News Balkonkraftwerke: VDE erlaubt Schuko-Stecker – bis 960 Watt Modulleistung

SaxnPaule schrieb:
Bla! Ob nun 8h oder 6 Stunden ist doch vollkommen egal. Das ganze Szenario ist sowas von an den Haaren herbeigezogen.
Wie gesagt... In deinem Eigenheim darfst du die Vorschriften ignorieren, aber du haftest dann für auftretende Folgeschäden selber.
Eigenheimbesitzer können jedoch auch größere PV-Anlagen montieren (lassen)...
In Mietwohnungen würde ich die Vorschriften respektieren ansonsten ist Ärger mit dem Vermieter vorprogrammiert.

Die VDE-Richtlinien sollen primär Mietern und Vermietern Rechtssicherheit geben.
 
GenK schrieb:
Sondern es geht um den Überlastfall mit 2 Heizlüftern. Die Leitung wird dann mit 3,6kw +0,8kw = 4,4kw belastet. Wenn ich den Fall bei mir hätte, lägen fast den ganzen Tag 4,4kw an. Plus das was noch auf die Leistung draufkommen kann da die Sicherung nicht bei Punkt 16A auslöst.
Nur was hat der Steckertyp damit zu tun? Nur der definiert die maximale Panelleistung. Wozu?
 
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Zero2Cool schrieb:
Und wenn der WR ja eh nur 800W einspeisen kann, dann liegt auf dem Schuko Stecker doch auch immer die selbe Spannung an, egal ob 800W oder 2000W Modulleistung.
Du meinst Stromstärke, nicht Spannung. Die Spannung wäre auch bei 400W Einspeisung die gleiche.
Weiß nicht ob ich mich zu solchen Themen äußern würde, wenn ich Spannung und Stromstärke nicht unterscheiden kann.
 
Piktogramm schrieb:
Der Ansatz ist schon richtig und deutlich besser als ein "Das passt scho, so doof wird je Niemand sein".
Nochmal: Ich verstehe die 800W Regelung und auch das Szenario mit der Überlast bei Versorgung der Verbraucher aus zwei Richtungen.

Mir geht es nur darum, dass dieses Szenario vollkommen unabhängig davon ist, ob nun 960Wp oder 2.000Wp installiert sind. 6h Dauerlast mit 800W sind auch mit 960Wp möglich.
 
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WinnieW2 schrieb:
Wie gesagt... In deinem Eigenheim darfst du die Vorschriften ignorieren
Vorschriften kritisieren heißt nicht gleich auch Vorschriften ignorieren. ;) Ein stichhaltiges Argument, warum jetzt nach 8h mit 800W die Bude abbrennt während nach 6h alles noch gut ist, hab ich immer noch nicht gelesen.
 
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Piktogramm schrieb:
"minimalinvasiv", als Mieter ist jede Änderung an der Elektrik nur mit Zustimmung vom Vermieter möglich und der kann vorschreiben, dass ein Elektriker diese Änderung vornehmen muss und dass bei Auszug der Rückbau zu gewährleisten ist.

Tendenziell zweimal den Sparky kommen lassen um einen Leistungsschutzschalter wechseln zu lassen ruiniert die Wirtschaftlichkeit von Balkonanlagen auf über eine Dekade.
Ein 10A Automat kostet 3,50€? weitere Materialkosten = 0€
Dieser Automat oder gar geringer dimensioniert kommt anstelle dem, der die Balkon-Steckdose versorgt.

Wenn die Kosten für dieses zugegeben umfangreiche Elektro-Umbau-Projekt die Amortisationsdauer des Balkonkraftwerks maßgeblich verschlechtert, sollte sich der Mieter böswillig vom Elektriker verarscht fühlen dürfen.
 
Weyoun schrieb:
Das Problem ist dann zum einen die Firmware (in unterschiedlichen Ländern gibt ein und der gleiche Wechselrichter mehr Leistung ab, je nach Firmware bzw. Einstellung) und zum anderen ein Defekt (die "Drosselung" funktioniert nicht richtig und es wird doch die aktuell anliegende PV-Modulleistung durchgereicht (bis 2 kW)).
Es würde mich wundern, wenn der Produktnorm Softdrosseln erlaubt wären. Eine Anpassung an den (europäischen) Markt mittels 3,6A Sicherung am Ausgang ist in Anbetracht der Größe des Marktes zu erwarten und für Anbieter problemlos möglich.

gaelic schrieb:
Nur was hat der Steckertyp damit zu tun? Nur der definiert die maximale Panelleistung. Wozu?
Normgremium erfüllt Anforderungen des normierenden Klientels.
 
