Auf welche Kosten würde meine Firma kommen?

The0mars

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Hallo zusammen,

ich habe mich mal für meine fachspezifische Frage in diesem Forum angemeldet, um herauszubekommen, mit welchen Kosten das Thema Homeoffice für meine Firma verbunden wäre.

Und zwar arbeite ich als technischer Zeichner in einem kleinen Ingenieurbüro. Mir wurde gesagt, aufgrund der Sicherheit und der nicht vorhandenen Technik wäre es nicht möglich für mich, ein Homeoffice einzurichten. Jetzt stelle ich mir die Frage, warum das gerade bei meinem Beruf nicht geht. Ich benötige Lizenzen für meine Software, die ich allerdings problemlos von zu Hause nutzen kann. Dies habe ich bereits beim Anbieter der Software herausbekommen. Wie es mit der Hardware und der Sicherheiten aussieht, weiß ich leider nicht. Eventuell will man keinen Laptop für mich finanzieren samt Maus und Tastatur, was natürlich eigentlich Pflicht ist, dachte ich, aufgrund der neuen Gesetzeslage. Wo es möglich ist, muss Homeoffice eingerichtet werden. Nunja, da steck ich nicht drin. Ein weiteres Thema, was mir gesagt wurde, war, dass es aufgrund des VPN Platzes njcht ausreicht. Zu viele würden bereits VPN Plätze benutzen. Ich bin nämlich einer der allerwenigsten, die kein Homeoffice bekamen. Wenn man jetzt überlegt, man kauft mir einen 24 Zoll Laptop oder 27 zoll oder gar 30 Zoll mit einer Grafikkarte, die Programme von Autodesk spielen kann und einem Arbeitsspeicher, der das ebenfalls packt und einen vpn Zugang im Internet für 2€ pro Monat kauft, ist es dann nicht damit getan? Wenn ich auf den Server zugreifen muss von der Arbeit kann man ja auch den Tag zuvor seine Zeichnungen via USB Stick mit nach Hause nehmen. Dadurch müsste man solche Zugänge nicht herstellen. Wobei das mit einem vpn Zugang ja theoretisch doch auch möglich wäre? Vielleicht kann mich in diesem Bereich jemand etwas bilden, damit ich meine Chefs besser verstehe, wenn sie sagen, ich bekomme kein Homeoffice, weil es technisch nicht möglich ist und zig tausend Euro kosten würde.

Liebe Grüße
 
Von außen ist das schwer einschätzbar. Das sollte deine Firma mit ihrer IT-Abteilung/Dienstleister klären. Das es nicht realisierbar ist, halte ich aber für Bullshit - es geht schließlich um einen vollständig digitalen Arbeitsplatz.
 
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Grundsätzlich kostet ein professioneller VPN Proxy in Software nicht viel Geld, auch mit etwas mehr Bandbreite. Es scheinen aber ja schon VPN Konfigurationen vorhanden zu sein, ggf. ist da eine Hardwarelösung im Einsatz, die nicht so leicht aufgerüstet werden kann.

Vermutlich brauchst du auch beim Laptop einen mit ordentlich Dampf, die sind auch nicht billig.

Was das alles kostet, kommt immer auf die spezifische Lösung an, ohne mehr Details kann man das schwierig einschätzen.
 
The0mars schrieb:
einen vpn Zugang im Internet für 2€ pro Monat kauft
Das ist was ganz anderes. Du benötigst einen VPN von deinem Laptop zu deiner Firma. Außerdem natürlich einen Laptop/ PC mit Monitor etc. Dein Arbeitgeber benötigt eine VPN Lösung und entsprechend Bandbreite ins Internet. Internetanbindungen für Firmen sind teuer, da man diese mit Backup und entsprechender Verfügbarkeit auslegt. Außerdem werden evtl. entsprechende Lizenzen für die VPN Lösung etc. benötigt
 
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Hallo und willkommen im Forum,

du hast leider ein sehr wichtiges Details ausgelassen.
Welches Programm wird denn verwendet?
Gibt es andere technische Zeichner, die HomeOffice haben?

