Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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Mustis schrieb:
1) Ich hab ihm kein Auto abgesprochen. Ich habe lediglich bemerkt, dass das Auto wohl zu teuer war, wenn er kaum die Raten zahlen kann. Es ist zudem eine Vermutung.

Wann hast Du das letzte mal in die Preisliste z. B. vom VW Golf geschaut?? Unter 25.000 € läuft da nix mehr für einen Diesel. Mein Audi A3 würde mich aktuell neu schlappe 35.000 € kosten und da ist dann noch kein Luxus wie Leder oder Navi drin. :(

=> Auto ist zwar für sehr viele Arbeitnehmer existenziell zur Erbringung eines Einkommen, aber auf der anderen Seite dank der gierigen Autobauer ein absolutes Luxus-Gut geworden. Wobei dies auch nur in Deutschland so ist, denn hier bei uns sind die Brutto-Listenpreise mit die höchsten weltweit!!


Mustis schrieb:
2) Ja, ich wage es zu fragen, wieso jeder ein Eigenheim haben muss. Diese Vorstellung ist antiquitiert.

Na dann schau Dir mal die Mietpreise an. Ich kenne etliche Leute, welche sich ihre Hütte alleine dadurch finanzieren, dass im Keller eine Einliegerwohnung ist, welche soviel Kohle abwirft damit fast die komplette monatliche Finanzierungsrate der Hütte damit bezahlt werden kann.


Mustis schrieb:
Und wer nachwie vor glaubt, Hochschule ist ein Garant für hohes einkommen lebt ein paar Jahrzehnte zu spät.

Die Zeiten sind schon lange vorbei und deshalb gibt es ja auch den Fachkräftemangel. Nur leider kapiert noch niemand so ganz wo der Zug hinfährt. Rechen mal fünf Jahre Studium gegen 2 1/2 Jahre Ausbildung und 2 1/2 Jahre Vollzeitbeschäftigung bei Ausbildung (oder halt 4 bis 5 1/2 Jahre Vollzeitbeschäftigung wer kein Abi macht) gegen.

2 1/2 Jahre Ausbildung => 22.500 € bei ~750 €/Monat
2 1/2 Jahre Vollzeitbeschäftigung => 69.000 € bei 2.300 €/Monat

Sagen wir also runde 100.000 €, welche ein Berufsschüler schon erarbeitet hat bis der Studierte erstmal von der FH oder Uni kommt. Nun hat der Student aber mittlerweile Studiengebühren als Steine in den Weg gelegt bekommen und so kostet ein Studium mittlerweile locker seine 50.000 €. D. h. der Vorsprung des Berufsschüler klettert auf über 150.000 €.

Warum sollte man da noch Studieren gehen?


Mustis schrieb:
Ich mein, ein einfacher ITler, was macht der denn so tolles, dass er nicht jederzeit austauschbar ist? Die It Branche ist inzwischen reichlich überlaufen, entsprechend wenig wird die Arbeit entlohnt. Angebot und Nachfrage gelten auch für Jobs.

Nur leider entspricht dies nicht für Highend-IT. Nicht jeder mit Fachwissen aus der Computerbild kann ein SAN oder Netzwerk für mehrere Million-€ betreuen. Und genau da beißt sich das ja, dass man auf der einen Seite nur Billig-IT'ler einstelllt - weil Leute mit Fachwissen wollen wesentlich mehr - und dann andauernd die IT-Dienstleister für exorbitante Preise anrücken lässt weil die eigenen IT'ler es aus Ermangelung an Hirnschmalz nicht gebacken bekommen.


Mustis schrieb:
Wenn er so schlecht bezahlt und keiner will mehr für ihn schaffen, wird er schon mehr zahlen. Es gehören immer 2 dazu, die einen Arbeitsvertrag unterschreiben. er hat dich wohl kaum gezwungen.

