Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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@dbeuebeb

Ich glaube, man kann gegen das BGE und die von Dir genannten Missstände sein.
Wobei die Beseitigung der von Dir genannten Missstände rein finanziell viel leichter zu stemmen ist und nicht das gesamte restliche Wirtschaftsgefüge so durcheinander bringen würde wie die Einführung eines BGE. Außerdem wäre auch der administrative Aufwand viel geringer als bei einem BGE.

Die Sache mit der Miete und dem nicht ausreichendem Arbeitseinkommen löst übrigens das Wohngeld.
Mit Sklaverei hat gerade unser Wirtschaftssystem auch nichts zu tun. Dir/Jedem steht es völlig frei, sich in fast jedem Beruf eigenständig verwirklichen zu können. Das findest Du so in nur wenigen Ländern der Welt. Das nennt sich übrigens Freiheit!

@Nobsi
Ok, Du bist für ein BGE für alle.
Eigentlich sollte diese Frage ja gar nicht stehen, wenn man sich den Begriff BGE einmal richtig durchdenkt, oder?
Dann hast Du (wie viele Andere) sicherlich noch nicht so weit gedacht, dass dadurch die soziale Kluft in Deutschland noch größer wird, denn das BGE ersetzt nur die bisherigen Sozialleistungen/Transferleistungen für die Bezieher dieser Leistungen = nicht mehr Geld wie bisher, kommt aber für alle Anderen on Top zu deren Arbeits-/sonstigen Einkommen = mehr Geld.
Damit steigt auch die rechnerische Armut in unserem Land. Ein Umstand, der doch oftmals von Leuten wie Dir hier als Missstand angeprangert wird.

Es gibt Finanzierungsmodelle, wo ein Arbeitseinkommen von ich glaube ab 1800 € brutto (=Mindestlohn) (Ulmer Modell) zur Finanzierung des BGE auf jetzigem ALG2-Niveau herangezogen werden. Alle Singles ab 1800€ zahlen also im Vergleich zum jetzigen Zustand drauf. Bist Du unter dieser Prämisse immer noch für ein BGE und am besten noch 1200€ statt ALG2-Niveau? Bei 1200 €/Person BGE kommt man nach eigener Berechnung zu Lohnsteuersätzen von ich glaube rd. 65% und mehr (schon hier im Thread gepostet!
Das mal durchdacht, wie das auf die Arbeitsmotivation wirkt, wenn 65% Lohnsteuer und noch Sozialabgaben vom Arbeitseinkommen abgehen werden? Allein schon beim Ulmer Modell 50% Lohnsteuer + Sozialabgaben Abzüge vom Lohn!
 
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Hallo

dbeuebeb schrieb:
Diese Zwangsbewerbungen, Sanktionen, Niedriglöhne, Unterdrückung und Erpressung ist nichts anderes als moderne Sklaverei.
Was macht den Zwang arbeiten zu gehen schlechter als den Zwang arbeitsunwillige durchzufüttern ?
Wer keine Lust auf Zwangsbewerbungen und Sanktionen hat dem steht es frei die Eingliederungsvereinbarung des Jobcenters nicht zu unterschreiben.
Wer die Eingliederungsvereinbarung des Jobcenters unterschreibt und nichts gegen seine Arbeitslosigkeit unternimmt begeht Vertragsbruch und gehört bestraft.

dbeuebeb schrieb:
Und es ist nicht asozial, wenn Arbeitgeber erwarten, dass Menschen für sie 8h am Tag arbeiten für einen Lohn, der nicht einmal für die Miete reicht?
Schreib nicht so einen Schwachsinn, wo sind denn die Hunderttausende/Millionen Obdachlosen ?

SE. schrieb:
@DerOlf plus Band leistet immerhin einen kulturellen Beitrag, wie alle Künstler die ihre Arbeit bzw. Werke der Öffentlichkeit präsentieren.
Dann soll er sich von denen durchfüttern lassen die seine Musik hören/kaufen wollen und nicht von denen die seine Musik nicht hören/kaufen wollen.
Sollen wir jetzt jeden durchfüttern der uns etwas aufzwingen will was wir gar nicht wollen ?
Ich fange auch nicht an meine Fürze kulturell wertvoll für die Gesellschaft zu nennen und halte dafür die Hand auf.

