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Leserartikel BenQ ScreenBar Halo 2 Review

Review nach 2 Wochen Nutzungszeit der BenQ ScreenBar Halo 2

Die ScreenBar Halo 2 ist der Nachfolger der seit langer Zeit erhältlichen BenQ ScreenBar.
Aber was verbirgt sich hinter dieser eingetragenen Schutzmarke?
Weshalb hat der Meleager son Teil?
Unda warum ist das nun schon der dritte Leserartikel zu dieser Lampe?
All dies und noch viel mehr in diesem Text mit ganz vielen Bildern und noch mehr Worten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, ich hatte ihn beim Schreiben auf jeden Fall!


Disclaimer vorweg, mir wurde die BenQ ScreenBar Halo 2 von BenQ zum Zwecke dieses Leserreviews zur Verfügung gestellt.
Es wurde keinerlei Einflussnahme auf das Ergebnis des Reviews genommen und nur ein zeitlicher Rahmen für die Erstellung dessen vorgegeben.
Die Lampe darf nach Beendigung des Reviewzeitraums in meinem Besitz verbleiben.
Der erste Kontakt fand über die Direktnachrichtfunktion des ComputerBase Forums statt.
Ein Satz, der so auch in die Geschichte eingehen könnte

Worum gehts?
Eine Screenbar ist im Grunde eine Schreibtischlampe ohne Fuß, die oben auf den Monitor aufgesetzt wird.
Die bei einer normalen Lampe zwangsläufig entstehenden Reflexionen auf der Monitoroberfläche werden bei solchen Modellen über eine besondere Konstruktion verhindert und nur der Bereich vor dem Monitor ausgeleuchtet.

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Dies birgt mehrere Vorteile:

-Free real estate auf dem Schreibtisch für noch mehr Grümplels

-Kein Schattenwurf, da das Licht direkt von oben kommt, praise the Sun

-Keine verblitzten Augen vom Spiegeln des Glühelements in der glossy Oberfläche des neuen OLED Monitors

Somit sind diese Art der Lampen meiner Meinung nach die alternativlose Lösung, sollte denn die Anschaffung einer Schreibtischausleuchtung anstehen.

Spiegelungen.png


Einleitung

Als jemand, der generell viel am Schreibtisch tüdelt, sei es Stecker löten, am PC schrauben, Lochzangen putzen oder altmodisch auf Papier schreiben, hatte ich mir das Ursprungsmodell der BenQ ScreenBar schon 2018 gekauft und seit dem im Einsatz. Dieses Stück Technik hatte mich damals so sehr beeindruckt, dass diese Lampe auch des Öfteren als Geschenk herhalten durfte und bisher kam auch von diesen Personen kein Wort der Klage zurück.
BenQ hat damit einen wahrlich guten Wurf hingelegt, weshab es für mich umso spannender ist, ob das neuste Modell auch so gut geworden ist.


Deswegen gliedert sich mein Leserbericht in folgende Abschnitte:

-Die Features der ScreenBar Halo 2

-Sinnvolle Upgrades zur ersten Version?

-Einsatz auf meinem Schreibtisch

-Manöverkritik


Features, was kann der Kees?

Die ScreenBar Halo 2 hat so wie der Name schon vermuten lässt, zwei Lampen verbaut. Die erste, welche indirekt direkt den Schreibtisch beleuchtet und die zweite, welche dndirekt indirekt die Umgebung erhellt.

Screenshot 2026-04-22 150656.png


Die eigentliche Schreibtischbeleuchtung funktioniert dabei wie gewohnt hervorragend. BenQ hat die Lampenbreite ein wenig erhöht um so die seitliche Ausleuchtung zu verbessern. Der ausgeleuchtete Bereich soll nun 85x50cm betragen. Auch ist die Halterung ein wenig gewachsen, dadurch hängt das Leuchtelement im größeren Abstand vor dem Bildschirm, was gerade bei gebogenen Displays hilfreich ist.
Das zweite Leuchtelement funktioniert auch tadellos und hat genug Oumph! um eine schöne indirekte Beleuchtung an die Zimmerwand und Decke zu zaubern.

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Steuern lassen sich beide Lichtquellen unabhängig, zusammen und getrennt, sowohl bei Farbtemperatur und Leuchtstärke. Am Anfang ein bisschen fummelig, man hat den Dreh aber schnell raus.