Schau in den Thread und dann dürfte dir klar sein warum der Laden durchaus immer noch Idioten (mich eingeschlossen) findet der für den Hungerlohn kommen. Wobei ich mich deshalb selbst als Idiot bezeichne, da ich Anfang des Jahres die große Auswahl hatte und dann auf diesen Laden wegen den tollen Aussichten, welcher der Personalchef gab, reingefallen bin. Jetzt sitze ich halt fest bis sich die Wirtschaft wieder erholt hat. Denn gerade die großen Firmen mit Stellen auf meinem Spezialgebiet haben ja fast alle Einstellungsstop verhängt. :(
 
NewUser schrieb:
Wann hast Du das letzte mal in die Preisliste z. B. vom VW Golf geschaut?? Unter 25.000 € läuft da nix mehr für einen Diesel. Mein Audi A3 würde mich aktuell neu schlappe 35.000 € kosten und da ist dann noch kein Luxus wie Leder oder Navi drin. :(

=> Auto ist zwar für sehr viele Arbeitnehmer existenziell zur Erbringung eines Einkommen, aber auf der anderen Seite dank der gierigen Autobauer ein absolutes Luxus-Gut geworden. Wobei dies auch nur in Deutschland so ist, denn hier bei uns sind die Brutto-Listenpreise mit die höchsten weltweit!!

Von Allgemeinplaetzen wie kontinuierlich steigenden Energie- und Rohstoffpreisen oder Kursschwankungen mal abgesehen ist Deutschland ein Hochlohnland - und soll das ja auch bleiben (bzw. kuenftig gar Geld fuers Nichtstun bezahlen).

So teuer wie Du unterstellst sind deutsche Autos vergleichsweise nicht - meistens dann, wenn mit anderen Marken kooperiert wird. Ein OPEL AGILA etwa ist zugleich ein SUZUKI SPLASH und wird zu durchaus fairen Konditionen angeboten; ein tageszugelassener GOLF mit 1.9 Liter Diesel-Aggregat ist fuer €16.000 zu bekommen. Im Premiumsegment hat man wenig ernsthafte Konkurrenz - und damit natuerlich auch andere Moeglichkeiten zur Preisbestimmung.

Was die Preise deutscher Fahrzeuge im Ausland angeht. Erstens - die sind oft deshalb deutlich niedriger, weil vor Ort zu lokalen Konditionen gefertigt wird. Und zweitens wuerde ich mich nicht vom geringen Preis taeuschen lassen: gar nicht selten wird anschliessend eine saftige Steuer faellig, was den Preisvorteil egalisiert und auch notwendig macht.

NewUser schrieb:
2 1/2 Jahre Ausbildung => 22.500 € bei ~750 €/Monat
2 1/2 Jahre Vollzeitbeschäftigung => 69.000 € bei 2.300 €/Monat

Sagen wir also runde 100.000 €, welche ein Berufsschüler schon erarbeitet hat bis der Studierte erstmal von der FH oder Uni kommt. Nun hat der Student aber mittlerweile Studiengebühren als Steine in den Weg gelegt bekommen und so kostet ein Studium mittlerweile locker seine 50.000 €. D. h. der Vorsprung des Berufsschüler klettert auf über 150.000 €.

Warum sollte man da noch Studieren gehen?

Studiengebuehren sind immer noch die Ausnahme von der Regel. Und wo bitte kostet welches Studium € 50.000?

Ganz abgesehen davon geht das Geruecht, dass die Lebenserwartung kontinuierlich zunimmt. Auch die von Studenten. Weshalb diese umschlaegig betrachtet dank deutlich hoeherer Einkuenfte bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Risiko der Arbeitslosigkeit recht schnell im Plus sein duerften.
 
Wieso redet man außerdem immer von einem Neufahrzeug? Tuts ein 1-2 Jahre altes Auto etwa nicht? Fährt das nicht mehr oder hab ich was nicht mitbekommen? Die meisten Menschen in DE fahren nachweislich zu große und zu teure Autos, eben weil es "in" ist. Ich denke nicht, dass man das zwangsweise tolerieren und vorallem nicht unterstützen muss.


Jepe fragte es schon: Wie kommst du auf 50.000 Euro. oO ein 6 Jahre Studium kostet von den Studiengebühren her 6.000 Euro. also knapp ein 1/3 und die meisten Studiengänge gehen nichtmal so lange. Aber das ist wieder typische Taktik, erstmal riesige Summen nennen. Wirkt schön erschreckend.

