben mich darauf hin gekündigt
 
Superhohn schrieb:
... Mit einem festen Job wusste er im Voraus, dass morgens der Wecker kingelt und dass es wieder einen geregelten Tagesablauf gibt! Wenn ich so etwas schon lese, bekomme ich Fußpilz!! :king:

Dann kann man nur hoffen, daß der Fußpilz solange anhält, bis auch das Vorurteil, jemand der arbeitslos ist, habe keinen geregelten Tagesablauf, bei Dir nicht mehr vorhanden ist.

@all

Aufhebungsvertrag? Wozu soll der nützlich sein, in der Probezeit?

S.a.M. schrieb:
in 3 tagen über 10überstunden is je nach stelle nicht unbedingt unnormal.
was macht er denn ?
hat er eine leitende stelle ?

Leitende Angestelle kennen arbeitsvertraglich soetwas wie Überstunden nur seltenst.
 
Alles klar werde es ihm dann so mal sagen. Aber ich denke mal einfach bei Arbeitsamt anrufen und bescheid sagen, dass es doch nichts wurde sollte doch mit etwas Glück auch klappen oder?
 
er muß sich eh beim Amt persönlich vorstellen, wer bringt den sonst die Kündigung hin,
mit Anrufen wird es wohl nicht reichen
 
Hi,

er fühlt sich da bei der Arbeit nicht wohl so dass er auch Psychisch schon langsam nen Schaden

Nach 3 Tagen? Was muss er denn machen, arbeitet er auf einer Kinderkrebsstation? Also so schnell einen psychischen Schaden...da ist man fast geneigt zu behaupten, dass vorher schon was nicht gepasst hat.

weil er halt in den ersten 3 Probetagen schon über 10 Überstunden hatte und das wohl weiter so gehen wird die nächsten Wochen

Kann immer mal sein, gerade in der Urlaubshöchstzeit. Soll er sich freuen, dann braucht er über Weihnachten nicht mal sein Urlaubskonto anfassen sondern kann die Überstunden abbauen (oder ausbezahlen lassen je nach Vertrag).

@Superhohn

Also ich würde mich an seiner Stelle freuen, wenn ich wieder einen Job hätte! Und dieses Rumgeheule as soon as possible abstellen! Oder er soll direkt sagen, dass er keinen Bock hat, arbeiten zu gehen! Red mit ihm mal Klartext! ;-)

Besser kann man es nicht sagen!

VG,
Mad
 
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