News BenQ schießt deutsche Handysparte ab

@23
zu deinem Beispiel vom DVD-Player:
Der Großteil der Kunden weiss nicht einmal was das Wort "Layer-Wechsel" bedeutet.
Und dein "elitärer Kreis" wird von den meisten nur "Freaks" oder (auch ganz schlimm) "Spezialisten" genannt die auf eben so einen Layer-Wechsel achten.

Nicht das ich dich angreifen möchte, aber es geht meist nach dem Prinzip:
"Wieso gleich ein 100€ teureres Produkt, es geht doch auch so"
 
und bleibt für mich die frage, warum mitarbeiter und betriebsräte erst jetzt auf die barrikaden gehen, zumal man vor einem jahr beim Verkauf an BenQ 25% Gehaltsverzicht zugestimmt hatte:


"Siemens hatte seine Handysparte vor mehr als einem Jahr an Benq verkauft. Die Mitarbeiter seien beim Verkauf der Handysparte an Benq von der Siemens AG arglistig getäuscht worden, sagte der Betriebsrat. „Von vornherein waren beide Verhandlungspartner auf die Entsorgung der deutschen Mitarbeiter aus, anstatt sich um die Sanierung des Unternehmens zu kümmern“, zitierte das Blatt aus dem Schreiben des Betriebsrates an Siemens.

Das belege die Aufsplittung der Siemens-Handysparte in eine Management GmbH, in der die Abfindungen der Benq-Mobile-Manager gesichert seien, in eine Asset GmbH, in der man die Vermögenswerte der Siemens Handysparte wie Know-how gebündelt habe und in die von der Insolvenz bedrohte Benq Mobile GmbH & Co OHG, in der ausschließlich die zirka 3.400 deutschen Mitarbeiter zusammengefaßt worden seien.

Das Kapital der Benq Mobile habe 25.000 Euro betragen - zu wenig, um die Gehälter der deutschen Angestellten für einen Tag zu sichern, kritisierte der Betriebsrat. Beim Insolvenzverwalter sei nichts zu holen. Dagegen habe Benq Know-how im Wert von knapp 1 Milliarde Euro aus Deutschland abgezogen. Nach Ansicht des Betriebsrats liege ein „vorsätzlicher gesellschaftsrechtlicher Gestaltungsmißbrauch“ vor.

Die Arbeitnehmer seien vom Kapital getrennt worden, damit sich die Arbeitgeber der arbeitsrechtlichen Verpflichtungen und Insolvenzforderungen entledigen könnten. Der Betriebsrat hoffe, daß sich Siemens zu einer Gesamtlösung, etwa der Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft, bereit finde, statt sich mit 3.000 Einzelforderungen auseinanderzusetzen."

http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F...36AEE5751FCAA20FA3~ATpl~Ecommon~Scontent.html


bei der sachlage hätte man sich u.u. gleich von anfang an massiv wehren müssen, die öffentlichkeit informieren, die politik anschalten, usw., und nicht erst jetzt.

und bleibt: da sind wohl ziemlich viele leute weiter an ihre arbeitstellen gegangen und haben bloß gehofft. und das reicht nicht. zumal man ja schon das ganze verganene jahr als mitarbeiter sehen konnte, dass das eigene unternehmen auf keinem fall auf dem wege war, von 3% auf 10% marktanteil zu wachsen. wenn eine verdreifachung des umsatzes nötig war "und sich quartal für quartal ausser stagnation nix tat", dann wurd das ende doch wohl klar sein, oder? ´(eben auch, dass 25% gehaltsverzicht nicht genug waren, im vergleich zur produktivität...)

und: früher hatten wir solche marktbereinigungsverkäufe/fusionen in d, dann in europa, jetzt läuft es halt global so. das kann man nicht nur beklagen, das gilt es mit zu gestalten.

mal abwarten also, wie sich das in diesem speziellen fall für die global anbietenden handyunternehmen auswirken wird. insgesamt wahrscheinlich positiv, also margenverbessernd. insofern sind wir in D am ende die blöden, die hinten runterfallen, weil wir die blöden sind. nix anderes. eben nicht aktiv selber in globalen marktbereinigungsstrukturen denken und handeln:

delegationen von mitarbeitern, politikern und staatssektretären des bundeswirtschaftsministeriums mussten bei der von BenQ gewählten unternehmensstruktur schon seit mindenstens 9 monaten unentwegt bei benq in taiwan auf der matte stehen und sagen "aber unsere werke nicht!"

