Attentäter von Toulouse, was lief schief?

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max_1234 schrieb:
Seine Familie wurde ebenfalls festgenommen, da sie ihn gedeckt und unterstützt haben.
Mit "Ihn" meine ich seine Ansichten. Er lebt den Quran aus, welcher an über 200 Stellen zum Massenmord an nicht-gläubigen aufruft.

Bei 200 Stellen ruft er als auf? Mit dir kann man nur Mitleid haben, so Ahnungslos, fast schon so gefährlich wie ein echter böser Junge.

@ Theard:

Ich finde die Sache auch komisch, besonders da der gute Sarkozy wieder in der Wählergunst gestiegen ist. Frau Merkel wird sich freuen. Auch die EU, bzgl. VDS. Ziel erreicht.

Mir stellt sich die Frage wieso man so naiv reingegangen ist? Bei den heutigen Möglichkeiten gab es genug Alternativen. Man wollte aber "Stärke" zeigen. Bleibt nur zu hoffen, das man das alles in Frankreich kritischer hinterfragt.
 
Mit welcher Inbrunst hier Leute ihre Meinung, die bisher nur auf Hörensagen und halbseidenen Infos aus den Nachrichten basiert, als absoluten Fakt hinstellen und glauben alles hinterblicken zu können, ist mal wieder ganz großes Kino.

Was macht Euch denn zu Profis, das Verhalten der Einsatzkräfte als "naiv" zu bezeichnen? Wider Erwarten macht einen die fünfte Wiederholung von Stirb Langsam nicht zum Experten für Geiselnahmen und Terroristenbekämpfung.
Zumindest meine Informationen aus den Nachrichten gehen in die Richtung, dass der Tote mit schusssicherer Kleidung aus dem Bad gestürmt kam und sofort gefeuert hat. Irgendwelche Theorien mit Tasern oder anderen nicht-letalen Waffen sind völlig hinfällig, ohne den Aufbau der Wohnung zu kennen.

Vergrabt Euch nur nicht zu tief in euren Verschwörungstheorien, 9/11 zum Beispiel ist auch noch nicht gänzlich "aufgeklärt". ;)
 
Wer sagt das wir uns auf die Medien beziehen. Vielleicht ist es die eigene Meinung zum Grundsätzlichen Ablauf und die damit verbundene Unverständnis. Aber ich merks schon, wieder etwas benutzt was nicht jedem so geläufig ist, eine eigene Meinung. Mein Fehler, tut mir leid.
 
Das Grundsätzliche lässt sich anhand der spärlichen Information überhaupt nicht diskutieren. Grundsätzlich hätte man den Typen lebend fangen sollen, grundsätzlich hätten die Morde verhindert werden können, grundsätzlich kann jeder im Lotto gewinnen. Verstehst du worauf ich hinaus will?

Das der junge Mann jetzt von den Einsatzkräften getötet wurde ist im Zuge der Aufklärung der Mordfälle sicherlich tragisch, aber eine seriöse Einschätzung über das Vorgehen der Polizei ist zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich. Dass ich hier dann aber wiederholt lesen muß, dass bei der Ergreifung das und das falsch gemacht wurde, dann muß ich davon ausgehen, dass ein Gros der User entweder Informationen aus erster Hand erhält oder glaubt das Lethal Weapon Lehrmaterial für Polizeikräfte ist.

Ich gönne jedem seine eigene Meinung, aber in 70% ist das in diesem besonderen Fall, zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur BS ohne jegliche Grundlage.
 
Silverbreaker schrieb:
auch noch durch seine dämliche(!) Religion dazu gedrängt wurde, seine Morde zu begehen

Bitte drücke dich etwas freundlicher aus gegenüber andere Religionen.

max_1234 schrieb:
Er lebt den Quran aus, welcher an über 200 Stellen zum Massenmord an nicht-gläubigen aufruft.

Traurig wie uninformiert manche Menschen über den Koran sind aber trotzdem reden als hätte man den Koran studiert geschweige den einmal gelesen.
Ein Ratschlag an dir, bitte lies den Koran von Anfang bis Ende ohne jegliche Vorurteile und dann sprechen wir uns wieder. ;)
 
Kann mir mal jemand sagen, was nun wahr ist? Ist er selbst aus dem Fenster gesprungen oder wurde er erschossen?

Erinnert mich nämlich langsam an Winnenden, bei dem der Täter wohl auch durch einen Polizisten erschossen wurde, aber heute jeder von Selbstmord spricht ...
 
