Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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Interessante frage von s.O.s, das hab ich mir auch gedacht.
es wird zwar erwähnt, dass 10000 leuten die Leistungen drastisch gestrichen wurden, aber das warum wurde nicht geklärt.

wenn es sich um solche Fälle wie Ralph Boes handelt, dann finde ich solch eine Streichung gerechtfertigt.
er sagt ja, er will nicht Arbeiten, er will machen was er will und das soll ihm keiner vorschreiben.
Das so jemandem die Bezüge gestrichen werden finde ich mehr als gerecht.

--> wenn jemand unverschuldet Arbeitslos ist, dann ist die Unterstützung gut und richtig.
aber doch nicht wenn jemand sagt "ich will nicht", dann "will der staat eben auch nicht".
richtig so!
 
Bedingung ist das du das machst was der Mitarbeiter auf den Amt Dir befehligt.

Anscheint war von euch oder jemand aus euren Umfeld noch nie Arbeitslos. Schön zuhören das es so was noch geben zuschein scheint.

@florian: auch den Artikel komplett gelesen? Unten im Artikel steht eine interessante Zahl von diesen Jahr. Also eher es gibt weniger Arbeit bzw. irgendwelche Maßnahmen mehr von Staat oder die Leute lassen sich nicht mehr alles gefallen.
 
Tut mir Leid Tekpoint, ich bin ja sonst immer ein Verfechter des Wortes: Sozial und vor allen Dingen: Menschensozial.

Aber dieser Mensch z.B. ist doch an der eigenen Misere Schuld. Er hätte doch die Möglichkeit Essensmarken zu bekommen. Er hat die Möglichkeit Geld zu bekommen für seine Wohnung etc. etc. Die Frage ist doch eher, wie kam es dazu? Oder wie s.0.s es eben fragt. Wenn ein Mensch dem Staat "auf der Tasche liegt" ohne eine Leistung zu erbringen, dann braucht er sich auch nicht wundern. Er nutzt das System gnadenlos aus. Solche Leute wird es immer geben, aber warum sollte man denen hinten und vorne alles in den Hintern schieben? Jetzt liegt es an ihnen selbst, den Antrag zu stellen. Wenn sie dies nicht tun: Pech gehabt, so mies sich das anhört, aber ihnen wird ja nicht die Leistung verweigert zu essen und zu überleben, sondern es wird ihnen ein Entgegenkommen verweigert weil diese Menschen sich scheinbar ebenfalls nicht zu einem Entgegenkommen entschieden haben.

Da sehe ich tatsächlich wie die Bundesregierung keinerlei Notwendigkeit das herauszufinden, woran es liegt.

Außerdem wurde das auch schon in einem anderen Thread beschrieben, wer nicht WILL, der hat immer noch die Möglichkeit sich bei dem vom Amt gegebenen Job so unmöglich aufzuführen, dass er dort nicht lange bleibt. Ich bezweifel, ob man wegen "saß faul in der Ecke rum" vom Amt Abzüge bekommt. Auf welcher Grundlage sollte das Amt hier Sanktionen beschließen? Das geht doch dann nur den Arbeitgeber an. Und da der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber nicht willig gegenüber ist....
Auch das ist eine Form von Weigerung, nur eben mit vollen Bezügen. Stattdessen tritt dieser jemand nun in den Hungerstreik. Soll er mal machen und wir sehen was dabei rauskommt. Aber das Wichtige ist: Er hat die Wahl!
 
Ich bin auch der meinung das dieser Ralph Boes selber an seiner Misere Schuld ist.Es gibt doch nunmal Gesetze die müssen die Jobcenter ausführen.Ob diese Gesetze nunmal gut oder schlecht sind bleibt dahingestellt,aber diese können doch nur mit politischen Mitteln bekämpft werden.
In einer Demokratie heisst es Mehrheiten im Parlament zu finden und dann eben danach handeln.

Ich denke die Ziele von Boes sind zwar ehrenwert,aber was meint er damit zu bezwecken?

Im allgemeinen bin ich auch dagegen Menschen mit mehr als 30% zu sanktionieren,weil das mit dem Grundsatz des Existenzminimum gar nicht mehr vereinbar ist.Aber eine Sanktion sollte es schon geben ,damit jeder auch wirklich alles tun sollte um eine Arbeit zu suchen und ansonsten empfindlich bestraft werden sollte.