Je nach Programm braucht es einen ordentlichen Workstation-Laptop und die Kosten dann schon "zig tausend" Euro. Dann die Lizenzen dazu.

Technisch möglich ist das sicher.

Die Kosten können wir aber nicht abschätzen ohne Details zur aktuellen Lösung.
Kann aber auch an der Internetverbindung der Firma scheitern, wenn du mit großen Datenmengen arbeitest und dann auch noch VPN dazu kommt und das ganze noch performant sein soll.

Wie du siehst hängen da viele Faktoren dran. Und aus firmensicht würde ich auch nicht HomeOffice um jeden Preis ermöglichen, wenn am Arbeitsplatz professionelle Hardware zur Verfügung steht.

Zum Schluss noch: Daten auf dem USB-Stick nach Hause nehmen? Bitte nicht. ;)
 
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Wenn man nicht ständig pendeln muss, sondern für einen Zeitraum halt Zuhause arbeiten soll, kann man ja auch den FirmenPC aus dem Büro einfach Zuhause hinstellen lassen. VPN Client und gut.
 
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Hoppetante schrieb:
Vermutlich brauchst du auch beim Laptop einen mit ordentlich Dampf, die sind auch nicht billig.
Es spricht nichts dagegen via Remote-Zugriff auf den Firmen-Laptop zu arbeiten. Es gibt dazu mittlerweile einige sehr performante (verschlüsselte) Lösungen wozu man nicht mal auf ein VPN-Gateway im Firmennetzwerk angewiesen ist. Wir haben schließlich nicht mehr 2005. ;-)

Die Frage ist natürlich auch: Wie "motiviert" ist dein Arbeitgeber HO zu ermöglichen. Es gibt ja durchaus öfters Führungskräfte die ungern die "Kontrolle" über ihre Arbeitskräfte verlieren. Gerade wenn es in der Vergangenheit generell kein Homeoffice gegeben hat.
 
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Muss es das Geld oder der VPN sein?
Ggf. gibt es auch ganz andere Gründe, die nicht offiziell benannt werden aber vorhanden sind.
Im Grunde kann man von hier nichts sagen.
Vor allem werden wir dir kein Beispiel vorrechnen können, womit du deine "Opferrolle" (nicht böse gemeint, wirkt nur so als ob du ein Problem mit deinem Arbeitgeber hast) festigen kannst.
Grundsätzlich scheint da schon sehr viel beim Arbeitsklima nicht zu stimmen, dass du den Weg in ein solches Forum suchst.
Ich denke ein ordentliches und klärendes Gespräch mit dem Vorgesetzten würde Dir wesentlich mehr bringen.

Bei uns auf der Arbeit könnte aber bspw. auch kein Home Office realisiert werden, zumindest nicht ohne sehr viel Geld in die Hand zu nehmen. Die internen Zugriffe auf den Server sind schön über der Grenze (auch vor Corona).

Es gibt einfach viel zu viele Details die wir nicht kennen, einige wirst du auch nicht kennen, die sind Firmenintern in den höheren Abteilungen.

Eines ist aber sicher: Dass es technisch nicht geht ist ein Gerücht. Mit ein paar Tausend Euro lässt sich alles irgendwie regeln. Es muss/wird/kann noch andere Gründe haben.

Wenn ich mitbekommen würde, dass du dann "mal eben" Zeichnung mit dem USB Stick nach Hause nehmen willst, dann würde mir als Chef die Nackenhaare zu Berge stehen. Solche Ideen solltest du ganz schnell vergessen und nicht vorschlagen.

Es kommt ja noch dazu, was du für sensible Daten bearbeitest. Welche technischen Zeichnungen, wie da die Sicherheitsstufe ist.
Sind ja unterschiede ob du in einer Kleinserie irgend etwas bearbeitest, was wenig Interesse bei anderen Firmen hervorhebt oder du arbeitest an sehr interessanten und wichtigen Prototypen.
Je nachdem kann das auch die Entscheidung beeinflussen. Manche Projekte dürfen bspw. nicht das Haus verlassen.

Wie du siehst gibt es viel zu viele Details die dazu kommen können oder auch mitspielen.