WinnieW2 schrieb:
In Mietwohnungen würde ich die Vorschriften respektieren ansonsten ist Ärger mit dem Vermieter vorprogrammiert.
Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Darf man nicht trotzdem die Sinnhaftigkeit bestimmter Drangsalierungen hinterfragen? Die 960Wp Begrenzung ist nämlich nichts anderes und m.E. technisch nicht begründbar.

Ich schrieb auch nirgends, dass ich es gutheiße solche Vorschriften zu ignorieren. Und wie bereits geschrieben, habe ich mein BKW sogar ordnugsgemäß inkl. Speicher angemeldet.
 
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Sierra1505 schrieb:
Die Wieland-Steckdose bzw. der Stecker wurde von der Namensgebenen Fa. explizit als genormte Einspeisesteckdose mit integriertem Berührungsschutz entwickelt..
Ich sehe die Sache in diesem Punkt übrigens kritisch. Weshalb wurden Steckdosen und Stecker von diesem Hersteller durch die VDE festgelegt?
Es gibt auch Steckverbindungen anderer Hersteller welche alle geforderten techn. Parameter erfüllen würden.
Hier wird ein Hersteller bevorteilt, meiner Meinung nach.
 
Piktogramm schrieb:
Im bestand erlaubt sind 1,5mm² im Rohr in gedämmter Wand. Bei 16A Last werden die Kabel (erlaubt) deutlich warm und mit 800W kann sich der Strom auf dem Strang nochmals um ~3,5A erhöhen.
Die 800W zusätzlich sind durchaus eine sinnvolle, obere Grenze beim Einspeisen im normale Verbraucherkreise.
Sehe ich genauso. Nur in Fällen einer 10A oder 16A-Einzelabsicherung der Balkonsteckdose sind höhere Leistungen problemlos möglich.
 
Sierra1505 schrieb:
Ein 10A Automat kostet 3,50€? weitere Materialkosten = 0€
Und da wir ja alle Elektriker sind, dürfen wir den auch alle selber einbauen.

WinnieW2 schrieb:
Weshalb wurden Steckdosen und Stecker von diesem Hersteller durch die VDE festgelegt?
Da bin ich mir gar nicht so sicher ob das überhaupt so ist oder ob das nur immer in den Meldungen schnell mit Wieland "übersetzt" wird. Bei allem was ich z.B. vom Netzbetreiber lese ist da immer nur von "spezieller Einspeisestecker" die Rede.
 
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Weyoun schrieb:
Nur in Fällen einer 10A oder 16A-Einzelabsicherung der Balkonsteckdose sind höhere Leistungen problemlos möglich.
Die Regelung soll ja Laien-kompatibel sein, also auch Leute die von Elektrik keine Ahnung haben sollen Bkw anschließen und nutzen können. Also auch von Leuten denen der Begriff Ampere nichts sagt.
 
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Sierra1505 schrieb:
Wenn die Kosten für dieses zugegeben umfangreiche Elektro-Umbau-Projekt die Amortisationsdauer des Balkonkraftwerks maßgeblich verschlechtert, sollte sich der Mieter böswillig vom Elektriker verarscht fühlen dürfen.
Finde mir einen Elektriker, der Fremdmaterial verbaut, oder aber Schutzschalter auch nur zum Baumarktpreis verkauft und dessen Anfahrt, Arbeitsleistung, Bericht schreiben im Raum Dresden nicht die 200€ reißt.
Die örtlichen Sparkys meinten nach alter Norm (Wielanddose verkaufen, setzen, Sicherungsautomat wechseln, Papier fabrizieren) waren jenseits der 300€, wobei die Wielanddose von keinem unter 70€ verkauft wollte (Preis im Netz einzeln, für Endkunden: 36€).

BKW: 260€, Sparky für Aufbau und Rückbau: 2x 360€
Ja, die Kalkulation zur Wirtschaftlichkeit eines BKWs versaut das ungemein. Ja ich komme mir verarscht vor. Mit der neuen Norm bin ich die Anforderung für Wieland und Sparky los, das verbesser die Kalkulation. Es braucht halt jetzt nur Zeit, bis die Wechselrichter nach neuer Produktnorm zertifiziert sind :/
 
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Traurig... sowas nennt man Überregulierung. Ohne Sinn und Verstand.
Was hat die DC Seite mit der AC Seite zu schaffen?