Im übrigen möchte ich mal darauf hinweisen,wer Vollsperre für sogenannte faule Arbeitslose fordert,die Rechnung noch mal richtig überprüfen sollen:

im Durchschnitt erhält jeder Arbeitslose mit Wohnungskosten ca. 700 euro zuzüglich KV,denke dann alles in allem 1000 euro in Monat.
Wird einer nun wegen fehlverhalten komplett gekürzt spart der Staat auf der einen Seite zwar 12000 Euro im Jahr,nur wissen wir ja alle das ein Mensch ja nicht nur von Luft und Liebe leben kann und die Gefahr besteht entweder in die Schwarzarbeit oder Kriminalität abzurutschen.
Besonders letzteres kostet Volkswirtschaftlich und auch Gesellschaftspolitisch viel viel mehr als 12000 Euro im Jahr,somit kann ich nicht verstehen warum der Staat sich des Intruments der Vollsanktion bedient.

Oder nehmen wir Gerichtsverhandlungen wegen Sanktionen,z.b. 30%

Dagegen klagt jemand und bekommt recht.Bedeutet wäre der Staat damit durchgekommen ohne Klage,hätte der Steuerzahler ca.300 euro gespart für die dauer der Sanktion.

Durch die Klage werden aber alleine die Gerichtskosten am Ende für den Steuerzahler weitaus höher sein als diese 300 Euro die eine Sanktion gebracht hätten.

Bei über 100000 Klagen im Jahr ist das eine enorme Belastung für die Steuerzahler,die in meinen Augen nur dazu dient ein perverses System von Zwang und bei nichtbeachtung Sanktion zu etablieren.
Die Rechnung geht nicht auf und ich denke wenn man die Gesamtpolitischen Kosten wirklich zusammenrechnet dann es für den Staat am ende billiger sein wird jeden auch unwilligen Arbeitslosen die Grundsicherung zu zahlen und dafür die Kosten für Gerichte,Kriminalität in Folge von Mittellosigkeit,etc. einzusparen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte nochmals hinzufügen, auch wenn ihr es nicht einsehen wollt, Hartz 4 "muss" gewährleistet sein, jegliche Sanktionen sind Verfassungswidrig, auch wenn das einigen hier nicht passt.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 9. Februar 2010 beschäftigt sich in der Hauptsache mit dem Verfahren zur Berechnung des Regelsatzes von Hartz-IV-Beziehern, wobei es zu dem Schluß kam, daß dieses nicht nachvollziehbare Berechnungsverfahren verfassungswidrig seien. Unter diesem Aspekt wurde das Urteil denn auch in den bürgerlichen Medien breitgetreten, wohl um von einem anderen abzulenken. Unbemerkt blieb dieser Aspekt dennoch nicht. Noch am gleichen Tag veröffentlichte ein breites Bündnis seine Forderung nach einem Sanktionsmoratorium, also die Aussetzung der Sanktionen gegenüber Hartz-IV-Beziehern.

Ab Randziffer 133 beschäftigt sich das Urteil – in dem der Begriff “Sanktion” gar nicht vorkommt(!) – nämlich mit dem “Existenzminimum” und stellt in Randziffer 137 dessen “unverfügbaren” Anspruch fest. Laut Randziffer 134 muß dieser Anspruch durch den Staat gesichert werden. Randziffer 135 verlangt, daß die gesamte physische Existenz des Menschen, seine zwischenmenschlichen Beziehungen und eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben zu sichern ist. Dieses Existenzminimum wird laut Randziffer 148 durch den sogenannten Regelsatz und weitere Leistungen wie Krankenversicherung und Kosten für Unterkunft und Heizung gesichert. Bei dieser Bestimmung des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums geht das BVerfG gleichzeitig von der Menschenwürde des Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes und dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 Grundgesetz aus. Zumindest in dieser Hinsicht bedeutet das Urteil einen klarstellenden Fortschritt.

