Auf der Arbeit werden Stunden abgezogen

PriestFan

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Ich bin im Sanitär, Heizung und Klimabereich als Handwerker in Niedersachsen tätig. Vor ein Paar Jahren hat der Chef uns erzählt

das die Tarifliche Wochenarbeitszeit erhöht wurde von 36 auf 38 Stunden. Wir konnte uns das aussuchen ob wir Freitags 2

Stunden länger machen oder Montag bis Donnerstag ein halbe Stunde. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden.

Gleichzeitig hat er auch was erzählt vom "Ausgleich für die Fahrt zur Baustelle/Kunden" erzählt. Das haben wir, wie es sich jetzt

herausgestellt hat, nicht richtig verstanden.

Es klingt unglaublich, aber es ist mir (und meine Kollegen) erst in März dieses Jahres aufgefallen das wir die halbe Stunde die wir

mehr arbeiten nicht bezahlt kriegen; (lange Geschichte, warum das aufgefallen ist.)

Ich habe Stundenzettel über 8,5 Stunden, unterschrieben vom Kunden, und ich kriege nur 8 Stunden bezahlt.

Das ist doch nicht rechtens, oder?

Ein Kollege hat schon nachgefragt und der Chef hat nur gesagt "das haben wir damals entschieden."

Ich habe schon gegoogelt was das Zeug hält, aber ich finde den Manteltarifvertrag einfach nicht.

Kennt sich jemand aus? Können wir uns weigern die unbezahlten Stunden zu leisten?
 

PriestFan

Lt. Junior Grade
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Danke für den Link.

Wir Kollegen werden bald besprechen was wir tun werden. An sich fühle ich mich wohl in der Firma; bin seit über 20 Jahren dabei. Wir kriegen Tariflohn, Weihnachts- und Urlaubsgeld. Aber, umsonst arbeiten tue ich nicht.
 

Tomislav2007

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Hallo
An sich fühle ich mich wohl in der Firma; bin seit über 20 Jahren dabei. Wir kriegen Tariflohn, Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Du fühlst dich in einer Firma wohl in der du nach über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit immer noch mit dem Mindestlohn (Tariflohn = Mindestlohn) abgespiesen wirst ?
Du bekommst nach über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit also genau den gleichen Lohn wie ein Berufsanfänger der gerade anfängt und noch eingearbeitet werden muss, mir würde das gewaltig stinken.
Du darfst jetzt auch noch 2 Stunden wöchentlich mehr arbeiten ohne dafür Geld zu bekommen, damit wirst du unter den Mindestlohn gedrückt (Tariflohn = Mindestlohn).
Ich würde mich da ganz schnell nach einem Arbeitgeber umsehen der meine Leistung angemessen würdigt und honoriert.

Grüße Tomi
 
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xTree

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Es gibt halt noch immer genügend Leute, die sich einfach alles gefallen lassen :rolleyes:. Bei vielen Ausbildungsberufen bekommt man sowieso nicht mehr als den Mindestlohn. Irgendwelche Leute machen einen Schulabschluss und anschliessend 3 Jahre Lang eine Ausbildung für 400€ im Monat um später dann genausoviel zu verdienen wie ein Flüchtling, der kein Wort Deutsch versteht (Mindestlohn).

Deswegen gehts der Wirtschaft auch so gut - in Deutschland gibt es halt viele Arbeitnehmer, die für qualifizierte Arbeit nicht mehr als den Mindestlohn verlangen.
 

Lars_SHG

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Kann sein, ist aber nur Dein empfinden - das ist eher normal!

Du darfst jetzt auch noch 2 Stunden wöchentlich mehr arbeiten ohne dafür Geld zu bekommen, damit wirst du unter den Mindestlohn gedrückt (Tariflohn = Mindestlohn).
wo steht auch nur ein Wort über Mindestlohn?

Einige hier im Forum verteilen immer Phantasiegehälter die bei VW, Mercedes ect. bezahlt werden - die Realität sieht eben anders aus.