....

und ob schadensersatzforderungen an siemens nun den standort deutschland im globalen masstab eher stärken oder weiter schwächen, ist leicht zu beantworten... .

p.

.
 
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@Snoop:
Den Deutschen gehts nichts schlecht genug. Wer immer noch Zuhause flacken, PC-Zocken, Fernsehen und Fressen kann, der geht nicht auf die Straße. Wenn man ehrlich ist, gehts den meisten noch ziemlich gut.

Wer noch etwas mehr wissen möchte:

Abschied vom Club (Die Zeit / 2006)
Ohne Handys geht es Siemens prächtig (Die Zeit / 2005)
Siemens zahlt für den Verkauf (Die Zeit / 2005

Anfangs war übrigens auch Motorola im Gespräch.

Ich kann Siemens in gewisser Weise verstehen.
Es ist in D mittlerweile Standardprozedur jeden Konzern/Manager/Gewerbetreibenden ans Kreuz zu schlagen und abzufackeln sobald er entweder a) ankündigt einen Teilbereich zu verkaufen oder b) Mitarbieter entlässt . Selbst wenn die Entlassungen *wirklich* unvermeidbar sind, kann man sich über ein Sinken des Images freuen.
Also vertickt man lieber den Teilbereich an einen anderen Konzern. Das fällt weniger auf (Version a) ist meist schnell wieder bei den Meisten vergessen). Und andere müssen die Drecksarbeit machen.

Auch wenn ich so ein Vorgehen nicht unterstütze, ich würde es nicht anders machen (Nachdem ich etwas tiefer gegraben habe: Doch, ich würde es anders machen). Irgendwie muß man die marode Sparte loswerden, wenn 6 Jahre Sanierung nichts helfen. Manche Sachen kann man, manche nicht. Schließt man sie aber einfach so, passiert eben oben beschriebenes. Der Imageschaden Siemens´ wäre deutlich größer, wenn sie die Marode Handygeschichte sofort dichtgemacht hätten.

Wie man jedoch so Saudoof sein kann und gerade wenn die Augen wieder auf einen fallen die Gehälter zu erhöhen (30%-Geschichte), das geht mir nicht in den Kopf. :freak:
Man kann sich auch mit Gewalt unbeliebt machen.

Siemens lässt bereits schon seit Jahren die Beschäftigtenzahlen sinken. Das rattert runter wie ein Wasserfall. Einige Analysten sagen das Siemens nicht aufhören wird bis sie zwischen 35 000 und 40 000 Angestellten angekommen sind. (Sind sie das mittlerweile?)

btw:
Intel hat erst vor ein paar Monaten 1000 leitende Angestellte rausgeworfen. Davon merkte aber kaum jemand was, da alle auf Conroe und Allendale geglotzt haben.
Aber um die "leitenden Angestellten" tuts ja keinem Leid. Die haben nämlich kein Leben, keine Familie und sonst auch nix. :(

@bafh + Saber Rider:
Ohne gutes Management taugt auch der "kleine Mann", der angeblich die ganze Arbeit macht, auch nix. Und andersrum. Was soll denn sowas Aussagen? :confused_alt:
Aber dann wieder auf "Missmanagement" rumreiten, wenn was schiefgeht. Da ist der kleine Mann auf einmal an nix mehr Schuld. Man sollte die Schuld nicht immer nur auf der einen Seite suchen. Dadurch kommt man in einem Betrieb zu Lösungen anstatt zu einem Zweifronten-Krieg. Dumm nur das es meist keinen der 2 Seiten kratzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Siemens funktioniert.

