Beratung für einen Home Server ( 400-500€ )

Kirinkunhime

Ensign
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Halli Hallo liebes CB-Forum!

Ich plane mir noch innerhalb diesen Jahres einen neuen Home Server anzuschaffen. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher bezüglich der Teile - soll man noch auf eine i3(Oder diese Pentium G-Dinger) Haswell-CPU warten (wegen einem etwas geringeren Stromverbrauch - was ja bei einem Home Server eine Rolle spielen sollte) oder doch eher schon jetzt kaufen (Kauf ist nicht dringend benötigt)

1. Preisspanne?
~400€ (maximal 500€)

2. Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
- min. 5 Jahre
- mehr Festplatten je nach Bedarf

3. Verwendungszweck?
- NAS
- Home Server (GitLab [Alternative zu GitHub], Tomcat, u.Ä) [Also nix mit hoher Leistung]


4. Ist noch ein alter PC vorhanden?
Keiner der verwendet werden kann

5. Besondere Anforderungen und Wünsche?
Energiesparend, da der Home Server lange Zeit läuft
Halbwegs leise - also ich will da keine Flugzeugturbine stehen haben
Staubfilter beim Gehäuse wäre super (da ich den Server nicht jeden Monat von Staub befreien will sondern das maximal 1x im Jahr mache)
Alle Teile sollten unter Linux laufen, da mir nix anderes auf den Server kommt ;)


6. Zusammenbau/PC-Kauf?
- "Ich baue selber zusammen"
- Kauf in 4-20 Wochen (je nachdem was ihr mir empfehlt ;) )

Bezüglich der Festplatte wäre ich einfach mal auf eine WD-Red mit 2 TB losgegangen ( http://geizhals.de/eu/western-digital-wd-red-2tb-wd20efrx-a807339.html )
Wenn ich später eine Raid betreiben möchte, sollte ich da eher einen HW oder SW-Raid betreiben? Wenn ich einen HW-Raid nehme, brauch ich da eine extra PCI-Karte für? Wie genau sieht das beim Raid 5 in Bezug auf Speicherplatz & Sicherung aus (Raid 0, 1 & 10 weiß ich soweit)? Nachdem man in meiner schulischen Technikerausbildung darauf geschissen hat mir sowas beizubringen auch die Frage - ist es für einen Linuxnutzer mit soliden Kentnissen (damit meine ich auf das Bash, nicht das Clicky-clicky auf der GUI) schwer einzurichten?

Eine kleine Menge an Fragen ;)

Danke für eure Hilfe & LG
Kirinkunhime
 
Wenn es keine sooo große Leistung sein braucht,

Entweder einen Intel Atom oder du wartest auf den AMD Opteron X2150. Solltest du ggf eh, denn was AMD da als APU die Beine stellt, ist beeindruckend.

Board ist von der CPU abhängig. Lautstärke ist wiederum auch vom Gehäuse abhängig... also kein 50€-Gehäuse, das schon laut "dasteht". Das HafXM wäre was hübsches mit gutem Airflow und genügend Platz für massig langsamdrehende Lüfter.

Und kauf dir nicht EINE Platte, sondern MINDESTENS 2... eine für die Daten und eine fürs System. Da wäre eine kleine 128GB-SSD völlig ausreichend. Ein System lässt sich ungemein einfacher neu aufsetzen (falls nötig), wenn man die platte ohne Angst, Daten zu verlieren, platt machen kann.

Raids können einige Boards bieten, aber ja, auch entsprechende Karten gibt es. Bei einem Raid stellt sich aber die Frage, ob du Performance willst, Sicherheit oder beides... alles eine Frage der Anzahl der Platten und des verfügbaren Speichers.
 
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intel 7x oder 8x (mini ITX) board
intel i3 CPU als "T" modell
pico-psu passiv netzteil + dell DA-2 passiv laptop NT
arctic alpine pro 11 kühler, alternativ passiver kühler - je nach dem wieivel platz im gehäuse ist
1TB laptop festplatten in 2,5 ev. in dämmbox

stromverbauch ~25-35W je nach anzhal der platten
je nach gehäsue und standort lautlos oder nahe dran


da die gängigen netzteile mindesttens 20% last benötigen, um die beworbenen 80-90% effizenz zu ereichen, ist das schwierigste, ein NT zu finden das KLEIN genug ist ist. deshalb die picu psu lösung.
 