@ThomasK_7
Das ist das was die BGR Befürworter nicht kapieren, ein BGE würde von den Arbeitnehmern und nicht von den Reichen/Unternehmen finanziert werden, es würde genau die falschen belasten.
Die BGE Befürworter haben den feuchten Traum das man ein BGE durch eine Finanztransaktionssteuer finanzieren könnte und das die Reichen/Unternehmen da freudestrahlend mitmachen.

Grüße Tomi
 
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Lieber
Tomislav2007 schrieb:
benutz mal den Link den ich gepostet habe ... das geld, über das du dich hier echauffierst steht da auch ... durchschnittlich zahlt jeder Bundesbürger (oder in der BRD Steuerpflichtige) für unser gesamtes Sozialsystem nichtmal 300,- im Jahr.
Man könnte es so umstellen, dass das Sozialsystem einfach über eine "Kopfsteuer" finanziert wird ... das wäre auch nur ein Beitrag von €25,- pro Monat und Kopf. Mal umrechnen ... das ist entweder ein Kasten echtes Bier ... oder 2 Kästen Oettinger .. nur Säufer fänden es kacke, darauf verzichten zu sollen.
DAS kann sich sogar ein Hartzer leisten ... naja, wenigstens einer, der keinen an der Waffel hat, was seine Konsumgewohnheiten angeht.
Noch besser. Bei einer Familie mit 2 Kindern wäre es schon 100 im Monat ... ein weiterer Baustein zu "es sollen doch bitte nur noch Reiche Kinder kriegen" ... also ein Schlag in die gleiche Kerbe, wie "Baukindergeld", "Elterngeld plus" und Co.
Das sind Dinge, die sich für arme Leute nicht lohnen ... Klientelpolitik olé.

Ist aber einfach egal ... denn "jeder einzelne Euro ist einer zu viel".
Sehe ich bei Steuergeschenken auch so ... bringt nur nichts, denn unsere Regierung scheißt drauf ... die gibt sogar Rückzahlungen auf nie gezahlte Steuern.
 
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Moin

Berlin, 07.07.2019

Auf die Frage, wie es denn nun mit dem bedingungslosem Grundeinkommen für jeden steht, antwortete die Kanzlerin Angela Merkel folgendes: Diese Aufgabe habe ich am 6 November 2005 an das Forum "Computer Base"
abgetreten. Nach meinen letzten Erkenntnissen steht man dort kurz vor einer Einigung.

Gruß
Nobsi
 
Hallo

Lieber @DerOlf

Wie oft denn noch ? Es geht mir nicht ums Geld, es geht mir ums Prinzip, wer nicht arbeiten will um etwas zur Gemeinschaft beizusteuern hat die Hilfe der Gemeinschaft nicht verdient.
Der Sinn einer Gemeinschaft ist für mich das alle etwas zur Gemeinschaft beisteuern, so wie es die individuelllen Möglichkeiten hergeben, keine Lust ist kein akzeptabler Grund.
Es steht jedem frei sich aus der Gemeinschaft auszuklinken, derjenige muss aber mit den Vor- und Nachteilen seiner Entscheidung leben.
Das ist wie beim Brexit, die wollen aus der EU raus und nicht mehr in die EU Töpfe einzahlen und die wollen keine EU Ausländer mehr aber die wollen weiter die Vorteile einer EU Mitgliedschaft behalten (Zollfreier Handel), das geht nicht.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
keine Lust ist kein akzeptabler Grund.
Darin sind sich hier einfach mal alle einig.
Tomislav2007 schrieb:
Wie oft denn noch ? Es geht mir nicht ums Geld, es geht mir ums Prinzip, wer nicht arbeiten will um etwas zur Gesellschaft beizusteuern hat keine gesellschaftliche Hilfe verdient.
Und wie oft willst du dieses wenig sachdienliche Statement hier noch raushauen ... bis alle Befürworter einfach keinen Bock mehr haben?
Es geht um die Finanzen ... und nicht um irgendwelche subjektiv als objektiv empfundene Prinzipien.