Das einfachste ist:
Mit dem Chef sprechen. Wenn das nicht fruchtet oder schon passiert wurde oder du dich nicht traust:
Rechtsberatung und genau abklären ob das Gesetzt greift. Ein Rechtsstreit in der eigenen Firma ist aber nie eine gute Sache, wenn man da langfristig bleiben möchte und das noch Spaß an der Arbeit.
Die wenigstens Chefs, auch wenn sie im Unrecht sind, lassen so etwas durch und finden das noch positiv, dass ein Mitarbeiter sein Recht erstreitet.
 
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Du kannst dir nicht irgendeinen VPN-Zugang kaufen und dich damit mit deiner Firma verbinden.
Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass deine Firma ein eigenes VPN (Virtual Private Network) betreibt. Hier fehlt es vermutlich schlicht an Benutzer-Lizenzen, oder die Bandbreite eurer Anbindung reicht bei der derzeitigen Auslastung nicht aus um noch mehr Leute einzubinden.
(...Oder dein Chef hat keine Lust sich darum zu kümmern. Kann man aus der Ferne schwer beantworten.
Gerade in kleineren und mittelständischen Unternehmen fehlt es teils auch an Mitarbeitern mit dem entsprechenden IT-Know-How um derartige Lösungen selbst umzusetzen und ein Systemhaus damit zu beauftragen kostet wieder Geld.)

Einen privaten Rechner kaufen und für die geschäftliche Nutzung mit Profi-Software zu nutzen ist in den meisten Firmen aus guten Gründen nicht erlaubt: Einerseits aus Datenschutzgründen (Privatrechner sind idr. nicht so gut abgesichert wie Firmengeräte und Datenverlust durch Viren usw. kann schnell extrem teuer werden), andererseits weil es den Supportaufwand erheblich erhöhen würde, wenn sich ständig jemand bei der IT meldet, warum denn sein tolles billig-Consumer Gerät nicht richtig funktioniert.
 
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Deine Firma ist nicht verpflichtet, Dir ein neues Gerät hinzustellen. Ich kenne einige, die Homeoffice machen, und einfach Ihren Firmen-PC nebst Monitore mit nach Hause nehmen. VPN-Zugang sollte noch das kleinste Problem sein. Bei uns werden standardmäßig alle, die Homeoffice machen wollen auf einen (bzw. zwei) Thin Client und eine Virtuelle Maschine umgestellt. CAD ist da halt recht langsam. DIe Alternative heißt halt: Arbeitsplatz leider nicht Homeofficefähig! Sicherlich erhalten einige wenige auch einen CAD-Laptop, dann aber auch als einziges Gerät und der PC wird eingezogen. So ein Gerät kostet halt leider gleich das doppelte eines CAD-PCs (vergleichbar) und ungefähr 6x soviel wie ein Thin Client-Arbeitsplatz und derjenige muss es halt ständig hin- und herschleppen. Wer ständig größere Datenmengen laden und speichern muss aus dem Firmennetzwerk, der wartet halt auch etwas, denn synchron 1 GBit mit 1ms Latenz gibts halt nicht im VPN und natürlich weder beim Firmenanschluss, noch über das heimische DSL.. Alles nicht so einfach (mal von der anderen Seite betrachtet..)
 
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Technisch umsetzbar ist das problemlos, nur will das Büro wahrscheinlich nicht in einen weiteren Home Office Platz investieren. Das hängt aber auch vom Chef ab. Zumal das nur eine temporäre Lösung ist. Sobald das Thema Corona durch ist, werden viele auch wieder im Büro arbeiten.
 
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Laptop 2500€-3000€ + sagen wir 500-1000€ für weitere Peripherie (Monitore etc., bzw. die kann man ja ggf. mit nach Hause nehmen.)

Autodesk Lizenzen... kommt drauf an wie ihr lizensiert seid. klassische Kauflizenzen Einzelplatz? klassische Kauflizenzen Netzwerklizenzen?
Die klassischen Kauf Netzwerklizenzen mit Lizenzserver im Netz bräuchten dann in der Tat eine VPN Verbindung zum Lizenzserver.
Die neueren personengebundenen bzw. Nutzeraccountbasierten Mietlizenzen sind netzwerkunabhängig, da sich eh jeder Client mit Autodesk Servern berbindet und darüber die Lizenz abgeglichen wird.

