Sammelthread Benzingeflüster... Stammtisch, Motortalk (1. Beitrag beachten)

Jupp das sind Probleme die jeder kennt :D - Na aber der Drehmomentverlauf der E-Autos ist halt perfekt für die Ampelstarts.

Dass Menschen die nicht daheim Laden können eine grosse Reichweite wollen finde ich nachvollziehbar - denn die wollen halt möglichst lange zwischen irgendwohin zum Laden herumfahren können.

Ich würde jeden ohne feste Lademöglichkeit verstehen der ganz viel Reichweite will und finde nicht dass das irrational ist - mder ist eben dann nur jemand der vielleicht weiter im Voraus denken kann.

Für Daheimladen ist Reichweite fast egal wenn > 250 km reicht das sicher dann den meisten.
 
Uzer1510 schrieb:
Ich würde jeden ohne feste Lademöglichkeit verstehen der ganz viel Reichweite will und finde nicht dass das irrational ist - mder ist eben dann nur jemand der vielleicht weiter im Voraus denken kann.
Kommt halt auch immer mit aufs Fahrprofil an. 99% unserer Fahrstrecken sind unter 150km, oft eher um die 100km pro Weg. Hätten wir nicht zu Hause laden können, hätten wir uns das E-Auto damals dennoch bestellt, weils hier in der Stadt bereits 2020 aus unserer Sicht genug Ladepunkte gab, sodass wir das problemlos immer in den Alltag hätten integrieren können. Als das Laden damals nur 30Cent/kwh bei den Ladesäulen des lokalen Versorgers gekostet hat, haben wir das auch ne Zeit lang regelmäßig gemacht - waren irgendwie 85-90Cent Unterschied auf 100km gegenüber dem Laden zu Hause beim damaligen Stromtarif. Reichweite grob zwischen 150 und 250km beim i3 mit größtem Akku. Deswegen haben wir auch den JuiceBooster, so nen mobiler Lader mit wechselbaren Steckern wie Schuko, blau und rote CEE., viele aufm Land haben die roten CEE Stecker. Würde ich heute auch nie wieder kaufen, weil der Ladesäulenausbau auch aufm platten Land in der alten Heimat schnell von statten ging.
 
Wie sieht denn die aktuelle Preisgestaltung beim Laden an den E-Tanken aus? Meine Schwiegereltern fahren ja nun schon ihr zweites E-Fahrzeug und haben am Wochenende ein wenig berichtet. Ich steck da ja nicht so wirklich drin im E-Mobility-Game ^^ Stimmt es, dass man, wnen man "schnell" (also ungefähr 10x so langsam wie beim Verbrenner :D ) laden will, knapp nen Euro pro KWh zahlt?
 
Ganz so dramatisch ist es im Mittel nicht, auch wenn es durchaus noch unverschämte Preise gibt.
Allgemein muss wohl bald eine Regulierung her, damit das Laden bzw. die laufenden Kosten der BEV attraktiv bleiben.
https://www.auto-motor-und-sport.de...erwegs-laden-teurer-als-tanken-ist-realitaet/

Zu Hause laden ist hingegen unschlagbar günstig. Nächstes Jahr sind wir auch komplett auf BEV. Aktuell haben wir ein BEV zu Hause. Stromtarif zu Hause 23,8 Cent pro kWh.
 
Thane schrieb:
Allgemein muss wohl bald eine Regulierung her, damit das Laden bzw. die laufenden Kosten der BEV attraktiv bleiben.
...aber eine Regulierung, dass das Betanken von Verbrennern attraktiv bleibt, braucht niemand? :rolleyes:
 
DJMadMax schrieb:
...aber eine Regulierung, dass das Betanken von Verbrennern attraktiv bleibt, braucht niemand? :rolleyes:
Ich persönlich bin ausdrücklich dagegen, dass man Benzin jetzt noch stärker künstlich verteuert als es durch die CO2 Abgabe ohnehin schon getan wird.
Die Regulierung braucht es eher für die Ladesäulen-Betreiber.
 