Das verzerren von Zahlen scheint bei dir auch Methode zu sein. Golf unter 25.000 nix? Muss wohl zwingend Luxusvariante sein. Der kleinste, neuste Golf Benziner (wozu Diesel? Zuviel Geld für Steuern und mehrkosten bei Anschaffung dafür das Benzin 2 cent pro Liter teurer ist?) geht ab 16.500 Euro los. Das is ne ganz andere Hausnummer ne? Und das ist listenpreis. 2-3% Rabatt sind locker drin. Und warum überhaupt nen Golf? Ein Polo ist fast genauso groß und reicht für ne junge 3 köpfige Familie alle mal. Kostet vom basismodell aus nach liste 12.500 Euro. Von der deutlich günstigeren Versicherung mal ganz abgesehen. Luxus muss man sich erarbeiten. Und nicht einfach haben wollen. Und wie gesagt ein Golf 2-4 Jahre alt bekommt man gepflegt locker unter 10.000 Euro.
 
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das "Recht auf einen Neuwagen, mindestens Golf mit 2.0 TDI" ist auch irgendwie an mir vorbeigegangen, aber durchaus eine gängige Annahme. Kein Plan, woher das kommt ... etwas ausserhalb der Relationen meiner Meinung nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mustis schrieb:
Jepe fragte es schon: Wie kommst du auf 50.000 Euro. oO ein 6 Jahre Studium kostet von den Studiengebühren her 6.000 Euro. also knapp ein 1/3 und die meisten Studiengänge gehen nichtmal so lange. Aber das ist wieder typische Taktik, erstmal riesige Summen nennen. Wirkt schön erschreckend.

Ich rechne halt mit Vollkosten und nicht nur mit den Studiengebühren - oder kennst Du eine FH/Uni bei der in den Studiengebühren auch Übernachtung und Essen dabei ist. Während der Azubi diese Kosten von seinem Azubigehalt bezahlen kann muss ein Student diese Kosten von seinen Eltern bezahlt bekommen, oder aber macht Schulden.

Z. B. an meiner FH war es nicht möglich ohne Einbußen beim Lehrbetrieb nebenher zu arbeiten, denn das Studium ist auf die reichen Söhne/Töchter ausgelegt -> Vorlesungen mehrmals die Woche bis 17:00 Uhr. Klausuren nur während den Semesterferien und dann auch schön über die komplette Zeit verteilt wenn es passt nur maximal eine pro Woche.


Mustis schrieb:
Das verzerren von Zahlen scheint bei dir auch Methode zu sein. Golf unter 25.000 nix? Muss wohl zwingend Luxusvariante sein. Der kleinste, neuste Golf Benziner (wozu Diesel? Zuviel Geld für Steuern und mehrkosten bei Anschaffung dafür das Benzin 2 cent pro Liter teurer ist?) geht ab 16.500 Euro los. Das is ne ganz andere Hausnummer ne? Und das ist listenpreis. 2-3% Rabatt sind locker drin. Und warum überhaupt nen Golf? Ein Polo ist fast genauso groß und reicht für ne junge 3 köpfige Familie alle mal. Kostet vom basismodell aus nach liste 12.500 Euro. Von der deutlich günstigeren Versicherung mal ganz abgesehen. Luxus muss man sich erarbeiten. Und nicht einfach haben wollen. Und wie gesagt ein Golf 2-4 Jahre alt bekommt man gepflegt locker unter 10.000 Euro.

Aha, und der 2-4 Jahre alte Gebrauchtwagen ist auch 100% wie ein Neuwagen mit voller Hersteller-Garantie und hat auch in den ersten Lebensjahren überhaupt kein Verschleiß gehabt??

Ich verzerre hier garnichts. Ich rede hier von den harten Fakten der Realität und nicht den Fakten die einige wenige Analysten zum Schönrechnen brauchen. Z. B. www.volkswagen.de -> der kleinste/billigste Golf Trendline TDI kostet 20.625 €. Rechen da mal noch die 4-Türen, Radio und Nebelscheinwerfer als Must-Have für 25.000 km im Jahr drauf und schon stimmen meine Zahlen ziemlich gut. ;)
 
Wenn Du in 2 1/2 Jahren Studium als Aequivalent zu 2 1/2 Jahren Ausbildung € 50.000 Lebenshaltungskosten hattest, hast Du etwas falsch gemacht. Sollte Dein Studium laenger dauern / gedauert haben, wird Deine "Rechnung" immer schiefer.