Die Sanktionen gegenüber Hartz-IV-Beziehern verletzen die Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums. Sie sind verfassungswidrig, weil das Existenzminimum das physische Überleben sichern soll, was eine Grundvoraussetzung für die Wahrnehmung aller freiheitlichen und sozialen Rechte ist. Diese werden zu Formalien, wenn das Existenzminimum nicht garantiert ist.

einfach mal den ganzen Artikel lesen:

http://www.randzone-online.de/?p=15474

wer jetzt kommt und sagt, naja.....der sollte einfach mal seine Meinung hinterfraqen und evtl. mal mit der Vereinbarkeit des GGs abstimmen. Das GG leitet sich aus der Menschenrechtscharta ab, die Universal ist und für jeden Menschen gilt.
 
Wenn dem so ist Godde, wieso klagt dann der Herr nicht um sein Recht zdurchzusetzen? Wäre doch legitim, wenn die 10 000 Menschen, welche jetzt fast nichts mehr bekommen eine Sammelklage einreichen um ihr Existenzminimum zu bekommen oder nicht?

Allerdings denke ich auch, würde das andere Konsequenzen haben. Diejenigen, die bisher "nur" Kürzungen von 10% aufwärts bekommen haben würden demnach ja das volle Geld zugesprochen bekommen. Es kann keine Kürzung mehr stattfinden, da ja, wie von dir angesprochen nicht mehr Gesetzeskonform.

Daher wird mit ziemlicher Sicherheit danach ein neuer Gesetzesentwurf vorgelegt, indem das entweder vorhandene Gesetz gekippt wird, oder aber die Leistungskürzungen werden ausgetauscht und zwar gegen eine "Zuwiederhandlung hat Konsequenzen im Sinne des Strafgesetzbuches und ist daher ein schädigendes Verhalten gegenüber den Bürgern Deutschlands und wird mit Gefängnisaufenthalt geahndet".

Immerhin, du MUSST dann so wie jetzt auch nicht reagieren, da es aber keinen Anbzug mehr gibt verletzt du dann gegen deine Mitteilungspflicht, gegen die Pflicht Arbeit zu suchen oder auszuführen. Demnach hätte sich das erledigt, man wird einfach zu Knast verdonnert und damit hat es sich.

Damit will ich das nicht gutheißen, ich meine nur, dass es letztlich auf diese 2 Möglichkeiten hinauslaufen wird. Entweder das vorhandene Gesetz kippt. Oder es wird ein neues erschaffen um die zu bestrafen die unbegründet Leistungen beziehen.
 
@Onkelhitman: Da du gerade von dein warmen Wohnzimmer wahrscheinlich schreibt und du Dir ( wich ich auch und andre hier) nicht Gedanken drum machen müssen wo ich morgen auch in einer Warmen Wohnung sitze. Solltest du Dir mal überlegen das in diesen Land wie Deutschland, wo so viel Reichtum wie in kaum ein andren Land der Welt existiert so viele Menschen nicht mal das nötigste haben.

So ich du schreibst würde ich stark behaupten, das du mit Arbeitslosigkeit, Hartz 4, Obdachlosen, Ralph Boes, BGE und co. noch nie befasst hast richtig oder du selbst in realen Welt (außerhalb von Internet) noch nie mit den System oder den Menschen wie Raplh Boes oder Obdachlosen zu tun haben scheinst.

Das scheinen hier auch wenige zu haben. Den so wie sie immer sagen das man alles nur durch Arbeit beschreiben kann, scheine viele von ihren Wahren Ängsten und waren Umwelt sich zu verstecken.

Mag sein das ich einige damit persönlich sehr angreife, aber so sehe ich es leider.

Wir sehen es ja so das wir ein Recht auf Arbeit haben aber nicht ein Recht auf Einkommen, dazu gibt hier Götz Werner schöen Komentare in der Sendung Nachtstudio 1000 Euro für jeden - Zukunftsmodell Grundeinkommen?
 
Jetzt muss ich doch nochmal dazwischen hauen bzw. eher fragen.
Da Du Tekpoint den anderen Mitdiskutanten hier ja Realitätsferne unterstellst (welch' Ironie), würde mich doch mal brennend interessieren, ob das BGE alle sozialen Probleme unserer Gesellschaft (also bezogen auf die BRD) lösen würde. So wie Du es anpreist scheint es nämlich das lang gesuchte Allheilmittel zu sein.
Leben wir bei Einführung des BGE in einem Utopia in welchem wir selbstbestimmt, frei und glücklich sind (sofern, dies zum einen erstrebenswert sein sollte, zum anderen überhaupt möglich ist)? Entbindet uns das BGE von wirkenden Interdependenzen auf welche Regularien nationalen Charakters wenig bis keinen Einfluss haben? Werden so öffentliche Ausgaben effektiv und effizient umgeschichtet? Ermöglicht das BGE, analog zu meiner ersten Frage, allen ein menschenwürdiges (was auch immer das ist) Dasein?