DJMadMax schrieb:
...aber eine Regulierung, dass das Betanken von Verbrennern attraktiv bleibt, braucht niemand? :rolleyes:

Ne, eigentlich nicht. Eher sollte man langsam anfangen die Milliarden an Subventionen für Sprit langsam runter zu fahren. Die könnte man dann in erneuerbare Energie stecken und dazu gehörige Infrastruktur. Weg mit den ganzen Abzocker-Karten und Verträgen und es wäre viel mehr geholfen als punktuell was zu "fördern"

Andererseits.. irgendwo müssen die Verbrenner dann ja irgendwann noch verkauft werden, damit die Industrie am Polo für 60k in der Basisausstattung noch was verdient, also warum das nicht in D machen :D
 
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Mir wäre neu, dass der normale Sprit an der Tanke subventioniert ist. Was subventioniert ist ohne Ende, sind die unzähligen Dienstwagen und darunter die E-Fahrzeuge allen voran (0,25%-Regel). Darüber hinaus wäre mir lediglich bekannt, dass z.B. Diesel für Agrarzwecke vergünstigt ist.
 
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Diesel wird allgemein etwas günstiger besteuert. Wenn du nach Energiegehalt besteuern würdest, wäre Diesel etwa so teuer wie Benzin afaik.
 
Du willst keine Steuer auf Energiegehalt glaub mir. :D Auch wenn das eventuell früher oder später kommt. Du würdest aber sofort aufhören von deiner Energie 60 - 80% als Hitze an die Umgebung ohne Nutzen abzugeben...
 
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Es geht hier um das Verhältnis Energiegehalt von Diesel zu Benzin und nicht allgemein.
Allgemein dürfte das in absehbarer Zeit auch nicht passieren. So dumm ist keine Regierung.
 
DJMadMax schrieb:
knapp nen Euro pro KWh zahlt?
Das teuerste in 4 Jahren waren/sind 59 Cent, die wir auch aktuell bei EnbW ohne Abo zahlen. Mit irgendwelchen Abos wirds (viel) billiger, was sich für Viellader auf jeden Fall lohnt.

Beim Laden hat man es genauso selber in der Hand wie beim Tanken - wer Adhoc lädt, zahl oft mehr als er müsste, was äquivalent zum Tanken an der Autobahn wäre. Bei Edeka ist Adhoc hingegen ziemlich günstig, da hatten wir mal DC für 45 Cent/kwh und AC für 39 Cent/kwh.
Zudem hat es ja seinen Grund, warum Apps wie celver-tanken und co bei Verbrennerfahren so beliebt sind.

Kuhprah schrieb:
Die könnte man dann in erneuerbare Energie stecken und dazu gehörige Infrastruktur.
Da könnten wir in DE in der Zukunft auch in eine "Kostenfalle" laufen, wenn es sich durchsetzen wird, dass man als Betreiber einer EEG Anlage bei negativen Börsenstrompreisen dann Gebühren/Abgaben für die eingespeisten kWh zahlen muss.
 
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DJMadMax schrieb:
..aber eine Regulierung, dass das Betanken von Verbrennern attraktiv bleibt, braucht niemand? :rolleyes:
Die gibt es ja im Gegensatz zu Ladesäulen.. Tankstellen müssen die Preise online mehrmals täglich offenlegen und dadurch kann der Verbraucher einfach und schnell via Apps auf den besten Preis schauen.

Bei Ladesäulen sollte es einfach das gleiche geben. Gibt es aber bisher leider nicht. Das ist imo das größte Manko.
 
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Achim_Anders schrieb:
Tankstellen müssen die Preise online mehrmals täglich offenlegen
Zumindest dürfen Tankstellenbetreiber die Preise auch nur max. 2x pro Tag ändern, wenn ich mich recht entsinne.
 
Achim_Anders schrieb:
Bei Ladesäulen sollte es einfach das gleiche geben. Gibt es aber bisher leider nicht. Das ist imo das größte Manko.
Finde das hier sehr Äquivalent:
https://www.chargeprice.app

Als App wäre da z.B. die Chargeprice app oder EV-Map zu empfehlen, da kann man einfach all seine Tarife als Favoriten auswählen und an der gewünschten Säule werden die dann bevorzugt nach Ladepreis angezeigt. Hab beispielhaft (ich nutze EV-Map) mal ne Schnellladesäule genommen, wo wir hinziehen werden, in dem Fall ists ne EnBw am Rewe. Man kann den Schieberegler nach belieben hin und her schieben, es ändert sich beim DC Lader meist nichts an der Reihenfolge, weil keine Blockiergebühr zum tragen kommt, höchstens mal durch ne Startgebühr lohnt sich dann über die Menge der kWh ein anderer Anbieter. Aber man sieht ja sofort an 2. Stelle den kWh Preis.

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1750762640588.png


Ad Hoc Preise bringen ja meist keine günstigen kWh und bei den AC Ladern kann man das auch nur schlecht über ne Tafel gescheit sichtbar machen. Ladeparks und Tanken könnten natürlich ihre Adhoc Preise gescheit sichtbar darstellen. Aber so ne App mit den eigenen Ladetarifen bringt da deutlich mehr finde ich.