Umsatz und Auftragseingang konnte Siemens so stark steigern wie seit Jahren nicht mehr. Die Erlöse wuchsen auf vergleichbarer Basis vor allem dank einer starken Nachfrage in Asien um 22 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte sogar um 31 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden Euro zu.
heise online

Siemens kostet nur zu viel.
Ein fetter Mann der viel Umsatz macht, aber zu viel davon auffrisst.
Die Auftragslage ist gut. Daran kann es schonmal nicht liegen.
 
Ycon schrieb:
Die marode Handysparte? Siemens als ganzes ist der Inbegriff von Marodität^^
Absoluter Schmarrn. Nach den ganzen Sanierungsmaßnahmen, die ja mit der Com-Abspaltung ihren Höhepunkt findet, ist die konsolidierte Siemens AG ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen. Einzig die SBS ist noch ein Dorn im Auge.
 
Die Manager bauen Mist und die Beschäftigten müssen das wieder ausbügeln. Da müssen die Leute harte Zugeständnisse machen, damit der Karren, den die Manager, in den Dreck gefahren haben, wieder herausgeholt werden kann und jetzt werden sie nach Strich und Faden verarscht. Armes Deutschland was ist aus dir geworden? Unser Land ist ein Selbstbedienungsladen und wenn man etwas dagegen tun will, dann sollte man keine Prdukte von Siemens, BenQ und anderen Heuschrecken kaufen. Das ist die einzige Stimme die wir haben! Es lebe die Globalisierung...
 
Es lebe die Verallgemeinerung.. :rolleyes:
 
Blöde frage (hab leider vom Tarif-Recht nicht so viel ahnung): Sehe ich das falsch ?

Siemens zahlte 250 Mio € an BenQ für den Kauf.
3.400 Angestellte stehen jetzt vor der Arbeitslosigkeit.
Hätte Siemens gleich dicht gemacht und jedem eine Abfindung gezahlt würde
folgendes rauskommen:
250 Mio / 3400 Arbeiter = 73.000 € je
Macht 2 Jahre lang 3.000 € die man jeden Monat "verblasen" kann.
Und erzählt mir jetzt nicht, das man von 3.000 € net leben kann, zumal nach 3 Monaten noch
ALG-I/-II u.U. dazukommen würde.
Zusätzlich hätte Siemens jetzt noch die Patente, Marken-Recht, know-how usw. verhöckern können
( Wert angeblich 1 Mrd. € ), und hätte da wohl auch so einige Mio noch eingestrichen.

Wäre das Gesamtwirtschaftlich gesehen nicht vernünftiger gewesen?
Oder vergesse ich da was ?
 
gut mr.e!

und geht weiter, hier die faz von heute:

"... Inzwischen hat sich auch Benq-Strategiechef Rick Lei zu Wort gemeldet und eher moralisierende Vorwürfe gegenüber Siemens erhoben. Nach seinen Worten habe der Münchener Konzern seine ehemalige Handysparte in der Stunde der Not im Stich gelassen, so zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Manager. Noch in der letzten Woche habe die Siemens-Spitze finanzielle Hilfen für den Bereich abgelehnt, so Lei weiter. Als Konsequenz habe BenQ die Notbremse ziehen müssen. „Wir haben Siemens um Hilfe gebeten. Letzten Donnerstag haben wir die ganze Nacht lang mit hochrangigen Siemens-Managern gesprochen. Aber am Ende haben sie gesagt: 'Geschäft ist Geschäft'“, sagte Lei. ..."

http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F...228228B5AA33BFFF40~ATpl~Ecommon~Scontent.html


und sieht so aus, als ob die regonale wirtschaftspolitik (csu, bayern) mit der globalen marke (siemens) eben nicht oft zusammenkäme (weil es wenig berührungspunkte gibt, oder man nicht vorgelassen wird?), denn wie sonst erklärt es sich, dass stoiber et al in fernesehnachrichten ankündigen müssen, dass siemens dazu noch befragt werden wird... .

weiter kirchturmpolitik in deutschland. (fürs kirchturm-horizont volk?)

herrn kleinfeld kann man jedenfalls mangelnden weitblick nicht vorwerfen. jedenfalls nicht bzgl. der globalisierten wirtschaft (seiner branche zumindest). höchstens mangelden weitblick hinsichtlich

- seiner deutschen landleute,
- und der sie vertretenden gruppen (politik, gewerkschaft).