Wäre ja OK, als Egoist sollte dir ja egal sein WIE du deine Ziele erreichst.

Wir können es ja einfach mal testen:
Packen wir das BGE beiseite, und überlegen, wie wir DAS:
Tomislav2007 schrieb:
ein BGE würde von den Arbeitnehmern und nicht von den Reichen/Unternehmen finanziert werden, es würde genau die falschen belasten.
Ändern können - es sollte aber wohl etwas sein, was hier niemand als "Diebstahl" betrachtet ... Steuererhöhungen oder Enteignungen fallen daher genauso aus, wie alle anderen Zwangsmaßnahmen.
Im Grunde sind wir doch alle paralysiert von der Angst, es könnten die größten Arbeitgeber und Steuerzahler einfach den Schwanz einkneifen.
Das Steuersystem muss reformiert werden ... einfach weil dank steigender Löhne, steigender Mieten, steigender Preise und steigender Ansprüche bald kaum noch Menschen weniger als 42% Einkommensteuer zahlen werden.
Die oberen zwei Steuerklassen (42% und 45%) müssen näher zusammenrücken.
Nebenbei ist es eigentlich ziemlich lächerlich, dass der Steuerfreibetrag unterhalb eines hier von vielen als "ausreichend" betrachteten (B)GE-Betrags liegt.
Mehr als 750,- im Monat darf man in DE nicht steuerfrei verdienen.

bei der Frage obs 4.000 oder 5.000 im Monat sein sollen, frage ich mich nur, was das bringen soll ... größerer Anteil an der Staatsfinanzierung?
Einfach "mehr" zu haben ist meiner Meinung nach keine Motivation .. das steckt auch nicht dahinter, wenn ich mich für ein BGE ausspreche. Da gehts mir mehr darum, dass es irgendwie nicht so richtig gelingt, andere tragfähge Konzepte zu entwickeln, um die systemimmanente Umverteilung nach oben etwas zu bremsen.
Mit ganz wenigen Ausnahmen hat unsere Regierung das in den letzten Jahrzehnten eher noch zusätzlich beschleunigt.
Und wenn die Reichen und Unternehmen sich weiterhin so gut packen lassen, wie ein zu dünn geratener Wackelpudding, wird sich da auch die nächsten Jahrhunderte (naja, solange es halt gutgeht) nichts dran ändern.

Warum hast du mich eigentlich damals so angekackt, als ich auf die gleiche Problematik hinwies?
Ich hab auch nur geschrieben, dass es in den Randbereichen der Einkommenpyramide für den Staat nix zu holen gibt, und er sich daher gezwungenermaßen beim Mittelstand am stärksten bedienen MUSS.

Ich könnte das ja jetzt genauso machen, und auch dir vorwerfen, du wolltest den Mittelstand noch mehr schröpfen ... den Vorwurf hast du mir damals an die Birne geknallt.

Peer Steinbück hat das mal ähnlich formuliert (im Bezug auf die Besteuerung von Reichen und Unternehmen):
"lieber 25% von X, als 42% von nix".
Die Zahlen sind dabei egal, denn das gleiche funktioniert auch mit "5% von X oder 10% von nix".

Dahinter steckt ein sehr einfaches mathematisches Prinzip (eins der Axiome):
"A x 0 = 0 für ALLE A aus R"
Für Ungläubige:
https://de.bettermarks.com/mathe/multiplikation-und-division-von-rationalen-zahlen/#RZRMuDi.5
 
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Tomislav2007 schrieb:
Sollen wir jetzt jeden durchfüttern der uns etwas aufzwingen will was wir gar nicht wollen ?
Tja, willkommen in der Wirklichkeit Tomi.
Ich bin auch nicht mit allem total zufrieden, aber so funktioniert gemeinschaftliches Zusammenleben. Ich finanziere Olf und seine Band gern passiv mit, auch wenn ich keinen blassen Schimmer habe was für Musik da gespielt wird, schon weil mir kulturelle Vielfalt wichtig ist. Gleiches gilt für die Kultur die du medial konsumierst.
Auch wenn Du aufgrund deiner Persönlichkeit nicht viel auf meine Meinung gibts, ich mag dich trotzdem.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Und wie oft willst du dieses wenig sachdienliche Statement hier noch raushauen ... bis alle Befürworter einfach keinen Bock mehr haben?
So oft wie man mir unterstellt das es mir um die Finanzen geht.

