gut mr.e!
und geht weiter, hier die faz von heute:
"... Inzwischen hat sich auch Benq-Strategiechef Rick Lei zu Wort gemeldet und eher moralisierende Vorwürfe gegenüber Siemens erhoben. Nach seinen Worten habe der Münchener Konzern seine ehemalige Handysparte in der Stunde der Not im Stich gelassen, so zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Manager. Noch in der letzten Woche habe die Siemens-Spitze finanzielle Hilfen für den Bereich abgelehnt, so Lei weiter. Als Konsequenz habe BenQ die Notbremse ziehen müssen. „Wir haben Siemens um Hilfe gebeten. Letzten Donnerstag haben wir die ganze Nacht lang mit hochrangigen Siemens-Managern gesprochen. Aber am Ende haben sie gesagt: 'Geschäft ist Geschäft'“, sagte Lei. ..."
http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F...228228B5AA33BFFF40~ATpl~Ecommon~Scontent.html
und sieht so aus, als ob die regonale wirtschaftspolitik (csu, bayern) mit der globalen marke (siemens) eben nicht oft zusammenkäme (weil es wenig berührungspunkte gibt, oder man nicht vorgelassen wird?), denn wie sonst erklärt es sich, dass stoiber et al in fernesehnachrichten ankündigen müssen, dass siemens dazu noch befragt werden wird... .
weiter kirchturmpolitik in deutschland. (fürs kirchturm-horizont volk?)
herrn kleinfeld kann man jedenfalls mangelnden weitblick nicht vorwerfen. jedenfalls nicht bzgl. der globalisierten wirtschaft (seiner branche zumindest). höchstens mangelden weitblick hinsichtlich
- seiner deutschen landleute,
- und der sie vertretenden gruppen (politik, gewerkschaft).
.... da fragt man sich, warum nicht der deutsche gewerkschaftsbund z.b. in harvard hochrangige mba's einkauft, die nix weiter machen, als in stabsstellen des DGB zu sitzen und den verlauf solcher aktionen mit zu überwachen, dann ggfls. rechtzeitig alarm zu schlagen und lange vorher aufzuzeigen (im beispiel min. 9 monate, besser gleich beim bekanntwerden der dreiteilung des erwerbes), "dass das nicht in die richtige richtung läuft" (also nicht mit tendenz von 3 nach 10% marktanteil) und deutsche (wiretschafts-)staatsekretäre schon damals alarmiert in taiwan vorstellig geworden wären:
"aber nicht ohne die deutschen werke und mitarbeiter!"
aber harvard- oder imd-mba's in stabsstellen (auch) beim dgb, ob das nicht zu ... ist/wäre? halt nicht. (und für ... kann jeder die eigenschaftsworte setzen, die ihm passend erscheinen.) (und:
harvard oder
imd - ja,
oestrich-winkel - bitte nein)
klar ist weiter eines: jeder verantwortliche vorstandsvorsitzende hat weiter vornehmeste pflicht, das portfolio der unterschiedlichen aktivitäten seines unternehmens so zu managen, dass
- neue hochprofitfelder dazukommen und
- andere, niedrig-margige altaktivitäten so geräuschlos und kostengünstig wie möglich entsorgt werden.
(halt an wettbewerber, mittelständler, beteiligungsgesellschaften, buy-outs, etc abgegeben werden (oder "geschlachtet", oder "juiced").) das nomal, nichts verwerfliches. (und sehr oft entwickeln sich dann die so freigesetzten unternehmen(s-teile) in freiheit besser, als zu vor... .)
http://www.3i.com/germany/index.html
nochmal: wenn siemens umgekehrt betriebsteile und markennamen in twaiwan kauft und 366 tage später als ausgelutscht und pleite zumacht, was interessiert uns deutsche das? die deutsche öffentlichkeit? wohl genauso wenig wie umgekehrt. wir alle haben eben wohl für fremde immer noch (etwas) weniger mitgefühl, als für die eigenen leute... . und daher muss mehr internationalität der
- menschen, ergo mitarbeiter her,
- sowie der deutschen gewerkschaften,
- als auch der deutschen politik.
man muss herrn stoiber vorwerfen, dass er wohl niemanden aus der bayrischen staatskanzlei nach taiwan geschickt hat,
gleich von anfang an bei BenQ auf der matte zu stehen und auch bei der taiwanesischen regierung. "3000 arbeitslplätze neu in bayern", da hätten wir milliarden an wirtschaftsförderung gegeben.... oder? aber wenn 3000 arbeitsplätze ins ausland verkauft werden, dann fliegt da nicht mal einer hin.... geschweige denn eine delegation (der csu, der einzelgewerkschaft, des DGB) - oder öfter, um kümmernd und sorgend die 3000 arbeitsplätze zu erhalten, deren existenz dem neuen eigehntümer ins gewissen zu rufen. oder auch: sich dessen nöte mit deutschland, dem alteigentümer hier (in dem falle siemens) anzuhören (!)?
also: "
wir sind es es alles selber in schuld".
man rechne nach, was amd in dresden gekostet hat.. (1,2 Milliarden für 700 arbeitsplätze?) ....
p.
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übrigens:
Wir haben Siemens um Hilfe gebeten. Letzten Donnerstag haben wir die ganze Nacht lang mit hochrangigen Siemens-Managern gesprochen. Aber am Ende haben sie gesagt: 'Geschäft ist Geschäft'“ Was ist an diesen vorwürfen "moralisierend"? die sind schwer. und höchstwahrscheilich zutreffend. und warum schreibt die deutsche FAZ so einen beschönigenden quatsch, bei dem der ausländer halt gleich wieder abwertend dargestellt ist?
das wird wohl schon so gewesen sein, wie BenQ sagt.
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