Ob Dir der Terminus "Bafoeg" gelaeufig ist, frage ich erst gar nicht.

Wenn Du ein neues Fahrzeug brauchst und unter / neben einem GOLF fuer Dich nichts annehmbar ist: Dein Problem, sieh zu, wie Du seine Loesung finanzierst. Wenn Du auf den Preisempfehlungen (die uebrigens auch bei nichtdeutschen Fabrikaten teils salzig sind) bestehst und jegliche Rabatte der Haendler ausschlaegst: vorbildlich, angeblich brauchen wir ja mehr Binnennachfrage.

Dass Du zu Argumenten wie Einkommensperspektive / Tageszulassungen nichts sagt, spricht Baende (ganz abgesehen davon, dass eine Diskussion ueber Autopreise in einem Thread ueber ein bGe absurd ist). Mit den "harten Fakten der Realitaet" hat das aber ebensowenig zu tun wie mit "schoenrechnen". Eher mit der omnipraesenten deutschen Mentalitaet des ewig bestenfalls halbleeren Glases.
 
Ich frage nochmal: Wozu einen Diesel? Teurer in der Anschaffung und mehr Steuern. Um das reinzuholen bei 2 Cent zum Benzinpreis muss man deutlich über 25.000 Kilometer im Jahr fahren (wer das muss hat zudem in aller Regel auch nochn Firmenfahrzeug, in nem Golf möcht ich das nicht fahren müssen) um das in 3-4 Jahren wieder auf 0 zu kommen. Der Anteil an der Bevölkerung, der jährlich über 25.000 km wie von dir veranschlagt fährt, dürfte unterhalb von 10% liegen. Der deutsche Jahresdurchschnitt liegt bei 9.000 km. Warum es zu dem der teuerste Wagen dieser Klasse sein muss, steht auch noch zur Diskussion.

Und du glaubst ein Azubi kann von seinem Azubigehalt eine Wohnung, einen Wagen und Lebensunterhalt zahlen? Ich glaub, du redest hier von Dingen, von denen du rein gar nichts weiss. Das höchste Azubigehalt nach Tarif liegt im 3. Jahr Brutto bei 899 ca. davon bleiben knapp 600,- EUR im Monat, im ersten Jahr liegt es bei knapp 550,- EUR. Das durchschnittliche Azubigehalt über alle Branchen liegt bei knapp der Hälfte davon. Davon soll man leben können? Da brauch jeder Student vll 10 Stunden pro Woche arbeiten, um auf mehr zu kommen. Bafög kann er auch erhalten.

Du hälst dich an keine Fakten, du bist einfach nur neidisch und fühlst dich ungerecht behandelt weil du was dafür tun musst, was ganz wenige andere nicht müssen.

"Z. B. an meiner FH war es nicht möglich ohne Einbußen beim Lehrbetrieb nebenher zu arbeiten, denn das Studium ist auf die reichen Söhne/Töchter ausgelegt -> Vorlesungen mehrmals die Woche bis 17:00 Uhr. Klausuren nur während den Semesterferien und dann auch schön über die komplette Zeit verteilt wenn es passt nur maximal eine pro Woche."

Das hier ist echt der größte Blödsinn und unterstreicht nochmals die Neidmentalität:

1. varriert das stark von Uni zu Uni und von Studienrichtung zu Studienrichtung. In der Uni Giessen werden Klausuren vornehmlich im Semester geschrieben, in Darmstadt dagegen gegen Ende des Semesters. Ein festgelegtes Regelwerk dafür existiert nämlich nicht. Die Professoren an den Unis machen auch nicht nur ihre Vorlesungen sondern noch ne Menge mehr, richtet sich der Vorlesungsplan auch ein wenig nach ihnen und nicht danach wie es die Studenten am einfachsten und bequemsten hätten.

Studieren soll kein kindergeburtstag werden. Das es nicht einfach ist und teilweise anstrengend sollte klar sein. Ich würd sogar mal behaupten, dass es in Deutschland verdammt einfach an den Unis ist, wenn man es mit Japan oder anderen asiatischen Unis und vielen weiteren Unis weltweit vergleicht.