DerOlf schrieb:
Ändern können - es sollte aber wohl etwas sein, was hier niemand als "Diebstahl" betrachtet ... Steuererhöhungen oder Enteignungen fallen daher genauso aus, wie alle anderen Zwangsmaßnahmen.
Erzähl das mal den linken und/oder sozialen die in Berlin Wohnungseigentümer enteignen/bestehlen wollen.

DerOlf schrieb:
Im Grunde sind wir doch alle paralysiert von der Angst, es könnten die größten Arbeitgeber und Steuerzahler einfach den Schwanz einkneifen.
Tatsache nicht Angst.

DerOlf schrieb:
Die oberen zwei Steuerklassen (42% und 45%) müssen näher zusammenrücken.
Vor allem müssen die oberen zwei Steuerklassen viel weiter hoch.
Es kann nicht sein das Arbeitnehmer ab lächerlichen 55.961 Euro den Spitzensteuersatz zahlen müssen, sehr viele Akademiker/Meister/Staatl. gepr. Techniker (und sogar "nur" Facharbeiter) verdienen mehr als 4700€ Brutto monatlich.

DerOlf schrieb:
Einfach "mehr" zu haben ist meiner Meinung nach keine Motivation ..
Für die meisten ist genau das die größte Motivation.

DerOlf schrieb:
Und wenn die Reichen und Unternehmen sich weiterhin so gut packen lassen, wie ein zu dünn geratener Wackelpudding, wird sich da auch die nächsten Jahrhunderte (naja, solange es halt gutgeht) nichts dran ändern.
Das gilt auch für eine BGE Finanzierung.

DerOlf schrieb:
Warum hast du mich eigentlich damals so angekackt, als ich auf die gleiche Problematik hinwies?
Was meinst du ?

SE. schrieb:
Tja, willkommen in der Wirklichkeit Tomi.
Das BGE ist zum Glück keine Realität.

SE. schrieb:
Gleiches gilt für die Kultur die du medial konsumierst.
Ich will die Kultur die ich konsumiere aber nicht umsonst, ich bezahle für jede CD/DVD/BluRay und für jedes Konzert, die ZZ Top und Toto Konzerte gibt es nicht kostenlos.

SE. schrieb:
Auch wenn Du aufgrund deiner Persönlichkeit nicht viel auf meine Meinung gibts, ich mag dich trotzdem.
Ich hab dich auch lieb obwohl ich dich und deine Persönlichkeit gar nicht kenne, ich gehöre nicht zu denen die jemand unsympathisch finden nur aufgrund des Geschreibsels hier.
Ich kann eine hitzige Diskussion zu einem kontroversen Thema führen und jemand trotzdem mögen, wir können doch nicht alle zu allen Themen die gleiche Meinung haben.

Grüße Tomi
 
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SE. schrieb:
Ich finanziere Olf und seine Band gern passiv mit
Einer von uns hat ja sogar eine feste Anstellung ... ist Erzieher in Vollzeit und kommt als Gruppenleiter mit nichtmal 1.800 Netto nach Hause ... und ich finde seine Arbeit sicherlich gesellschaftlich wertvoller, als alles was ein Techniker leisten könnte, der zwei bis dreimal so viel bekommt.

Der Gitarrist und ich sind Aufstocker - wir Unterrichten (mehrere Instrumente und ein paar Schulfächer)
Zusammen bekommen wir vom JC nichtmal EINEN vollen Regelsatz ausgezahlt. Wenn ich zwei Wochen zwischendurch mal einen Schüler weniger habe, dann gebe ich das beim Amt nichtmal an ... denn das ist mir den Stress nicht wert ... das wird gemeldet, wenn es einen neuen Unterrichtsvertrag gibt.
Beim Gitaristen gehts dabei im Grunde nur noch um die Zwangsversicherungen in DE.
Man kann von Musik leben ... Tomi nicht - OK, ist aber eigentlich nicht mein Problem.

