Auf nc 1,9 mit 3,5 einklagen

@arkedos dem kann ich nur zustimmen. was haben musik, kunst oder religion in einem abitur verloren? für mich nichts. wer will kann es nehmen, aber es sollte kein muss sein. außerdem ist die notengebung kann eine notenbewertung (mündliche note), nie objektiv sein.

ansonsten gz das du drin bist. ich hätte mir ja das verfahren erspart und ne andere hochschule gesucht
 
Danke, sehe ich genau so!
Und ich bin wohl ein gutes Beispiel das Noten nichts über Schüler Aussagen!
Bzw das die Noten nicht Ausschlag gebend sind für das Studium!
Als Bsp : ich habe ein mit Studenten der LK Mathematik hatte und mit 1- aus dem Abi kam( richtiges abi kein Fach abi wie ich) und jetzt schon 2 mal durch die Prüfung durchgefallen ist in Mathematik
Grüße Ko
PS : würde gerne noch mal die Stimmen hören die Alles schlecht geredet haben was sie jetzt sagen :D
 
Noten können schon eine grobe Orientierung bieten. Auch wenn mündliche Noten nicht objektiv sind, so sind es die schriftliche Noten schon.
Um gute schrfitliche Noten zu erhalten, müssen die meisten schon lernen oder im Unterricht aufgepasst haben.
Zusagen, dass Noten überhaupt keinen Sinn machen, kann ich daher nicht unterschreiben.
Und für die Studiumszulassung gibt es keine Alternative zu den Noten, da diese schon als Leistungsnachweis gelten.
Naja. Glückwunsch zu deinem erfolgreichen Werdegang. Das hört sich ja alles sehr gut an :-)
 
Noten können vieles Aussagen, müssen sie aber nicht. Ich habe in Bremen mein Abitur mit nem Schnitt von 2,7 bestanden (Ich bin halt eine faule Sau und war zu bequem meine Deutsch-LK Prüfung mit 3 Punkten zu wiederholen). Jetzt absolviere ich ein Duales Studium Wirtschaftsinformatik (4. Semester) und bei dem Bewerbungsgespräch kommts nicht immer auf gute Noten, sondern auch auf einen guten Eindruck an. ;)
 
Glückwunsch koko291.
Ich hätte es allerdings ohne Klage und dafür an mehreren HS versucht, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich in Bielefeld studiert habe. Unsere Uni wurde für nichtmal 20.000 Studenten konzipiert - momentan sind aber weit über 25.000 eingeschrieben. Die besetzen offensichtlich seit der Einführung der Studiengebühren und dem gleichzeitigen Ökonomisierungsdruck durch die Politik lieber Studienplätze doppelt, als sie leerstehen zu lassen.
Genau unter diesen beiden hat mMn die Lehre viel mehr gelitten (Bildung Bolognese), als unter Studenten, die sich in nc-Fächer einklagen.


Noten sind definitiv kein Maßstab. Auch schriftliche Klausuren bieten keine tatsächliche Leistungskontrolle, es sind und bleiben Momentaufnahmen, wie mündliche Prüfungen auch. Noten beweisen im Prinzip nur, ob jemand das berühmte "learning for the Test" beherrscht. Damit kann man nämlich recht effektiv gute Noten bekommen - der Lernerfolg ist allerdings nicht erwähnenswert. Und zwischen denen, die nur auswendig gelernt (aber nichts verstanden) haben und denen, die tatsächlich Fachverständnis entwickeln konnten, machen Noten keinerlei Unterschied - beide bekommen eine 1, egal wie die dementsprechende Punktezahl erreicht wurde.

Dass Noten einen so hohen stellenwert genießen, liegt mMn nur daran, dass man anhand der Noten schnell (und oft schlecht) eine unüberschaubare Menge an Bewerbern, auf eine kleine Menge "wahrscheinlich" qualifizierter reduzieren kann. Noten effektivieren damit NUR die Auswahlverfahren. Mit Notenunabhängiger Kompetenzprüfung hätten die Personalchefs zwar sehr viel mehr arbeit, hätten aber auch nicht regelmäßig Nieten dabei, die nur irgendwie zu guten Noten gekommen sind. Den Job lernt man in fast allen Bereichen ohnehin nicht in der Ausbildung.