Selbst wenn ich 10x 500Watt Module anschließe und der WR auf 800Watt gedrosselt ist, müsste es egal sein.
Wenn ich von den 5kW Modulleistung 4,2kW dauerhaft in meinen 300kWh DC-DC Akku knalle und 800 Watt ins Netz speise, dann spielt es auch keine Rolle.

Die Last auf der Leitung ist 800Watt.

Mich fuckt dieser ganze Lobbyismus sowas von ab.
 
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WinnieW2 schrieb:
Ich sehe die Sache in diesem Punkt übrigens kritisch. Weshalb wurden Steckdosen und Stecker von diesem Hersteller durch die VDE festgelegt?
Es gibt auch Steckverbindungen anderer Hersteller welche alle geforderten techn. Parameter erfüllen würden.
Hier wird ein Hersteller bevorteilt, meiner Meinung nach.
Schön wäre es gewesen, wenn wir einen vernünftigen Standard für bidirektionales Laden hätten. Dann hätten wir für größere Balkonkraftwerke, Balkonkraftwerke mit Speicher und Autos Plug&Play.
 
Piktogramm schrieb:
Es würde mich wundern, wenn der Produktnorm Softdrosseln erlaubt wären. Eine Anpassung an den (europäischen) Markt mittels 3,6A Sicherung am Ausgang ist in Anbetracht der Größe des Marktes zu erwarten und für Anbieter problemlos möglich.
Solche "Soft-Drosseln" gibt es auch bei WLAN-Routern: In Europa drosselt die Firmware z.B. bei 100 mW, in der USA erst bei 1 Watt.
Wer Admin-Rechte hat, kann dummerweise im Router die "Region" einstellen und somit die Leistung erhöhen.
Ich weiß nicht, ob solche Produkte zulassungsfähig sind, oder ob bei BKW-Wechselrichtern wirklich "hart codierte" Grenzen vorhanden sein müssen, die man nicht per Firmware-Updates oder Einstellungsänderungen aushebeln kann.
 
Piktogramm schrieb:
Es würde mich wundern, wenn der Produktnorm Softdrosseln erlaubt wären.
Also da gibt es zahlreiche Beispiele im photovoltaikforum. Mein WR kann defaultmäßig 800W, via API kann ich aber 1200W ausgeben lassen (mache ich auch via HA). Und nur zur Sicherheit: hab mir eine eigene Leitung mit mindestens 2,5mm² (für Klimaaußengerät & Balkonkraftwerk) gelegt.
 
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Unterm Strich kann man festhalten das die Norm 3 Jahre zu spät kommt und schon wieder von der Wirklichkeit überholt wurde.
 
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DarkSoul schrieb:
Das stimmt so überhaupt nicht: Man darf nur 800 Watt einspießen, die restlichen 3 kW gehen dennoch über die Sicherung
Das war die Antwort auf jemanden der gefragt hat warum man keine 3,8kW Balkonsolar nutzen kann.
Kontext ist wichtig...

Außerdem ist dein Beispiel auch falsch.
Eine Schuko ist auf 16A+230V ausgelegt, was 3680W entspricht. (in der Regel gelten die 16A aber nur für eine kurze Zeit und keine Dauerlast)
Eine Sicherung sichert nur den Stromfluss der durch den Zähler kommt. Der Strom der durch Solar hinzukommt geht ja nicht durch die Sicherung.
Somit sind dann im Stromkreis nicht 3680W sondern biszu 3680W PLUS 800W von Solar möglich bevor die Sicherung auslöst. Das gilt natürlich nur für den einen Stromkreis wo die Solarpanals angeschlossen sind.

Der VDE prüft ob die Verkabelung in Häusern dann diese 4480W innerhalb der Norm abkönnen. Da viele verschiedene Kabel verbaut sind, dauert das prüfen länger.
Auch sind alte Häuser mit dünneren Kabeln generell ein Problem.
Man will halt nicht das die Kabel im Haus anfangen zu brennen...

Hat man das Balkonsolar aber an einem seperaten Stromkreis ist alles kein Problem.
Nur woher soll ein 0815 Mieter wissen welche Steckdose an welchem Stromkreis angescchlossen ist?
Wir leben in einen Altbau, haben aber selber die Leitungen ca 1994 bei der Renovierung neu verlegt. Bei uns ist es kein großes Problem.
 
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