Um mal zum Thema zurückzukommen ... mit einer etwas vernünftigeren gehaltsstruktur könnten wir uns ein BGE, die ganze Diskussion ums Rentensystem und allgemein die ganzen Sorgen um die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft sparen.
Momentan ist es eben so, das man sich auf ein Alter in Armut einzustellen hat, wenn man nicht sein Leben lang privat vorgesorgt hat ... das entsprechende Gehalt vorrausgesetzt natürlich.
Im Gegensatz zum Tipp-Käse kann ein Mensch "nein" sagen, wenn er sich nicht so billig verkaufen will ... es sei denn, er bekommt Sicherungsleistungen vom Staat ... dann muss er (genau wie der Tipp-Käse) die Fresse halten.
Die Wirtschaft wird nicht nur durch die Konsumausgaben der Hartzer subventioniert ... dieses System versorgt gleichzeitig mit billigen Arbeitskräften bei denen man sich auf erlernte Hilflosigkeit verlassen kann, denen man keinen Mindestlohn zahlen muss, und die man auch recht schnell wieder loswird.
Wenn "das" nicht noch Essen, trinken, Wohnen und sich Kleiden müsste (letzteres natürich nach den steinzeitlichen Vorstellungen der Vorgesetzten) könnte man sie einfach zu unentlohnter Zwangsarbeit heranziehen (sogar ohne Richterspruch).

Da muss doch nur mal eine Verfassungsklage NICHT vor dem "Scharzbraunen Senat" des BVerG landen, dann ist H4 Geschichte.
Solange der das bearbeitet, bleib es bei den Forderungen, das System anzupassen ... die dann von der Regierung schnell in Verschlimmbesserungen umgesetzt werden.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich kann eine hitzige Diskussion zu einem kontroversen Thema führen und jemand trotzdem mögen, wir können doch nicht alle zu allen Themen die gleiche Meinung haben.
Dito.🌸

@DerOlf
Ich hab mich etwas flapsig ausgedrückt, mein Punkt ist: wer von wem unterstützt wird ist mir egal, die Hauptsache für mich ist, es sind am Ende nicht ähnlich prekäre Verhältnisse oder Zwänge für die Betroffenen wie bei Hartz VI oder der Grundsicherung für Rentner und Nicht-Erwerbsfähige möglich. Menschen verdienen ein menschenwürdige Behandlung, beides sehe ich im momentanen Sozialsystem nicht ausreichend gewährleistet. Ob das Kind dann BGE oder sonstwie heißt ist mir schnuppe.
Eine so detaillierte Aufstellung durch dich wäre nicht nötig gewesen, ich kenne Menschen die in genau solchen Situationen festhängen, über Jahre. Den Betroffenen mangelnden Willen, Faulheit oder Selbstverschulden zu unterstellen ist schlicht falsch weil unzulässigerweise verallgemeinernd.
 
@SE.:
Ist doch egal ... ich habe hier eh schon weit mehr persönliche Informationen preisgegeben, als man meiner Meinung nach überhaupt digital irgendwo ablegen sollte.
 
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Hallo

SE. schrieb:
Menschen verdienen ein menschenwürdige Behandlung, beides sehe ich im momentanen Sozialsystem nicht ausreichend gewährleistet.
Was genau ist denn jetzt an Hartz4 menschenunwürdig ? Darauf hab ich immer noch keine einleuchtende Antwort bekommen.
Ist es menschenunwürdig alle paar Wochen/Monate zu einem Meldetermin zu erscheinen und von den Fortschritten/Problemen zu berichten ?
Ist es menschenunwürdig hin und wieder eine Bewerbung zu schreiben ?
Ist es menschenunwürdig arbeiten zu gehen ?

Ein Dach über dem Kopf, zu essen und etwas Taschengeld ist nicht menschenunwürdig, 90% der restlichen Menschheit beneidet uns um dieses angeblich so menschenunwürdige System.