.... da fragt man sich, warum nicht der deutsche gewerkschaftsbund z.b. in harvard hochrangige mba's einkauft, die nix weiter machen, als in stabsstellen des DGB zu sitzen und den verlauf solcher aktionen mit zu überwachen, dann ggfls. rechtzeitig alarm zu schlagen und lange vorher aufzuzeigen (im beispiel min. 9 monate, besser gleich beim bekanntwerden der dreiteilung des erwerbes), "dass das nicht in die richtige richtung läuft" (also nicht mit tendenz von 3 nach 10% marktanteil) und deutsche (wiretschafts-)staatsekretäre schon damals alarmiert in taiwan vorstellig geworden wären: "aber nicht ohne die deutschen werke und mitarbeiter!"

aber harvard- oder imd-mba's in stabsstellen (auch) beim dgb, ob das nicht zu ... ist/wäre? halt nicht. (und für ... kann jeder die eigenschaftsworte setzen, die ihm passend erscheinen.) (und: harvard oder imd - ja, oestrich-winkel - bitte nein)


klar ist weiter eines: jeder verantwortliche vorstandsvorsitzende hat weiter vornehmeste pflicht, das portfolio der unterschiedlichen aktivitäten seines unternehmens so zu managen, dass

- neue hochprofitfelder dazukommen und
- andere, niedrig-margige altaktivitäten so geräuschlos und kostengünstig wie möglich entsorgt werden.

(halt an wettbewerber, mittelständler, beteiligungsgesellschaften, buy-outs, etc abgegeben werden (oder "geschlachtet", oder "juiced").) das nomal, nichts verwerfliches. (und sehr oft entwickeln sich dann die so freigesetzten unternehmen(s-teile) in freiheit besser, als zu vor... .)

http://www.3i.com/germany/index.html


nochmal: wenn siemens umgekehrt betriebsteile und markennamen in twaiwan kauft und 366 tage später als ausgelutscht und pleite zumacht, was interessiert uns deutsche das? die deutsche öffentlichkeit? wohl genauso wenig wie umgekehrt. wir alle haben eben wohl für fremde immer noch (etwas) weniger mitgefühl, als für die eigenen leute... . und daher muss mehr internationalität der

- menschen, ergo mitarbeiter her,
- sowie der deutschen gewerkschaften,
- als auch der deutschen politik.


man muss herrn stoiber vorwerfen, dass er wohl niemanden aus der bayrischen staatskanzlei nach taiwan geschickt hat, gleich von anfang an bei BenQ auf der matte zu stehen und auch bei der taiwanesischen regierung. "3000 arbeitslplätze neu in bayern", da hätten wir milliarden an wirtschaftsförderung gegeben.... oder? aber wenn 3000 arbeitsplätze ins ausland verkauft werden, dann fliegt da nicht mal einer hin.... geschweige denn eine delegation (der csu, der einzelgewerkschaft, des DGB) - oder öfter, um kümmernd und sorgend die 3000 arbeitsplätze zu erhalten, deren existenz dem neuen eigehntümer ins gewissen zu rufen. oder auch: sich dessen nöte mit deutschland, dem alteigentümer hier (in dem falle siemens) anzuhören (!)?

also: "wir sind es es alles selber in schuld".

man rechne nach, was amd in dresden gekostet hat.. (1,2 Milliarden für 700 arbeitsplätze?) ....

p.
.

übrigens: Wir haben Siemens um Hilfe gebeten. Letzten Donnerstag haben wir die ganze Nacht lang mit hochrangigen Siemens-Managern gesprochen. Aber am Ende haben sie gesagt: 'Geschäft ist Geschäft' Was ist an diesen vorwürfen "moralisierend"? die sind schwer. und höchstwahrscheilich zutreffend. und warum schreibt die deutsche FAZ so einen beschönigenden quatsch, bei dem der ausländer halt gleich wieder abwertend dargestellt ist? das wird wohl schon so gewesen sein, wie BenQ sagt.