Warum die Aktion so lange gedauert hat? Damit auch wirklich die ganze Welt an der Hetzjagd teilnehmen darf und auch der letzte Idiot mitkriegt, dass es sich um einen Muslim gehandelt haben soll. Hätte man viel schneller beenden können, wenn man gewollt hätte.

Warum man ihn direkt erschossen hat? Klar, damit er gar keine Chance mehr hat, sich irgendwie zu äußern. Wozu sich mit Gerichten rumschlagen und ihn dann vermutlich noch im Gefängnis durchfüttern, wenn man direkt die Todesstrafe vollziehen kann?

Hat es irgendjemanden interessiert, als die Menschen davor getötet wurden? Da man bei diesen Morden von einem rassistischen Hintergrund (mit ausländischen Opfern) ausgegangen war, musste man sich nicht groß beeilen und schon gar nicht groß die Nachricht außerhalb Frankreichs verkünden. Als es bei den Toten aber um Juden ging und ein Muslim in Frage kam, war das ganze Land plötzlich in höchster Alarmbereitschaft und selbst hierzulande wurde überall mit Live-Tickern darüber berichtet. Hallo, gehts noch? Ein einzelner Täter und ein paar Tote, wozu der Aufruhr?

Der Mörder aus Afghanistan, was ist hingegen mit ihm? Er hat ein Vielfaches an Menschen ermordet und wurde in die Heimat gerettet. Man wird vermutlich nie wieder was von ihm hören. Da hat niemand von Terrorismus gesprochen, was dort viel eher gepasst hätte.

Diese Art der einseitigen Berichterstattung führt überall vermehrt zu einem Hass gegen den Islam und sicher bald auch gegen ausnahmslos alle Muslime, wie einst gegen die Juden. Dabei lässt man immer schön außer Acht, dass es sich meist um Einzeltäter oder mickrige Gruppen handelt, die glauben, etwas Gutes zu tun. Die Tat eines Einzelnen kostet gleich 1,5 Mrd. Menschen den Ruf. Ist das etwa in Ordnung?

Ist es dann auch in Ordnung, wenn über den amerikanischen Mörder in Afghanistan so schlecht und einseitig berichtet wird, dass in islamischen Ländern der Hass gegen Christen geschürt wird? Sicher nicht, aber wundert es jemanden, dass es höchstwahrscheinlich so ist?

Die Medien haben so viel Macht, die sie noch dazu so selten für redliche Zwecke nutzen, dass einem regelrecht übel wird. Die Menschen sollten wirklich mal anfangen, Dinge zu hinterfragen und nicht hirnlos alles nachplappern. Wenn etwas passiert, hat das sicher seinen Grund und nützt bzw. schadet bestimmten Gruppierungen. Es gilt, diese Zusammenhänge zu verstehen.
 
@ Noxiel: Ich verstehe was du sagen willst. Aber ich glaube auch du erwartest mehr informationen demnächst zu dem Fall. Ich glaube kaum das man damit zu rechnen haben wird, höhstens das die uns ihre eigene Wahrheit verkaufen. Was ich aber komisch finde ist, man hätte ja noch länger warten können. Wieso nicht, schließlich tat man das 30 Stunden. Es war nicht nötig rein zu gehen. Man hätte das auch anders lösen können.

@ dbones: Kann eigentlich alles was du sagst, unterschreiben. So bald ein Islamist so etwas tut ist er ein Terrorist. Ein Christ, wie der in Afghanistan ist dann nur psychisch krank und die Gründe sind der harte aber nötige Krieg. Das wir durch unsere so genannten "Friedenseinsätze" in vielen Länder selbst als Terroristen angesehen werden, ignorieren wir. Weil wir es ja nach unserer Auffassung gar nicht sind, wir sind die guten.

Ich glaube auch in dem Fall hier, wird eben die Wahrheit von paar strategen geschrieben werden.
 
Xyn schrieb:
Es war nicht nötig rein zu gehen. Man hätte das auch anders lösen können.

Das hätte ich gerne aus dem Fundus deines reichhaltigen Erfahrungsschatz bitte etwas näher ausgeführt. Warum war es nicht nötig reinzugehen und wie genau hätte man es lösen können/müssen.

Ist schon ein starkes Stück der französischen Polizei hier Unfähigkeit oder Falschentscheidung(en) vorzuwerfen.
 