Ich bin auf die realitätsnahen Antworten gespannt..
 
@diRAM:
Grüß Dich :)

Also Nach und Nach ;)

Das Wort Utopia/Utopie ALLES was wir heute haben, war mal Utopie ;) zB: Handy, Internet, Wohlstand, Raumfahrt ect.

Das BGE ist nicht das gesuchte Allheilmittel, sondern das Heilmittel in unserer Gesellschaft in der freien Marktwirtschaft in einer sogenannten Globalisierung in diesen Ausmaß.

BGE nicht Menschenwürdig? Du sagst also das jetzige Verhältnisse bzw. Verhältnisse in anderen Ländern wo nicht solche Sozialsystem herrschen (wo ja in gewissen Maße bedingtes Grundeinkommen ja gibt).
Selbst Hartz 4 ist nicht Menschenwürdig, aber wenn es den doch so ist, warum machst du den da nicht Hartz 4?

Du siehst es so das Arbeit was ist wo man nur Geld verdienen kann oder eben bekommt von einer Tätigkeit die man gemacht hat?

Und bitte mach Dir immer bewusst das wir in einer FREMDversorgung leben. Man muss einige Grunddinge erste mal Wahrnehmen um überhaupt mit den Gedanken BGE denken zu können.

Dann mal ganz andren Grundsatz um später hier in Thread auf Fragen zu beantworten.
Mal was zu meiner Person, ich bin erwerbstätig in der Pflege seit 4 Jahren (davon mit Ausbildung 3 Jahre derzeit) davor war ich mal Arbeitslos und davor hatte ich eine Ausbildung im Gärtnerberuf.
Ich bin sehr viel unterwegs da ich viele Interessen vertrete ja. Bin Ehrenamtlich unterwegs und angachiere ich mich in der Feuerwehr/Rettungsdienst. Mache Sport und begleite ein Jugendprojekt.
Somit meine Frage würdest du mich als Faul oder nicht Arbeits-zumutbaren bezeichnen?

Zum Schluss:

Argumentationen gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen Enno Schmidt im Gespräch mit Dr. Sascha Liebermann im Safe des "unternehmen mitte" in Basel am 20. August 2012

Hier werden genau diese Probleme auch besprochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
~380€ pro person/monat
+ miete/heizung/(erst)ausstattung/kinderbetreuung/musikunterricht/fahrtkosten/etc.

... da haben wir doch das grundeinkommen für jeden. wo ist das problem?
achja - man soll in dem geforderten system nichts dafür leisten müssen. also auf kosten derer leben, die was für ihr einkommen machen (wie du ja auch). und h4/sh fällt natürlich auch weg, wenn man mit eigenem einkommen seinen lebensunterhalt selbst finanzieren kann. großes problem....

hier ist das problem hächstens die verteilung des geldes im aktuellen system. dazu müsste der mensch aber auch umdenken und sich einschränken (wie oben schon beschrieben anhand von t-shirts ;)) - und das wird nicht passieren. beweis: zigtausendjährige menschheitsgeschichte.

sorry tekpoint, aber genau daran ist auf der gesamten welt jeweils jeder ansatz von kommunismus (und nichts anderes propagierst du hier) gescheitert. der mensch an sich ist nicht dafür geschaffen, denn das "neue system" funktioniert nur, wenn _alle_ mitmachen. weltweit.

ein paar "revoluzzer" ändern nichts - seit über 100 jahren nicht ;)

für einige wenige funktioniert das. für einige wenige funktionieren auch vielehen oder kommunen, freie liebe und dergleichen.
es ist eine schöne träumerei, etwas womit man sich beschäftigen kann. aber es hat nichts mit der realität zu tun. und hier rede ich nichtmal von der wirtschaftsform, sondern vom wesen des menschen an sich.