Apropos den Dreh raus haben, wie Steuert man die Lichtorgel eigentlich?

Über ein kabelloses (!) Fernsteuerungsmodul!

Drehregler.png


Automatisch mit der Lampe verbunden, direkt out of the Box. Technik, die begeistert.
Zum Stromsparen befindet sich auf der Unterseite eine mechanischer I/O Schalter und die eigentliche Bedienung ist über eine Touchoberfläche auf der Oberseite realisiert.
BenQ gibt eine Akkuladung von ca. 3 Monaten an.
Darüber lassen sich die verschiedenen Modi durchschalten, Farbtemperatur/Helligkeit auswählen, Favoriteneinstellungen speichern und auch wieder der Automatikmodus aktivieren.

Die stufenlose Helligkeits- und Wärmeeinstellung wird mittels des außen umlaufenden Wählrads durchgeführt und Herr im Himmel läuft dieses Rad geil.
Ich kanns leider nicht anders ausdrücken. Wenn man wie ich einen Hintergrund im Maschinenbau hat und gute Toleranzen zu schätzen weiß, hat man damit seine helle Freude. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich einfach nur an dem Rad drehe, weils so gut und passgenau läuft.
Hut ab an BenQ für diese Haptik. Das haben andere für mehr Geld schon schlechter hinbekommen.


Wie was Automatikmodus, wovon schreibt der Kerl da?
Kleines Feature mit netter Wirkung.

Per Knopfdruck stellt die ScreenBar automatisch die Helligkeit und Farbtemperatur anhand eines Umgebungssensor ein. Das funktioniert tadellos und überzeugt in der Einstellung. Kein einziges Mal hatte ich es bisher, dass nach der Autoanpassung meine Augen wie beim Schweißen ohne Helm verstrahlt wurden.
Daumen hoch dafür.

Farbtemperatur.png



Upgrades?
Kommen wir zum nächsten Punkt, in wie fern hebt sich das neue Produkt vom alten ab?
Ist das alles sinnvoll oder schauen wir uns hier einen Fail a la Logitech Powerplay 2.0 an?


Direkt auffallend zum alten Modell, ist die vergrößerte Auflagefläche, welche aus sehr sehr weichem Gummi geformt ist. Hoffentlich verabschieden sich die Weichmacher daraus nicht in wohlgefallen.

Das Kabel der Lampe ist leider nicht mehr abnehmbar und durch die Flachbandausführung etwas straff zu verlegen, aber trotzdem hochwertig und Knickresistent. Am alten Modell ist das Micro-USB Kabel noch per Steckverbindung abnehmbar.

Lt. BenQ wurde sich für eine feste Kabelmontage aus Haltbarkeitsgründen entschieden und Belastungstests durchgeführt.
Mein Feedback hinsichtlich der Vorteile eines abnehmbaren Kabels wurde allerdings intern weitergereicht.



Was ums zu einem guten Upgrade führt: Micro USB ist tot, lang lebe USB-C!
Jeder Verbinder am Produkt ist USB Typ-C.
Dies lässt viel Spielraum für die Stromzufuhr. Das Kabel kann entweder an das mitgelieferte Netzteil angeschlossen werden (so verlangt es die Anleitung) oder gleich an den PC/Laptop, funktional ist beides.
Wers illegal möchte (so wie ich), nimmt sich einen Typ-C auf Typ-A Adapter und penöpelt das Kabel an den im Monitor verbauten USB Hub. Minimiert die Kabelkneul und Funktioniert einwandschnulli.

Die Montagehalterung ist auch nicht mehr so straff vorgespannt wie beim 2018er Modell, dadurch ist die Justierung auf voluminöseren Bildschirmen weniger fummelig und die Halo 2 sitzt einfach satter auf dem Monitor.


Im Lieferumfang findet sich auch eine Montage für Webcams, welche man nun Huckepack auf die Screenbar Stecken kann. Es entfällt nun die Abwägung, was man denn auf dem begrenzten Platz auf dem Monitor verbauen möchte. Nettes Feature, wird bestimmt den ein oder anderen Nörgler besänftigen.

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Zur Automatikregelung wäre an dieser Stelle noch zu sagen, dass der Sensor beim 2018er Modell nach oben gezeigt hat und bei der Halo 2 nun nach vorne in Richtung des Layer 8 Errors.
Der Fokus liegt nun also mehr auf der Anpassung für den Arbeitsbereich und weniger der Umgebung.