SE. schrieb:
Den Betroffenen mangelnden Willen, Faulheit oder Selbstverschulden zu unterstellen ist schlicht falsch weil unzulässigerweise verallgemeinernd.
Das hat niemand gemacht, es geht nur um diejenigen die nicht arbeiten wollen (Wie viele/wenige das auch immer sein mögen), niemand hat behauptet das alle Hartz4 Empfänger nicht arbeiten wollen.

DerOlf schrieb:
Es hat einen Grund, dass diese Jobs freiwillig keiner machen will ... sonst wären sie besetzt ... einen Mangel an beschäftigungslosen, arbeitswilligen und -fähigen Hartz4-Emüpfängern haben wir in Deutschland jedenfalls nicht.
Teilweise sogar mit mehr als guter Ausbildung ... nur eben nicht in einem Bereich, in den eh keiner will.
Wer länger als 2 Jahre gearbeitet hat bekommt erst einmal 1 Jahr ALG1 (Über 50 Jahre sogar länger) und wer es in der Zeit nicht schafft eine Arbeit zu bekommen rutscht erst dann in Hartz4.
Von jemandem der in einem Jahr seine Wunscharbeitsstelle nicht gefunden hat kann man doch erwarten das er dann seine Ansprüche an eine Arbeitsstelle runter schraubt und/oder sich neu orientiert.
Wer als Langzeitarbeitsloser jahrelang seine Wunscharbeitsstelle nicht gefunden hat der wird seine Wunscharbeitsstelle auch nicht in den nächsten Jahren finden, wer das glaubt ist ein Träumer und verschwendet nur seine Zeit.
Was ist so schlimm daran vorübergehend eine Arbeit zu machen die nicht der Wunscharbeitsstelle entspricht und sich dann aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus seine Wunscharbeitsstelle zu suchen ?
Wie lange sollen wir den Hartz4 Empfängern denn Zeit geben um Ihre Wunscharbeitsstelle zu finden ? 25 oder 50 Jahre ?
Ich bin der Meinung das es besser ist sich aus einem Scheiß Arbeitsverhältnis heraus zu bewerben als aus der Arbeitslosigkeit (vor allem Langzeitarbeitslosigkeit).

Grüße Tomi

PS: @DerOlf
Da hast du aber einiges gelöscht während ich geschrieben habe.

PPS: @DerOlf
Du hast Recht, die Zeiten haben sich geändert.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Wer länger als 1 Jahr gearbeitet hat bekommt erst einmal 1 Jahr ALG1 (Über 50 Jahre sogar länger) und wer es in der Zeit nicht schafft eine Arbeit zu bekommen rutscht erst dann in Hartz4.
Das solltest du eventuell nochmal nachschlagen .... das ist schon eine Weile her.
Auf der Sete der Bundesargentur für Arbeit (Link) findest du die richtigen Zahlen.
Ergänzung ()

@All:
Was der Tomi da zitiert hat, habe ich wieder gelöscht, weil ich seine Reaktion darauf ja schon kenne ... leider war der Tomi mal wieder schneller.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Ich bin der Meinung das es besser ist sich aus einem Scheiß Arbeitsverhältnis heraus zu bewerben als aus der Arbeitslosigkeit (vor allem Langzeitarbeitslosigkeit).
Gerade du solltest wissen, dass es für Langzeitarbeitslose nahezu unmöglich ist, auch einen Scheißjob zu bekommen, wenn sich darauf auch sämtliche anderen "Hilfarbeiter-Meister" bewerben müssen.
Du würdest einen Langzeitarbeitslosen doch auch dann nicht einstellen, wenn der vergoldet wäre ... denn das würdest du erst bemerken, WENN du ihn zu einem Gespräch einlädst.
Du hast selbst mehrmals darauf hingewiesen, dass genau DAS niemals geschehen wird.

Selbst nicht einstellen wolllen, aber beständig fordern, dass "die" sich um eine Anstellung bemühen müssen (als ob das nicht JEDER wüsste).
Ist auch nicht besser, als auf der faulen Haut zu liegen, und zu fordern, das "die" das eigene Lotterleben finanzieren sollen.

