Balkonkraft mit Speicher - Zendure Solarflow 2400 Pro - Nulleinspeisung, HomeAssistant erforderlich?

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Feb. 2026
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Hallo.

Ich habe bzw. hatte ein Balkonkraftwerk bestehend aus 2 Wechselrichtern (jeweils auf 400w Einspeiseleistung limitiert). Ein Wechselrichter hat leider das zeitlich gesegnet. Auch nach einem Neustart tut sich nichts mehr.

Da ich mit der Solarausbeute zufrieden bin und zum Teil auch erhebliche Überschüsse ins Netz verschenkt habe, möchte ich nun gerne auf ein Balkonkraftwerk mit Speicher umstellen; Panels sollen erhalten bleiben.

Sehr interessant finde ich den neuen Zendure Solarflow 2400 Pro. Dieser hat direkt 4 Eingänge und ich bräuchte eigentlich nur umstecken. Im Zählerschrank ist darüber hinaus auch bereits ein shelly Pro 3 EM verbaut. Dieser ist laut Zendure kompatibel.

Umsetzen möchte ich jedoch lieber eine rein lokale Regelung. Weiß jemand, ob der zendure unmittelbar per MQTT die Lastdaten vom Shelly entgegen nehmen kann oder Bedarf es hierfür eines HomeServers mit HomeAssistant?

Ferner bin ich noch unentschlossen, was die Speichergröße angeht. Die PV-Leistung liegt bei 1,6 kWp. Laut der HTW Berlin sollte der Speicher maximal 1,5 so groß sein, wie die PV-leistung. Das wären bei 1,6 * 1,5 = 2,4 kw/H. Also eigentlich nur die Basis-Variante.

Der Jahresverbrauch unseres 3-köpfigen Haushalts liegt bei 3200 kw/H. Die Grundlast im Winter bei 120 bis 140 Watt und im Sommer, wenn die Gastherme ausgeschaltet ist bei etwa 90 bis 100 Watt. Kurze Spitzenvebräuche liegen Abens beim Duschen an; 2 bis 3 kW in einer Stunde lt. Shelly. Darüber hinaus noch Mittag ein verbrauch von 1-2 kw und morgens 1-2 kw. Im HomeOffice liegt die Last dann zwischen 200 bis 400 Watt in der Stunde.

Mit den vorhanden PV-Panels liegt (inkl. Einspeisung; gemessenen durch eine Fritz!Dect Steckdose) der über 3,5 Jahre durchschnittliche Ertrag bei 2,6 kw/h. In den Sommermonaten gab es Spitzenproduktionstage von über 10 kw/h.

Für was für einer Speichergröße würdet ihr mir mit diesen Eckdaten greifen?
 
meinst du mit kW/H Kilowattstunden, also kWh? Und dann schreibst du von "Abens beim Duschen 2 bis 3kW in einer Stunde? Meist du da auch kWh in einer Stunde, also 2 bis 3 kW Leistung, die 1h lang ansteht?
Sorry, bei den durchgewürfelten und gar nicht existierenden Einheiten (kW/h) sehe ich nicht durch und brauche einen Glaskugel...
 
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Wenn Du nichts verschenken möchtest, dann so viel, wie Du verschenkst am Tag.
Und nebenbei noch auf einen dynamischen Stromtarif umsteigen, dann kannst Du das System (ich kenne jetzt Zendure nicht, aber wird sich höchstwahrscheinlich auch per AC laden lassen) auch im Winter nutzen.

Ich hab eine Venus D von Marstek, die kann die Daten von einem Shelly direkt engegennehmen und braucht keinen HA (wobei man mit HA natürlich auch eine manuelle Regelung realisieren kann).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich kann die Ecoflow Stream Serie empfehlen.
Mein Aufbau ist ähnlich: 2kWp Platten und ein 1,92kWh Speicher mit integrierten MPPT's, einer je Platte.
Ich werde zeitnah den Speicher um mindestens einen weiteren 1,92kWh Speicher erweitern und zwar aus folgendem Grund:
Im Sommer ist der Speicher bereits vormittags voll und somit wird dann auch wieder Energie verschenkt. Wenn dann Abends die Gamingkiste angeschmissen wird, ist er auch ruckzuck wieder leer. Und auch ohne zocken komme ich mit 1,92kWh nicht durch die Nacht.

Fazit: Ich würde 4-6kWh Speicher wählen.
 
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Habe 1kw an Panele installiert und habe 2x AB200 Akku mit dem Hyper 2000 und dem Shelly Pro 3EM am laufen
der Shelly kommuniziert direkt mit dem Zendure System lokal ohne HA
 
Der Solarflow 2400 Pro ist zwar erst mal interessant... aber für ein Balkonkraftwerk einfach überdimensioniert. Du darfst mit dem Balkonkraftwerk maximal bis zu 800W einspeisen. Von daher würde ich dir von Zendure den Solarflow 800 Pro empfehlen. Ich habe ihn selber seit letztem Jahr und funktioniert absolut zuverlässig. Der Datenaustausch mit dem Shelly läuft dabei lokal, also ohne Verzögerung über das Internet. HA ist dafür auch nicht nötig.