Einsatz
Wie nutzt der Meleager nun die Lampe, von der so viel gelabert wurde?
Sehr wahrscheinlich etwas anders, als sich BenQ das in Ihren Nutzerszenarien vorgestellt hat.

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Ich fahre ein eher ungewöhnliches Schreibtisch-Setup aus einem Samsung G9, welcher Schwenkbar an der Wand festgespaxt ist und einem darüber aufgehangenen Asus PG279, ebenfalls formschlüssig verbunden mit dem Mauerwerk. Als Webcam ist eine Logitech Brio am Start und rechts des Asus schwebt noch ein Elgato Key light. Ja, ich muss gestehen, ich hab mich mal mit diesem Streamen versucht. Nein, es war nich der große Durchbruch. Danke, es gibt nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter.

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Dies lässt grob drei Aufstellungsmöglichkeiten zu:

1. der Zweitbildschirm verschwindet:

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Die Screenbar wird ganz safe mittig auf den G9 aufgesteckt. Die Webcamhalterung funktioniert einwandfrei, die Indirekte Beleuchtung funktioniert optimal und das Produkt wird genau so bei euch auch vollends zufriedenstellend funktionieren. Und das alles obwohl der G9 mit 1000R einen sehr kleinen Biegeradius hat.

Bei der 2018er ScreenBar trat das Problem auf, dass sie aufgrund zu wenig Abstand zum Panel selbst, an den Lampenenden auf den oberen Monitorrand geleuchtet hat. Zum damaligen Erscheinungsdatum gab es aber auch noch keine so krass gebogenen Monitore.

Trotz dass die ScreenBar Halo 2 breiter ist, hat man diesen Umstand behoben und auch bei mittiger Montage auf dem G9 ist genügend Abstand vorhanden. Das weiß zu gefallen.


2. Ich möchte nicht auf den Zweitbildschirm verzichten:

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Diese Lösung wurde vom äußerst netten BenQ Support vorgeschlagen.
Dabei wird die Screenbar ganz oben auf den Asus gesetzt.
Die Montage der Webcam fällt flach, aber dann bleibt sie eben solo.
Dank der exzellenten Lichtführung der Screenbar hat man auch bei dieser Aufstellung keinerlei Reflexionen auf dem Bildschirm und die Ausleuchtung auf dem Schreibtisch ist auch anständig. Die Wandbeleuchtung ist nunmehr ein halber Deckenfluter, tut seinen Dienst.
Nur schaut man nun beim Blick nach oben halb in die Lampe. Dies liegt aber nur an der erhöhten Aufstellung der Lampe, bei normaler Anbringung auf ungefährer Augenhöhe hat man gar nicht die Chance geblendet zu werden.

Dafür kommt nun das kabellose Steuermodul voll zur Geltung, da bei dieser Aufstellung die Bedienung unabhängig ist.
Beim 2018er Modell müsste man jedes mal zum verstellen nach oben zu greifen.

Leider keine voll ausgereifte Lösung, aber ein annehmbarer Kompromiss, gerade im Hinblick auf die Steuerung.


3. Illegal Abgeschoben:

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Wir bleiben beim Szenario beide Bildschirme werden benutzt und die Webcam soll auf dem Halter ihr Zuhause finden.
Die Brio passt dank gut einstellbarem Fuß gut auf die mitgelieferte Halterung, nur erschleicht sich dann der Fallstrick: Durch den Huckepack Turmbau wird nun ein Teil meines Zweitbildschirms von Luke und Yoda verdeckt. Und die Sekundärlampe strahlt direkt auf das Asus Panel. Ungeschickt.
Also mache ich das, was ich mit der Alten auch schon gemacht hab. Die ScreenBar wird nach links geschoben und außer mittig verwendet.
Klappt gut und funktional, nen Symmetriepreis gewinnt das Setup keinen, aber Symmetrie ist nur was für Künstler ohne Talent.
Je nach dem wie weit man die Lampe außer mittig fixiert, hat die Wandbeleuchtung auch keinen Einfluss mehr auf das Zweitmonitorpanel.
Wieder muss hier die Technik hinter der Schreibtischbeleuchtung gelobt werden: Keine Streuwirkung auf das Hauptbildschirm-Panel, auch wenn die Lampe für dieses Szenario bestimmt nicht konzipiert wurde.
Genau so habe ich die ScreenBar Halo 2 schlussendlich im Einsatz belassen und bin wirklich zufrieden mit meinem Schreibtischsetup.