.
 
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Wenn Geschäft Geschäft ist, dann ist wiederholen gestohlen ...

Und wenn man die Politpuppe Stoiber im TV gesehen hatte, dann frage ich mich, wer den Stoiber informiert hat.

Stoiber sprach die Ganze Zeit von "Benk Two", nicht von BenQ ... und da soll der Landesvater seinen Kindern helfen, wenn er nicht mal den richtigen Firmennamen kennt?

Und ja, was soll man von den normalen deutschen Medien erwarten, als dass Russen böse sind und Kinder fressen, Chinesen gelb sind und die Welt beherrschen wollen, Italiener alle Mafiosi sind ...

Seit dem merkwürdigen Kauf (wer nennt denn schon einen Kauf "Kauf", wenn man eine Firma geschenkt bekommt und obendrauf noch 250 Millionen € Morgengabe?) gingen bei mir mein IT-Radar an. Seit diesem Moment betrachtete ich was Infineon und Siemens denn so machen.

Und es ist ja nicht so, dass alle Firmenübernahmen mit Geldgeschenken von dem Ursprungseigner verbunden waren. Ganz im Gegenteil. Investmentfonds wie KKR formierten mit etlichen Milliarden US$ den Halbleitermarkt um ... und ausgerechnet die Handysparte von Siemens soll gar nichts mehr wert gewesen sein? ... das sind moderne Mythen und Märchenerzähler in den deutschen Vorstandsetagen ...

Genau diese modernen Märchen und Mythenerzähler aus den Vorstandsetagen verdanken wir auch das Schicksal von AEG, Grundig, Telefunken, Braun ... wer macht weiter mit verstorbenen Deutschen Weltmarken, oder Marken die nur noch ein Schatten ihrer Vergangenheit sind?

Ach ja ... Ein finnischer Gummistiefelproduzent (Die Firma mit dem "N", die Connecting People mag) macht es in einem europäischen Hochlohnland vor, wie man Handies macht. Hat auch was mit Qualität, "Time to Market" und Kundenwünschen/Kundenbedürfnissen wecken zu tun

... aber im Aufgeben von Geschäftsteilen ist Siemens erfahren genug (wo war einstmals Infineon?) ... zu dumm, dass Chinesen offensichtlich noch cleverer sind. Das muss man den Taiwanesen lassen, für gratis 250 Millionen € Geldgeschenke obendrauf noch Milliardenschwere Patente dazubekommen ... Hut ab!

@perfekt57 ... schon aufgefallen ... der deutschen Politik gebe ich keine Schuld, bzw. erwarte gar nicht erst, dass sie aktiv eingreifen ... was ist von einem Politiker zu halten, der von "Benk Two" spricht, wenn Siemens schon längst seit einem Jahr in Deckung gegangen ist?

MFG Bobo(2006)
 
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perfekt!57 schrieb:
man rechne nach, was amd in dresden gekostet hat.. (1,2 Milliarden für 700 arbeitsplätze?)

Das wären für jeden davon 28 Jahre je 5000 Euro ALG im Monat. ;)
(falls ich mich jetzt nicht verrechnet habe. ^^)

PS:
Und wenn man dabei bedenkt, dass jeder damit kräftig im Binnenmarkt konsumiert, werden sogar noch Arbeitsplätze geschaffen, zumindest erhalten und ins Steuersäckel fliesst genauso was zurück, nicht nur die 10-20% tatsächliche Steuerbelastung der Grosskonzerne.
Uns schwupps steht der gern verrufene Kirchhoff mit seinem 25% Steuermodell ohne Ausnahmen für alle auf einmal ganz anders da.
 
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@Bokill:
Die Handysparte von Siemens war dermaßen runtergewirtschaftet, ich glaube nicht das sich ein passender Käufer gefunden hätte.
Selbst Motorola hatte keine Lust darauf sich das anzutun.

