Beratung: Netzwerk Komponenten bei Kernsanierung

cptfalkon

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Hallo in die Runde,

nach viel stillem Mitlesen nun mit Registrierung und eigenem "Hilferuf". Ich stecke gerade mitten in einer Kernsanierung. Ein Thema ist auch die Elektrik und das Netzwerk. Mit dem Elektriker habe ich besprochen, dass ich einen Netzwerkschrank und dazugehörige Komponenten besorge, er installiert sie nur. Seine Beratungsleistung bzgl. Komponenten ist allerdings eher überschaubar.

Geplant ist recht zeitnah die Einrichtung eines Home Assistant mit Kommunikation per Matter over Thread, um bspw. elektrische Rollläden oder Licht zu steuern - also quasi ein Standard Smart Home, nichts ausgefallenes. Ich bin ansonsten ein "normaler" Nutzer ohne große Spezialanforderungen. Weiter unten habe ich zu den Komponenten die bisher empfohlenen Hersteller aufgelistet. Diese sind wohl eher höherpreisig, ich wäre aber bereit, für bewährte und solide Technik einen vertretbar höheren Preis zu bezahlen.

Folgende (technische) Ausgangssituation:
  • 120 qm Wohnfläche auf zwei Stockwerken + Keller + ggf. DG-Ausbau in der Zukunft
  • 9 Cat7 LAN-Anschlüsse (5x Zimmer, 2x AP (1 pro Stockwerk), 2x für Videoklingel mit Bedienfeld innen).
  • x weitere LAN Anschlüsse (2-3 für Ausbau Dachgeschoss, Router, PC für Home Assistant, ggf. auch ma etwas in Richtung Garten oder PoE für eine Kamera)

Ich benötige laut meinen Recherchen folgende Komponenten, die alle im Technikraum im Keller montiert werden sollen:
  • Netzwerkschrank (Empfehlung: Digitus)
  • Switch (Empfehlung: Ubiquiti)
  • Patchfeld (Empfehlung: Keystone)
  • Access Points (Empfehlung: Ubiquiti U7 Lite)

Vornehmlich stellen sich mir nun folgende Fragen:
  • Welche konkreten Produkte passen auf mein Anforderungsprofil und sind kein "Overkill"?
  • Wie viele Ports machen in meiner Situation bei einem Switch Sinn, um zukunftssicher zu sein?
  • Wie groß sollte der Netzwerkschrank sein (HE)?
  • Sollten im Netzwerkschrank auch Router und PC für Home Assistant mit untergebracht werden oder spricht da etwas dagegen (Wärme, Abschirmung WLAN im Keller --> dort ist ein Büro, aber kein AP, ...)?
  • Gibt es noch weitere Komponenten, die ich nicht berücksichtigt habe aber benötige?
  • Andere Dinge, die sich mir noch nicht so ganz erschließen (managed/unmanaged Switch, UniFi Controller bei Ubiquiti etc.)
Falls weitere Informationen benötigt werden, liefere ich diese gerne nach. Ich bin wirklich über jede Hilfe dankbar. Habe zwar viel gelesen, aber kann es als Laie nicht so ganz greifen.

Besten Dank im Voraus!
 
Vodafone Glasfaser
cptfalkon schrieb:
9 Cat7 LAN-Anschlüsse (5x Zimmer, 2x AP (1 pro Stockwerk), 2x für Videoklingel mit Bedienfeld innen).
Bitte lass gleich mindestens Doppeldosen und Duplexkabel legen, sonst braucht man schon für z.B. nen Netzwerkdrucker oder -scanner einen separaten Switch in dem Raum.
 
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+1 was Kartoffelpü sagt: immer Doppeldosen plus Duplex.

Welchen Internet Tarif hast du? DSL/GF/Kabel?

Welchen Router von UniFi hast du eingeplant?

Wo soll das Rack hin? Hast du genug Platz für ein 19“ Rack?