DJMadMax schrieb:
Zumindest dürfen Tankstellenbetreiber die Preise auch nur max. 2x pro Tag ändern,
Leider gibts keine Grenze, lediglich gemeldet werden muss das in Echtzeit.

Die Anzahl der täglichen Preisänderungen …
… ist in Deutschland nicht gesetzlich limitiert. Die Tankstellen ändern ihre Preise durchschnittlich 18-mal am Tag. In der Regel führt eine Tankstelle dabei viele kleinere Preissenkungen und einige größere Preiserhöhungen pro Tag durch. Autobahntankstellen ändern ihre Preise weitaus seltener.
 
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Scheitel schrieb:
Das teuerste in 4 Jahren waren/sind 59 Cent, die wir auch aktuell bei EnbW ohne Abo zahlen. Mit irgendwelchen Abos wirds (viel) billiger, was sich für Viellader auf jeden Fall lohnt.
EnBW dürfte mit dem Tarif "L" und 39 Cent da schon am günstigsten sein. Zumindest an den eigenen Ladestationen. Bei anderen Betreibern kostet es dann auch wieder 59 Cent.
Am Ende musst du dann aber auch die Grundgebühr von 18€ im Monat umrechnen auf die kWh.

Aber wie im Artikel von Auto, Motor und Sport beschrieben ist das nun auch nicht super günstig.
Wenn du mal grob 20 kWh pro 100 km rechnest, sind das auch knapp 8€ auf 100 km.
Da bist du mit einem Verbrenner teilweise sogar drunter.
Die Preise für den Strom an den Ladesäulen müssen runter.

An der eigenen Wallbox ist das ein No-Brainer. Da kosten mich 100 km ca. 5€.
 
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Thane schrieb:
Die Preise für den Strom an den Ladesäulen müssen runter.
Da würde ich aber die Hand dafür ins Feuer legen, dass das nicht passieren wird. Dass die Preise bei steigender Nachfrage ebenfalls nach oben gehen werden, war abzusehen.

Oh, welch Wunder, wurden Pellets doch als DIE Heizöl-Alternative angepriesen, handelt es sich doch schließlich nur um Abfallreste aus der Möbelproduktion, die sonst keinerlei Verwendung finden würden... und siehe da, kaum hat jeder Hinz und Kunz eine Pelletheizung, explodieren die Preise für Pellets und längst schon wird nicht mehr nur auf die angeblichen Abfallreste aus der Holzproduktion zurückgegriffen.

Ich will hier kein Schwarzmaler sein, aber zu glauben, irgendwo etwas geschenkt zu bekommen, sollte die naiv-rosarot-gefärbte Brille absetzen. Das trifft auch auf E-Mobilität zu. Die allgemeine Aussage, damit wirtschaftlicher als mit einem Verbrenner zu sein, hängt von viel zu vielen Faktoren ab, als dass man diese gerne pauschal getroffene Aussage stehen lassen kann.

Nimmt man beispielsweise einen voll-elektrischen Opel Corsa für aktuell 30.000 Euro, einen 1.2er Verbrenner-Hybriden für ca. 26.000 Euro, rechnet beim Hybriden mit (viel zu hohen) 6 Liter auf 100 Km und beim Elektro mit äußerst optimistischen 15 KWh auf 100 Km bei 1,80 Euro Spritkosten und 0,35 Euro per KWh, so sind selbst bei gleichen Versicherungskosten und zzgl. der Steuern für den Verbrenner fast 5 Jahre nötig, bis sich das E-Auto rein wirtschaftlich gegenüber dem Verbrenner amortisiert - bei 10.000 Km Fahrleistung pro Jahr.

EDIT: Hier hab ich sogar großzügig ca. 250 Euro wegfallende Kosten pro Jahr für den Elektro gerechnet, da (noch) keine KFZ-Steuer und auch bei Inspektion bzw. Wartung weniger Kosten anfallen.

Ich will damit nicht per se die E-Mobilität schlechtreden. Aber pauschal zu behaupten, dass aus wirtschaftlicher Sicht ein Verbrenner schlechter dasteht, ist eben oftmals eine Milchmädchenrechnung. Bei meinem Schwiegervater mit seinem voll ausgestatteten E-Soul für über 40.000 Euro stoße ich da regelmäßig auf taube Ohren, der denselben Fahrzeugtyp mit Verbrenner für über 10.000 Euro günstiger hätte haben können - bei seinen immensen 5.000 Kilometer im Jahr kann man sich ebenfalls ausrechnen, ob sich das jemals lohnt.
 
