Benutzte Festplatte in NAS?

bandchef

Lt. Commander
🎅Rätsel-Elite ’24
Registriert
Juli 2016
Beiträge
1.999
Hi Leute,

wie ich hier in einem anderen Thread schon angedeutet habe, ist meine WD MyCloud Mirror kaputt gegangen. Da sind 2x 4TB WD Red HDD drin, eine davon ist kaputt die andere funktioniert.

Nun spiele ich mit dem Gedanken, dass ich mir ein neues NAS Gehäuse zulege und die kaputte Red HDD durch eine neue ersetze.

Die alte die im MyCloud Mirror war, hat vermutlich ja noch Daten drauf. Wenn ich diese neue HDD und die alte aus dem MyCloud Mirror nun in das neue NAS Gehäuse (QNAP TS-231P2 1G hätt ich mir mal so ausgesucht...) einbaue, wie funktioniert das dann mit der Erkennung der alten Festplatte? Die MyCloud Mirror wird die ja in irgendeiner Art und Weise formatiert haben, oder? Kann das QNAP damit dann umgehen? Oder brauch ich dazu zwingend zwei neue HDD?

Zusätzliche Frage: Was haltet ihr vom oben genannten QNAP TS-231P2 1G? Kann man das Kaufen? Ist das ein gutes Produkt? Ich gehe mal davon aus, dass es ein schlechteres NAS wie das WD MyCloud Mirror vermutlich eh so schnell nicht geben wird. Habt ihr noch eine andere Empfehlung so um die 250€ für das Leergehäuse?

Grüße!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe die Frage nicht.
Einem NAS ist es egal ob die eingebaute HDD neu oder schon in einem anderen NAs/PC betrieben wurde. Dem, ist auch egal wenn du nur eine HDD einbaust. Du baust die HDD ein und diese werden von NAS nach deinen Wünschen eingerichtet, Formatiert und überprüft (egal ob neu oder gebraucht). Die Daten, die du behalten willst, muss du vorher heunterkopieren. Das Nas wird auf die Daten der HDD nicht zugreiffen können.

Das Nas muss zu deinen Anforderungen passen. Ich denke QNAP TS-231P2 1G ist ganz gut. Ob es die Richtige für dich ist, muss du selber wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich kannst du dort jede Platte einbauen, egal ob alt oder neu!
 
Die alte Platte an sich wird erkannt, aber sehr wahrscheinlich nicht die darauf enthaltenden Daten.
 
Man sollte auch bedenken, dass die zweite Platte nicht selten in absehbarer Zeit ebenfalls das Zeitliche segnet, wenn die erste Platte abgeraucht ist. Die Platten sind ja an sich denselben Belastungen ausgesetzt, Start-Stop-Zyklen, Lese-/Schreibzugriffe (insbesondere bei RAID).

Das soll jetzt nicht heißen, dass du die funktionierende Platte ebenfalls austauschen sollst, aber behalte das im Hinterkopf. Es kommt natürlich darauf an wie die alte Platte kaputt gegangen ist. Wenn sie sehr früh schon defekt ist, war's vielleicht eine Ausnahme, war sie schon alt, wird ihre Schwesterplatte ihr wohl mehr oder weniger bald folgen ;)
 
Die Platten werden nach dem Einbau in Fertig NAS formatiert.

Zum Retten der Daten am besten in einem Linux mounten.
 
Ich würde es so machen:
2 neue Platten kaufen und in dein neues NAS Gehäuse einbauen. Raid 1.
Danach die alte Platte mit den wichtigen Daten per USB anschließen und alles wichtige übertragen.
Achte dabei darauf, das allerwichtigste zuerst zu kopieren!
Wie schon angemerkt wurde, kann diese Platte auch bald das zeitliche segnen und du hast kein weiteres Backup!
 
Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Um die Daten mach ich mir keine Sorgen, die hab ich alle nochmals auf einer sehr neuen externen HDD.

