Backup oder Image?

mdor

Cadet 3rd Year
Registriert
Mai 2004
Beiträge
57
Hallo Leute

Kann mir jemand den genauen Unterschied zwischen einem Backup und einem Abbild erklären? Mein Ziel ist es, von meiner Festplatte eine bootfähige Kopie auf einer esxternen Platte zu machen, die ich regelmässig mit der Festplatte machen kann. Zudem sollte ich aber auch auf die Daten der externen Platte von einem anderen Rechner zugreiffen können.
 
Ein Backup ist imho nur eine "Teilsicherung" der Daten, während ein Image die kompletten Daten umfasst, also z.B. die gesamte Festplatte und nicht nur bestimmte Ordner. Mit Acronis True Image kannst du so eine Kopie erstellen, soweit ich weiß.
 
Naja beides zu verbinden ist schwer.

Bei einem Backup kopierst du ausgewählte Daten einfach auf einen 2. Datenträger (Bandlaufwerk, CD, DVD, andere HDD...) um im Falle eines Ausfalls des Primärdatenträgers diese Daten trotzdem noch zu haben.

Wenn du eine Partition spiegelst, kopierst du die gesammte Partition sammt Bootsektor in eine Datei. Diese Datei kann dann je nach verwendetem Programm noch editiert werden aber das ist bei einer Spiegelung eigendlich nicht so gedacht.

Da man sensieble Daten oft Sichern muss ist das einfach Backup eigendlich das gängige Mittel.

Bei großen Netzwerken werden identische PCs angeschafft und ein einziges mal eine cleanse Windowsinstalation gespiegelt. Wenn dann was kaputtgeht, wird die aufgespielt und die Daten aus dem aktuellen Backup zurückgespielt.

Wenn man nicht ganz fürchterlich wichtige Daten hat, ist der Aufwand zu groß - da kommt man mit einem Raid weiter...
 
BOZ_er schrieb:
Wenn du eine Partition spiegelst, kopierst du die gesammte Partition sammt Bootsektor in eine Datei. Diese Datei kann dann je nach verwendetem Programm noch editiert werden aber das ist bei einer Spiegelung eigendlich nicht so gedacht.
Warum nicht? Auch ein Image kann man inkrementell aktualisieren.

@mdor,

ich denke, dass für Deine Zwecke ein Imageprogi die bessere Wahl ist. Teste mal Acronis True Image 7.0: Imageerstellung unter WIN; SATA und Raid kompatibel; schnell und relativ preiswert -> 38,04 € ! Heute wieder mit Fullservice! :daumen:

Es lassen sich nicht nur komplette Festplatten spiegeln, wie h1tm4n bemerkte, sondern natürlich auch einzelne Partitionen.
 
Du kannst allerdings im Netzwerk oder von der externen Platte nur auf das Image zugreifen, nicht auf die Daten, soll heißen Du kannst keine Programme oder Dateien aus dem Image öffnen und z.B. bearbeiten. Dazu müsstest Du schon die gesamte Platte auf die externe kopieren. Programme würden trotzdem aber von der externen nicht starten, da sie nicht in der jeweiligen Registry des zugreifenden Rechners eingetragen sind. Selbst erstellte Daten wie Briefe, Tabellen oder so lassen sich natürlich von jedem Rechner öffnen, auf dem das dazugehörige Programm installiert ist.
 
Ich dachte eigentlich, dass bei einem Image eine exakte Kopie der FEstplatte gemacht wird, also auch die registry mitkopiert wird. Ist dem nicht so?

Kennt Ihr das Programm Dantz Retrospect? Das war bei der maxtor one touch dabei. Ist das empfehlenswert?
 
Es wird bei einem Image die Kopie gemacht, auch von der Registry. So wie ich das verstanden habe, willst Du die Dateien doch auf eine externe Platte speichern um von einem anderen Rechner darauf zuzugreifen. Wie bitte möchtest Du denn mit welchem Programm auf das Image zugreifen, um von dort eine Datei zu öffnen. Wenn Du mir das erklärst, sage ich Dir was Du machen kannst. Das Image ist eine einzelne Datei, da kann man auf nichts zugreifen ausser mit dem Imageprogramm (z.B. Ghostexploerer), also kannst Du auch nichts öffnen. Du aknnst natürlich eine Kopie der Platte die in Deinem Rehner ist auf die externe Platte installieren, dann kannst Du acuh auf die Dateien zugreifen, starten wirst Du aber die Programme von dort nur, wenn Du auch von der externen Platte bootest.
 