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Oder ein G1610T, G2020T
 
Zum Thema Raid, halte dich weit fern von allem, was gängige Boards als "onboard Raid" mitbringen. Damit machst du dich nur abhängig vom Chipsatz bzw. u.U. sogar vom Board und hast nichts an Leistung gewonnen. Bei diesen "Fake"-Raids rechnet letztlich nämlich wieder die CPU und nicht etwa ein dedizierter Raidprozessor.

Falls du nicht mehrere hundert Euro für einen echten hardware Raidcontroller ausgeben willst/kannst, benutz einfach den Linux eigenen Softwareraid. Für Raid 5/6 sollte dann allerdings schon ein Hauch mehr Rechenleistung im System stecken (ein Atom könnte da an seine Grenzen stoßen, vor allem, wenn noch die Kiste nebenbei noch mehr zu tun hat)... abhängig natürlich vom Datenaufkommen.

Ich fahre zuhause aktuell mit vier Platten im Raid10 per mdadm und kann mich in keiner Weise beklagen. Die nächsten vier Platten sind auch schon geplant ;)
 
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http://geizhals.de/hp-proliant-microserver-g8-712317-421-a962380.html

Die "alten" Microserver wären auch einen Blick wert, weil sie viel durchdachte Hardware (ECC Speicher, die HDD Einschübe) recht günstig anbieten, allerdings ist die CPU Performance begrenzt, aber immer noch über Atom Niveau.

Außerdem bei den HDDs die sparsamsten und günstigsten 3TB Modelle, Nadelöhr wird auch beim G8 das Gbit LAN sein, nicht die HDDs.
 
Raid: Entweder Hardware mit ordentlichem Controller oder Finger weg.

Einen i3 halte ich aus Intels Prozessorprogramm aktuell für am sinnlosestem in einem Server. Entweder du brauchst CPU-Leistung, dann lieber gleich einen i5 oder stärker (bringt dann auch mehr Befehlssätze mit, wichtig bei Verschlüsselung) oder eben was kleines wie Celeron oder Pentium. Natürlich immer T Modelle wählen für geringeren Verbrauch.
Genau aus dem genannten heraus kommen für einen Server aber auch AMD-APUs in Frage, da gibt es Befehlssätze wie AES schon in wirklich günstigen CPUs. Der vielgenannte Mehrverbrauch bei AMD ist in der Praxis übrigens kaum bis nicht vorhanden, so lange der Rechner die meiste Zeit vor sich hin idlet.
Hauptverbraucher sind sowieso meist die Platten, es bleibt in einem Server schließlich selten bei nur einer oder zwei.
Ram kommt drauf an, so lange du nicht vorhast größer was mit VM zu machen sollten 4GB ausreichen.
 
RAID muss nicht sein, ein RAID 5 als Softwareraid ist meist nicht sehr schnell, und ein RAID-Controller mit vernünftigem eigenem Prozessor sprengt den preislichen Rahmen bei weitem.
Billige Controller lassen auch die CPU für sich rechnen.
Bei einem RAID 5 ist fällt eine Platte für Paritätsdaten weg, bei 4 Platten sind also 3 nutzbar für Daten.
Bei RAID 10 verlierst du die Hälfte der Platten.
 
Prozessor würde ich auch zum G1610 oder zum Pendant von AMD den A4-4000 greifen.
Nehmen sich beide nicht viel im Idle.
Intel hat bisschen mehr Prozessorleistung; AMD bisschen mehr Grafikleistung + AES.
Wenn du auf mITX Format gehst bietet AMD zusätzlich ein Board mit 7 Sata-Anschlüssen.
Ich kombiniere dies mit dem Q25b von Lina Li.
Ist nen schöner kleiner Homeserver der den Platz super ausnutzt.


Son Microserver N54L für 180€ is natürlich auch eine super bequeme Sofortlösung :P. Aber wer will schon aufs zusammenbauen verzichten ;)

edit: Zu RAID kann/will ich nichts groß sagen, da ich im privaten Bereich keinen Sinn in RAID's verstehe ;) Machen nur unnötig alles kompliziert und unflexibel + RaidController ist zu teuer für den Mehrwert ^^.
Ich spiele zur Zeit mit StableBit Drivepool herum. Alle Platten logisch verknüpfen und als eine Platte anzeigen lassen. Die gewünschten Ordner mit einem Klick auf alle Platten duplizieren + jederzeit eine platte ziehen an anderen Rechner dran und auf alle Daten zugreifen zu können. Finde ich einfach superflexibel :D
 
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Danke für die freundliche Unterstützung ersteinmal! (:

Die Idee mit dem Pico-PSU klingt sehr gut - das Problemchen mit den 20% Last hatte ich mir auch schon angesehen, bei den ca. 10% Last die vorherrschen werden sind die 300W NT zu groß dimesioniert - wieviel Watt bringt das oben genannte Dell DA-2 passiv zusammen?

