DJMadMax schrieb:
"Blockiergebühr" ist ja auch geil
Die ergibt leider sinn, weil Menschen egoistisch sind. So ziemlich jedes E-Auto ist am Schnelllader nach (weit weniger) als ner Stunde voll bzw fast voll, weil die Letzen paar %, wie beim Handyladen, im Vergleich ewig brauchen. Je nach Auto/Akku, bricht zwischen 80 und 90% SOC, also Akkufülle, der Ladestrom extremst ein. Da muss niemand mit 5kw Ladegeschwindigkeit bei 98% am 350kw HPC Lader stehen und den blockieren.
Thane schrieb:
Zumindest an den eigenen Ladestationen
Jau und das ist okay in meinen Augen, es gibt wirklich viele von deren Ladepunkten und die App ist eigentlich auch gut.
Wir sind einmal mit dem E-Auto vom Pott nach Bayern und zurück und da hat sich der EnbW Tarif M gelohnt mit 5€ GG und 51 Cent/kWh. War halt von der erwartenden zu ladenden Energiemenge da scheinbar der preisgünstigste Tarif.
Thane schrieb:
Aber wie im Artikel von Auto, Motor und Sport beschrieben ist das nun auch nicht super günstig. Wenn du mal grob 20 kWh pro 100 km rechnest, sind das auch knapp 8€ auf 100 km. Da bist du mit einem Verbrenner teilweise sogar drunter.
Das ist bei uns halt nicht der Fall, wir sind in 2016 mit 18-20€/100km gestartet als wir auf den Benziner gewechselt haben. Der Verbrenner bleibt bei den aktuellen Spritpreisen zwischen 23-24€ für 100km. Das ist natürlich absolut kein Maßstab, ich weiß. Aber das lässt auch 59 Cent fürs Laden nicht teuer wirken - und wir laden ja auch primär zu Hause fürn günstigen Kurs.
Die Tankstellen haben ja auch keine schlechten Preise mit 59Cent bei Aral und Shell (bei nem 5er im Monat sinkts bei Shell auch unter 50 Cent), Jet bringt es auf 49Cent, wobei ich da noch nie laden war und hier keine in der Nähe ist. Aral haben wir wegen deren Firmensitz hier reichlich.
DJMadMax schrieb:
bei seinen immensen 5.000 Kilometer im Jahr kann man sich ebenfalls ausrechnen, ob sich das jemals lohnt.
Muss es sich denn lohnen? Gerade Autofahren ist ja immer so eine Sache. Rein vom P/L müssten wir eigentlich alle Dacia fahren und das tut auch nicht die Mehrheit
Ist dann doch sogar gut gedacht, keine Probleme durch vermutliche Kurzstrecken bei 5km/Jahr

Meine Mutter eiert bei ihren ~2500-3000km im Jahr immer extra Umwege beim Einkaufen, damit der Motor mal betriebswarm wird. So hat sie vor vielen Jahren ihren ersten Corsa "verloren". Motorschaden, weil die Ölpumpe die Schlacke nicht mehr pumpen konnte. Jetzt gibts brav jedes Jahr nen Ölwechsel
DJMadMax schrieb:
bis sich das E-Auto rein wirtschaftlich gegenüber dem Verbrenner amortisiert - bei 10.000 Km Fahrleistung pro Jahr.
Dürfte für den Standardfahrer mit irgendwas um die 12tkm/Jahr gut passen - aber nicht jeder macht alles aus Wirtschaftlichkeit

Du kennst ja deine eigenen Hobbys, die ins Geld gehen und das Gegenteil von wirtschaftlich sind
Persönlich würde ich mir hier für die Großstadt auch sehr viel mehr E-Autos oder zumindest Hybride wünschen, weil die Luftqualität, gerade im Winter, echt bescheiden durch die ganzen Kaltstarts und damit nicht warme Abgasnachbehandlung ist. Es gibt ja Alternativen beim Antrieb und hier in der Gegend hat eigentlich jede Familie auch 2 Autos vor der Türe. Aber auch da verstehe ichs natürlich völlig, dass das Geld für was (gebrauchtes) elektrisches mit Kind und Haus/Wohnung abzahlen oft nicht drin ist, weils eben noch deutlich günstigere, gebrauchte Verbrenner gibt.