1x richtig in UniFi investieren und dann läuft es und du kannst es einfach erweitern. Kein Lizenz oder Abo kosten. Kameras, DoorCams etc…
 
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  1. Verleg Leerrohre, dann kannst du später vom Kupferkabel auf Glasfaser wechseln (SFP+, SFP28, …).
  2. Ubiquiti verkauft dir heuer auch nur das, was in Switches aus China steckt. Klick auf meine Beitragshistorie für Links und Hersteller. Switch würde ich aber als letztes Kaufen bzw. aus dem Zeitraum der Renovierungsarbeiten ausgliedern. 10G holt man sich heute, 25–40G kosten aber auch nur noch ~30 €/Port.
  3. Bei APs würde ich mittlerweile zur Deckenmontage raten.
    120m², zwei Stockwerke? Könnte sogar mit einem funktionieren, vielleicht plus einer außen wenn du einen Garten hast.
  4. Auf dem Dachboden mindestens zwei Anschlüsse vorsehen, zu gegenüberliegenden Seiten. Später als Option für APs oder 5G/6G Router, LoRa u. ä.
  5. Switch im Keller wg. des vorhandenen DSL oder FTTH Anschlusses? Wenn du die Option hast, hebe das aus dem Keller in ein anderes Stockwerk.
Apropos, es gibt mittlerweile auch APs mit „CSI“, also Bewegungsmelder per WLAN.
 
Willkommen im Forum, ich selber stehe auch vor so eine Aufgabe oder auch Projekt.
Ich habe mich aber bewusst gegen die Overkill Lösung entschieden, lege allles mit gebrauchter Hardware in Form von Standard "Routern" oder auch Multifunktionsgeräte habe es mit isngesamt 4 Fritzboxen gelöst, und werde die fünfte testhalber etwas Wettergeschützt im Außenbereich anbringen.
Wichtig bei der Anschaffung der Router ist, das diese OpenWRT kompatibell sind dadurch ist eine lange Betriebnsdauer gesichert ohne alle 10 Jahre die Hardware erneut Kernsanieren da diese in den EOL End Of Life Status geht.
Ein Netzewrkkschrank kann man sich noch überlegen und die Leitungen legen aber anstelle von einen Switch nutze ich eben Standar-Router die 4 Ports haben und auch WLAN inkludiert. Mit OpenWrt hast Du eine breite auswahl an unterstützer Hardware.

Als Anregung gedacht sehr kosteneffizient.
 
cptfalkon schrieb:
9 Cat7 LAN-Anschlüsse (5x Zimmer, 2x AP (1 pro Stockwerk

kartoffelpü schrieb:
Doppeldosen und Duplexkabel
Ich würde sogar soweit gehen pro Raum 2 Doppeldosen zu setzen. Der Grund für Doppeldosen mit Duplexkabel wurde schon genannt und 2 Dosen, falls mal eine hinter einem Möbestüvk verschwindet. Möbel und deren Positinen ändern sich mit der Zeit. Und so kann man auch die Diskussion um die Aufstellung umgehen. Und wenn man das Kabel auf der anderen Seite der Tür braucht muss man nicht einmal alle Wände mit nem langen Kabel lang.

Hardware ist bei Heimanwendung relativ unwichtig, außer man hat besondere Anforderungen wie VLAN, PoE usw. Grundsätzlich würde ich nicht jede Dose auf einen Port am Switch patchen, weil ja nicht alle Dosen zeitgleich belegt sind. Ich habe bei ähnlicher Situation wie bei dir 22 Port am Patchpanel belegt und nen 12 Port Switch dran, der mit 8 Ports belegt ist.

Ich mache das so: tatsächlicher Bedarf plus 25-50% mehr an Swirchports. Man muss ja nur die nächsten 10 Jahre abschätzen. So ein Switch hält ja nicht ewig.

Ich habe in jeder Etage, aber diametral gegenüber je einen (kabelgebundenen) AP. Auch im unausgebauten DG. WLAN Abdeckung ist 1a 😂
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann meinen Vorrednern nur zustimmen: immer Doppeldosen verbauen. Ist wie mit Steckdosen, kann man nie genug von haben.

Ich selber hab mich bei der Sanierung für Ubiquiti entschieden. Vorher hatte ich eine Fritzbox, die hat mir an ein, zwei Stellen nicht mehr ausgereicht (hab da aber auch ein besonderes Anforderungsprofil ;)). Außerdem wollte ich eine Videotürklingel, Kamera und APs - ist praktischer wenn das aus einer Hand kommt. Mir war auch wichtig, dass die Türklingel und die Kameras alles lokal speichern und nicht irgendwas in irgendeiner Cloud landet - das schränkt die Auswahl schon mal merklich ein. Wenn das für dich keine Kriterien sind, dann spricht mMn auch nichts gegen eine FritzBox.