Nicht falsch verstehen, je nach Gehalt ist eine Gehaltserhöhung schon sinnvoll, aber eben nicht überall durchsetzbar oder aber sinnvoll.

Auch ich habe in den letzten 10 Jahren gerade mal 50 € Gehaltserhöhung erhalten das ist zwar nicht schön, aber gesetzlich ok.

Kann man auch gut an den Durchschnittsgehaltsentwicklungen ersehen, da geht kaum was in D dank unserer Regierung.....nicht jeder arbeitet halt bei VW....
 
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Lipovitan

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Hallo

Du fühlst dich in einer Firma wohl in der du nach über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit immer noch mit dem Mindestlohn (Tariflohn = Mindestlohn) abgespiesen wirst ?
Du bekommst nach über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit also genau den gleichen Lohn wie ein Berufsanfänger der gerade anfängt und noch eingearbeitet werden muss, mir würde das gewaltig stinken.
Hey Tomi,

je nach Tarifvertrag wird er besser bezahlt als ein Berufsanfänger, da dieser in Vergütungsgruppen eingeteilt ist.
In welcher Gruppe man landet richtet sich nach Arbeitserfahrung, Qualifikation, Stellenbeschreibung und Alter. Das variiert aber von Branche zu. Branche. In manchen steigt man in den Vergütungsgruppen mit Dauer der Zugehörigkeit im Betrieb ,durch Leistung oder sogar beides.

Daher bezweifle ich, dass er den gleichen Lohn wie ein Berufsanfänger erhält.
 

Tomislav2007

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Hallo
wo steht auch nur ein Wort über Mindestlohn?
In meinem Beitrag, Tariflohn ist doch quasi ein branchenüblicher Mindestlohn solange man nicht übertariflich bezahlt wird.

Einige hier im Forum verteilen immer Phantasiegehälter die bei VW, Mercedes ect. bezahlt werden - die Realität sieht eben anders aus.
Ich bin 46 Jahre und ich habe nie in einem Großkonzern gearbeitet, ich war/bin immer in mittelständischen Unternehmen (unter 100 Mitarbeiter) und teilweise jedes aber spätestens alle 2-3 Jahre gab/gibt es eine Gehaltserhöhung.

Auch ich habe in den letzten 10 Jahren gerade mal 50 € Gehaltserhöhung erhalten das ist zwar nicht schön, aber gesetzlich ok.
Das wäre für mich ein Grund Bewerbungen zu schreiben, solange Arbeitnehmer das mitmachen werden Arbeitgeber das machen, 50€ Gehaltserhöhung in 10 Jahren gleicht doch noch nicht einmal die Inflationsrate aus.

Kann man auch gut an den Durchschnittsgehaltsentwicklungen ersehen, da geht kaum was in D dank unserer Regierung
Was hat unsere Regierung mit den Gehältern zu tun ? Die haben zwar den Mindestlohn aber noch keinen Maximallohn beschlossen, für die Gier von Unternehmern kann doch unsere Regierung nichts.

je nach Tarifvertrag wird er besser bezahlt als ein Berufsanfänger, da dieser in Vergütungsgruppen eingeteilt ist.
In welcher Gruppe man landet richtet sich nach Arbeitserfahrung, Qualifikation, Stellenbeschreibung und Alter. Das variiert aber von Branche zu. Branche. In manchen steigt man in den Vergütungsgruppen mit Dauer der Zugehörigkeit im Betrieb ,durch Leistung oder sogar beides.
Stimmt da hast du Recht, das habe ich vergessen/übersehen, ich kann mich aber damit entschuldigen das ich noch nie nach Tariflohn gearbeitet habe.
Ich habe auch ein Problem mit Tariflöhnen, Tariflohn bekommen meiner Meinung nach nur Arbeitnehmer die Dienst nach Vorschrift und keinen Handschlag mehr machen.