Die kaputte HDD aus meinem bisherigen NAS (WD MyCloud Mirror) ist interessanterweise direkt nach dem Aufspielen der aktuellen Firmware für das NAS kaputt gegangen. Ich gehe daher davon aus, dass das Update in Verbindung mit der Steckernetzteilproblematik (da gab es wohl schon häufiger das Problem kaputter HDD in Verbindung mit dem mitgelieferten Steckernetzteil!) kaputt gegangen ist. Daher gehe ich eigentlich nicht davon aus, dass die 2. gute HDD in kurzer Zeit auch kaputt geht, zumal WD Red HDD drin sind, die ja als sehr robust gelten.

Weswegen überhaupt neues NAS-Gehäuse: Weil ich einfach keine Lust mehr auf ein fehlerhaft entwickeltes NAS habe, wie das WD MyCloud Mirror. Das MyCloud Mirror ist ca. 1,5 Jahre alt und ich hab theoretisch auch Anspruch auf Garantie. Dazu müsste ich aber vermutlich das gesamte NAS einschicken (oder auch nur die kaputte HDD, das kläre ich aktuell), aber ich hab irgendwie keine Lust, dass WD an meine auf dem NAS gespeicherten Daten kommt, auch wenn evtl. in Form einer kaputten HDD.
 
Wende dich direkt an den Support von qnap, möglicherweise liegt die Meldung „Festplatte defekt „ nur ein missglücktes Firmwareupdate
 
chrigu schrieb:
Wende dich direkt an den Support von qnap, möglicherweise liegt die Meldung „Festplatte defekt „ nur ein missglücktes Firmwareupdate

Mein aktuelles NAS ist von WD, nicht von QNAP. Man hört die kaputte Festplatte in regelmäßigen Abschnitten so ein zweimaliges "klack"-"klack" machen. Ich sage, diese HDD ist kaputt. WD hat schon einen Report angefordert den ich Ihnen geschickt habe.
 
Oje, habe myCloud zu qnap fehlinterpretiert.
Ich mein nur: wenn nach einem firmwareupdate eine Festplatte nicht mehr erkannt wird, muss nicht unbedingt die Festplatte defekt sein.
 
Raijin schrieb:
Man sollte auch bedenken, dass die zweite Platte nicht selten in absehbarer Zeit ebenfalls das Zeitliche segnet, wenn die erste Platte abgeraucht ist. Die Platten sind ja an sich denselben Belastungen ausgesetzt, Start-Stop-Zyklen, Lese-/Schreibzugriffe (insbesondere bei RAID).


Hmm ja, das sagt aber mal gar nix, die eine Platte hält halt Jahre, die andere nur Monate. So direkt ableiten kann man das eher nicht. Dieser Tipp 'im Hinterkopf' ist auch so eine Sache, Festplatten können jederzeit sterben, und wenn es doof läuft halt auch mal 2 im Raid gleichzeitig. Man spielt da immer mit Wahrscheinlichkeiten...
 
mambokurt schrieb:
Hmm ja, das sagt aber mal gar nix, die eine Platte hält halt Jahre, die andere nur Monate. So direkt ableiten kann man das eher nicht.
Eben doch. Wenn du natürlich die Aussage aus dem Kontext reißt und die zweite Hälfte des Beitrags weglässt, änderst du auch die Bedeutung.

Wie ich bereits schrieb, kommt es natürlich auf die Art und den Zeitpunkt des Ausfalls an. Kauft man zwei Platten neu und eine gibt nach 2 Monaten schon den Geist auf, ist das selbstredend "zu früh". Die MTBF - Mean Time Before Failure - beschreibt die durchschnittliche Laufzeit vor einem Defekt. Wie es bei einem Durchschnitt nun mal ist - sei es das arithmetische Mittel, der Median oder was weiß ich - gibt es Ausreißer in beide Richtungen. Von einem Ausreißer-Defekt nach 2 Monaten kann man natürlich nicht auf die zweite Platte schließen. Nähert man sich aber der besagten MTBF - oder einem der übrigen SMART-Werte, etc. - und eine Platte gibt den Geist auf, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass die zweite Platte zeitnah ebenso den Dienst verweigern wird, weil sie grundsätzlich denselben Belastungen ausgesetzt ist (Alter, Start-Stop, Laufzeit, etc.). Ja, Wahrscheinlichkeit, keine Garantie. Es handelt sich um eine Vorhersage. Wenn bei der defekten Platte zB SMART-Warnungen vorhanden waren (zB durch Start-Stop bzw. Laufzeit) und einen Ausfall angekündigt haben, wird die zweite Platte mit ziemlicher Sicherheit dieselben Warnungen ausspucken - und damit evtl noch 10 Jahre weiterlaufen, aber vielleicht auch morgen schon ebenfalls defekt sein, im worst case bevor man das RAID wiederhergestellt hat.