Typisch Deutsch halt. Das Glas ist immer bestensfalls halbleer (wie JePe es schon so schön sagte), es sind immer die anderen Schuld und überhaupt man wird immer nachteilig behandelt, die anderen besser.

Davon abgesehen, von 9.000 EUR bGE kann man sich all das auch nicht leisten und die Frage, warum hart arbeiten um nur unwesentlich besser dazustehen, stellt sich dann noch viel eher.
 
warum hart arbeiten um nur unwesentlich besser dazustehen, stellt sich dann noch viel eher.
naja, schuften sollte es im 21. Jhdt nicht mehr geben :rolleyes:

Grundeinkommen => finale Spaßgesellschaft, Arbeit als happening, und just for fun (und die verbleibende schlechte Arbeit, so es das gibt, wird fett bezahlt)

--

Deutschland ist Exportweltmeister, dadurch haben wir viel Arbeit. Würden wir stattdessen ganz egoistisch nur das produzieren, was wir hier brauchen, dann hätten wir nur noch einen Bruchteil der gegenwärtigen Arbeit --> ohne das wir einen geringeren Lebenstandart hätten.
--

also, bevor es Geld gab, haben die Menschen auch nur so viel gemacht, wie für den Tag nötig war. Erst seit man Geld akkumulieren kann, müssen alle mehr machen als sie wollen/sie als sinnvoll erachten. Lustigerweise sehen wir grade, wie Geldvermögen einfach so zusammenschmelzen. Fazit: eine auf Wachstum basierende Wirtschaft/Gesellschaftsform ist ganz nett, aber früher oder später zerbröselts. Denk mal dran, wieviele Überstunden und kaputte ehen, vernachlässigte kinder nötig waren, um diese Riesenvermögen anzuhäufen .. und jetzt ist alles für die Katz.
..ist ein bissel pointiert formuliert
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann diese Sichtweise überhaupt nicht nachvollziehen, weder die Sache mit dem Export noch die mit dem Geld.

Sehr vereinfacht ausgedrückt: Für die Waren (und Dienstleistungen), die wir von Deutschland aus in die Welt exportieren, erzielen wir (Geld-)Einkommen, das wir anschließend für Urlaub ausgeben. Der Urlaub wird importiert und das Geld fließt wieder ab. Wäre es anders, würde sich das Geld in Deutschland stapeln, was bekanntlich nicht der Fall ist.

Die Menschen leben schon seit ca. 12.000 Jahren nicht mehr in den Tag hinein, spätestens vom dem Zeitpunkt an, als sie begannen, sesshaft zu werden (Ackerbau und Viehzucht). Und auch in der Zeit davor wird man nicht unbedingt durch alle Winter gekommen sein, ohne sich Vorräte anzulegen. Das hat mit dem Geld herzlich wenig zu tun.

Du kannst heute – in der Geldwirtschaft – darüber entscheiden, ob Du 15, 20, 25, 30, 35 oder 40 Stunden pro Woche arbeiten willst. Du hast sogar einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeitarbeit, den Du gegenüber Deinem Arbeitgeber geltend machen kannst. Es müssen nicht alle „alle mehr machen als sie wollen/sie als sinnvoll erachten“.

Das Gegenteil ist wohl eher der Fall. Die Menschen wollen sich schicke Klamotten kaufen, Auto fahren und Urlaub machen oder teuren Hobbys nachgehen. Das alles kostet Geld. Und dafür wird dann auch (gerne) mehr gearbeitet.

Wenn die Menschen in Deutschland alle nur drei Stunden am Tag arbeiten würden, sähe es hier nicht viel anders aus als in der tiefsten Provinz eines Entwicklungslandes. Wir leben hier in großem Wohlstand, den wir uns erarbeitet haben. Export hin oder her. Geld hin oder her. Denn die asphaltierten Straßen, auf denen ich fahre, sind real und durch Arbeit entstanden.