Ich halte Noten zwar für sehr effektiv (v. A. zeitlich, Noten verteilen geht echt fix), denke aber nicht, dass sie in irgend einem Zusammenhang mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit in Jobrelevanten gebieten stehen.

PS: Ohne einen positiven Ausgleich durch Kunst und Musik hätte ich mein Abi nicht geschafft - genausowenig wie mein Mathestudium oder den forschungstheoretischen Master in EW. Ich wäre sonst wahrscheinlich auf halber Strecke krepiert, statt einen Notendurchschnitt (alle Zeugnisse inkl. ABI) von 2.1 zu erreichen. Der Stoff wäre mir ohne Kunst, Musik oder Sport einfach nur zu trocken und realitätsfern gewesen. Was soll ich als angehender Grundschul-Mathelehrer bitte mit Infinitisimalrechnung, den theoretischen Grundlagen der Kombinatorik und Wahrscheinlichkeitsrechnung oder gar der Gruppentheorie? Das ist größtenteils tatsächlich unnötiger Ballast (war im BA aber Pflichtstoff), den man in der Grundschule definitiv nie wird einsetzen können. "Praxisbezug" gabs da allenfalls in 50qm großen Formelungetümen an der Hörsaaltafel - sonst nur ausserhalb der Uni.
Leider machte dieser mMn unnötige Ballast weit über 50% der Studieninhalte aus - da hat man sich dann halt durchgequält - und mehr nicht.
Ich bin richtig froh, dass ich diesen Stoff so langsam aber sicher wieder vergesse (auswendiglernen konnte ich noch nie, deswegen dauert das vergessen auch etwas länger) - da ist dann wieder platz für tatsächlich jobrelevantes. Auf die Fähigkeit Furier-Transformationen im babylonischen Zahlensystem berechnen zu können (ohne PC oder TR), kann ich getrost verzichten.
Aber genau diese absolut praxisferne Fähigkeit hat mir mal eine 1.0 verschafft. Soviel zur "Qualität" des notensystems - da steht nämlich nicht dran, wofür man die Noten bekommen hat - eine Note sagt NICHTS über die tatsächlichen Fähigkeiten und Kompetenzen eines Bewerbers aus. Noten sind nur eine akzeptierte Begründung dafür, sich über 50% der Bewerber garnicht erst genauer anzuschauen.

Wer Noten für ein gutes System der Leisungsbewertung hält, der muss Einstein für ein Wunder halten (laut Lehrer eine "Niete in Mathe" und dann auch noch führender Physiker werden - da passt doch was nicht)
 
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Interessanter Thread und auch interessant ein Upgrade nach 2,5 Jahren zu erhalten.
Allerdings vertrete ich eine etwas konträre Meinung dazu.

Es mag sein, dass Noten nicht immer einen objektiven Maßstab darstellen, aber es muss nunmal Kennzahlen geben, in dem Fall der Notenschnitt, anhand dessen eine gewisse Klassifizierung statt findet. Irgendwo muss man nunmal eine Granze ziehen.
Wenn ich weiß, dass es einen NC gibt, dann liegt es an mir, diesen zu schaffen, wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich mich den bestehenden Regeln unterwerfen. Das gilt übrigens in allen anderen Bereichen auch, zumindest in meinen Augen. Wenn ich mich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung halte und geblitzt werde, dann war das mein Pech. Basta. Leute die dann versuchen sich raus zu lamentieren oder irgendwelche Schlupflöcher zu suchen etc. sind mir ein Graus.
Ich habe im ganzen Thread noch keine Begündung finden können (vielleicht habe ichs ja auch übersehen), warum zum Teufel hat der TE sich den Studienplatz erklagt. Wieso, aus welchen Gründen? Und vor allem aus welchen Gründen wurde dem TE Recht gegeben?
Dass er jetzt im Nachhinein sagt, dass er ein ganz toller Student ist und gute Noten hat etc. ist zwar schön, im Gegenzug glaube ich aber nicht, dass er es uns auch geschrieben hättest, wenn du es nicht geschafft hättest.
Nach meinem Verständnis gibt es einen NC, da die Anzahl der Bewerber größer ist als die zur Verfügung stehenden Studienplätze.
Wobei wir wieder bei einer Bemessungsgrundlage wären, nach der dann selektiert wird. So und was soll man denn da anderes nehmen als den Notendurchschnitt? Und dass man da von gut nach schlecht sortiert versteht sich auch von selbst.
Der TE hat den NC nicht geschafft und hat sich den Studienplatz erklagt. Noch mal die Frage, mit welcher Begründung und mit welchem Recht?
Irgendwo hat der TE geschrieben, dass dadurch kein anderer nicht berücksichtigt wäre, woher weiß man das?
Wer den NC nicht schafft, hat zu warten bis er dran ist oder hat sich was anderes zu suchen. Basta.
 