Grüße Tomi
 
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O

Onkelhitman

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Also hier ist der alte Thread:
https://www.computerbase.de/forum/threads/arbeitsunfall-folgen.1471698/
da war der Threadersteller ne lange Zeit nicht fähig, seine Arbeit wegen eines Arbeitsunfalles durchzuführen.

Was mich hier wieder daran stutzig macht:
das die Tarifliche Wochenarbeitszeit erhöht wurde von 36 auf 38 Stunden
Und da war niemand in der Lage, sich den Tarifvertrag anzusehen? Das wäre doch der erste Schritt gewesen. So leichtgläubige Mitarbeiter möchte ich auch haben, die mir einfach alles glauben, was ich ihnen erzähle.

Tomislav2007 hat da vollkommen recht, wer da weiter arbeitet, der hat sie nimmer alle. Der Chef zieht euch vor euren Augen das Geld aus der Tasche, ihr merkt das nicht, und nun nach Jahren wundert ihr euch. Dass man da noch froh ist, bei so einem Ausbeuter zu arbeiten erschließt sich mir nicht, Lars_SHG zeigt aber, dass diese "Bückmentalität" gängige Praxis ist. Wir wissen auch alle warum. Weil die Leute zuviel Angst haben, am Ende überhaupt keinen Job mehr zu haben.

@Lars_SHG
Kann man auch gut an den Durchschnittsgehaltsentwicklungen ersehen, da geht kaum was in D dank unserer Regierung.....
Kann man nicht. Das Durchschnittsgehalt steigt jedes Jahr weiter an. Nur leider steigt das Durchschnittsgehalt in den niedrigen Lohnklassen nicht an, dort ist auch die Auswahl an Bewerbern dermaßen groß, dass man es nur so machen kann, sich zu bewerben, während man einen Job hat und DANN die Bedingungen aushandelt BEVOR man wie jetzt der TE auf die Nase fällt.
 

Mextli

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@TE, sehr lustig. Eine Arbeitszeiterhöhung einfach so dem Chef glauben?! Zumindest einmal googeln sollte doch drin sein, oder? Und Arbeitsstunden die ein Kunde abzeichnet vom Chef reduzieren lassen? Sorry, also da hörts doch auf. Ihr sollt also die Rüst- & Wegezeiten selber tragen, wie ein kleiner externer? Aber der Chef rechnet dem Kunden gegenüber die abgezeichneten Stunden ab? Ihr lasst Euch da so richtig schön verarschen. Gibts nur eins, ab zum nächsten Verdi/whatever Gewerkschafter und mal rechtlich aufmunitionieren. Und dann mal mit dem Chef reden.

In meinem Beitrag, Tariflohn ist doch quasi ein branchenüblicher Mindestlohn solange man nicht übertariflich bezahlt wird.
Nicht immer, es gibt schließlich auch Tarifgruppen die nach oben hin gestaffelt sind. Und ich kenne Tarifgruppen die um die 80k liegen, finde ich mehr als ordentlich.
 

PriestFan

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Danke für eure Meinungen.

Tariflohn ist eher üblich im Handwerk. Ich kenne einige Gesellen die woanders arbeiten; die kriegen (wenn überhaupt) nur Tarif. Die Konkurrenz ist groß im Handwerk; kaum eine Firma kann sich das leisten seine Mitarbeiter über Tarif zu bezahlen.

Und ja, ich habe Angst meine Arbeit zu verlieren, bzw. meine Situation zu verschlechtern.

Trotz allem, fühle ich mich wohl wo ich bin. Das Arbeitsklima ist familiär, und wenn ich Probleme habe, hilft mein Chef mir immer, z.B. ein Lohnvorschuss, die Nutzung eines Firmenwagens für private Zwecke, oder kurzfristig Urlaub nehmen wenn was unvorhersehbares passiert.

Ich werde aus privaten Gründen warten bis nach Weihnachten, und denn setzten wir uns alle zusammen und klären das. Ich sage bescheid was dabei rauskommt.
 