Die Speicherkapazität die du benötigst ist hauptsächlich davon abhängig, wann du den Strom nutzen kannst. Wenn du tagsüber schon ordentlich was verbrauchst... Homeoffice, etc. dann mag die Empfehlung mit dem 1,5-fachen der Peakleistung der Module vielleicht hinkommen. Wenn du wie ich allerdings eher Abends den Strom verbrauchst, dann ist mehr angeraten. Ich habe an meinem Solarflow bei 1,74kWp knapp 8 kWh Speicherkapazität. Die bekomme ich im Sommer problemlos voll... am nächsten Morgen ist die Restkapazität oft zwischen 15 bis 30%. Aber wie gesagt... sehr abhängig vom persönlichen Nutzungsverhalten. Von daher in deine Statistik schauen was in den verschiedenen Monaten so an Strom reinkommt... und wieviel davon tagsüber verbraucht wird. Die Differenz ist die sinnvolle Obergrenze für deinen Speicher... wenn du auch deinen Verbrauch in der "Dunkelzeit" dieser Monate kennst... also was du verbrauchst solange keine Solarenergie reinkommt... dann hast du auch die sinnvolle Untergrenze für deine Speicherkapazität. Alles dazwischen ist Geschmacksache... Wenn es sich finanziell irgendwann rechnen soll, gehst du nicht über die Untergrenze... Beachte dabei aber Lade- und Entladeverluste. Nach meiner Erfahrung belaufen die sich auf mindestens 20%.
 
@Urbi76
Wie weit kann man die Mindesteinspeisung beim 800 Pro runterregeln? In welchen Schritten kann die Ausgangsleistung gesteuert werden?
 
Die Einspeisung kann in 1 Watt schritten geregelt werden. Aber das ist, wenn man einen Shelly hat, gar nicht relevant. Er regelt dann automatisch auf Nulleinspeisung. Also solange dein Verbrauch unter 800W liegt, regelt er die Einspeisung entsprechend so, dass sie genau auf den Verbrauch kommt, also Verbrauch und Einspeisung sich gegenseitig aufheben, Das funktioniert innerhalb weniger Sekunden. Ich habe das bei mir ein paar mal getestet indem ich bewusst Verbraucher zu- oder abgeschaltet habe. Das ganze hat nie länger als 3 Sekunden gedauert.

Willst du einen festen Wert einstellen, dann ist das Minimum 30W und aufwärts bis zu 800W in 1W Schritten.
 
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HisN schrieb:
Und nebenbei noch auf einen dynamischen Stromtarif umsteigen
Naja, bei diesen Spielzeugspeichergrößen kann das aber schnell kontraproduktiv werden.
Dazu kommt noch das nur 800W bereit gestellt werden können, jede Herdplatte oder Maschinenheizung zieht dann ggf. richtig teuren Strom.

Das halte ich für keinen guten Ratschlag.
 
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cscmptrbs schrieb:
Naja, bei diesen Spielzeugspeichergrößen kann das aber schnell kontraproduktiv werden.
Dazu kommt noch das nur 800W bereit gestellt werden können, jede Herdplatte oder Maschinenheizung zieht dann ggf. richtig teuren Strom.
Macht man doch nicht an, wenn gerade Hochpreis-Phase ist.
Man lädt auch dann sein E-Auto nicht.
Gesunder Menschenverstand.
Soviel trau ich eigentlich jedem zu.
 
HisN schrieb:
Macht man doch nicht an, wenn gerade Hochpreis-Phase ist.

Das heißt ob gekocht wird oder es "einfaches" Abendbrot ohne Herdeinsatz gibt,
darüber entscheidet dann der aktuelle Strompreis?
 
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Wenn man möchte, dann funktioniert das.
Wenn man nicht möchte, ist es wohl nicht das richtige Konzept für einen selbst oder die Solar-Anlage zu klein. Was einem lieber ist.
Man weiß ja in der Regel vorher, dass der Strom Abends, wenn alle Kochen, am teuersten ist.
Ich möchte auf keinen Fall eure Lebensgewohnheiten ändern.
 
Ich werfe mal noch den Noah 2000 in die Runde.
Lässt sich direkt mit dem Shelly lokal regeln, hat eine Heizung und kostet derzeit ca 350 EUR.
Da können auch vier Panels direkt angeschlossen, was beim B2500 oder der Zendure 800 nicht der Fall ist bzw. man mit deutlichen Einbußen leben muss.
 
Also der Zendure Solarflow 800 Pro hat auch 4 Mppt. Wüsste nicht was es da für Einschränkungen geben sollte.
 
Ah, sorry. Dachte das Ding hat auch nur zwei Anschlüsse, wo man per Y-Kabel ran muss und dann die Limitierung bei 18A bremst.
 
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