Edit:
Ohne Exporte, kein Geld für Importe:
http://www.destatis.de/jetspeed/por...id=E6A46E965B08A35DE96DF7E6FF0341E6.internet2
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorallem möcht ich mal sehen, wie du diesen Beitrag geschrieben hättest, wenn De nichts mehr exportiert und somit auch nichts mehr importiert, denn wo soll die Gegenleistung dafür herkommen? Womit möchtest du im Winter heizen, wohin in den Urlaub fahren?

Das ist nicht pointiert geschrieben, das ist einfach nur geistige Diarrhoe, die jeglicher Grundlage entbehrt und absolut unrealistisch ist. Wozu sich überhaupt so ein Konstrukt ausdenken, dass hinten und vorne aufgrund logischer Fehler nicht funktioniert? Zuviel Freizeit?
 
@mustis
kein Grund sich künstlich aufzuregen: wie man am Beispiel Lidl sehen kann (Klamotten aus Sklavenarbeit) gehen einige buchstäblich über Leichen, um an ein Vermögen ranzukommen. Das ist natürlich für manchen nur das "freie Spiel der Märkte" und so weiter :rolleyes:

@kesh
schon klar, das der Arbeitsmarkt stark reglementiert ist, das GE hat den Anspruch, dass das alles besser funktioniert ohne Bürokratie :cool_alt:

..im Mittelalter wurde in den Wintermonaten gar nicht gearbeitet, das waren noch Zeiten!
 
walter08 schrieb:
..im Mittelalter wurde in den Wintermonaten gar nicht gearbeitet, das waren noch Zeiten!

Im Mittelalter...
... sind die Menschen an einfachsten Krankheiten gestorben
... herrschte auf dem Land Willkür und nicht Recht
... gab man dem Lehnsherren alles und hatte selber nichts
... war bei einer OP nix mit Narkose, da wurde einfach gearbeitet
... war Hygiene ein absolutes Fremdwort

Und wenns dich so sehr stört, in Afrika musst auch net arbeiten...
 
Wo verkauft Lidl Klamotten aus Sklavenarbeit? Quelle? Und selbst wenn, weil einer aus der Reihe tanzt, sind alle anderen Mitschuld? Ich kapier immer die Logik nicht, einer macht mist, alle haften mit? oO

ein freies Spiel der Märkte haben wir in DE schon seit geraumer Zeit nicht mehr, denn in einer sozialen Marktwirtschaft wie bei uns greift der Staat regulierend zugunsten der Schwächeren ein und das tut er reichlich, wenn ich mal so durchs Arbeitschutzgesetez und die ganzen anderen Gesetze blättere, die ne Menge regulieren.
 
Die Quelle ist Spiegel Online. Da wurde über Jeans bei Lidl für 5 oder 6 Euro berichtet, die in Bangladesch hergestellt werden. Ein anderer Discounter ist Kik, der macht das ähnlich.

Problem Nr. 1 ist das Rechtssystem im Bangladesch, das so etwas zulässt.
Problem Nr. 2 sind die Discounter, die das ausnutzen.
Problem Nr. 3 sind die Kunden, die solche Waren kaufen.

Die Kunden bei Lidl und Kik interessieren sich nicht die Bohne dafür, woher die Ware kommt und unter welchen Bedingungen sie produziert worden ist. Aber jetzt warte ich erst einmal die Empörung derjenigen ab, die argumentieren, dass man als Hartz-IV-Emplänger nur noch dort einkaufen könne, weil man gar keine andere Wahl habe.

Edit: Drei Suchbegriffe (Spiegel, Lidl, Jeans) und man hat es:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,592711,00.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist vorallem immer toll, wenn die Leute auf unserer Rechtsbasis irgendwo im Ausland etwas verurteilen. Na gut, aber ne Quelle hab ich immer noch nicht und Spiegel Online ist nunmal leider Gottes nicht das, was ich kritiklos als guten, glaubwürdigen Journalismus bezeichnen würde.
 
Mustis schrieb:
Na gut, aber ne Quelle hab ich immer noch nicht und Spiegel Online ist nunmal leider Gottes nicht das, was ich kritiklos als guten, glaubwürdigen Journalismus bezeichnen würde.

Danke dass das endlich mal jmd genauso sieht!!!!
 
@JePe

Mmmhh!? Eine Greenpeace-Quelle? Nunja, es gibt Schlimmeres.