Wie Eure Datenhaltung ist, und was daraus an Aufwänden resultiert... kommt natürlich drauf an. Da fehlt es an Information.

Begrenzte VPN Tunnel. Kommt natürlich auf das große Ganze an, auf die eingsetzte Lösung, Anzahl der Leute, etc. Da kann es durchaus Grenzen geben die den Unterschied machen zwischen "läuft wie gehabt ohne weitere Investitionen" und ab User 1+ "Bedarf einer ganz neuen Lösung für alle mit neuen Kosten für alle."
Muss nicht, kann aber. großes: kommt drauf an.

Und dass es einfach nicht gewollt ist und auch das Gründe hat... kann genau so gut sein.

Wir sind auch ein Ingenieurbüro und Planabstimmungen per Videokonferenz funktioniert einfach nicht. (jedenfalls bei unseren Gewerken, keine Ahnung wie es bei euch ist). Also kann gut sein, dass deine Geschäftsführung die technischen Belange etwas vor schiebt, es aber gute Gründe für die Arbeitsorganisation im Büro und nicht im Homeoffice gibt.
 
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Es gibt eben in beide Richtungen gute Gründe, warum Home Office sehr gut nutzbar und umsetzbar ist und genau so viele warum es eben nicht der Fall ist.
Dazu eben noch die ganzen Punkte die zusammenkommen wie Chef, Infrastruktur, Planung , Möglichkeiten und und und

Aber wie gesagt:
Suche das direkte Gespräch und sprich es an, dann bekommst du eine konkrete Antwort. Ob diese dann 100% alles beinhaltet oder dir Teile verschwiegen werden kann dir niemand sagen.
 
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Wenn man jetzt überlegt, man kauft mir einen 24 Zoll Laptop oder 27 zoll oder gar 30 Zoll
Notebooks gehen bis maximal 18"! Und selbst die kosten eine Menge Geld. Bei Geizhals findet man nur ein einziges für 4000€. Ein externen Bildschirm wäre eine Möglichkeit, welche für CAD oder techn. Zeichnungen auch nicht jeder x-billige aus dem Baumarkt sein sollte!

mit einer Grafikkarte, die Programme von Autodesk spielen kann und einem Arbeitsspeicher, der das ebenfalls packt
Für Autodesk wird u.a. eine NVIDIA Quadro o.ä. empfohlen, und selbst da gibt es unterschiedliche Modelle! Diese Grafikkarten findet man aber nicht in einem 500€ Heimnotebook sondern eher in Workstation Notebooks, und die fangen bei mindestens 1000€ an.

Ich habe letztens ein CAD und Autodesk Workstation Notebook für 2800€ beim Kunden eingerichtet, nur mal so zum Vergleich.
und einen vpn Zugang im Internet für 2€ pro Monat kauft, ist es dann nicht damit getan?
Das verstehst du falsch! Das was du mit VPN meinst sind diese VPN-dienste im Netz, womit man "sicher surfen" kann. VPN ist nur das Protokoll, also die genutzte Technik. Das heißt auf dem Notebook/PC wird eine VPN-Software installiert, die ggf. was kostet, die dann einen VPN-Tunnel zu dem VPN-Router deiner Firma aufbaut. Autodesk z.B. hat Probleme wenn man vom lokalen Gerät auf Daten vom Server per VPN zugreift!
Das gleiche betrifft auch Datenbanken wie SQL.

Und da kommt es auch auf den Hersteller und Modell an! Ein Business Router kann auch mal ein paar Tausend Euro kosten. Und der Router ist auch was zeitgleich laufenden VPN-Verbindungen und Firewall Durchsatz limitiert, genau wie die Internet-Bandbreite vorhanden sein muss!

Sorry, es klingt so, als wenn du hier Argumente suchst die du deinem Chef vor die Nase legen kannst, dass du zu Hause arbeiten darfst. Aber die ggf. anfallenden Kosten hast du leider nicht im Blick. Da ist eure IT-Abteilung und Geschäftsführung der richtige Ansprechpartner!
 