@Topic
Siemens hätte wahrscheinlich immense Vertragsstrafen blechen müssen bei Liquidation (Insolvenz wäre ja nicht drin gewesen). Auch die Folgekosten an Verwaltung/Abfindungen etc. hätten wahrscheinlich die Gesamtkosten höher ausfallen lassen, als das marode Teil + die 250 Millionen + Know How an BenQ anzudrücken.
Die wiederum freuten sich das sie dafür auch noch Kohle bekamen, drehten am Ende als sie in Sicherheit waren den Geldhahn zu und beantragten Insolvenz. Der Letzte macht das Licht aus.

Die Jungs in der Siemens Chefetage sind wohl schon soweit abgehoben, das sie nur noch im eigenen Saft schmoren und die Kritik an den 30% Erhöhung in keinster Weise verstehen können. :freak:

Ziemlich dreckiges Ende ...
 
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Pfui Teufel......Siemens und Benq sind für mich nicht mehr auf der Kaufliste bei Neuanschaffungen. Wer Arbeitskraft in Deutschland zerstört muß auch am eigenen Leib merken das es dann auch keine Kaufkraft mehr gibt! So, und nur so bekommen die feinen Herren dort oben auch was mit!

und @perfekt!57

rechne mal nach was die Zulieferindustrie und andere Zweige an der AMD Ansiedlung verdienen und an Steuern einbringen. Es sind um AMD herum so viele Arbeitsplätze entstanden und viele Firmen sind nachgezogen ins Silicon Valley. Das waren klug angelegte Gelder. Und in Dresden arbeiten derzeit 2500 Leute in FAB 30 und FAB 36 und nicht 700, und es kommen glatt noch mal 800 direkt dazu in FAB 36 plus Zulieferer und noch mal 200 in FAB 38. Das macht unterm Strich viele Arbeitlose weniger die dem Staat auf der Tasche liegen und ne Menge mehr Geld im Staatssäckel durch Steuern der Unternehmen und durch den Konsum der nun wieder in Lohn und Brot stehenden Leute. Diese im Vergleich dazu lausigen 1,2 Milliarden haben sich nach 2 - 3 Jahren amortisiert. Ausserdem kann man den Prestige dieses Standorts für die europäische Halbleiterindustrie nicht in Geld aufwiegen.
 
Ich sah heute in den TV- Nachrichten (RTL?) das die Siemens- Handysparte beim Verkauf an BenQ in 3 Geschäftsbereiche aufgespalten wurde: 1. Teil beinhaltet das KnowHow und die Patente der Handysparte. Diese wurde bereits nach Taipeh verlagert. 2. Teil ist eine Management GmbH, die noch liquide ist, so das bei einer späteren Insolvenz den Beschäftigten Abfindungen bezahlt werden könnten. Lediglich der 3. Teil mit der Produktion in Deutschland ist pleite. Der Insolvenzverwalter gibt der Produktion noch 3 Monate und fleht das die Kunden zu BenQ- Siemens Handy's greifen sollen. Bis dahin muß ein Investor gefunden werden. Stimmt das, hat das Ganze ein Geschmäckle, nein, es stinkt zum Himmel. Siemens sollte Verantwortung übernehmen und sich wenigstens übergangsweise der Sache wieder annehmen.
 
Genau das wollte Siemens mit der Aktion verhindern. Die werden sich da schon rauswinden, dessen bin ich mir sicher. :(
Es wird sehr schwer denen an den Karren zu fahren. Soweit es meine Rechtskenntnisse zulassen, gebe ich den Angestellten
keine bis minimalste Chancen was zu reissen.
 
Hallo,

es ist schon bedauerlich, wie ein paar geldgeile Manager er fertig bringen sich auf der einen Seite eine 30 %ige Gehaltserhöhung zu genehmigen und auf der anderen Seite 3000 Mitarbeiter, die bestimmt schon lange keine Gehaltserhöhung mehr gesehen haben um ihre jobs zu bringen.
Man könnte wirklich verstehen, wenn jetzt ein paar von diesen Opfern nach München zur Siemenszenzentrale ziehen und dort auf den Putz hauhen.:mad:
 
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