Manöverkritik
Was gefällt mir nicht bzw. wo kann BenQ noch nachbessern.

Vorweg muss man über die Wertigkeit des Produkt sprechen. Diese ist nämlich allererste Sahne. Sei es das Kabel, Die Lampe selbst, das Tischmodul oder die verwendeten Materialien. Nichts knarzt, verbiegt sich oder verkratzt beim schief angucken.
Aber: So schön die Haptik des Tischmoduls ist, umso mieser ist die Klavierlackoberfläche.

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Welcher unsägliche BWLer hat sich überlegt, eine Touch-Oberfläche mit Klavierlack zu überziehen? Ich patsch da mit meinen schwitzigen Schwitzpfoten während des zockens drauf rum. Nach einer Woche könnt ihr euch denken, wie das aussieht. Schön is annerschd.
Eine mattierte Oberfläche, weniger anfällig für Fingerabdrücke, das Problem ist gelöst und ich bin glücklich.

Das nicht abnehmbare Kabel habe ich schon kritisiert, aber solche Sünden dürfen nicht ungestraft davonkommen, BenQ, das könnt ihr offensichtlich besser.

Eine gebogene Version für gebogene Bildschirme (<800R) wär noch was feines. Nicht näher zu nennende Mitbewerber haben solche Modelle schon im Angebot.

Angebot bringt uns zum Preis. Zum Zeitpunkt des Reviews liegt dieser bei rund 180€. Ne ganz schöne Stange Geld für ne Schreibtischlampe. Ähnliches der Mitbewerber in den digitalen Weiten liegt bei rund 50€, das ist ein Unterschied der kriegsentscheidend bei der Kaufentscheidung sein kann.

Aber, wer billig kauft, kauft zwei mal!

Das erste Modell der ScreenBar, welches ich 2018 gekauft hatte, liegt jetzt wie damals bei rund 100€.
Allerdings funktioniert das Modell bei mir immer noch tadellos und zeigt keinerlei Altersschwächen.
BenQ rechtfertigt den Aufpreis durch Qualität.
Das ist der Weg.


Fazit, Schmazit:
Die Lampe ist als Produkt äußerst wertig, durchdacht, mit den richtigen Features ausgestattet und nicht mit irgendwelchen KI-/Online-/Unnütz-Funktionen vollgepumpt.
Die Anleitung erklärt gut und ist übersichtlich.
Für Anwender mit einem ähnlichen Monitorsetup wie bei mir, mit übereinander hängenden Bildschirmen empfehle ich aber ein Modell ohne Halo Funktion, z.b. die BenQ ScreenBar Pro


Von mir gibt es damit für die BenQ ScreenBar Halo 2 eine klare Empfehlung!



Meleager hat die BenQ ScreenBar Halo 2 zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der Zeitliche Rahmen. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
 

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Reaktionen: Lotteeee und steirerblut
Joa, nett. Aber sicher nicht für 160€+

Nebenbei, was soll Klavierlack mit BWL am Hut haben?
 
Ich habe mir diese letztes Jahr auch gekauft. ich bin echt davon begeistert und ist mit die beste
Investitionen, die ich je gemacht habe.

Teuer, aber sehr gut.

Die Screenbar hängt über mein Samsung G80SD.
 
Stimmt, die glänzende Oberfläche des Controllers ist empfindlich bzgl. Fingerabdrücke. Aber lässt sich das vermeiden bei Touch?

Meleager schrieb:
Das erste Modell der ScreenBar, welches ich 2018 gekauft hatte, liegt jetzt wie damals bei rund 100€.

Das ist dann aber nicht die Halo 1. Generation. Die hat auch schon eine UVP von 179 € gehabt.
Die Screenbars ohne Rücklicht lagen und liegen bei um die 100 € je nach Modell. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mosed schrieb:
Aber lässt sich das vermeiden bei Touch?
Mittels einer texturierten Oberfläche ja, etwaig reich auch schon eine Farbänderung.
Alternativ eine AFP-Beschichtung, gibts von genügend Anbietern.
Mosed schrieb:
Genau, ich bezog mich immer nur auf die erste Version ohne Halo.
Was ja für meinen Punkt der Wertstabilität spricht.
 
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