@walther
Kinderarbeit ist in Indien keine Sklavenarbeit. Gesetze zum Schutze Minderjähriger existieren hier, in einem Großteil der restlichen Welt jedoch nicht.

Wenn wir in unsere Geschichte blicken, so ist es auch nicht allzulang her, dass Kinderarbeit auch hier usus war und Kinder über keinen gesonderten Status verfügten.
Das Beispiel Indien macht deutlich, wie die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes mit Sieben-Meilen-Stiefeln die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung überholt hat und weiter hinter sich lässt.
Gesellschaftlich ist Kinderarbeit, nicht nur in Indien, vollkommen normal, führt aber im Zuge der sich extrem schnell entickelnden Wirtschaft zu dieser Form.

Während bei "uns" sich Gesellschaft und Wirtschaft als Teil dieser Gesellschaft in einem vergleichsweise langen Zeitraum entickeln konnte, ist diese Verbindung in Ländern wie China, Indien, Vietnam etc. weitestgehend durchtrennt worden.

Diese sind nun gefragt, ihre Gesellschaften den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Welthandels möglichst schnell anzupassen. Das erzeugt natürlich Reibung, ist aber m.E. ein notwendiger Prozess.


btw:
Vielleicht können wir ja jetzt wieder den Bogen zum bGe hinbekommen.

MFG
 
Zuletzt bearbeitet:
Mustis schrieb:
Ich frage nochmal: Wozu einen Diesel? Teurer in der Anschaffung und mehr Steuern. Um das reinzuholen bei 2 Cent zum Benzinpreis muss man deutlich über 25.000 Kilometer im Jahr fahren (wer das muss hat zudem in aller Regel auch nochn Firmenfahrzeug, in nem Golf möcht ich das nicht fahren müssen) um das in 3-4 Jahren wieder auf 0 zu kommen. Der Anteil an der Bevölkerung, der jährlich über 25.000 km wie von dir veranschlagt fährt, dürfte unterhalb von 10% liegen. Der deutsche Jahresdurchschnitt liegt bei 9.000 km. Warum es zu dem der teuerste Wagen dieser Klasse sein muss, steht auch noch zur Diskussion.
...
Solche Jahresdurchschnittswerte sagen doch nichts aus, der eine fährt 50.000 und der andere gerade mal 6.000km im Jahr.
Deine Behauptung dass man im Jahr 25.000 km zurücklegen muss damit sich ein Diesel rentiert, stimmt überhaupt nicht.
Die Preise für Diesel und Benzin haben sich näherzu angegliechen, aber ein Diesel verbraucht im direkten Vergleich zu einem Benziner deutlich weniger.

Ich denke aber das es weder ein 1,9L Diesel sein muss, der Drehmoment vom Diesel ist sowieso viel höher als der von vergleichbaren 2.0L Benziner-Motor, noch legt ein Durchschnittsmensch mehr als 15.000km im Jahr zurück.
Ein 1.4L Benziner ist bei einem Gewicht (Insassen mitinbegriffen) von 1300kg eine echt lahme Ente. Ein vergleichbares Turbo-Diesel dagegen wird das Gewicht locker packen.
-------

Ein 1.4L ist mit 1.6L Benziner zu vergleichen, da fast der selbe Drehmoment.

Ich nehme einfach 70% Innerorts und 30% Ausserortsfahrten.

Beide Varianten sind laut VW für genau 14.500€ erhältlich !

Bei 8.000km Gesammtjahresleistung wären 70% Innerorts 5.600km und 30% Ausserorts die restlichen 2.400km. Der Preis gleicht für ein Liter Sprit 1.30€.

1.4L POLO TDI 50kW\ - Ausserorts 3.9L (94€)/Innerorts 5.7L (319€)= 412€ + Jahresteuer 216€ = 628€

1.6L POLO Benziner 77kW\ - Ausserorts 5.1L (122€)/Innerorts 9.5L (532€)= 654€ + Jahresteuer 108€ = 762€



Die Differenz liegt demnach bei 134€. Selbst bei 5.000km pro Jahr wäre immer noch mit Diesel 84€ mehr in der Tasche.

Habe ich was nicht berücksichtigt ?
 
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