Crazy_Bon

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Twostone

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Ich habe Stundenzettel über 8,5 Stunden, unterschrieben vom Kunden, und ich kriege nur 8 Stunden bezahlt.
Das kann zweierlei Gründe haben:
- Die geleistete Mehrarbeit wird dem Stundenkonto gutgeschrieben
- Die Mittagspause wird von den aufgeschriebenen Stunden nachträglich abgezogen, da diese nicht bezahlt wird.

Können wir uns weigern die unbezahlten Stunden zu leisten
Ist Mehrarbeit angeordnet, muß sie geleistet werden, sofern keine triftigen Gründe in der Person des Arbeitnehmers dagegen sprechen. Selbst dann, wenn berechtigte Zweifel über die Rechtmäßigkeit bestehen, darf zwar der Arbeitgeber darauf hingewiesen werden, geleistet werden muß die Mehrarbeit, sofern der Arbeitnehmer dazu in der Lage ist und der Arbeitgeber darauf besteht, dennoch. Erst, wenn ein Straftatbestand vorliegt, kann dieser auch gerichtlich verhandelt werden.

Für euch heißt dies schlichtweg, daß ihr die Stunden leisten müsst, jedoch darf euch Freizeitausgleich oder Entlohnung der Mehrarbeit nicht vorenthalten werden, auch dies wäre klarer Vertragsbruch.

Übrigens ist der Arbeitgeber verpflichtet, auf Verlangen über den Tarifvertrag zu informieren bzw. diesen als Kopie auch auszuhändigen. Im Mindesten sollte es bei euch auch einen Aushang geben über die Änderungen. Ist dies nicht gegeben, kann der Tarifvertrag auch bei der zuständigen Gewerkschaft eingesehen werden.

Ganz gern gesehen ist auch eine an branchenübliche Tarifverträge angelehnte Entlohnung ohne tarifliche Bindung des Unternehmens selber. In diesem Falle aber gelten der Arbeitsvertrag und die Betriebsvereinbarungen (so denn ein Betriebsrat besteht).

Was es mit dem "Ausgleich für die Fahrt zur Baustelle/zum Kunden" auf sich hat, würde ich doch ganz gerne mal wissen...
 

werkam

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Und Du denkst das der Chef dem AG-Verband angehört bzw. einer der Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert ist, einen Betriebsrat haben die auch wohl keinen. :lol:
 

Twostone

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Nicht unbedingt. Meine Vermutung ist eher, daß sich der Betrieb an die Tarifverträge "anlehnt", eine tarifliche Bindung jedoch vermeidet. Bei so kleinen Buden ist der Chef meist zu kurzsichtig, die Vorteile einer tariflichen Bindung für das Unternehmen zu erkennen, die meisten sehen oft genug vermeintliche Nachteile.

Bei der Personalbeschaffung wird dann durch Buzzwords wie "Tariflohn" dem arglosen Mitarbeiter eine tarifliche Bindung vorgegaukelt, während das Unternehmen sich tatsächlich nur die Rosinen aus (irgendwelchen, ggf. auch branchenfremden!) Tarifverträgen herauspickt. Wirkliche tarifliche Bindung wird immer seltener.

Der TE jedoch schrieb von tariflicher Bindung, so war dies zumindest mal zu erwähnen. Einen Betriebsrat wird's nicht geben, und somit auch keine Betriebsvereinbarungen, erwähnenswert war dies lediglich der Vollständigkeit halber.
 

PriestFan

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Wir sind eine kleine Firma mit ca. 10 Mitarbeiter. Ein Betriebsrat haben wir nicht.

Der Chef hat schon öfter erwähnt das er nicht am Tarifvertrag gebunden ist, und

ja, er pickt sich die Rosinen raus.

Was die Mehrarbeit angeht, ich habe kein Problem 38 statt 36 Stunden in der Woche zu arbeiten, wenn ich auch für 38 Stunden

bezahlt werde. Die 2 Stunden wöchentlich landen NICHT auf einem Zeitkonto, die "verschwinden" einfach.
 

florian.

