Beeinflusst PowerLan die DSL Verbindung

Scruffy2008

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ich habe schon öfter gelesen, dass der Einsatz von PowerLan Adaptern zu einer instabilen DSL Leitung führen soll. Gerade in älteren Häusern mit einer nicht so perfekten Verkabelung des Stromnetzes soll die schlechtere Abschirmung wohl die Telefonleitung beeinflussen.
Kann das jemand bestätigen oder klar verneinen?
Habe PowerLan vor Jahren mal eingesetzt, war nicht so das gelbe vom Ei ;):D
Bevor ich aber nun Kabel hier im Haus verlege, was zwar die bessere Lösung wäre, aber auch extrem aufwendig, wollte ich mich mal erkundigen.
 
Ja, aber es hängt von mehreren Faktoren ab (siehe z.B. hier):
  • Lage der Leitungen
  • Geschwindigkeit der dLAN Adapter
  • Geschwindigkeit und Generation der DSL Verbindung
 
Powerlan macht die DSL Leitung nicht schlechter. Entweder die DSL Leitung ist schon schlecht, oder da kommen ganz andere Störfaktoren.
 
Was ist das für ein Schwachsinn?

Der DSL Anschluss wird durch die Nutzung von Powerlan nicht beeinflusst. Wenn die DSL Verbindung scheisse ist, dann bleibt sie scheisse.
Da hat deine Stromverkabelung aber überhaupt nichts mit zu tun. Das sind komplett separate Schuhe.

Wenn die die Leistung deines DSL Anschlusses, also die Bandbreite...effektiv im Haus verteilen willst. Nimm ein Netzwerkkabel.
Powerlan ist auch eine Option, liefert aber nicht gerade besonders hohe effektive Bandbreite und ist von vielen Randfaktoren abhängig (Licht aus oder an? Anderer Verbrauchen am Netz....) Ist halt wie bei WLAN auch... wenn die Bedingungen ideal sind, dann kommt was brauchbares bei raus...sonst ist es eben nicht so.

Lass dich nur nicht vom Marketing in die Irre führen. Nur weil das DLAN Set 1200Mbit bewirbt, heißt das nicht das diese auch erreicht werden.
 
founti schrieb:
Der DSL Anschluss wird durch die Nutzung von Powerlan nicht beeinflusst. Wenn die DSL Verbindung scheisse ist, dann bleibt sie scheisse.
Da hat deine Stromverkabelung aber überhaupt nichts mit zu tun. Das sind komplett separate Schuhe.
Um bei deinem Wortschatz zu bleiben: wie kommst du auf diesen Schwachsinn?

Aktuelle dLAN Adapter und VDSL2 überlappen sich fast 100% im Frequenzspektrum und falls Telefonkabel parallel zu den Stromkabeln verlegt sind, dann ist eine funktionierende DSL Leitung fast auszuschließen. Die Hersteller bewerben diese Störung sogar als Feature, da durch das Übersprechen von parallelne Leitungen häufig kein Phasenkoppler nötig ist, um eine dLAN Verbindung über verschiedene Phasen herzustellen.
 
Also momentan habe ich sehr stabiles VDSL von O2 mit 50mbit und nie Einbrüche in der Leistung. Die Telefondose liege ca 20cm neben der Steckdose. In wie weit die Kabel im restlichen Haus laufen kann ich schlecht sagen. Ist ein Zweifamilienhaus von 1960.

Dann nehme ich mal an, dass ich PowerLan aus meinen weiteren Überlegungen streichen kann?

Ginge halt darum, überall im Haus mindestens 100mbit stabil zu haben. WLAN geht nur zum Teil, da viele Geräte nur LAN haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schlimm wird es, wenn die Telefonkabel wirklich über die komplette Länge parallel zu den Stromkabeln verlegt sind und die Telefonkabel ungeschirmt sind (ungeschirmte Kabel sind aber üblich bei alten Gebäuden).
 
Aktuelle dLAN Adapter und VDSL2 überlappen sich fast 100% im Frequenzspektrum und falls Telefonkabel parallel zu den Stromkabeln verlegt sind, dann ist eine funktionierende DSL Leitung fast auszuschließen. Die Hersteller bewerben diese Störung sogar als Feature, da durch das Übersprechen von parallelne Leitungen häufig kein Phasenkoppler nötig ist, um eine dLAN Verbindung über verschiedene Phasen herzustellen.

Wenn das Telefonkabel über längere Strecken parrallel zum Stromkabel geführt ist ( im selben Kabelkanal etc. ohne Trennsteg 230V -- Schwachstrom/ Signalleitung ) hat bereits der Elektriker geschlampt! Klare Verstöße gegen VDE Vorschriften! (DIN VDE 0100-520 und weitere)
 
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Bei den alten Häusern wurde fast alles selbst gebaut, dort gibt es häufig noch nicht einmal eine getrennte Absicherung von verschiedenen Stromkreisen.
 
naja das sind dann aber schon sehr alte "Altbauten" ;p den die Vorschriften gibt es bereits einige Jahrzehnde
(VDE 100 von 1896 ) zwar nicht in der heutigen Ausprägung ... aber erstmalig in Erscheinung verpflichtend!
 