Ist wohl mal wieder Zeit für Georg Kreisler:
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Gerade du solltest wissen, dass es für Langzeitarbeitslose nahezu unmöglich ist, auch einen Scheißjob zu bekommen, wenn sich darauf auch sämtliche anderen "Hilfarbeiter-Meister" bewerben müssen.
Du würdest einen Langzeitarbeitslosen doch auch dann nicht einstellen, wenn der vergoldet wäre ... denn das würdest du erst bemerken, WENN du ihn zu einem Gesräch einlädst.
Du hast selbst mehrmals darauf hingewiesen, dass genau DAS niemals geschehen wird.

Ja, ich habe mehrmals darauf hingewiesen das es für einen Langzeitarbeitslosen fast unmöglich ist eine gute unbefristete Festanstellung zu bekommen und das ich auch Bewerbungen von Langzeitarbeitslosen direkt löschen/entsorgen würde.
Ich habe genau so oft darauf hingewiesen das Zeitarbeit eine gute Möglichkeit ist um dem Arbeitsmarkt zu beweisen das man noch arbeiten kann/will und die Langzeitarbeitslosigkeit aus der ersten Zeile des Lebenslaufes verschwinden zu lassen.

DerOlf schrieb:
Selbst nicht einstellen wolllen, aber beständig fordern, dass "die" sich um eine Anstellung bemühen müssen (als ob das nicht JEDER wüsste).
Weißt du, ich stelle Techniker/Medizintechniker ein und da gibt es aktuell keine Langzeitarbeitslosen, im Gegenteil der Markt ist leergefegt, die beste und fast einzige Chance einen zu bekommen ist durch Abwerbung bei der Konkurrenz.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Weißt du, ich stelle Techniker/Medizintechniker ein und da gibt es aktuell keine Langzeitarbeitslosen.
Bist du dir da sicher ... oder gilt das nur für dein ganz spezielles Umfeld?
Ich kenne eine MTA die seit 18 Monaten nichts findet, solll ich die zum testen mal bei euch rumschicken?
;)
Ich kenne sogar langzeitarbeitslose kaufmännische Angestellte (so mit kfm. Ausbildung + mehrere JC-finanzierte Weiterbildungen) ... wenn ich mir den lokalen Stellenmarkt anschaue, dann verstehe ich allerdings selbst nicht, wie die das hinbekommen haben.
Gerade in dem Bereich wird hier gerade ziemich viel gesucht ... ach Scheiße ... die suchen alle mit mehrjähriger Erfahrung ... und wenn man nachfragt, ob die zwingend ist, dann antworten die meisten mit "ja".
Sogar Leiharbeitsfirmen kriegen das mit, und stellen ebenfalls viel lieber Leute ein, die schon einschlägige Berufserfahrung mitbringen.
Der Bedarf an Erfahrenen ist riesig ... aber Einarbeiten ist allen zu teuer irgendwie.

Ist es denn wirklich nötig, sich langsam zum Wunschbereich "vorzuwechseln"?
Dann wäre die Praxis der Jobcenter, Akademiker zunächst mal in eine Umschulung zu stopfen, tatsächlich irgendwie sinnvoll. Besser man verabschiedet sich gleich von diesen komischen Vorstellungen, die man im Studium vermittelt kriegt und legt nur noch wert darauf "irgendeinen" Job gefunden zu haben, der einem die Hartz4-Stigma erspart.

Du hast gefragt, was an Hartz4 menschenunwürdig sei ... du hast meine Antwort mehrmals ignoriert ... es ist die Art, wie Du und nicht wenige andere, über die Hartz4-Empfänger reden. Man lebt ständig in der Angst, die Gesellschaft könne einer Partei Mehrheiten geben, nur weil die versprochen hat, den Hartzern "den Hahn zuzudrehen".
Man kann richtig froh sein, dass die AfD auch von Hartzern gewählt wird ... da wird die solche Dinge nicht ins Programm nehmen, bis sie glaubt, dass sie die Hartzer-Stimmen nicht mehr braucht.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Ich kenne eine MTA die seit 18 Monaten nichts findet, solll ich die zum testen mal bei euch rumschicken?
Ein MTA ist kein Techniker/Medizintechniker, wir suchen Techniker/Medizintechniker die medizinische Geräte installieren/prüfen/warten/reparieren können.
Wir suchen nicht jemanden der für eine Untersuchung/Diagnose am Patienten medizinische Geräte (oder Laborgeräte) bedienen kann und die medizinischen Ergebnisse dokumentieren/auswerten kann.
Netter Versuch aber falscher Beruf: https://de.wikipedia.org/wiki/Medizinisch-technischer_Assistent