Ich sage ja auch nichts gegen eine Notwendigket für ein Klassifikationssystem. Nur gegen das Märchen, Noten seien da objektiv, muss ich mich wehren. Es gab haufenweise Studien, die gezeigt haben, dass in eine Note sehr viel mehr einfließt, als die schulisch relevanten Leistungen - bis hin zur sozialen Herkunft, dem Anpassungswillen des Schülers u.v.m.
Glaub mir, selbst mit der simpelsten Definition von Objektivität im Hinterkopf kann ich dieses System nicht als objektiv betrachten, denn dann müsste gleiche Leistung auch gleich benotet werden, was oft genug NICHT geschieht, gerade weil es Menschen sind, die da beurteilt werden und beurteilen - und Menschen sind einfach mal nicht objektiv, höchstens intersubjektiv (da kommen dann wenigstens für viele nachvollziehbare Urteile heraus).

Das Messinstrument "Mensch" versagt im Hinblick auf Objektivität. Das Prinzip Noten mag nicht schlecht sein - es scheitert nur an den Ausführenden. Dementsprechend halte ich unser Notensystem im Bezug auf Objektivität für extrem überbewertet.

Einen NC kann man sich ganz nebenbei schon versauen, wenn man an einem einzigen Prüfungstag im Abi einen schlechten Tag hatte. Ein Tag, an dem man nicht richtig funktioniert, kann einem die ganze Wunschkarriere versauen. Nicht jeder tritt nach einer solchen Erfahrung zu einer Nachprüfung an.
Und das geht nur mit unserem Notensystem - mit Textbewertungen (als EIN Beispiel für eine alternative Leistungsbewertung) wäre soetwas schlicht unmöglich (keine Zahlen - kein NC).
Als Rückmeldung an SchülerInnen oder Eltern sind Noten ohnehin komplett ungeeignet. Die sind nämlich ausgespprochen Informationsarm.
Abgesehen davon haben benotete Einzelleistungen eine tödliche Wirkung auf die Teamfähigket, weil nicht das Gesamtergebnis zählt, sondern jedes Individuum ausschließlich nach der besten (Einzel)Note schielt und gute Ideen für andere Teammitglieder wohlmöglich lieber für sich behält (das habe ich im Studium ziemlich oft erlebt).
Die Teamarbeit ist dabei dann am ende oft nicht mehr, als ein loser Zusammenschluss befriedigender Einzelarbeiten - genau das, was Teamwork eigentlich NICHT sein sollte. Zugegeben, das ist auch der ausnehmend schlechten Umsetzung der Gruppenarbeit in Schule und Studium geschuldet - die Möglichkeit der Eizelbewertung sollte es dabei eigentlich garnicht geben. Wenn der eine Teil eine 1 verdiient, der andere aber nur eine 5 dann bekommen eben beide nur eine 3, bei mir wahrscheinlich wegen mangelnder Kooperation sogar nur eine knappe 4 - schon dass "Gruppenarbeit" oft lediglich das Aufteilen der zu erledigenden arbeiten bedeutet, ist für mich ein Unding.

Den Schuldigen dafür sehe ich eben in einem Konkurenzdruck gerade aufgrund des Notensystems. Da kann der Klassenbeste eben Klassenbester bleiben, in dem er nur dafür sorgt, dass die anderen nicht die gleichen Informationen bekommen, wie er (zum Beispiel dadurch, dass man die besten Bücher zum Thema einfach in andere Regale der Bib. stellt - direkt nachdem der Prof seine Literaturliste herausgegeben hat). Ein Bewertungssystem, welches sich nicht so einfach zu einer Hierarchie umformen lässt, wäre da wohl sehr viel besser geeignet, Sozialkompetenz und Teamfähigkeit zu fördern. Das Notensystem steht dem aber geradezu im Weg.