Zu der Frage mit den Ports am Switch: zähl doch einfach mal zusammen wie viele Netzwerkdosen du verbaust und welche Geräte sonst noch im Schrank dran hängen. Da schlägst du dann noch 5 oder 6 drauf und dann hast du deine Antwort.

Der Netzwerkschrank sollte so groß sein, dass alles rein passt ;)

Wenn du mit Ubiquiti arbeitest, dann muss er ja schon mal 19" breit sein. Dann musst du schauen wie tief er sein soll. Reine Netzwerkschränke haben in der Tiefe meistens nur Platz für Switche, deshalb habe ich einen Serverschrank genommen. Kommt aber auch drauf an, wie viel Platz du vor Ort hast.

Von der Höhe her musst du wieder zählen. Mind. das Patchpanel, Switch, DreamMachine, Kabelmanagement, Steckdosenleiste. Dann willst du noch einen Boden für Router und PC. Dazu kommt perspektivisch eventuell noch ein NAS oder USV. Also wie beim Switch lieber ein bisschen überdimensionieren. Serverschränke kann man übrigens hervorragend gebraucht kaufen - ein paar Schrammen stören nicht wenn der im Keller steht und schlecht werden die auch nicht.

Router, Pc usw. kommen in den Schrank, da laufen doch eh alle Kabel zusammen, da brauchst du kein WLan.

Dir fehlt in der Auflistung noch die DreamMachine als Controller, ohne die geht bei Ubiquiti nichts. Beim Switch würde ich einen mit PoE nehmen, wenn du mehr als 1 PoE Gerät hast - Gigabit ist mMn ausreichend. Dein Elektriker verbaut hoffentlich Cat7, da kannst du später bei Bedarf immer noch auf 10G oder mehr gehen.
 
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Ich würde raten ganz scharf zu schauen welche Technik in das Rack soll, denn gerade Wandschränke sind mit max 600mm Tiefe beschränkt, wodurch nicht alles an Hardware passt.
POE Switche, NAS können sehr teif werden.
Ich hab einen 600mm tiefen Netzwerkschrank und da gehen dann maximal 400mm tiefe Geräte, wodruch z.B. der 4 oder 7-Bay NAS von Ubiquiti nicht mehr passen würde.
Vor dem Haus ggf. mehr Netzwerkports, wenn die auch Kameras anbinden willst.
 
Leerrohre haben nicht nur den Vorteil, das man später auf Glasfaser umrüsten kann. Man kann auch mit einem LAN Kabel starten und bei Bedarf ein weiteres einziehen. Auch wenn man mal einen Defekt hat, kann man es austauschen. Das kommt häufiger vor als man denkt, besonders in der Bauphase wird öfters rein gebohrt. Man ist halt wesentlich flexibler. Auch kann man den Glasfaseranschluss ins EG legen. Via Leerrohr kein Problem.
Bei Leichtbauwänden sind Leerrohre überhaupt kein Problem. Problematisch wird es eher bei dünnen massiv Innenwänden 12,5cm. Aber da braucht es dann nur Schlitze bis zur Steckdosen-Höhe 30cm, wenn eh alles von unten einzeln kommt.
 
Vodafone Glasfaser
cptfalkon schrieb:
Switch (Empfehlung: Ubiquiti)
Access Points (Empfehlung: Ubiquiti U7 Lite)
Wie bereits erwähnt, brauchst Du noch ein Gateway bzw. Router. Und wie bereits angeklungen ist, verlegst Du aktuell Kabel, setzt Patch-Panel und Schrank, also eigentlich machst Du aktuell erstmal nur Leerrohre. Die aktiven Komponenten wie Router, Switch und WLAN-Access-Point siehst Du dann. Wo genau kam die Empfehlung her? Wenn Du im Kosmos von UniFi bleiben willst, würde ich eher einen Schritt zurück aber dafür größer denken, also den U6-Pro, weil …
 
Wenn man eh alles neu machen kann würde ich ich persönlich auch ein Cat Kabel für die Bus Nutzung (Smart Home) vorsehen.

Klar Matter geht über Netzwerk aber wenn man mal was über POE etc machen will könnte man das Kabel gleich nutzen.

Also speziell zur Klingel, Rolläden, pot Wallbox etc.
Dafür eignet sich auch ein reguläres Cat Kabel Grün muss das nicht sein :D
 
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