solange auch nur ein geringer prozentsatz der leute einem anderen irgendetwas nicht gönnt oder etwas abspricht, wird dein szenario nicht funktionieren.

und du sprichst ja allen, die momentan nicht so leben wie gefordert, ihre haltung etc. ab, somit bist du selbst ein gutes beispiel dafür, dass eine gesellschaftsstruktur wie du sie forderst nicht funktionieren wird.

einfach mal weiter denken als von der tapete bis zur wand und dinge zuende prognostizieren - dann wirst auch du sehen, dass der gedanke zwar löblich, aber nicht realisierbar ist. einfaches beispiel als selbsttest: würdest du einem wildfremden menschen irgendwas (!) von dir geben - ohne jegliche gegenleistung? und zwar dinge, die du selbst noch gebrauchen kannst? ohne zu wissen, ob du sie wiederbekommst oder was derjenige damit macht? verschenkst du geld an unbekannte, die sich evtl. nichtmal bedanken oder auch nur höflich sind? gibst du jemandem nen job, egal wie er auftritt oder was er kann? lässt du jeden bei dir wohnen der fragt - mietfrei - ohne referenzen einzuholen?

eine einzige dieser fragen mit "nein" beantwortet und schon bricht deine traumwelt zusammen, denn genau darauf beruht diese unterm strich.

dein modell funktioniert nicht, genausowenig wie das aktuelle kapitalistische system. nur dauerts beim kapitalismus länger, bis er zusammenbricht. menschen gibts seit zigtausenden von jahren und die verhaltensmuster haben sich noch nicht im ansatz verändert. und da soll ein system funktionieren, was diesem zigtausendjährigen verhalten entgegenläuft? das funktioniert vielleicht mit gehirnwäsche, aber nicht auf dauer, nicht unter dem polemischen schlagwort "freiheit" und nicht, weil sich das jemand schönrechnet und -redet.

darauf kommt man ganz einfach, wenn man sich mal mit geschichte, ursprung und wesen unserer art befasst und nicht nur stammtischparolen nachplappert.

[zynismus]ps: ich werde übrigens auch totgeschwiegen wie herr boes. oder siehst du mich in den medien? also folge mir und meinen ansichten nach, denn nur ich weiss, wie der hase läuft. dass über mich nicht berichtet wird, ist der beste beweis ;) [/zynismus]
 
Zuletzt bearbeitet:
@Heretic Novalis: Habe nicht viel Zeit und muss gleich auf Arbeit, aber will doch was los werden ;)

Ich will dich nicht kritisieren ja und nicht persönlich werden ;) Aber wenn du so schreibst als hättest du Jahre dich mit den BGE und Arbeitsmarkt beschäftigt, müsstest du leider auf ein andres Ergebnis kommen.
Da dies nicht so ist gibt es nur zwei Antworten, eher willst du es nicht Wahr haben oder du kannst es nicht Wahr haben.

Du musst erste mal in Grund umdenken und deine Gedanken frei haben, Frei von den Öffentlichen Medien die Dir jeden Tag erzählen es gibt eine Vollbeschäftigung und wer Arbeit bekommt nur Geld. Wer Arbeit in einer Erwerbsarbeit, Arbeit auch nur.

Mal eine Frag, was würdest du denken wenn du den Bäcker für 5 Brötchen 2 Euro gibt? Das du die Vorgängige Leistung bezahlst oder die Leistung für den nächsten Tag bzw. nächsten Monat? Bin ja mal gespannt, wie du die Welt hier alleine schon siehst.

Trotz allen, ein schönen erholsamen Sonntag und lassen wir es heute Ruhen den heute wird es eh nicht mehr eingeführt ;)
 
Heretic Novalis schrieb:
~380€ pro person/monat
+ miete/heizung/(erst)ausstattung/kinderbetreuung/musikunterricht/fahrtkosten/etc.

... da haben wir doch das grundeinkommen für jeden. wo ist das problem?

Das es die arbeitende Bevölkerung nicht bekommt, die muss ihre Miete etc. vom Lohn bezahlen und "Taschengeld" gibt´s auch kein´s.
 
@Tekpoint
Solltest du Dir mal überlegen das in diesen Land wie Deutschland, wo so viel Reichtum wie in kaum ein andren Land der Welt existiert so viele Menschen nicht mal das nötigste haben.