Es gibt viele mögliche Systeme zur Leistungsbewertung und Klassifikation - und Noten sind ganz sicher nicht das Beste. Die sind nur praktisch weil allgemein etabliert - aber das macht keine Ausage zur Qualität.
 
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c-mate schrieb:
I
Wenn ich weiß, dass es einen NC gibt, dann liegt es an mir, diesen zu schaffen, wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich mich den bestehenden Regeln unterwerfen. Das gilt übrigens in allen anderen Bereichen auch, zumindest in meinen Augen. Wenn ich mich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung halte und geblitzt werde, dann war das mein Pech. Basta. Leute die dann versuchen sich raus zu lamentieren oder irgendwelche Schlupflöcher zu suchen etc. sind mir ein Graus.

Naja, das bestehende System ist ja eins das auf Regeln basiert. Innerhalb dieser Regeln scheint es offensichtlich auch vorgesehen zu sein das man sich einklagen kann.

Ich hätte allerdings gerne mal verlässliche Zahlen wie viele der Studienplätze die unsere Unis anbieten wirklich belegt sind. Das die Jahre rund um Wehrdienstabschaffung und Doppelabitur überlaufen sind brauchen wir nicht drüber reden, das war aber auch für alle beteiligten Parteien mit Ansage.
In dem Jahr als ich zu studieren angefangen habe waren nach Semesterbeginn noch ca 10 Plätze frei (mit 140 Leuten ins erste Semester gestartet) weil sich ganz schlaue Leute an mehreren FHS eingeschrieben haben, Nachrücker nicht mehr studieren wollten/konnten usw. Nach der Mathe-Auslese waren es dann endgültig überschaubare Studentenzahlen.
 
Studienplatzklagen sind in fast allen fällen Kapazitätsklagen, also der Student sagt bei X studis pro Prof gehen bei euch in den hörsaal ja rechnerisch mehr Leute rein als ihr zugelassen habt.

Stimmt die Rechnung muss die Uni die fehlenden Plätze dann bereit stellen. Warum dann aber der Kläger den platz kriegt und nicht einfach von der normalen NC Liste der nächste nachrücken darf, Ka. ;)
 
Hmm, ich lese diesen Fred nun schon ne Weile mit und habe dabei etwas Bauchschmerzen. Ich hatte selbst kein sonderlich tolles Abitur und habe mich - weil ich es wollte - entschieden, Biochemie zu studieren. Damals gab es in Sachsen Anhalt auch die doppelte Zahl an Abiturienten (wegen Einführung des 13. Schuljahrs... :D). Nun wir waren dann also in diesem Studiengang mit 130 Leuten. Das Hauptstudium war aber leider nur auf ~50 Leute zugeschnitten. Entsprechend gab es dann an das Lehrpersonal die Direktive "auszusieben". Dass das keinem der Beteiligten zugesagt hat, brauche nicht nicht weiter zu erläutern. Nun, zum Hauptstudium waren wir dann noch ~60 Leute und von den 70 Leuten die es nicht gepackt haben waren nicht alle Flaschen (ein paar waren allerdings dabei... :D).
Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, dass ich mir sowas nicht nochmal antun würde. Ob man die Situation besser macht indem man sich in einen eh schon überfüllten Studiengang einklagt... Ich weiß es nicht.
Heute als fertiges "Universitätsprodukt" sehe ich die ganze Sache ohnehin etwas anders. Bei Zuständen wo der Prof. einen festen Mitarbeiter haben darf und alle anderen - so überhaupt vorhanden - sitzen auf Schleudersitzen/befristeten Verträgen, muss man sich nicht wundern wenn Kapazitäten knapp werden und das Studium beschissen ist...
MfG
 
Als ich damals beim Anwalt war, fragte ich Natürlich wie dies ablaufen wird.
Seine Antwort war: Das laut deutschem Grundgesetz jeder das Anrecht auf sein Wunsch Studium hat, solange es auch freie Plätze gibt!
Und das öffentliche uni's / Hs verpflichtet sind, jeden freien Platz zu besetzten.
Und das er ein schreiben aufsetzt das die Uni / Hs Einen Nachweis erbringen soll, das auch wirklich alle Plätze belegt sind in dem Studiengang und wenn dies nicht möglich ist, das sie die Pflicht haben mich aufzunehmen. Da ich sonst ggf bereit bin rechts Wege in Erwägung zu ziehen (also mein Recht mir ein Klage). Da die Uni / Hs nicht alle Plätze besetzt hatten wurde ich angenommen!
Also ich betone es nochmal *ICH * habe niemanden Einen Studien Platz weg geschnappt oder jemanden der bessere Noten hatte, als ich ausgestochen.
Dies dazu.