Sabr schrieb:
Zb. Betäubungsgas wäre eine Lösung.
nö - er hätte seine anti-zionistischen Motive einer größeren Menschenmaße preisgegeben - und das ist untragbar, lieber gleich vor Ort exekutieren :-)

Reine Geldverschwendung in Zeiten einer "Weltwirtschaftskrise"
 
Zuletzt bearbeitet:
Feuerferkel schrieb:
Das hätte ich gerne aus dem Fundus deines reichhaltigen Erfahrungsschatz bitte etwas näher ausgeführt. Warum war es nicht nötig reinzugehen und wie genau hätte man es lösen können/müssen.

Ist schon ein starkes Stück der französischen Polizei hier Unfähigkeit oder Falschentscheidung(en) vorzuwerfen.

Sei nicht neidisch, das ich in der Lage bin eine eigene Meinung zu haben.
Es gab genug Alternativen. Allein eine Bodendrohne hätte die Situation vor Ort besser Aufklären können als ein Killer-Kommando. Aber das setzt vorraus man hätte ihn lebend haben wollen. Außerdem die Krise und das Geld, man braucht das dringender für Sarkozys Wahlkampagne.

Nein ein starkes Stück ist es alles zu glauben und nichts zu hinterfragen.
 
Oha, jetzt ist es schon ein Killer-Kommando, hört, hört. Faszinierend was hier zusammengereimt und dann als Meinung verkauft wird. Du scheinst ja vor Ort gewesen zu sein, die genaue Lage und die Räumlichkeiten vor Ort zu kennen und/oder genau zu wissen was von dem/den Verantwortlichen vor Ort oder Leitstelle beschlossen worden ist. Wahnsinn. Das ist keine Meinung, das ist kein Hinterfragen, das ist nicht mal eine Verschwörungstheorie sondern ein einfaches ins Blaue raten und damit maximal Spekulation auf die man beileibe nicht neidisch sein muss.

Desweiteren ist meine Frage an dich nicht einmal zumindest teilweise beantwortet worden. Schade, statt konkret zu werden ziehst du Großmaultum vor und präsentierst damit - nichts.
 
Mal eine halbgare, psychologische Erklärung - jenseits der Verschwörungstheorien um eine kalkulierte Exekution zum Stimmenfang:

Wenn jemand von sich selbst behauptet, Islamist zu sein und man deswegen nicht damit rechnen kann, daß er so zweckrational handelt, sein eigenes Leben schützen zu wollen, greifen auch nicht die Möglichkeiten, die an diese Zweckrationalität geknüpft sind. D.h. wenn es als denkmöglich gilt, sogar recht plausibel ist, daß er noch weitere Menschen töten will, und das unter Absehung eigener Unversehrtheit, dann ist die einzige richtige Entscheidung, das so schnell wie möglich zu beenden.

Insofern ist es auch, wenngleich polemisch, völlig richtig, von einer dämlichen Religion zu sprechen. Die Überzeugung, den Tod mehr zu lieben als das Leben, kommt ja nicht aus einer Waldorfschule oder anderen Sozialisationsagenten, sondern einem ganz spezifischen: Der Religion.
edit: Dieser Text sei dafür anempfohlen: klick
Auf Textgrundlage diskutiert es sich besser, als auf der Grundlage der je eigenen 'Meinung'.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du darfst nicht den Fahrer mit dem Auto messen. Wenn jemand besoffen mit einem Auto gegen ein Baum fährt, wer war Schuld? Das Auto oder der Fahrer?
Und genau so ist das auch in dem Fall, nur weil einer im Namen einer Religion Menschen tötet oder sons ein Übel macht, heißt es noch lange nicht das es von der Relgion kommt.
Deshalb sollte man einem Menschen der sich einer Religion anerkennt und zwischen der Religion selbst unterscheiden.
 
@ Feuerferkel: Wenn du jedes meiner Wörter so auf die Goldwaage legst, überrauscht mich nicht deine Einstellung zu dem Thema. Außerdem hast du mir überhaupt keine Frage gestellt. Du hast nur kommentiert ;).

@ Abe81: Du hast Recht, wenn tatsächlich weiteres Leben in Gefahr gewesen wäre. Allerdings war der Täter verbarrikadiert in einer Wohnung und allein. Damit konnte er nicht raus und ander Polizei vorbei so einfach vorbei. Diese wird wohl auch nicht wie Zielscheiben dort rumgestanden haben. Das bedeutet es war nur einer Frage der eigenen Investition, nicht nur aus finanzieller Sicht. Diese war wohl nach 30 Stunden aufgebraucht.
 
Sabr schrieb:
Und genau so ist das auch in dem Fall, nur weil einer im Namen einer Religion Menschen tötet oder sons ein Übel macht, heißt es noch lange nicht das es von der Relgion kommt.
Deshalb sollte man einem Menschen der sich einer Religion anerkennt und zwischen der Religion selbst unterscheiden.