GEWOLLT nicht das Nötigste haben. H4 ist eine Stütze, eine Lebensgrundlage. Davon sollst du keine Orgien feiern, davon sollst du nicht prassen, konsumieren bis zum erbrechen und leben wie die Made im Speck. Denn für dieses Geld gehen Andere arbeiten. Um aufzufangen. Es ist ein Sozialsystem, keine Arbeitserzeugende Maschine. Wer das System so gnadenlos ausnutzen will und nicht arbeiten WILL, der hat es doch nicht anders verdient wie der Herr Boes. Ich rede jetzt nicht von den anderen Menschen, denn deren Fälle sind nicht ersichtlich. Was man aber machen muss, damit man Auflagen in der Höhe bekommt erschließt sich mir nicht. Da muss man das Amt, welchem einem das Geld zugesteht schon massiv ignorieren.

oder du selbst in realen Welt (außerhalb von Internet) noch nie mit den System oder den Menschen wie Raplh Boes oder Obdachlosen zu tun haben scheinst.
Sag mir einen triftigen Grund, WARUM ich mich mit Obdachlosen und Ralf Boes beschäftigen sollte. Sie haben die Möglichkeit zum Amt zu gehen und dort Geld zu bekommen. Aber sie nutzen sie nicht. Es ist ja nicht so, dass diese Menschen nichts bekommen, vielmehr bemühen sie sich nicht dafür. Ob das daran liegt, dass sie es nicht wissen, oder wissen wollen oder aber dass sie "dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollen", die Motive sind vollkommen egal. Wir haben es oben schon erwähnt. H4 ist ein Minimum, Eine Wohnung ist ein Minimum. Essen und Trinken (Wasser) ist ein Minimum. Willst du mir sagen, man kann von dem Geld als H4 kein Wasser trinken oder normal kochen? Sollte man keine Wohnungsausstattung haben bekommst du dann auch noch was gestellt oder zusätzlich Geld.

Den so wie sie immer sagen das man alles nur durch Arbeit beschreiben kann, scheine viele von ihren Wahren Ängsten und waren Umwelt sich zu verstecken.

Stimmt, viele definieren sich durch Arbeit. Das macht aber das Leben nicht aus. Aber ANDERE für sich arbeiten lassen (und bewusst zu sagen: Ich gehe nicht arbeiten) unterdrückt somit die Menschen, die eben arbeiten gehen. Es ist nicht bedingungslos, denn es ist eine Bedingung für das Sozialsystem.

Mag sein das ich einige damit persönlich sehr angreife, aber so sehe ich es leider.

Mag sein, dass du durch dein Weltbild erschüttert bist. Aber es gibt in Deutschland niemanden, der HUNGERN muss. Es gibt in Deutschland keine Familien, die nur existieren können weil sie ihre Kinder arbeiten schicken müssen. Es gibt in Deutschland kein Kastensystem bei dem das Kind später nicht auch Arzt oder dergleichen werden KANN. Und es git eben nicht nur die "bildungsfernen Schichten" als Arbeitslose. Es gibt auch die Akademiker und Cleveren. Und deren Kinder, warum sollten die nicht was werden? Es geht aber nicht, dass man sich abwendet und sagt: Ich mach jetzt nichts mehr für diese Auffangleistung.

Wir sehen es ja so das wir ein Recht auf Arbeit haben aber nicht ein Recht auf Einkommen,
Man brauch sich nur deine Sätze davor ansehen und schon muss man den Quark gar nicht erst gucken. Also definierst du dich nicht durch Arbeit, wie du hier den Menschen zur Last legst, sondern durch Geld? Nur mit Geld bist du lebensfähig? Ich möchte dich ja nicht persönlich angreifen, aber dann bist du ein KONSUMENT und solltest deine Lebenseinstellung ein wenig überdenken.

Du sagst also das jetzige Verhältnisse bzw. Verhältnisse in anderen Ländern wo nicht solche Sozialsystem herrschen

Sollen wir dir jetzt den Unterschied zwischen einer Frage (mit Fragezeichen) und einer Aussage (mit Punkt oder Ausrufezeichen) erklären? Er hat dich das gefragt.

