Backuplösung (Tape) gesucht

DerGast

Lieutenant
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Hallo zusammen,
ich hoffe ich habe den korrekten Bereich ausgesucht.
Ich bin auf der Suche nach einer L'TO8 Tape-Backup Lösung.
Das Problem hierbei ist die räumliche Trennung zwischen Serverraum 1(SR1) und Serverraum 2(SR2).
Beide sind via 10G LWL verbunden.

Im SR1 steht der Backupserver, im SR2 soll nun eine Tapelösung her.
Ich dachte da an einen Autoloader. Allerdings wird zB der HP Autolader 1/8 entweder per SAS oder SCSI direkt an den Backupserver angebunden. Da sie rund 150 Meter voneinander entfernt stehen, und es dummerweise auch noch einen "Hop" dazwischen gibt (10G Switch) technisch nicht machbar.

Hat jemand eine ethernetfähige /iSCSI Lösungparat? Ich wollte nun ungerne noch ein "kleines" Blech nur für den Autoloader anschaffen.
Als zweite Variante gäbe es noch Cloud Backup. Bei dem Sicherungsvolumen, und einer 50/50 Leitung, wäre das aber nach 1,5 Jahren teurer, als ein Invest für Autoloader+Server.

Ich hoffe, man hat mich verstanden.
Viele Grüße und habt Dank!
 
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ungeachtet der technischen Lösung: 150 Meter weit weg - sehe ich nicht als "off site" Lösung an. Das würde bei uns durchs Audit fallen. Mindest Entfernung ist da glaube ich bei uns 10 km.

just my 2 cents.
 
Ich persönlich hab sowas noch nicht gesehen, meistens ist nur für Wartung und Management eine Netzwerkbuchse vorhanden. Die Daten laufen alle über was anderes.

Alle Tapelibrarys mit Ethernet hatten einen internen Server. Dann funktionierte auch iSCSI usw.

FC braucht, glaube ich, auch nen Server.

Es gibt NAS Systeme mit integriertem Autoloader. Vielleicht wäre das ne Option? Ist aber auch wieder nen Server drin.
 
Ohne "nahes" Blech was als Proxy nur für den Autoloader ansteht, wird das nichts.

Irgendein aktives Gerät beim Tapedrive/Autoloader brauchst du ohnehin um von SAS/SCSI auf bspw. iSCSI umzusetzen so dass du die Distanz per Ethernet brücken kannst.
 
derchris schrieb:
ungeachtet der technischen Lösung: 150 Meter weit weg - sehe ich nicht als "off site" Lösung an. Das würde bei uns durchs Audit fallen. Mindest Entfernung ist da glaube ich bei uns 10 km.

just my 2 cents.
Ist spreche hier nicht von einem Data-Center, sondern über ein Industrieunternehmen. Aus deiner Sicht, vielleicht auch aufgrund meiner wenigen Infos, gebe ich Dir natürlich recht! Sorry wenn es so missverständlich rüberkam.

t-6 schrieb:
Ohne "nahes" Blech was als Proxy nur für den Autoloader ansteht, wird das nichts.

Irgendein aktives Gerät beim Tapedrive/Autoloader brauchst du ohnehin um von SAS/SCSI auf bspw. iSCSI umzusetzen so dass du die Distanz per Ethernet brücken kannst.

Ja, richtig. Daher die Frage ob es da ein "AiO Gerät" gibt mit Controller, CPU.... .
Sowas wie ein autarkes Backupgerät. Also klar, gibt es... günstiger wäre aber vermutlich ein DL160 mit SAS und externem Loader.

Allerdings überlege ich gerade, welchen Sinn diese Tape Konstellation nach dem Umbau überhaupt noch hat.
Derzeit liegt alles in einem Raum.
Nach dem Umbau wird sauber getrennt, inkl. je einem SAN (asynchron) im RZ1 und RZ2.
Brennt nun die eine Hütte ab, lägen die Daten(VMs) noch auf dem Storage in der anderen Hütte (150m entfernt).

Alternativ dazu wäre vielleicht ein zweiter, günstiger Storage ne Möglichkeit, der lediglich eine deutlich längere Retention-Time für die Backups erhält.

Also meine neue Idee:
Veeam sichert die VMs auf dem Backupserver im SR1. Vorhaltezeit 10 Tage.
Veam Copy-Job sichert dann 30 Tage auf einem anderen NAS, der meinetwegen in einem Netzwerkschrank steht. So ein QNap oder Synology mit 10G dürfte hier reichen.

Ich glaube sogar, dass dort RDX Medien verwendbar wären?! Ansonsten klassische HDDs mit hoher Kapazität.
Das wäre dann eine klassische 3-2-1 Konstellation.

1. Backup: Backupserver (Lokale Platten)-> schnelle Wiederherstellung bei gelöschten Dateien, AD-Objekten, Mails, blablubb.
2. Backup: Copy-Backup auf NAS (Synology) -> längere Vorhaltenzeit, günstiger Speicher.
3. Backup NAS-> RDX Tape/externe HDD -> kann noch mitgenommen werden.

Man erspart sich dadurch mind. eine Server 2019 Std Lizenz, ein weiteres Blech, und ist dennoch relativ safe.