Die SMART-Werte einer Festplatte sind natürlich auch keine Garantie, sondern nur eine Abschätzung. So sind zB NAS-Platten explizit für den Dauereinsatz konzipiert, wohingegen Desktop-Platten für maximale Start-Stop-Zyklen ausgelegt sind. Kauft man sich NAS-Platten, schaltet das NAS aber trotzdem jeden Tag ein/aus, können die Platten eben auch deutlich vor Ablauf der MTBF einen Defekt aufweisen, weil sie ständig ein- und ausgeschaltet wurden. Dasselbe gilt natürlich andersherum, Desktop-Platten im NAS, das 24/7 läuft. Dennoch können beide Plattenarten auch "fremde" Szenarien überleben, auch wenn die Platten ständig mit SMART-Warnungen um sich werfen. Es gibt hier im Forum bestimmt genug Leute, die ihr NAS mit 08/15 Desktop-Platten bestückt haben und seit Jahren keine Probleme haben. Wie gesagt, Wahrscheinlichkeiten, Vorhersagen, keine per Zeitmaschine geleakte Info aus der Zukunft...

Gerade bei RAID ist das besonders kritisch, weil ein RAID, dessen Ausfallsicherheit ausgeschöpft ist, gefährdet ist.


Im Prinzip macht man solche Vorhersagen auch im RealLife täglich. Wenn man auf dem Gehweg geht und der Vordermann in eine Pfütze tritt, muss man ja nicht zwangsläufig ebenfalls reintreten, weil man ja nicht direkt in dessen Fußstapfen tritt. Es ist aber relativ wahrscheinlich, dass man ebenfalls reintritt, weil man auf demselben Gehweg geht. Auf der anderen Straßenseite sind vielleicht gar keine Pfützen... Sollte man also "Augen zu und durch" einfach weitergehen und sich potentiell nasse Füße holen oder "im Hinterkopf behalten", dass es Pfützen gibt und seine nächsten Schritte mit Bedacht wählen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! Das mit der MTBF hat ich mir auch schon gedacht; es ist aber sehr unwahrscheinlich in meinem Fall, das bei der HDD1 (die, die kaputt ist, hab die nämlich zwischenzeitlich ausgebaut und an meinem PC angeschlossen und sie ist wirklich hinüber) die MTBF erreicht ist. Ich denke eben weil nach 1,5 Jahren mit meiner Ansicht nach sehr wenig zugriffen eine WD Red die für Server ausgelegt ist, nicht kaputt gehen sollte und vor allem deswegen weil die 1. HDD direkt nach dem Update des NAS-OS nicht mehr zu gebrauchen war. Noch dazu gibt es beim WD MyCloud Mirror auch diese Steckernetztteilproblematik, die anscheinend reihenweise und willkürlich die HDDs hops gehen ließ.

Ich für meinen Teil, werde vermutlich keine Garantie in Anspruch nehmen, weil ich nicht will, dass ich das gesamte NAS einschicken muss (worauf es vermutlich hinaus läuft, obwohl nur eine HDD kaputt ist) und vor allem weil dann WD spätestens mit der zweiten HDD (die, die noch funktioniert) an meine Daten kommt.

Ich ersetze die kaputte HDD übernehme die zweite funktionstüchtige HDD und kaufe mir das QNAP TS-231P2 1G Gehäuse. Dann sind zwar wieder 400€ weg, aber dann hab ich zumindestens das glumperte WD NAS weg.