Diese schiefe Analogie mit dem Auto lasse ich mal außen vor... die hinkt so sehr, daß sie schon gar nicht mehr zu laufen imstande ist.

Die Konjunktion "deshalb" verstehe ich nicht. Es mag richtig sein, daß man man von der Existenz einer Ideologie noch nicht auf ihre Geltung bzw. auf ihren Niederschlag im Subjekt mit Notwendigkeit schließen kann, aber du tust ja so, als habe die Ideologie gar keine Träger.

Da der Attentäter nicht unbedingt Fragen offen gelassen hat, welche Motivation ihn zu diesen Taten getrieben hat, wärst du m.E. erstmal in der Bringschuld zu argumentieren, warum man in diesem Fall von der Trennung von Religion und Träger ausgehst.
Hast du den Text, den ich verlinkt habe, mal gelesen?

Das bedeutet es war nur einer Frage der eigenen Investition, nicht nur aus finanzieller Sicht. Diese war wohl nach 30 Stunden aufgebraucht.

Xyn, den Part verstehe ich nicht.
Mein Argument war ja, daß es nicht unplausibel ist, anzunehmen, daß diese Person sich nicht (mehr) um ihre eigenen Unversehrtheit schert und deswegen sehr wohl noch eine Gefahr darstellen könnte.
Wenn man Juden tötet weil es Juden sind und Soldaten weil es 'Kreuzritter'/'Imperialisten'/'Kufr'/'Schweinefresser' (oder welches Konstrukt da auch immer im Kopf des Attentäters herumspukte) ebenso töten will, dann ist es aus Sicht der Polizei nicht abwegig, um das Leben ihrer Leute zu fürchten. Ich finde es auch nicht abwegig davon auszugehen, daß ein Terrorist sich der Mittel bedienen will, derer sich in Vergangenheit Terroristen seiner Prägung - nämlich islamischer - bedient haben: Sprengstoffanschlag durch Selbstmordattentat.
 
Xyn schrieb:
@ Feuerferkel: Außerdem hast du mir überhaupt keine Frage gestellt.

Extra für unseren exzellenten Krisenmanager wiederhole ich die beiden Fragen:

Warum war es nicht nötig reinzugehen und wie genau hätte man es lösen können/müssen.

Detaillierte Antworten bitte und nicht nur sagen das es Alternativen gibt.
 
Wie ich schon ein mal erwähnte hatte der Täter den Ton angegeben.
Zuerst hat er die Möglichkeit bekommen seine kranke Ideologie Medienwirksam zu rechtfertigen.
Spätestens hier hätte man sehr gut eingreifen können, da man noch regen Kontakt zu ihm hatte.
Hier wäre Reizgas oder Betäubungsgas hilfreich gewesen um den Täter ausser Gefecht zu setzen.(man hätte recht leicht feststellen können ob er schon weggetreten ist)
Aber man hat einfach nur abgewartet.
Später hat sich Momo zurückgezogen und intensiv auf einen Zugriff vorbereitet.
Er wusste das sie irgendwann kommen müssen um nach zu sehen ob er noch lebt.
Hier hat er seinen Showdown inszeniert.

Er hat die Beamten jedes mal überrascht.
Er ist nicht wie verabredet rausgekommen und hat sich erfolgreich zurückgezogen.

Das Französische GIGN hat im übrigen auch kritisiert das man kein Reizgas eingesetzt hat.
Man hatte sehr viel Freiheiten, da keine Geiseln in Gefahr waren.

Er ist im Kampf gestorben, besser konnte es für ihn nicht laufen.
Man hat auf ganzer Linie versagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Xyn

So bald ein Islamist so etwas tut ist er ein Terrorist. Ein Christ, wie der in Afghanistan ist dann nur psychisch krank und die Gründe sind der harte aber nötige Krieg. Das wir durch unsere so genannten "Friedenseinsätze" in vielen Länder selbst als Terroristen angesehen werden, ignorieren wir. Weil wir es ja nach unserer Auffassung gar nicht sind, wir sind die guten.

Völlige Zustimmung. Nehmen wir nur das Beispiel dieses Mörders, der 16 Menschen buchstäblich hingerichtet hat. In Afghanistan wird der sicherlich nicht anders gesehen. Er hatte nur eben das Glück, das mächtigste Militär der Welt hinter sich zu wissen, so dass ihm nicht dort der Prozess gemacht wird.

Tut mir Leid, wenn sich das zynisch anhört, aber es fällt doch irgendwie auf, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
 
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