Klingt jetzt nach Pfusch, ist aber meines Erachtens nach tauglich und bewegt sich wirtschaftlich im Rahmen.
Wenn ich mit neuer Hardware und einer Tape-Lib ankomme, bin ich bestimmt wieder bei 15.000€.
 
Veam Copy-Job sichert dann 30 Tage auf einem anderen NAS, der meinetwegen in einem Netzwerkschrank steht. So ein QNap oder Synology mit 10G dürfte hier reichen.
Vorsicht damit: Veeam selber empfiehlt SMB als Repository eher nicht. Lieber das NAS per iSCSI am Backup-Server mounten & als reguläres lokales Laufwerk, auf das die Backup Copys laufen. Szs. als Schmalspur-SAN.

Ich glaube sogar, dass dort RDX Medien verwendbar wären?! Ansonsten klassische HDDs mit hoher Kapazität.
Das wäre dann eine klassische 3-2-1 Konstellation.
Reguläre externe HDDs sind immer irgendwie kacke. Dann schon lieber RDX.

3. Backup NAS-> RDX Tape/externe HDD -> kann noch mitgenommen werden.
Nääh. Das RDX-Laufwerk direkt an den Backup-Server. Veeam kann nativ damit umgehen. Und du hast bessere Kontrolle & Übersicht statt stumpfen 1:1 Syncs von NAS auf RDX (was bei iSCSI/Blockstorage eh nicht möglich wäre).
https://ftp1.overlandtandberg.com/website/website/IB_Veeam_Integration_QuikStor_EMEA.pdf
 
t-6 schrieb:
#Vorsicht damit: Veeam selber empfiehlt SMB als Repository eher nicht. Lieber das NAS per iSCSI am Backup-Server mounten & als reguläres lokales Laufwerk, auf das die Backup Copys laufen. Szs. als Schmalspur-SAN.
Jut, ist ja jetzt auch kein Ding.

#Reguläre externe HDDs sind immer irgendwie kacke. Dann schon lieber RDX.
Beim RDX sind wir mal wieder bei 500€/5TB.
Dann kann ich, bei entsprechenden Mengen, auch auf LTO7 oder LTO8 gehen.

#Nääh. Das RDX-Laufwerk direkt an den Backup-Server. Veeam kann nativ damit umgehen. Und du hast bessere Kontrolle & Übersicht statt stumpfen 1:1 Syncs von NAS auf RDX (was bei iSCSI/Blockstorage eh nicht möglich wäre).
https://ftp1.overlandtandberg.com/website/website/IB_Veeam_Integration_QuikStor_EMEA.pdf

Das ist ja das Ding... der Standort wo der Backupserver steht, ist zwar nur 150 Meter Luftlinie entfernt, aber zu Fuß rund 400 Meter. Gut, würde man "nur" einmal wöchentlich auf RDX ein Fullbackup sichern, ist es kein Ding...
der andere Kram liegt ja dann fein verteilt an zwei Standorten.
Es sollte also etwas physikalisch, auswechselbares ins das Haupthaus.
Da macht's aber wieder keinen Sinn, den Backupserver in den Hauptserverraum zu setzen, wo dann die Hosts und die Backups liegen :D
Verstehste was ich meine?
Wäre die Verkabelung zwischendrin nicht der Flaschenhals, könnte man etwas über FC realisieren, sprich einfach durchreichen. Aber dummerweise hat vor einigen Jahren niemand bedacht, lieber ne 12x statt 4x Glasfaser zu verlegen.
Ich mache mir noch mal nen Kopf darüber....
Danke Dir bis hierhin!
 
Da macht's aber wieder keinen Sinn, den Backupserver in den Hauptserverraum zu setzen, wo dann die Hosts und die Backups liegen :D
Verstehste was ich meine?
Versteh schon.
Backupserver zu den Hosts. Primärbackups.
NAS ins entfernte Gebäude & per iSCSI auf den Backupserver mounten. Sekundärbackups/-Copys
RDX an den Backupserver. Offline-Backups.

Wie auch immer: Dem Backupserver ist bei diesen Entfernungen quasi egal wo die Hosts stehen, außer natürlich du gehst mit Veeam per SAS direkt ans SAN, aber das klingt mir hier eher unwahrscheinlich.
Hol dir den Backupserver dahin wo du am komfortabelsten die RDX/Tapes wechseln kannst (sonst machts wieder keiner).

Das NAS sollte halt grundsätzlich woanders als der Backupserver stehen.

edit: RDX kann ggf. je nach Gehäuse auch per iSCSI an den Backupserver angebunden werden, meine ich mich zu erinnern.

Beim RDX sind wir mal wieder bei 500€/5TB.
Dann kann ich, bei entsprechenden Mengen, auch auf LTO7 oder LTO8 gehen.
Musst du wissen. Je nachdem wie lange Ihr offline zurückhalten müsst/wollt, wird Tape ab 7~8 Medien günstiger als RDX.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es nur darum geht die Backups "online" im zweiten Raum zu duplizieren, kannst du auch das NAS den Datenbestand holen lassen.
 
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