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Wenn alle VPN-Zugänge/-Lizenzen belegt sind, dann wird es u. U. für die Firma teuer, das ganze auszubauen. Evtl. wird sogar neue Hardware benötigt. Oder die Firma muss dann die nächst größere Volumenlizenz nehmen.
Vielleicht können sie dir erklären, woran es genau scheitert (Software, Lizenzen, Hardware, Leitung, Geld,...)
 
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Ihr solltet auch nicht vergessen, dass es datenschutzrechtliche Bedenken bei dem AG vorliegen können. Im Homeoffice sind die Möglichkeiten stark eingeschränkt. Viele befürchten den Kontrollverlust, der tatsächlich je nach Mitarbeitertyp ein Problem sein kann. Da ich dich nicht kenne, soll die keine Aussage über deine Person darstellen.

Frage ist überhaupt, ob dein Arbeitgeber einen WTS sein eigen nennt. Das ist bei Architekten eher selten der Fall. VPN ist schön und gut, aber ohne WTS mach das Arbeiten von zu Hause wegen der Größe der Datenmengen keinen Sinn. Zudem ist im Homeoffice die Datensicherung in der Regel nicht gewährleistet.

Die nächste Frage ist, ob dein AG grundsätzlich überhaupt für Homeoffice ausgestattet ist. Eben mal schnell die Firma mit einer entsprechenden Firewall (Sophos mit einer RED etc) auszustatten ist derzeit schwierig, da die Produkte kaum zu bekommen sind und das Gesamtkonzept (Installation + Wartungsverträge) auch entsprechend teuer ist. Weiterhin bekommt auch jetzt immer noch keine kurzfristigen Termine in Systemhäuser. Je nach Umfang ab 2.500,00 € Einmalkosten und schnell steigend je nach Größe des Betriebes.

Vpn Zugang im Internet für 2€ pro Monat kauft
Das passt meistens nicht in die Infrastruktur des Betriebes.


Das Gesetz ist insgesamt eher eine Empfehlung. Es gibt so viele Ausnahmen, dass du keinen Anspruch hierüber rechtssicher begründen kannst. (persönliche Meinung)

Ich habe für einen ganz einfaches Homeoffice mit vernünftigen Monitoren mal eben 1.200,00 € gezahlt. Dabei war die sonstige Infrastruktur schon gegeben. Und auf dem System laufen bestimmten keine Architekturprogramme. Wenn ein Mitarbeiter anfängt, kommen die anderen nach. Dann kannst du die Summe mit einem vernünftigen Rechner, und keinem billig Rechner, mal schnell mit der halben Mitarbeiteranzahl multiplizieren.

Du stellst dir das viel zu einfach vor, sry. ;)
 
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Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden in meiner Firma. Tatsächlich ist das Thema Homeoffice derzeit ein großer Dorn im Auge, da eben 90% der Firma im Homeoffice ist, teilweise die Autodesk Software zu Hause nutzt und es sich dadurch eben wie eine Art zweiklassen Gesellschaft zurzeit anfühlt. Daher hatte ich mich speziell hier angemeldet, um mal die eine oder andere fachliche Meinung anzuhören. Nun bin ich definitiv schlauer und verstehe meine Chefs da ein Stück besser. Mir hätte bisher nur immer die Erklärung gefehlt, warum es nicht geht. Es hieß immer lediglich, technisch nicht umsetzbar. Ich danke euch für die vielen hilfreichen Antworten und bezeichne meine Frage hiermit mit beantwortet.

Liebe Grüße
 
Zwei typische Szenarien wie wir sie gerade bei unseren CAD-Kunden mehrfach haben:

1) "Büro"-PC wird im Büro gelassen. Energiesparmodus ausgeschaltet. Remotedesktop eingeschaltet. Benutzer verbindets ich per VPN ins Büronetz & anschließend per RDP auf seinen Büro-PC & arbeitet so.