Zum Thema warum ich mich nicht in anderen Städten oder Uni/Hs beworben habe ist ganz einfach!
Ich liebe Bremen!!! :D
Meine ganze Familie ist hier, ich hab neben dem Studium auch eine Menge andere Verpflichtungen die mich an Bremen halten! Also kam es für mich nie in Frage weg zu gehen.

Ich meine, jeder ist sein Glückes Schmied und sollte alles tun um seine Ziele zu erreichen und wenn Vater Staat es vor sieht das es diese Möglichkeit gibt sich ein zu klagen um sein Recht in Anspruch zu nehmen, warum sollte ich das nicht tun.

Zum Thema Noten, klar sind Noten Orientierungshilfen aber sie sagen im Endeffekt nichts über die Leistungsfähigkeit einer Person.
Ich habe ein Freund der in seiner Schulzeit kein Spaß an der Schule hatte und nur 6 im Zeugnis hatte (ich meine alle Fächer waren 6) dennoch haben wir ihn ein Ausbildungsplätz bei BMW organisiert (über Vitamin B) und was ist passiert? er hat seine Ausbildung als michatroniker beendet und Arbeit jetzt Glück.
Es gibt aber auch andere Bsp. Ich hab auch im Freundes Kreis Einen, der ist echt doof aber extrem fleißig und hat angefangen zu studieren.
Der Mensch ist ein individuelles Wesen, deine kann es der andere nicht
 
Das nimmt jetzt sehr sonderbare Auswüchse an.
Jemand der angeblich nur 6er im Zeugnis hat hat somit auch keinen Abschluss (es sei denn er hat die 6er erst nach seinem Abschluss bekommen).
Aber du sagst ja dass, der angeblich trotz lauter 6ern über Beziehungen bei BMW einen Platz bekommen hätte.
Na ja das halte ich eher für sehr unwahrscheinlich, es sei denn er heißt Quandt mit Nachnamen.
Und selbst wenn das stimmt, dann ist es eine Sauerei gegenüber all denjenigen, die sich anstrengen um etwas zu erreichen.

Dass du sagst du kennst jemand der ist doof aber extrem fleisig, das ist ja wieder eine ganz andere Geschichte.
Doof darf man gerne sein, aber man kann trotzdem daraus etwas machen, man muss sich dann halt etwas mehr anstrengen als andere.
 
Zur Objektivität fallen mir immer gerne 3 Beispiele aus meiner Schulzeit ein...Ist zwar eine Weile her und inzwischen kann ich nur noch darüber schmunzeln, aber objektiv war das nicht:

1) Englisch Unterricht (Klausur über ca. 5 Seiten Eigenleistung, das Gewohnte: Listening comprehension, Analyse eines Zeitungartikel der Times, essay schreiben): 1 Fehler (auch Kommasetzung) = 2, 2 Fehler 3, 3 Fehler 4...ähnliche Klausur (ca. gleiches Niveau), anderer Lehrer, andere Klasse: 5 Fehler 2 :D ja..objektiv :D War toll für meine Abi Note...Leider war ich von Beispiel 1 betroffen.

2) Bildende Kunde: Hatte meine Präsentationsmappe (5 "Kunstwerke", 1 je Mal/Kunstform) verschlampt (ja ich war ein Chaot in der Schule). Keine Zeit mehr gehabt, also 5 weiße Blätter abgegeben. Note: 2 (Ich wette, keiner hat sich die Mappen wirklich angeschaut...)

3) Geographie Klausur: Ich habe ehrlich gesagt betrogen und habe eine Klausuraufgabe bereits vorher gewusst (Schreibe einen Lexikonartikel zu Thema XX). Also was mache ich? Ich schreibe diese vor und nehme einen Lexikon Artikel aus dem Brockhaus. Fazit: 50% Punkteabzug, da die Aufgabenlösung keinem Lexikonartikel entspricht :D

Fragt sich nun welches der obengenannten Beispiele objektiv als Bewertungsgrundlage dienen sollte...