Selbst Hartz 4 ist nicht Menschenwürdig, aber wenn es den doch so ist, warum machst du den da nicht Hartz 4?
Vielleicht weil: Lebensgrundlage zur Sicherung von Leben nicht dasselbe ist wie: Ich kann mir auch von meinem erarbeitetem Geld etwas kaufen. Du mischt hier die ganze Zeit über Äpfel mit Birnen und wunderst dich, dass wir darauf reagieren?

...ich bin erwerbstätig in der Pflege seit 4 Jahren (davon mit Ausbildung 3 Jahre derzeit) davor war ich mal Arbeitslos und davor hatte ich eine Ausbildung im Gärtnerberuf.
Ich bin sehr viel unterwegs da ich viele Interessen vertrete ja. Bin Ehrenamtlich unterwegs und angachiere ich mich in der Feuerwehr/Rettungsdienst. Mache Sport und begleite ein Jugendprojekt.Somit meine Frage würdest du mich als Faul oder nicht Arbeits-zumutbaren bezeichnen?
Nein, sondern als selbstdarstellerischen, narzistischen, sturen Scheinheiligen, der mit seinen ganzen sozialen Fähigkeiten protzen muss, weil ihm keine Argumente mehr einfallen. Mal von der grausamen und menschenunwürdigen Rechtschreibung abgesehen muss man einige Sätze immer wieder lesen damit man versteht was du überhaupt meinst. Du möchtest eine Selbstreflexion? Da hast du meine. Das ist natürlich nicht persönlich gemeint (damit windet man sich ja immer raus) sondern rein objektiv wegen deinem eigenen letzten Passus hochgerechnet. Ich hätte auch nichts geschrieben wenn du nicht gefragt hättest, aber das musste mal raus, denn es ist nicht der einzige Thread indem es so hergeht.

Du hörst nicht auf anderer Leute Argumente sondern kreist um die Aussagen drumherum auf der Suche nach nem Punkt den du dir rauspickst. Na dann viel Spaß, hier hast du ja nun genug Diskussionsgrundlage.

@Topic nochmals:
Ich wiederhole mich zwar aber: Es kann kein bedingungsloses Grundeinkommen geben, denn dieses müsste finanziert werden. Und wer kann das finanzieren? Nur die, die entweder Vermögen besitzen, oder arbeiten gehen. Daher kann es niemals bedingungslos sein, es würde IMMER eine Bedingung für andere Menschen darstellen.
 
Wir sehen es ja so das wir ein Recht auf Arbeit haben aber nicht ein Recht auf Einkommen, dazu gibt hier Götz Werner schöen Komentare in der Sendung

Wir haben zum Glück kein Recht auf Arbeit! Ein Recht auf Arbeit gab es in der DDR und aus diesem Recht wurde auch die Pflicht zur Arbeit abgeleitet. Eine Arbeit auswählen durfte man nicht.

Ich bin froh dass ich nicht das gleiche Schicksal wie meine Eltern in der DDR erleiden musste und wirklich studieren durfte und auch einer Arbeit nachgehen kann, die mir persönlich Spaß macht und mir meine Wünsche erfüllbar macht.

Der Linksdrall einiger Mitbürger kann ich echt nicht verstehen, hier weiß ich nicht warum man so erpicht ist wieder die DDR Verhältnisse zu haben. Trotz Arbeit ging es da vielen Bürgern nicht besser als jetzigen Hartz IV Empfängern!
 
@_killy_

Auf jeden Fall haben wir ein Recht auf gesellschaftliche Beteiligung. Und wenn dieses nicht durch Arbeit eingelöst wird, wodurch dann? Das steht doch im GG. Also musst du ein Organ haben, welches dieses Recht garantiert. In diesem Fall H4, BGE oder eben eine frei gewählte Arbeit, die es dir ermöglicht teilzunehmen. Bedingungslos.
'Und wenn hier einige mit der DDR kommen, wo sind wir denn gerade beim SGB, Arbeit oder Sanktion.
Zudem macht es einen Unterschied, ob ich gesellschaftlich Geforderte Arbeit, angemessen bezahlt bekomme oder als 1€ Jobber mache. Und dadurch evtl. noch vollbezahlte Arbeitsplätze verdränge.
Seien wir doch mal ehrlich, es geht doch nur darum, das einer vermeintlich nichts tut und mit den paar Kröten auch noch glücklich sein könnte, das ist doch alles. Während man selbst ja soviel schuftet,
Wieso kommt dann immer dieses links gebashe, wenn man pro menschliche Vorschläge macht? Träumerei? Vieles was heutzutage als normal gesehen (Arbeitsrechte, Infromation-Meinungsrechte) wird war doch irgendwann mal Träumerei....mal nachdenken.
 