Primäres Ziel ist, eine bootfähige kopie meiner Festplatte zu haben, damit ich im Falle eines Defektes der Festplatte von der externen Platte booten kann. Gut wäre es aber, wenn ich auf einzelne Dateien der externen Festplatte auch von einem anderen Rechner ansteuern kann, um diese bspw. auf einen anderen Rechner übertragen kann.
 
Ziehe Dir doch mal die Testversion von ATI 7.0, welches ich unter #4 verlinkt habe und probiere es aus. Das Proggi clont auch ganze Platten!
 
Ich werds probieren.

Thanks
 
Was True Image 7 anbetrifft, sollte man sich bewußt machen, dass es auf eine Linux-Basis aufbaut. Es gibt deshalb viele Berichte über Kompatibilitäts-Probleme mit True Image. Man sollte in jedem Fall testen, ob man die Recovery-CD booten kann.
Ansonsten muss gesagt werden, dass man bei den Marktführern im Bereich Imageprogramme (außer TI noch Norton Ghost und Drive Image) selbstverständlich auch einzelne Dateien (z.B. auch eine Registry-Datei) aus dem Image extrahieren und ins System zurückkopieren kann, ohne das ganze Image auf die Partition/Festplatte zurückspielen zu müssen.
 
Ich hab hierzu noch eine Frage. Ich habe den Thread hier aufmerksam gelesen, weil ich das ganz ähnlich machen möchte.

Mir ist klar, dass bestimmte Dateien nicht ausgeführt werden können, wenn man auf das extern gesicherte System bzw. dessen Dateien zugreifen möchte, sofern, das eigene System kein entsprechendes Programm zum Ausführen vorweist.

Es wäre mir aber schon recht, da ich in letzter Zeit oft mein Windows neu aufsetzten musste, einfach eine bootfähige 1:1 Kopie (also keine einzelne Image-Datei) meines Systems auf eine externe HDD erstellen zu können.

Ist es richtig, dass diese Platte nicht booten würde, bzw. keine 1:1 Kopie darstellt, wenn ich mein System einfach mit STRG+C, STRG+V auf die Externe kopiere?

Wenn das zutrifft, rät man mir offensichtlich auch zu Arconis, richtig?

Gäbe es denn für diesen simplen Fall, der angestrebten 1:1 Kopie auch Freeware Lösungen?
 
Ich hab auch ne Frage zu diesem Thema. Ich will eigentlich nur ne sicherung meines "fast nackigen" Windows anlegen, um es dann, wenn Windoof mal wieder durch irgend einen murks nicht rund läuft, aufspielen zu können. d.h. dieses Image müsste ja bootfähig sein, oder wie sehe ich dass.
Es geht mir nur darum, dass ich nicht jedes mal, wenn ich windows neu aufsetze die ganzen treiber und grundprogramme neu installieren muss.

MfG
 
honkitonk schrieb:
Ich hab auch ne Frage zu diesem Thema. Ich will eigentlich nur ne sicherung meines "fast nackigen" Windows anlegen, um es dann, wenn Windoof mal wieder durch irgend einen murks nicht rund läuft, aufspielen zu können. d.h. dieses Image müsste ja bootfähig sein, oder wie sehe ich dass.
Es geht mir nur darum, dass ich nicht jedes mal, wenn ich windows neu aufsetze die ganzen treiber und grundprogramme neu installieren muss.

MfG
Acronis TrueImage kann das.


mfg
 
Hier mal die praktischen Unterschiede:

wer seine wichtigen persönlichen Dateien (nicht das ganze OS) zuverlässig und schnell sichern will, ist besser bedient mit dem Backup.

wer eine ganze Systempartition sichern will, und bei einem Festplattendefekt das ganze auf eine neue HDD einfach zurückspielen will, braucht ein Image. Denn ein datei-bezogenes Backup z.B das eingebaute Windows-Backup, kann keine Systemdateien zurückspielen die "in Gebrauch" sind.
Andererseits geht es nicht ohne Windows mit offenen Systemdateien: Muss ein datei-bezogenes Backup auf eine neue HDD eingespielt werden braucht man dafür auch ein funktionierendes Windows mitsamt installiertem Backupprogramm. Sonst guckt man in die Röhre.
 
Zurück
Oben