Soll kein Geheule sein, aber es zeigt genau das, was viele hier bemängeln:
1) Es gibt keinen einheitlichen Standard, was die Benotung angeht; sei es anderes Bundesland, andere Schule oder anderer Lehrer.
2) Es sagt nichts, bis sehr wenig, über die tatsächlichen Fähigkeiten des einzelnen aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es reicht schon ein anderer Lehrer aus. Und das wissen die Lehrkräfte in der Schule auch. Wir hatten nen Geschichtslehrer, der hat mit Einsen um sich geworfen wie kein anderer. Einzige Bedingung dafür: während seiner Filmvorführung sollten wir ruhig sein. Klausuraufgaben hat er praktisch vorher mit uns abgesprochen und die Lösung gleich dazu.
Anderer Geschichtslehrer: Sagt wir sind "zu doof zum lernen, ihr müsst das Lernen lernen, bei euch Schwachköpfen bringt der Unterricht auch nichts." (O-Ton). Der hat auch Klausuren mit nem Schnitt von 4,6 rausgehauen (32 SchülerInnen). Das waren aber fast die selben Anforderungsbereiche. Nur wertet der eine strenger als der andere. Und letzterer mochte auch keine Schüler.

Aber ich glaube darüber solls hier in diesem Thread auch nicht gehen.
 
also dass noten relativ sind sollte eigentlich jeder wissen

auch wenn ich als kind ( ihr wahrscheinlich auch) immer gesagt bekommen hab "es liegt nicht an den lehrern", es liegt doch daran. aber gut andere sache.

koko291 schrieb:
ich bin kein deutscher Staatsbürger ( HS müssen Ausländer Quote erfüllen )

keine kritik gegen dich, aber sind wir echt soweit in deutschland dass wir auf ausländerquote klagen können?

und wie muss man sich das vorstellen? 20 leute klagen, ein platz ist tatsächlich frei, durch den einen platz hätte die HS die Ausländerquote nicht erfüllt. von den 20 ist einer Ausländer mit Schnitt 3,0 und alle anderen deutsch mit schnitt < 2,5

muss dann tatsächlich der Ausländer bevorzugt werden?
 
Also das mit der Ausländer Quote gibt es tatsächlich! War ich selber auch überrascht.
Aber in erste line geht es denke ich darum , das die uni's alle ihre freien Plätze besetzten müssen .
Warum ich damals angenommen worden bin weiß ich nicht, ist mir auch Jacke wie Hose, Hauptsache ich bin damals rein gekommen.
Zum Thema Vitamin B : warum ist das eine Schweinerei Einen Freund (mein bester Freund) zu helfen kein hartz 4 Empfänger zu werden? Er war damals ein echter kaot aber mal ehrlich, wer war das nicht in der Schulzeit?
Und der junge war nicht doof!!! Sondern nur in der Zeit bisschen durch den Wind! Und wenn man dann was gutes tun kann, egal ob in dem man einen jungen Mann ein Ausbildungsplätz besorgt, über Vitamin B, der sonst wahrscheinlich heute noch nichts bekommen hätte, finde ich das eine gute Sache.
Und wer glaubt, das so was nicht Gang und gäbe ist in der freien Marktwirtschaft, der ist naiv!!! (tut mir leid wenn ich das so sagen muss)
Zum anderem Kollegen (den ich als doof bezeichnet habe) er ist wahrlich nicht der hellste besser kann ich das nicht ausdrücken.
Aber ich bewundere sein Ehrgeiz und Fleiß! (und wenn du mir nicht glauben willst, ist das dein Problem! Ich bin hier niemanden eine Lüge schuldig)