Nichts tun zu müssen und seinen Unterhalt von anderen Menschen ohne Gegenkeistung erwirtschaftet zu bekommen nannte man früher Sklaverei. Die ist Gott sei dank abgeschafft.
 
@d00d,

Das ist doch heute genauso. Früher arbeiteten die Sklaven für Wasser und Brot, gegebenenfalls noch ein Dach über dem Kopf. Heute ersetzt Geld diese Dinge.
Wir reden hier von Existenzminimum, nicht von Völlerei.
 
Heretic Novalis schrieb:
einfach mal weiter denken als von der tapete bis zur wand und dinge zuende prognostizieren - dann wirst auch du sehen, dass der gedanke zwar löblich, aber nicht realisierbar ist. einfaches beispiel als selbsttest: würdest du einem wildfremden menschen irgendwas (!) von dir geben - ohne jegliche gegenleistung? und zwar dinge, die du selbst noch gebrauchen kannst? ohne zu wissen, ob du sie wiederbekommst oder was derjenige damit macht? verschenkst du geld an unbekannte, die sich evtl. nichtmal bedanken oder auch nur höflich sind? gibst du jemandem nen job, egal wie er auftritt oder was er kann? lässt du jeden bei dir wohnen der fragt - mietfrei - ohne referenzen einzuholen?

Ich finde das einen guten Einwand. Die Entscheidung, einem wildfremden Menschen Geld etc. zu geben, ist individuell natürlich selten. Deswegen wird ein Sozialsystem, welches auf Spenden basiert, ziemlich schnell zusammenbrechen.

Der Unterschied ist, dass das BGE vom Wesen her ein Gesellschaftsvertrag ist, also kollektiv. Am ehesten lässt sich dieses deswegen nicht mit Hartz4, sondern mit der Rente vergleichen. Hier hat man sich politisch für den Generationenvertrag entschieden.
Wenn man nach deiner Argumentation geht, dann gibst du jeden Cent, den du in die Rentenversicherung einzahlst, einem völlig wildfremden Menschen und dieser wird dir keine Gegenleistung dafür geben können mit seinen z.B.: 90 Jahren. Als Gegenleistung erhältst du nur das Recht, dass die Gesellschaft in 30 Jahren dir nach ihren dann vorhandenen wirtschaftlichen Möglichkeiten eine Rente zahlen wird.

Ein BGE ist so gesehen eine Verallgemeinerung des Rentensystems. Und bis zu welcher Höhe dieses finanzierbar ist entscheidet sich primär an der Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft. Zum Beispiel ist es für die deutsche Gesellschaft technisch überhaupt kein Problem, jeden Bürger zu ernähren. Jedem ein Haus mit Porsche hinzustellen übersteigt aber ihre Möglichkeiten.
Und ja, da es inzwischen (das war nicht immer so...) wirtschaftlich möglich ist, jedem Bürger ein zumindest bescheidenes Leben zu ermöglichen, ist das ganze automatisch finanzierbar in einer nach unserem Verständnis angemessenen Höhe.

Falls jetzt Timbuktu ein BGE einführen will, so kann es das sofort tun. Salopp gesprochen würde dieses vll. nur für einen Sack Kartoffeln am Tag ausreichen (kostet 1-2€/Tag) - aber der Hunger wäre schon mal weg, was für ein gewaltiger Fortschritt!
Ergänzung ()

ohmotzky schrieb:
Das es die arbeitende Bevölkerung nicht bekommt, die muss ihre Miete etc. vom Lohn bezahlen und "Taschengeld" gibt´s auch kein´s.

Da ist das BGE Konzept aus Sicht des kleinen Arbeiters transparenter und fairer. Weil die Höhe des BGE ist als Geldbetrag viel einfacher mit dem eigenen Lohn vergleichbar, als "Wohnung +etc.+Taschengeld"
 
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