News Balkonkraftwerke: VDE erlaubt Schuko-Stecker – bis 960 Watt Modulleistung

Die Grenze für die Modulleistung ist auch totaler Käse. Die Standardmodule werden demnächst 2m² groß und mit aktuell wirtschaftlicher Technologie bei den Zellen sind diese Module immer >500W groß. Der VDE hat also wieder ein großen haufen Scheiße aufs Papier gesetzt.

Und die aktuelle Norm sieht eine neue Produktnorm für Wechselrichter vor. Derzeit gibt es meines Wissens keine Wechselrichter, die nach dieser Norm zertifiziert sind. Der VDE hat also praktisch die Neuware im Markt entwertet und den Gebrauchtmarkt kaputt gemacht.


Beim Ganzen Gehäule um Bürokratieabbau, dass die normenden Gremien überwiegend wirtschaftlich motiviert Normen verfassen sorgt dafür, dass die Anwendung dieser Normen zunehmend unwirtschaftlich wird. Da Gesetze aber oftmals Stand der Technik vorschreiben erzwingt die Nutzung der Normen. Das ist beim Balkonkraftwerk nicht groß anders als beim Bau.
 
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ich wette die Elektriker der VDE haben schon keinen Bock auf die 600w BKW.

Die Begrenzung auf 960w Modulleistung macht nur Sinn, wenn man mit 960w Begrenzung die Zeitdauer reduzieren möchte, die die 800w anliegen. Heißt, es liegen max. eine Stunde am Tag 800w an. In dieser Stunde heizen sich überlastete Leitungen dann erstmal auf und können Wärme an Nachbarbauteile abgeben, bevor diese versagen. Meine 1600w Modulleistung liefern im Sommer hingegen dauerhaft zwischen 9:30 bis 20:00 die 800w. Da ist irgendwann alles durchgewärmt.

Sierra1505 schrieb:
Sierra1505 hat das ja richtig dargestellt.

Verstehe nur noch nicht ganz, was das mit den Schuko Steckern zu tun hat. Keiner der Schuko Stecker in der Abbildung wird überlastet. Da ändert sich doch nichts; ob ich das BKW jetzt über Schuko oder hart verkabelt anschließe.
 
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WinnieW2 schrieb:
Erzeugt bei 960 Wp der PV-Module der Wechselrichter denn 8h lang 800 Watt AC? Das bezweifle ich an dieser Stelle mal stark.
Bei 2 kWp dürften die 800 Watt deutlich länger eingespeist werden.
6h sind es sicherlich und mit 2kWp dann vielleicht 10h. Wobei ich mir auch ne Nachführung bauen kann und dann auch mit 960W Modulleistung auf die 10h komme, das verbietet mir auch keiner.
Bei den ganzen Betrachtungen zur Leiterbelastbarkeit sind wir doch bei Zeiten >1h meist direkt im Bereich "beliebig lange/Dauerlast". Ich denke nicht dass sich von 6h auf 10h noch so viel tut dass das eine solche Regelung irgendwie rechtfertigt.
 
@D0m1n4t0r
Wollte mein Vermieter so haben, einfache Anfahrt, Leistungsschalter, Arbeitsleistung, Protokoll verdoppelt den Preis der Anlage, der geforderte Rückbau bei Auszug kommt hinzu. Das ist einfach Käse!
 
CubeID schrieb:
Was mir nicht einleuchtet, was macht eine Wieland-Verbindung besser, dass unter den gleichen Voraussetzungen bei ihr 2kWp betrieben werden dürfen?
Wieland macht primär eigentlich nur bei der Sicherheit etwas anders: Berührungsschutz beim Einstecken, da erst nach dem Verriegeln Kontakt besteht (für den Fall, dass der Wechselrichter im Fehlerfall schon Spannung ausgibt, obwohl die Netzsynchronisierung noch nicht vorhanden ist). Rein von der Stromtragfähigkeit gibt es keine signifikanten Unterschiede.
Sekundär wirbt Wieland zudem mit "robusteren" Materialien und samt einer besseren Langlebigkeit, wobei hier ohne spezielle Requirements auch viel leeres Gewäsch stehen kann.
 
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GenK schrieb:
liefern im Sommer hingegen dauerhaft zwischen 9:30 bis 20:00 die 800w. Da ist irgendwann alles durchgewärmt.
Wenn die Leitung bei 800W warm wird, dann stimmt da was nicht.
 
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Arne schrieb:
6h sind es sicherlich und mit 2kWp dann vielleicht 10h. Wobei ich mir auch ne Nachführung bauen kann und dann auch mit 960W Modulleistung auf die 10h komme, das verbietet mir auch keiner.
Die VDE-Richtlinie bezieht sich nicht auf Bastellösungen sondern auf fertige im Handel angebotene Sets an Bkw.
Die VDE-Richtlinie ist im Prinzip eine Produktnorm... und diese sieht keine Nachführung der PV-Module vor.

Bei der Belastung geht es um statistische Gleichzeitigkeiten. Wie lange überschneiden sich Belastungen durch el. Verbraucher und das BkW im selben Stromkreis.
 