Mein Einsatzzweck des NAS ist eigentlich temporär als sicherer/redundanter Datenspeicher gedacht und zum streamen von medialen Inhalten (kein 4K aktuell, könnte aber, was ich aber nicht glaube). Das 4G Gehäuse mit 4GB Arbeitsspeicher ist mir zu teuer.

Apropos: Sind QNAP-Geräte gut? Ich mein so generell. Wie ist da der Support auf Trab? Den von WD würde ich aktuell mehr als mies beschreiben. Seit mehreren Tagen keine Antwort (gut, es war auch ein WE dazwischen). Wie hält QNAP softwareseitig am Laufenden? Werden regelmäßig updates ausgegeben? Sind die NAS generell qualitativ hochwertig?

Kann ich einzelne der gesamten Ordnerstruktur die am QNAP liegen für Benutzer freigeben? Ich meine das so:

Code:
QNAP-NAS
|     |
|    Ordner A
|         |---> Ordner AA
|         |---> Ordner AB
|                      |---> Ordner ABA
|                      |---> Ordner ABB
|         |---> Ordner AC
|
Ordner B
      |---> Ordner BA
      |---> Ordner BB                    
      |---> Ordner BBA
                   |---> Ordner BBB
      |---> Ordner BC

Nun möchte ich Ordner ABB und BB für zwei unterschiedliche User mit unterschiedlichen Rechten (für ABB mit Schreib- und Leserechte und BB nur mir Leserechten) freigeben.
Kann das das OS am QNAP? Beim WD MyCloudMirror ging das nämlich nicht so.
 
Zuletzt bearbeitet:
bandchef schrieb:
Ich denke eben weil nach 1,5 Jahren mit meiner Ansicht nach sehr wenig zugriffen eine WD Red die für Server ausgelegt ist, nicht kaputt gehen sollte und vor allem deswegen weil die 1. HDD direkt nach dem Update des NAS-OS nicht mehr zu gebrauchen war.
Ist ja ok, solange man ein RAID schnellstmöglich wiederherstellt. Wäre halt nur doof, wenn eine Platte abraucht und man dann 1-2 Monate auf Risiko das RAID(1) ohne Ersatzplatte betreibt. Frei nach dem Motto "die andere Platte ist ja noch heil". Ersetzt man die defekte Platte zeitnah, ist das Risiko überschaubar - im worst case muss man dann eben 2x ein Rebuild des RAIDs anstoßen, einmal diese Woche und einmal nächste Woche, wenn die zweite Platte den Geist aufgibt ;)

Und im super-worst-case, wenn beide Platten gleichzeitig den Dienst versagen, hat man ja natürlich noch das Backup *MitZaunpfahlWink*


bandchef schrieb:
Apropos: Sind QNAP-Geräte gut? Ich mein so generell. Wie ist da der Support auf Trab? Den von WD würde ich aktuell mehr als mies beschreiben. Seit mehreren Tagen keine Antwort (gut, es war auch ein WE dazwischen). Wie hält QNAP softwareseitig am Laufenden? Werden regelmäßig updates ausgegeben? Sind die NAS generell qualitativ hochwertig?
QNAP ist auf Augenhöhe mit Synology und beide sind aktuell die Platzhirsche was NAS angeht. Updates gibt es bei beiden regelmäßig und die Qualität ist vergleichsweise hoch. Zum Support ich leider nix sagen.
 
Ich hab mir jetzt noch das Synology DS218 play angeschaut. Das ist vom Preis her ähnlich hat aber eine 1,4Ghz Quadcore CPU drin und Synology wirbt klar mit 4k Codierung.

Das QNAP hat eine 1,7GHz Quadcore CPU drin und wirbt nicht mit 4k Codierung. Kann das QNAP 4k Codierung?

Generell, mal vom 4k Codieren abgesehen, ist mir das QNAP sympathischer als das Synology. Ich hab bei Synology ein wenig den Eindruck, dass das Gehäuse an sich sehr sehr billig verarbeitet ist...
 
Man kann jeden Ordner für ein bestimmter user freigeben, so sehen nur die berechtigten den Inhalt. Aber... bei falscher Einstellung des mediaservers kann ein dnla-Player auch in diesen Ordner reinschauen
 
Zurück
Oben