Ich habe auch noch ein Bsp aus meiner abi Zeit.
Mein damaliger Klassen Lehrer konnte mich zum tot nicht leiden auf Grund meiner fehl Zeit.
Ich hatte bwl /vwl mit ihm!
Und obwohl ich 3 von 4 arbeiten mit 1 geschrieben habe und eine 2 schrieb (schriftlich) hat er mir für jede fehl Std eine 5 gegeben (mündlich) und sich das beim Direktor durch winken lassen.
Um mich egal wie Durchfallen zu lassen, er hat sogar mein Mathematik Lehrer versucht zu überreden mir in der Abschlussprüfung statt einer 3- eine 4+ zu geben, denn das hätte zur Folge gehabt das ich nicht mehr in die mündliche Prüfung hätte dürfen.
Also wo ist hier die gleiche Behandlung? Es ist eher die Willkür des Lehrers die der Schüler ausgesetzt ist!
Ich behaupte nicht das ich ein Muster Schüler war, im Gegenteil ich war wohl in meiner Schulzeit von 1-13 Klasse immer ein schrecklicher Schüler! Das ist mir jetzt im Nachhinein bewusst, aber ist es nicht die Aufgabe eines Lehrers, das Potenzial eines Schülers zu erkennen und zu fördern?
Und nicht ihn runter / fertig zu machen?
Ich finde der Beruf Lehrer, sollte man nicht als Beruf sehen, sondern als Berufungen oder es halt ganz sein lassen.
Klar sind das nur Bsp. Ich hatte auch Lehrer die mich gefordert haben davon gab es auch welche (2,3 stk) aber das waren bei mir nur die Ausnahme.
Ich mein, wenn ich so über die letzten Jahre so nach denke, hatte ich wohl auch mehr Fach einfach nur Glück als Verstand :D
 
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@koko291
Ja Lehrer sein sollte Berufung sein...
Und es gibt sie tatsächlich, Lehrer denen ihr Beruf Spaß macht und entsprechend die Schüler für ihre Sache begeistern können. Seltsamerweise hatte ich diese meist in Fächern, die mir eher wenig lagen und auch keinen wirklichen "Spaß" machten.
Dennoch kam ich meistens gut weg, eben weil die Lehrer hier so waren, wie ich mir mehr davon wünschen würde!
(Da die Lehrer ja meist aber ja die Klassen durchwechseln, hast du mal mehr, mal weniger Glück mit deinem Lehrer.)

Andererseits habe ich es kurz nach meinem Abi gesehn:
Wer mit seiner ersten Studienwahl nicht zufrieden war, wurde Lehrer...Nicht, weil es ihr Traum war, sondern weil sie auf einmal viel einfacher durch ihr Studium kamen. Und das waren alleine von den 95 Leuten, die mit mir Abi gemacht haben, immerhin bei 8 so. (Es wurden zwar mehr von den 95 Lehrer, aber diese 4-5 wollten dies auch von Anfang an.)
Das diese Leute dann das Ganze nicht als Berufung angesehen haben, brauche ich hier fast nicht mehr erwähnen...

Edit:
Übrigens, bevor sich irgendein angehender Lehrer hier missverstanden fühlt: Die Aussage, mit dem "einfacher durchs Studium kommen" stammt von denen, die gewechselt haben, nicht von mir. Ich habe nicht Lehrer studiert und kann es nicht einschätzen.
 
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@koko291
Gratulation, aber eine Note in Bauingenieurwesen in der heutigen Zeit: Drauf geschissen.



Die Bauingenieure, die momentan aus dem Studium rauskommen, kann man alle in der Pfeife rauchen, weil sie keine Ahnung haben was auf ihren Baustellen los ist. Ohne die ältere Generation Poliere / Bauingenieure wären sehr sehr sehr viele aufgeschmissen und schneller arbeitslos als ihnen lieb wäre.
Mehr will ich dazu nicht schreiben, ich kann nur jedem raten, der in der Baubranche arbeiten möchte: Lasst es. Es macht keinen Spaß und wenn man meint, es wäre Berufung - nach spätestens einem Jahr ist das erledigt.
 
Und hier stellt sich wieder die Frage warum das so ist, dass die Jungingenieure alle aufgeschmissen sind. Ich vermute mal, dass das in vielen Ingenieursfeldern der Fall ist.
Allerdings frage ich mich ob es vor Bologna besser war, also die Jungingenieure da mehr drauf hatten.
 
kommt darauf an wo man studiert

ich mach im september meinen b.ing an einer dhbw

und ich denke ich habe schon ein gutes bild wies in einem unternehmen wirklich abläuft.

und ja da sind so sachen dabei wie "mach die toleranzen enger, die fragen eh ob ses net anders machen können" usw.

das sind dann alles dinge, die ein uni absolvent erst mal verstehen muss
 
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