WinnieW2 schrieb:
Bei 2 kWp dürften die 800 Watt deutlich länger eingespeist werden.
So eine BKW schafft man sich auch an, dass es möglichst wenig einspeist/Verbrauch reduziert. 🤔
So gesehen haben die 800er doch nur Nachteile gegenüber 600er BKWs. Weil einfach mal geschätzt, ein 600er mit 1800Wp meist mehr Wh Ertrag haben wird, als ein 800er mit 960Wp.
 
Schukostecker sind übrigens für eine DAUERBELASTUNG von 2300W spezifiziert. Die 800W vom Balkonkraftwerk sind dem Stecker völlig egal.
 
brauchen PCs auch bald einen Wieland-Anschluss😂

Schokosteckdosen können 8A Dauerlast ab = ca 1800W. ohne Speicher gibt es eh keine Dauerlast

die 960W sind willkürlich gewählt. vermutlich, dass nicht jeder 4 Module nutzt ... wie sieht das auch aus auf dem Balkon 😉
 
WinnieW2 schrieb:
Bei 2 kWp dürften die 800 Watt deutlich länger eingespeist werden.
Bla! Ob nun 8h oder 6 Stunden ist doch vollkommen egal. Das ganze Szenario ist sowas von an den Haaren herbeigezogen.

WinnieW2 schrieb:
Je mehr Steckdosen am selben Stromkreis angeschlossen sind desto höher die Wahrscheinlichkeit dass dieser öfters belastet wird.
Der VDE muss auch Fälle berücksichtigen in denen 10 häufig genutzte Steckdosen am selben Stromkreis betrieben werden wie das Bkw.
Und an diesen 10 Steckdosen werden ebenfalls 6 oder 8h 3500W+ gezogen.

Wie gesagt, maximal konstruiert!

Ich hatte dich ja vorhin bereits um ein realitätsnahes Beispiel gebeten. Bisher kam da nix.
 
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Micha- schrieb:
Wenn die Leitung bei 800W warm wird, dann stimmt da was nicht.
Im bestand erlaubt sind 1,5mm² im Rohr in gedämmter Wand. Bei 16A Last werden die Kabel (erlaubt) deutlich warm und mit 800W kann sich der Strom auf dem Strang nochmals um ~3,5A erhöhen.
Die 800W zusätzlich sind durchaus eine sinnvolle, obere Grenze beim Einspeisen im normale Verbraucherkreise.
 
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Micha- schrieb:
Wenn die Leitung bei 800W warm wird, dann stimmt da was nicht.
wie bereits vorher von Sierra1505 gezeigt geht es nicht alleine um die 800w!!

Sondern es geht um den Überlastfall mit 2 Heizlüftern. Die Leitung wird dann mit 3,6kw +0,8kw = 4,4kw belastet. Wenn ich den Fall bei mir hätte, lägen fast den ganzen Tag 4,4kw an. Plus das was noch auf die Leistung draufkommen kann da die Sicherung nicht bei Punkt 16A auslöst.
 
HageBen schrieb:
So gesehen haben die 800er doch nur Nachteile gegenüber 600er BKWs. Weil einfach mal geschätzt, ein 600er mit 1800Wp meist mehr Wh Ertrag haben wird, als ein 800er mit 960Wp.
Wenn man wenig Grundlast im Haushalt hat dann ist die Kombi 600 Watt Wechselrichter mit 1,8 kWp PV-Module sicherlich die bessere Wahl.
 
Wobei sich mir die Frage stellt wofür man zwei Heizlüfter braucht die permanent laufen. Ist einem alles unter 40°C im Zimmer zu kalt ?!?
 
craxity schrieb:
Aber wo ist der Zusammenhang zwischen Modulleistung und Einspeisung? Der Wechselrichter darf ja nicht mehr als 800W einspeisen, egal wieviel Modulleistung gegeben ist. Das macht auf den ersten Blick keinen Sinn.
Auf den ersten Blick schon, im Fehlerfall sieht es schon wieder anders aus.
Balkon-PV-Wechselrichter dürfen schon mehr Leistung abgeben, nämlich in den DC-Pfad beim Laden eines Akkus. Nur in den AC-Pfad dürfen sie nicht mehr als 800 Watt ausgeben. Das Problem ist dann zum einen die Firmware (in unterschiedlichen Ländern gibt ein und der gleiche Wechselrichter mehr Leistung ab, je nach Firmware bzw. Einstellung) und zum anderen ein Defekt (die "Drosselung" funktioniert nicht richtig und es wird doch die aktuell anliegende PV-Modulleistung durchgereicht (bis 2 kW)).
 
SaxnPaule schrieb:
Ich hatte dich ja vorhin bereits um ein realitätsnahes Beispiel gebeten. Bisher kam da nix.
Der Ansatz ist immer "sicher unter den blödesten Bedingungen" um gegen jedwede kreative Nutzung abgesichert zu sein. Der Ansatz ist schon richtig und deutlich besser als ein "Das passt scho, so doof wird je Niemand sein".
 
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