DerOlf schrieb:
... die suchen alle mit mehrjähriger Erfahrung ...
Mir ist Berufserfahrung nicht so wichtig, mir ist es wichtiger das jemand will, den Rest bringen wir dem schon bei, bei uns gibt es eine Regel/Vorschrift, niemand fasst ein Gerät an auf das er nicht von uns geschult wurde.

Grüße Tomi
 
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Das war ein Scherz ...
Medizintechniker kenne ich keine, nur ein paar "Metaller" .. und ich glaub nen Industriemechaniker für Steuerungstechnik könnt ihr auch nicht gebrauchen.
Der ist mit seinen Hochdruckturbinen im Moment auch ganz zufrieden .. ist aber nur befristet.
Er hat sich im Februar aus einer Leiharbeitsfirma ausgeklinkt, weil die ihm keinen Job zu angemessenem Lohn bieten konnten. Und schwupps drei Monate später hatte er nen befristeten Arbeitsvertrag ... bei einem Kunden der LAF (ein guter Deal für alle ... ausser die LAF).

Zeitarbeit ist eine Möglichkeit, aber es ist echt nicht die beste ... was die können, kann eigentlich jeder, man hat nur meist nicht die Kontakte, über die heutzutage alles läuft.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Er hat sich im Februar aus einer Leiharbeitsfirma ausgeklinkt, weil die ihm keinen Job zu angemessenem Lohn bieten konnten. Und schwupps drei Monate später hatte er nen befristeten Arbeitsvertrag ... bei einem Kunden der LAF (ein guter Deal für alle ... ausser die LAF).
Das ist genau das was ich schreibe, Zeitarbeit kann ein Sprungbrett in eine richtige Beschäftigung sein, man muss nur besser als der minimale Durchschnitt sein den man an jeder Ecke bekommt.

DerOlf schrieb:
Zeitarbeit ist eine Möglichkeit, aber es ist echt nicht die beste
Das ist richtig, es ist nicht die beste Möglichkeit, es ist aber auf jeden Fall viel besser als in der Langzeitarbeitslosigkeit zu versinken.
Es ist vor allem wichtig nicht in einer kleinen Bude anzufangen die zu keinem Dachverband gehört, man sollte bei einer Zeitarbeit anfangen die zu einem Dachverband gehört und Tarifgehälter/-löhne zahlt.

DerOlf schrieb:
... was die können, kann eigentlich jeder, man hat nur meist nicht die Kontakte, über die heutzutage alles läuft.
Also kann es mangels Kontakten doch nicht jeder.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Also kann es mangels Kontakten doch nicht jeder.
Die Unternehmen greifen ja auch nur zu gerne auf diese Vermittler zurück ... aus Gründen die du sicher besser darlegen kannst als ich (muss aber nicht nochmal sein).
ca. 75% der Ausschreibungen, die du bei Stepstone und anderen Jobportalen findest, sind indirekte Stellenangebote über eine Z/LAF.
Den oben genannten Metaller wollte die Agenur für Arbeit in eine Zeitarbeitsfirma zwingen, er hat sich lieber nen Job gesucht .. und als Strafe ne 21-tägige Sperre nebst Rückforderung bekommen.
Begründung der Einspruchsablehnung:: "können wir nicht ändern, ist ein automatisches System und sie haben eine Maßnahme nicht angetreten".
Nicht menschenunwürdig?
Und ich rede hier noch von ALG 1.
 
Hallo

@DerOlf
Ich weiß nicht was da bei dir los ist, aber du kennst irgendwie nur beruflich gescheiterte Menschen und Menschen die Probleme mit der AfA und/oder dem JC haben, kann es sein das du "Problemfälle" magisch anziehst ? Ist das ansteckend ?

Grüße Tomi
 
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