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DJMadMax schrieb:
"Blockiergebühr" ist ja auch geil
Die ergibt leider sinn, weil Menschen egoistisch sind. So ziemlich jedes E-Auto ist am Schnelllader nach (weit weniger) als ner Stunde voll bzw fast voll, weil die Letzen paar %, wie beim Handyladen, im Vergleich ewig brauchen. Je nach Auto/Akku, bricht zwischen 80 und 90% SOC, also Akkufülle, der Ladestrom extremst ein. Da muss niemand mit 5kw Ladegeschwindigkeit bei 98% am 350kw HPC Lader stehen und den blockieren.


Thane schrieb:
Zumindest an den eigenen Ladestationen
Jau und das ist okay in meinen Augen, es gibt wirklich viele von deren Ladepunkten und die App ist eigentlich auch gut.
Wir sind einmal mit dem E-Auto vom Pott nach Bayern und zurück und da hat sich der EnbW Tarif M gelohnt mit 5€ GG und 51 Cent/kWh. War halt von der erwartenden zu ladenden Energiemenge da scheinbar der preisgünstigste Tarif.

Thane schrieb:
Aber wie im Artikel von Auto, Motor und Sport beschrieben ist das nun auch nicht super günstig. Wenn du mal grob 20 kWh pro 100 km rechnest, sind das auch knapp 8€ auf 100 km. Da bist du mit einem Verbrenner teilweise sogar drunter.
Das ist bei uns halt nicht der Fall, wir sind in 2016 mit 18-20€/100km gestartet als wir auf den Benziner gewechselt haben. Der Verbrenner bleibt bei den aktuellen Spritpreisen zwischen 23-24€ für 100km. Das ist natürlich absolut kein Maßstab, ich weiß. Aber das lässt auch 59 Cent fürs Laden nicht teuer wirken - und wir laden ja auch primär zu Hause fürn günstigen Kurs.

Die Tankstellen haben ja auch keine schlechten Preise mit 59Cent bei Aral und Shell (bei nem 5er im Monat sinkts bei Shell auch unter 50 Cent), Jet bringt es auf 49Cent, wobei ich da noch nie laden war und hier keine in der Nähe ist. Aral haben wir wegen deren Firmensitz hier reichlich.


DJMadMax schrieb:
bei seinen immensen 5.000 Kilometer im Jahr kann man sich ebenfalls ausrechnen, ob sich das jemals lohnt.
Muss es sich denn lohnen? Gerade Autofahren ist ja immer so eine Sache. Rein vom P/L müssten wir eigentlich alle Dacia fahren und das tut auch nicht die Mehrheit :D

Ist dann doch sogar gut gedacht, keine Probleme durch vermutliche Kurzstrecken bei 5km/Jahr :)
Meine Mutter eiert bei ihren ~2500-3000km im Jahr immer extra Umwege beim Einkaufen, damit der Motor mal betriebswarm wird. So hat sie vor vielen Jahren ihren ersten Corsa "verloren". Motorschaden, weil die Ölpumpe die Schlacke nicht mehr pumpen konnte. Jetzt gibts brav jedes Jahr nen Ölwechsel :)


DJMadMax schrieb:
bis sich das E-Auto rein wirtschaftlich gegenüber dem Verbrenner amortisiert - bei 10.000 Km Fahrleistung pro Jahr.
Dürfte für den Standardfahrer mit irgendwas um die 12tkm/Jahr gut passen - aber nicht jeder macht alles aus Wirtschaftlichkeit ;) Du kennst ja deine eigenen Hobbys, die ins Geld gehen und das Gegenteil von wirtschaftlich sind :D

Persönlich würde ich mir hier für die Großstadt auch sehr viel mehr E-Autos oder zumindest Hybride wünschen, weil die Luftqualität, gerade im Winter, echt bescheiden durch die ganzen Kaltstarts und damit nicht warme Abgasnachbehandlung ist. Es gibt ja Alternativen beim Antrieb und hier in der Gegend hat eigentlich jede Familie auch 2 Autos vor der Türe. Aber auch da verstehe ichs natürlich völlig, dass das Geld für was (gebrauchtes) elektrisches mit Kind und Haus/Wohnung abzahlen oft nicht drin ist, weils eben noch deutlich günstigere, gebrauchte Verbrenner gibt.
 
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