Beim Prozessor werde ich wahrscheinlich einen der Intel G nehmen - leider sind die Varianten mit T via GH nicht auftreibbar - wo könnte man die bekommen? Da ich keine Grafik brauche (Shell + SSH ;) ) werde ich die AMD-CPUs außen vorlassen.

Bezüglich Raid werde ich wohl auf einen softwaremässigen Raid5 gehen - wenn ich richtig verstanden habe, dass wenn ich 4 2TB Platten anschließe insgesamt 6 TB rauskommen ;) Die Geschwindigkeitseinbußen werde ich wohl überleben können - da ich derzeit zuhause noch ein 100 MBit-LAN habe, kommen sowieso niemals mehr als 10 MByte über die Leitung. Und selbst wenn es dann mal Gigabit werden sollte sollte ich ja immer noch mit ca. 20 MByte lesen können (das Bespielen sollte relativ Wurst sein - da warte ich gerne & 10 Mbyte/s reichen mir aus/ mache ich am Abend)
Verschlüsseln hatte ich nicht vor.

Beim Gehäuse muss es nicht unbedingt HotSwap sein - ich schraube gerne auf & bastle rum ;) Allerdings wäre wie gesagt Staubfilterung gut - schallgedämmt muss es nicht sein.

Bezüglich des Geräusches muss ich es mal so vergleichen: Der derzeitig als "NAS" genutzte PC (auch seine 10 Jahre alt fast) ist ziemlich laut (CPU-Kühler bläst relativ schnell & laut, genau wie der Caselüfter)

Eine vorläufige Config was ich mir aufgrund eurer Vorschläge derzeit zusammenbasteln würde werde ich heute am Abend reinstellen (da mein Mittag fast vorbei ist)

Danke & LG
Kirinkunhime
 
Ich bin grad dabei mir etwas ganz ähnliches einzurichten. folgende Hardware hab ich verbaut:
- A6-5400K
- asrock fm2A85 m-itx (7xsata)
- fractal design node 304
- 4 gb ram
- 3x3TB (3,5 zoll) + 1x1TB(2,5)
- picoPSU 150Watt

was mir noch fehlt ist die einrichtung des systems, da hab ich open-media-vault im sinn wg. der einfachen grafischen oberfläche. zusätzlich soll noch pyload drauf und mal schauen was mir noch so in den Sinn kommt.

die cpu hab ich aus meinem htpc (der hat ein upgrade bekomen, damit ich auch mal was kleines zocken kann). Der AMD hat halt die aes unterstützung und ich wollt mein nas verschlüsselt betreiben.

was die picopsu angeht: 90 oder 120 Watt könnten bei der anzahl an Platten schon fast reichen, das werd ich demnächst nochmal testen.

mein letzter schritt bisher war die stromsparoptimierung (die hab ich unter win7 vorgenommen). ohne weitere peripherie (einzig eine ssd fürs system und den 3 ins gehäuse integrierten lüftern) bin ich bei 2,8ghz unter vollast (prime95) auf rund 40watt gekommen, im idle warens etwas mehr als 15watt. die grafikeinheit lief auf 400mhz und die spannungen waren abgesenkt, und so ziemlich alles im bios deaktivert was nicht benötigt wird. da geht allerdings sicher noch ein bisschen mehr, hatte aber kein bock auf stundenlanges optimieren und testen.

mit allen platten zusammen hat der rechner danach beim booten in der nalaufphase der platten ca 60-65watt gezogen. da hast du ne grobe orientierung fürs netzteil.

was mir sonst noch einfällt:
- das gehäuse ist eigentlich etwas überdimensioniert, allerdings sind die lüfter über die integrierte steuerung in 3 stufen regelbar, auf der untersten fallen sie nur durch ein minimales rauschen auf. Ausserdem gefällt mir die festplattenmontage, die käfige befinden sich unmittelbar vor den beiden frontlüftern (welche ein staubgitter besitzen)
 
den stromanschluss des dell-netzteil kenn ich ja gar nicht...
was für einen adapter braucht man denn für das dell netzteil?
 
