Auf nc 1,9 mit 3,5 einklagen

koko291 schrieb:
Zum Thema Vitamin B : warum ist das eine Schweinerei Einen Freund (mein bester Freund) zu helfen kein hartz 4 Empfänger zu werden? Er war damals ein echter kaot aber mal ehrlich, wer war das nicht in der Schulzeit?

Das ist im Prinzip nichts anderes als das System das die allermeisten Europäer unter anderem den Griechen vorwerfen. Die haben sich ja auch alle nur Gegenseitig geholfen ;) Kann man gut finden, muss man aber sicherlich nicht.

Was die Jungingenieure angeht: Ich bin selber jetzt gerade mal knapp 4 Jahre mit dem Maschbaustudium durch und arbeite bei einem Unternehmen das Baugruppen zuliefert. Bei zwei unserer größeren Kunden kann ich mittlerweile sehr zuverlässig sagen wann neue Ings eingstellt wurden die in ihrem Leben noch nie ne Schraube außerhalb des Kataloges gesehen haben, geschweige den irgend wann mal nen Schweißgerät in der Hand gehabt haben. Deren Zeichnungen und vor allem die damit einhergehende Tolerierung und die dann folgende Preisvorstellung führen bei mir immer zu dem Spruch: Schweizer Uhrwerk haben wollen und Sonnenuhr bezahlen wollen - können wir leider nicht.
Bei Neukunden kann man auch immer sehr schön sehen ob die Firma noch eine eigene Produktion, einen Prototypenbau oder nur noch eine Montage hat.

Man muss aber auch die berechtigte Frage zulassen: Woher sollen die das wissen? Die Bauteile und Baugruppen werden immer komplexer, die (nötigen) Fertigungsverfahren dementsprechend auch und die Materialien gehen immer weiter in die Richtung hochfeste Stähle.
Erfahrungen die andere einem weitergeben kann man sicherlich zum lernen gebrauchen, aus den Erfolgen und Rückschlägen die man beim selber machen erlebt lernen die meisten aber schneller und vor allem nachhaltiger.
Wenn man dann in Firmen landet wo das Wissen nur unwillig weiter gegeben wird, keine eigene Fertigung in der man etwas ausprobieren könnte vorhanden ist und man auch keine entsprechende Vorbildung oder Hobbies hat wird die Sache mit dem Wissen erweitern schwierig. Das lässt sich mit Sicherheit in sehr viele Bereiche übertragen.
 
ich zitiere einfach meinen prof:
die arbeitgeber wollen heute einen studenten einstellen, der in 5 jahren seinen master gemacht hat, nebenbei 7 jahre berufserfahrung hat und zu einem möglichst geringen lohn arbeitet. (quasi die eierlegende wollmilchsau).
 
Aus dem oben stehenden leitet sich auch der Fachtkräftemangel ab. Es fehlt vor allen Fachkräften die für einen vergleichsweise niedrigen Lohn arbeiten wollen bzw den Arbeitgeber wechseln wollen.
Ich hatte letztens noch einen Anruf der sich auf eine 3 Jahre alte Bewerbung bezog. Habe gesagt das ich mir durchaus vorstellen kann zu wechseln, allerdings würde ich aus einem Festvertrag bei der derzeitigen Situation nur wechseln wenn das finanziell attraktiv wäre. Darauf wurden von einer westdeutschen Firmen dann 40k Jahreshalt in den Raum gestellt.
 
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