Bi-Amping beschreibt die Möglichkeit, 2 Endstufen pro Lautsprecher einzusetzen. Dabei übernimmt eine Endstufe den Hoch- und Mitteltonbereich, die andere den Bassbereich. Die Meinungen gehen hier sehr auseinander, ob es was bringt... Ich muss aber selber sagen, ich habe es noch nie im direkten Vergleichen hören können. Daher gebe ich nur angelesene (für mich seriöse) Meinungen wieder, ergänzt mit meinem technischen Verständnis

Meiner Meinung nach bringt es das bei günstigereren AVRs nicht so, da hier das Netzteil eigentlich der limitierende Faktor ist. Und das ändert sich durch Bi-Amping leider nicht.
Die Victas kenne ich nicht, konnte sie noch nicht hören. Aber die Meinungen sind durchweg positiv, daher solltest du mit denen nichts falsch machen.
Jedoch bleibe ich bei der Meinung, dass sie ein 506/576 nicht, bzw nur eingeschränkt für Standboxen eignet. Solange man nur 2 Standboxen dran hat, mag das vielleicht noch gehen. Wenn man ein ganzes System (also 2 Rears + Center) dran hat (und dann auch noch auf einen Subwoofer verzichtet) ist es für mich ein no go.
Ich hatte damals meine 2 LE190, 2 LE130 + 1 LE150 an einem Yamaha 675, und dem ist zur Genüge die Puste ausgegangen. Ich kenne die Eingangsempfindlichkeit der Victas nicht, jedoch halt ich es (wie gesagt... nur meine Meinung) für zu knapp.
Selbst als ich damals auf einen Onkyo 804 wechselte, merkte man in basslastigen Szenen, dass das Netzteil am Ende war. Richtig beheben konnte ich das Problem erst mit einer seperaten Endstufe für die beiden Standlautsprecher. Jedoch habe ich auch sehr gehobene Ansprüche, das muss ich ehrlicherweise dazu sagen.
Generell liest man auch in den gängigen Foren und Zeitschriften (wie vertrauenserweckend die jetzt sind ist ein andere Thema), dass man unterhalb eines 800,- AVR auf jeden Fall einen Subwoofer zur Entlastung der Endstufen/Netzteil einsetzen sollte. Da Standboxen in der Regel gut Bass liefern, muss der Strom dafür auch irgendwo bereitstehen.
Marc