So, danke für die vielen Tipps die ihr mir gegeben habt, ich habe nun ein wenig auf GH herumgeguggt und mir vorerst einmal folgende Konfiguration zusammengebastelt:

1 x Western Digital WD Red 2TB, SATA 6Gb/s (WD20EFRX)
1 x Crucial m4 SSD 64GB, 2.5", SATA 6Gb/s (CT064M4SSD2)
1 x Intel Celeron Dual-Core G1610, 2x 2.60GHz, boxed (BX80637G1610)
1 x Crucial Ballistix Sport DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9 (DDR3-1333) (BLS2CP2G3D1339DS1S00)
1 x ASRock B75M-GL R2.0 (90-MXGN10-A0UAYZ)
1 x Cooltek Antiphon anthrazit, schallgedämmt (600045750)

4 GB Ram sollte ja mehr als ausreichend sein, gegen die m4 sollte auch nichts sprechen - schnell reagieren darf das Gerät ja und auf die SSD soll so oder so nicht so viel draufkommen, von daher ;)
Beim Prozzi hab ich mich für den Intel entschieden, Grund ist einfach mehr rohe Power unterm Hintern - außerdem brauch ich keine Verschlüsselung, daher bietet AMD leider keine Vorteile für mich. (Da ich auf dem Ding außer wenn ich ihn aufsetzte keine GUI brauche). Was genau ist der Unterschied zw. dem normalen 1610 und dem 1610T (außer geringerer TDP & Mhz)
Die Red ganz einfach, weil sie lange halten sollte als Serverfestplatte (korrigiert mich wenn ich falsch liege). Mehr Festplatten kaufe ich, wenn ich etwas liquider bin.
Damit ist nur noch das Gehäuse, das hab ich genommen weil es 1. viel Platz hat, 2. Staubfilter & 3. preislich die anderen Geräte die ich gefunden habe einfach aussticht.

Was mir jetzt noch fehlt ist ein NT - und eventuelle Korrekturen an den Komponenten ;) Auch stell ich mir die Frage ob ein extra CPU-Kühler nicht auch gut wäre.

Danke für eure Ratschläge & LG
Kirinkunhime

Edit: Falls es ein CPU-Kühler werden sollte bitte OHNE Push-Pins! Beim Einbau meines letzten (Katana 4) bin ich gemeinsam mit meinem Vater der mich beim Lüfter unterstützt hat fast wahnsinnig geworden, weil er nicht halten wollte.
 
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warum nicht ne 2,5 zoll platte mit 500gb? machste das system drauf und hast noch nen datengrab, während dein "Lager" schlafen kann. ich denke den unterschied in der reaktionszeit merkste nicht - vorrausgesetzt das system dient 90% als nas - ggüber ner ssd.
 
wenns dir um die lautstärke geht, würd ich von den wd black abstand nehmen - da hatte ich mal 2 in 3,5 zoll ... was ne turbine.

ich hab mich für ne hgst (allerdings in 1tb) entschieden, das waren die sparsamsten.

das mit der garantie ist so ne philosophiefrage. tendenziell sind 2,5" platten robuster (da für laptop-einsatz) gebaut. daher weiß ich jetzt nicht inwiefern du dir da ggüber den 3,52 platten gedanken machen brauchst .. eher weniger und vom system hat man ja sicher eh immer ein backup liegen....
Ergänzung ()

achja, ob sata 2 oder 3 sollte keinen großen unterscheid ausmachen, aber was definitives kann ich da auf die schnelle auch nur munkeln. nimm das modernere wenns nicht zu teuer ist.
 
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Ist das nicht relativ egal wegen der Black? Immerhin ist das Antiphon ja schallgedämpft, und die Käfige & Platten auch ein wenig entkoppelt.
 
vibration und schall der erstmal weggedämmt werden muss ist stärker wahrnehmbar als weniger vibration/schall ^^

also die großen brüder in 3,5" würd ich nicht weiter empfehlen.
 
Natürlich ^^
Aber die Frage welche Netzteil empfehlenswert ist stellt sich mir immer noch ^^"
 
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