Vorteil: Der PC zuhause muss so gut wie keine Leistung haben, da per RDP nur Bildinhalte übertragen werden. Die Datenhaltung findet auf der gewohnten Infrastruktur statt (auf dem Büro-PC oder Server/NAS)
Nachteile:
-Latenz. Speziell wenn der Anschluss im Büro bereits ausgelastet ist, wird feines Gitterziehen etwas zur Tortur wenn die Linie sich erst 100ms später bewegt. Das ist aber je nachdem Gewöhnungssache.
-Videos anschauen ist nicht; Videokonferenzen auch nicht; RDP ist da sehr ineffektiv
-einige Anwendungen können "erkennen" dass sie in einer Benutzersitzung ausgeführt werden die per RDP hergestellt wurde & motzen wg. unpassender Lizenz herum

2) Büro-PC wird mit nach Hause genommen. Per VPN wird in die Firma verbunden. Es wird wie gehabt lokal gearbeitet.

Nachteile:
-Daten müssen jetzt über den VPN-Tunnel übertragen werden statt im Büro zu bleiben. Und da Deutschland Upload-Entwicklungsland ist, wird das so richtig zäh. Der Upload ist für Firmen-Netze viel wichtiger als der Download, aber das verstehen manche Firmeninhaber einfach nicht...
-Verknüpfungen/Pfade die auf einen UNC-Pfad zeigen statt IP-Adresse oder FQDN fliegen zu 99% ins Leere

===

Variante 1 ist populärer, sofern die Software das hergibt.

===

Aber grundsätzlich gibt es dann noch das Fritzbox-Syndrom:
Viele private Internetanschlüsse in Deutschland haben eine Fritzbox.
Auch viele geschäftliche Internetanschlüsse in Deutschland haben eine Fritzbox.
Privatkunden haben so gut wie keine Veranlassung das werkseingestellte Fritzbox-Subnetz 192.168.178.0/24 zu ändern.
Und viele unbedarfte kleine Geschäfte haben wiederum keine Ahnung dass sie das Subnetz in der Fritzbox ändern sollten. Und/oder sie haben vielleicht einen neuen Router/Firewall, aber nutzen weiterhin aus historischen Gründen das 192.168.178.0/24 Subnetz.
Ein Mitarbeiter versucht sich hinter einer Werks-Fritzbox per VPN in die Firma mit einer Werks-Fritzbox einzuwählen, wobei beide Fritzboxen dasselbe Subnetz haben.
Resultat: Das VPN wird zu 99% nicht funktionieren, da der PC/Client keinen "Grund" hat in das Firmennetz rüberzuwechseln.
 
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The0mars schrieb:
Tatsächlich ist das Thema Homeoffice derzeit ein großer Dorn im Auge, da eben 90% der Firma im Homeoffice ist, teilweise die Autodesk Software zu Hause nutzt und es sich dadurch eben wie eine Art zweiklassen Gesellschaft zurzeit anfühlt.
Hast du denn mal nachgefragt, warum das so ist?

Bei uns wurde im vergangenen Frühjahr beim ersten Lockdown zunächst auch priorisiert, weil die Netzkapazitäten es nicht hergegeben haben, allen Homeoffice zu ermöglichen. Inzwischen sind wir soweit, das wir jeden Homeoffice ermöglichen kann, wo dienstlich (und das kann im Zweifel auch einfach der direkte Vorgesetzte sein) nichts dagegen spricht.
Standardlösung: Citrix/cDesk. Sprich: Der Mitarbeiter wählt sich mit seiner privaten Hardware auf seinen Büro-Rechner ein.
Die Mitarbeiter, die bereits mit einem Laptop ausgestattet sind, in der Regel Vorgesetzte oder Mitarbeiter im Außendienst, kommen über VPN ins Firmennetzwerk.

Zum Teil konnten sich auch Mitarbeiter auf einen Server einwählen - das soll jetzt aber auslaufen. Zum Leidwesen einiger Bereiche, wo hierdurch quasi zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Das heißt die Hardware der Mitarbeiter im HO wird in diesen Zeiten durch andere Kolleg*Innen genutzt.

Ich finde man muss als AN einfach auch mal die Sicht des AG sehen. Ggfs. sich aus Gesprächen das Verständnis holen. Gegenseitiger Respekt ist hier einfach wichtig.
 
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