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wenn ihr nicht an einen Tarifvertrag gebunden seid, wie kann sich dann aufgrund eines Tarifvertrages die Arbeitszeit erhöhen?

was steht denn in deinem Arbeitsvertrag bezüglich Überstunden?
 

Tomislav2007

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Hallo
Ich habe zwar den Mods bescheid gegeben und deinen Beitrag wegen OT gemeldet, diese sehen sich aber nicht genötigt ihn zu löschen
Fass dir mal wegen dem OT an die eigene Weltschmerzjammernase.

Das hat nichts mit meiner Arbeitsstelle und meinem Chef zu tun, dem muss ich nämlich nicht in den Hintern kriechen, was in diesem Thread aber leider der Fall ist, immerhin arbeitet der TE hier völlig zu Unrecht 2 Stunden mehr in der Woche, und bekommt diese nicht vergütet.
Wie kommst du darauf das der TE seinem Chef in den Hintern kriechem muss ? Der TE wird nicht schlechter als du bezahlt, selbst wenn wir die 2 Stunden kostenlose Arbeit des TE abziehen.

Guck doch mal bitte in deinem Arbeitsvertrag nach, ob dort überhaupt der Tarifvertrag erwähnt wird. Was nützt es, wenn du darauf pochst, er aber nicht für dich gilt? Schuss ins eigene Bein.
Er hat doch schon geschrieben...

Wir sind eine kleine Firma mit ca. 10 Mitarbeiter. Ein Betriebsrat haben wir nicht.

Der Chef hat schon öfter erwähnt das er nicht am Tarifvertrag gebunden ist,
...das die kleine Firma in der er arbeitet nicht an den Tarifvertrag gebunden ist.

Dem TE bleibt eigentlich nur die Wahl zwischen weiter machen oder neuen Job suchen und das muss er mit sich selbst ausmachen, aber bitte nicht kopflos kündigen und weiter machen und bewerben solange man Arbeit hat.
Selbst wenn es in der kleinen Firma Ungereimtheiten gibt, was soll er machen ? Den Mund aufmachen ? Das klappt, wenn überhaupt, nur wenn alle Kollegen mitmachen und wenn es Ernst wird halten die meisten den Mund.
In so einer kleinen Firma ohne Betriebsrat und ohne richtigen Kündigungsschutz hat man schlechte Karten wenn man etwas gegen den Chef unternehmen will, die Kündigung kommt im schlimmsten Fall später wegen etwas anderem.

Grüße Tomi
 
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PriestFan

Lt. Junior Grade
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Ich habe schon mit den Kollegen geredet wegen den 2 Stunden und wir wollen gemeinsam zum Chef gehen und das klären. Die Kollegen sind auch stinkig. Ich habe eigentlich keine Angst das ich deswegen gekündigt werde.

Ich bin aber ein Harmonie bedürftiger Mensch und mag Stress nicht. Aber, ich habe immer gesagt das ich nie ohne Entgelt arbeiten werde, und das werde ich auch nicht mehr tun.
 

Tomislav2007

Commodore
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Hallo

Unabhängig dessen ob Ihr einem Tarifvertrag unterliegt, was steht in deinem Arbeitsvertrag zum Thema Überstunden ?
Ihr solltet euch da etwas vorbereiten, nur zum Chef gehen und Dampf ablassen könnte eine Lachnummer werden oder nach hinten losgehen.
Was wollt Ihr eigentlich antworten wenn euch der Chef fragt: Wieso merkt Ihr das erst nach mehreren Jahren ? Wieso habt Ihr euch nicht vor mehreren Jahren bei der Vereinbarung beschwert ?
Ich weiß nicht wie das rechtlich aussieht aber könnte der Chef nicht damit argumentieren das Ihr nach mehreren Jahren des Stillschweigens die Sache so akzeptiert habt ?
Sorry aber irgendwie klingt das merkwürdig, das mehrere Mitarbeiter über mehrere Jahre nicht merken das sie unbezahlte Überstunden leisten.

Grüße Tomi
 
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