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Die Baujahre der Häuser helfen auch wenig, wenn man auf die Strom-Netz Installationen schliessen will.
In West-Deutschland wurden auch schon ab 1956 Kabel mit Schutzleitern und FIs installiert. Je nach EVU. Bei uns hier (EMR+Wesertal) war das so. In Hannover (Hastra) nicht. Die Kabel waren immer Kupferkabel und mindestens 3 ardrig, grau, rot, schwarz.
In der DDR war das nicht so. Da wurden vielfach Kabel mit Alu Leiter installiert.
 
Welcher Vollidiot legt denn sein Telefonkabel über lange Strecken parallel zum Stromkabel?
Das Ding kommt im Keller oder EG in die Hütte, und da ist die Dose.

Zeig mir mal die Messungen wo ein dLAN Set einen ADSL2+ oder VDSL Anschluss deutlich beeinflusst.
 
Wie hier all so abgehen... unverständlich.

Die Frage war, ob Powerline DSL beeinfluss KANN.

Die Antwort: Powerline KANN DSL beeinflussen. Dies ist von vielen Faktoren abhängig die teilweise auch aus der Funk-/Antennentechnik stammen. Über die Wahrscheinlichkeiten kann hier niemand eine sinnvolle Aussage treffen, da jeder andere Konfigurationen aus seiner Erfahrung kennt.

Nur als Anmerkung: Selbst wenn nicht die eigentliche Leitung bis zur TAE-Dose, sondern eine ggf. später nachgerüstete 2. oder 3. Dose eine Zuleitung hat, die Parallel (z.B. Telefonleitung Aufputz, Stromleitung Unterputz) verläuft, kann das reichen. Nur das Kreuzen von den Leitungen KANN reichen, wenn aufgrund von lokalen Reflektionen das Signal wieder eingespeist wird. Es gibt so viele Möglichkeiten, die sind individuell für jede einzelne Installation.
 
founti schrieb:
Da hat deine Stromverkabelung aber überhaupt nichts mit zu tun. Das sind komplett separate Schuhe.
founti schrieb:
Welcher Vollidiot legt denn sein Telefonkabel über lange Strecken parallel zum Stromkabel?
Das Ding kommt im Keller oder EG in die Hütte, und da ist die Dose.

Zeig mir mal die Messungen wo ein dLAN Set einen ADSL2+ oder VDSL Anschluss deutlich beeinflusst.

Ja was denn nun founti? Wieso is jemand der Telefon und Strom parallel verlegt ein Vollidiot, wenn es laut deiner Aussage zuvor gar nichts damit zu tun hat?
 
founti schrieb:
Zeig mir mal die Messungen wo ein dLAN Set einen ADSL2+ oder VDSL Anschluss deutlich beeinflusst.
Bei ADSL2+ wird es wohl keine Probleme geben, dort gibt es kaum Überschneidungen bei den Frequenzen. Für VDSL2 habe ich dir bereits einen anderen Thread verlinkt, in diesem gibt es auch noch einige weitere Links von ebenfalls betroffenen.
 
ich bin ja dankbar über all die Beiträge von euch, aber man muss sich ja hier nicht gegenseitig als idioten bezeichnen ;)

ich wollte einfach nur wissen OB es da Probleme geben KANN.
Fakt ist nunmal, dass grade in älteren Häusern die Kabel nicht immer alle nach der neuesten Verordnung verlegt sind und es wäre auch etwas fern der Realität dies anzunehmen. Es wird immer mal renoviert und Kabel müssen aus den unterschiedlichsten Gründen neu gezogen werden.

Hier ist es zB so, dass im Keller die Telefonleitung und der Strom über ein paar Meter parallel laufen (Aufputz). Das sind aber alles relativ neue Kabel und geschirmt.

Ich denke mal ich werde mir in der bucht mal ganz günstig was zu testen besorgen und dann seh ich mal was passiert.
 
Aber mal ganz von der Thematik weg, ob dLan die DSL-Leistung beeinträchtigen kann und hin zur Thematik "Verteilung des Netzwerks", ganz so das Gelbe vom Ei ist da auch dLan nicht. Das ist im Grunde auch nur eine Notlösung, wenn's anders gar nicht mehr zu machen ist.
 
Powerlan kann den DSL-Sync als sog. externer Störer sehr gut beeinflussen. Auch andere elektrische Geräte, insbesondere Netzteile, können den Sync beeinflussen. Und der Störer muss noch nichtmal in der selben Wohnung oder im selben Haus sein.
Leider sind insbesondere Stromkabel und auch Telefonkabel sehr gute Antennen.
 
Scruffy2008 schrieb:
Fakt ist nunmal, dass grade in älteren Häusern die Kabel nicht immer alle nach der neuesten Verordnung verlegt sind und es wäre auch etwas fern der Realität dies anzunehmen. Es wird immer mal renoviert und Kabel müssen aus den unterschiedlichsten Gründen neu gezogen werden.
Eben - und das ist gar nicht so "extrem aufwendig [sic]" wie du denken magst. Ob du jetzt ein Wochenende mit WLAN-/dLAN-/usw.-Fehlersuche verbringst oder mit Ver- und Auflegen von moderner, hochleistungsfähiger Netzwerkinfrastruktur (was man nach fast 60 Jahren schon mal als Modernisierung in Erwägung ziehen kann), das bleibt sich vom Zeitaufwand her doch gleich. Und nebenbei erhältst du so die einzige über alle Zweifel erhabene Lösung für heutige und zukünftige Ansprüche.
 
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