hildegard522 schrieb:
@Cpt.Yesterday:
Du hast schon recht damit was du sagst, aber gebrauchte Hardware, v.a. CPUs sind nicht jedermanns(fraus) Sache, da mMn immer ein gewisser Beigeschmack bleibt. Der Verkäufer kann noch so oft sagen, dass die CPU nicht übertaktet wurde, aber letzten Endes weiß man es einfach nicht, was dieser mit der CPU gemacht hat
Das ist jetzt Ansichtssache und ein wenig "Aberglaube". Generell verkauft kein anderer Typ Mensch im Forum etwas als bei Ebay. Bei Ebay hat man als Käufer zusätzliche Sicherheiten und notfalls juristische Ansprüche (auch private Verkäufer müssen haften wenn Sie etwas liefern was nicht der Beschreibung entspricht). Hatte schon einige Male Probleme mit Verkäufern (ist eher eine Ausnahme, dass sowas vorkommt!), solange man über PayPal zahlt ist die Sache sehr schnell geregelt. Negative Bewertungen will da jeder vermeiden. Wenn man von jemandem kauft der 50+ Verkäufer-Bewertungen hat, dann ist man generell gut Bedient.
Zudem gibt es etlich gewerbliche Anbieter die auf gebrauchte Hardware spezialisiert sind und B-Ware wie auch Kunden-Retouren weit unter Wert anbieten. Da gilt das gesetzliche Rückgabe-Recht + 12 Monate Gewährleistung. CPUs kaufe ich schon in dritter CPU-Generation gebraucht und werden auch in Zukunft vermeiden übertriebene "Neupreise" zu zahlen.
Zum Thema verschwiegener OC: Was machts aus? CPUs haben generell nur zwei Zustände: Die laufen oder eben nicht. Wenn die CPU funktionsfähig ist, dann merkt man vom ehemaligen OC faktisch nichts ... es eben ein wenig schwierig eine CPU zu 99% zu braten und kurz vom Abrauchen noch als "funktionsfähig" zu verkaufen
Persönlich nehme ich lieber ehemalige OC-CPUs, da die Leute dann OC-Werte wie Takt/Spannung und Temperatur liefern. Für mich ist Undervolting bei leichten OC interessant, die Werte bekomme ich dann vom Verkäufer und muss nicht noch Stunden experimentieren
tischdecke schrieb:
Vielen Dank erstmal für eure Antworten!
Gehe ich also recht der Annahme, dass abgesehen von der Energieeffizienz ein Haswell i7 dem Skylake nachezu in nichts nachsteht?
Quasi ja, seit Sandy-Bridge (anno 2011) gibt es bei Intel im Desktop-Consumer-Bereich nur Leistungssteigerungen von 5-10% von Generation zu Generation. Bei Games fällt der Unterschied bei gleichem Takt zum Teil zwischen 0 und 3% aus. Daher lohnt sich selbst für Sandy-Bridge-Besitzer keine Aufrüstung ins gleiche Skylake-Segment (z.B. vom i5 2500 zu i5 6600), es sei denn die Geldbörse jückt ganz doll in der Gesäßtasche
Größten Sprung in den letzten Jahren gab es bei den Broadwells, was auf den eDRAM zurück zu führen war (die sind beim Games was Rechenleistung faktisch auf Niveau von i7 4770 / i7 6700). Da gab es mehr Rechenleistung trotz Taktabsenkung. Die kosten aber leider neu aktuell viel zu viel und gebraucht finden man kaum welche. Die werden zwar weiterhin verkauft aber der Preiseinbruch vom Ende 2015 dauerte leider zu kurz an (da lag der i5 5675c unter 200€). Ansonsten wären diese selbst den Skylakes vorzuziehen wenn noch alter DDR3 vorhanden war.
Zwischen einem i7 4770(k) und einem i7 4790(k) liegt der Unterschied übrigens vor allem im Takt. Zudem hat Intel bei dem Haswell-Refresh wohl etwas bessere WLP verwendet, wodurch diese bei hohen Taktraten etwas kühler laufen. Ohne OC spielt dies aber keine Rolle.
tischdecke schrieb:
Und dass CAD/Matblab + Zocken mehr davon profitieren wird, als von einem i5 Haswell/Skylake? Beim reinen Zocken dürfte der i5 dem i7 gegenüber keine nennenswerten Nachteile geben? Es sei denn, dass plötzlich mehr und mehr Games HT unterstützen bzw. nutzen...
Aktuell unterstützen nur sehr wenige Games mehr als 4 Threads. Dabei ist es egal ob HT oder "echte Kerne". Daher quasseln viele ahnungslose i7-Besitzer irgendwelchen Unsinn wie "Meine CPU wird maximal zu 50% beim Zocken ausgelastet, total geile CPU!" usw. Wenn nur 4 von 8 Threads voll beansprucht werden, dann kommt man eben nicht über 50% Gesamtlast. Also bringt aktuell ein i7 nur selten Vorteile beim Zocken im Vergleich zu einem i5.
Gebraucht liegt aber der Unterschied zwischen einem i7 4770(k) und einem i5 4670k /i7 4690k meist nur bei 20-30€. Also würde ich da eher zum i7 4770k oder einem i7 4790 (non k) greifen. Der Grund dafür liegt darin, dass man oft noch nebenher andere Anwendungen laufen hat, die zwar nicht viel aber dennoch Kapazitäten der CPU abzwacken. Mit 8 Threads merkt davon wenig bis gar nichts wenn die Games nur 4 benötigen (die anderen 4 belegt Windows eben mit anderem Unsinn).
In deinem Fall wird wie gesagt aber eher die Grafikkarte limitieren. Absolute Oberklasse CPUs mit massiven OC lohnen sich nur in Fall einer High-End GPU (oder SLI usw.), da erst dann wieder der Prozessor anfängt zu limitieren.
Wenn du mit einem FX 43x0 bisher klar kamst, dann bist du mit einem i7 4770(k) oder i7 4790(non k oder k) für die nächsten 3-4 Jahre (oder länger) bestens bedient. OC sehe ich da nicht als zwingend, ist Mittlerweile zu einem Brotlosem Hobby verkommen ... Bei über 4-4,2Ghz geht der Takt-Vorteil nur noch in Richtung Stromversorger (die CPU frisst dann mehr Energie liefert aber keine Nennenswerte Realleistung ... Benchmarks liefern zwar bessere Werte, aber wer "spielt" schon Benchmarks?

)
IICARUS schrieb:
Diese Prozessoren bekommt man auch neu, gebraucht bekommt man sie natürlich billiger.
Denn der I7 4770K würde auf MF 354€ kosten. Denn hatte ich im Jahr 2014 für nur 285 Euro dort gekauft gehabt.
Ja damals musste man ja noch 1,45 grüne Scheine für einen Euro hinlegen. Aktuell haben wir zwischen Euro und Dollar fast gleichstand, daher haben die Preise angezogen. Elektronik wird weltweit wie Öl meist in Dollar verrechnet, leider.