Beratung : Office- und Spiele - PC -> getrennt?

IstVan82

Lt. Junior Grade
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Hallo CB User,

ich möchte euch gerne um Hilfe/Beratung oder Tipps bitten wie man meine "Geräte"-Situation eventuell am besten handhabt oder was absolut nicht gemacht werden sollte.

Ich habe aktuell einen gut ausgestatteten Gaming-PC (16GB Ram, ausreichender CPU, 4k TFT + 2x 24" Office TFT usw) mit Win7 als OS. Ich spiele gern ab und an ein Spielchen, bin aber kein Hardcore Gamer. An manchen Tagen oder Wochen rühre ich gar kein Spiel an, weil einfach die Zeit/Lust fehlt oder mich aktuell kein Spiel anspricht.

- ergo mein Spiele-PC wird eher seltener benötigt

Nun fange ich in 2 Monaten wieder meine selbständige Tätigkeit in Video- und Grafikbearbeitung an und würde natürlich aus Kostengründen den schon vorhandenen starken Gaming-PC nutzen. Mir ist bewusst das die Systeme eigentlich getrennt voneinander laufen sollten. Gerade wegen Kundendaten und sonstigen geschäftlichen Dingen.

Was wäre hier die optimale Lösung? Auch hinsichtlich Kosten/Nutzen Faktor. Ich möchte nicht ganz auf Spiele verzichten, da man hier auch einfach mal schön abschalten kann.

Reicht es aus, alle geschäftlichen Dinge auf separater SSD laufen zu lassen und hierfür ein 2tes Windows-Benutzerkonto anzulegen? Ist Windows 7 denn überhaupt noch zu empfehlen oder sollte man das Win10 Upgrade durchführen? (grob: Vorteile, Nachteile?)

Wie würdet Ihr die Situation handhaben? Lieber einen zweiten starken Office-PC zusammenstellen?

Bin auf eure Meinungen gespannt :)

lg
 
Welche Probleme mit Kundendaten? Ein Gaming PC bzw. die Spiele macht die Daten nicht unsicherer. Was einen Firmen PC unsicherer macht ist höchstens das Surfen zu Privatzwecken, sonst nichts. Aber surfen für Privatzwecke kommt bei jedem Office PC vor. Bei EMail ist jeder Firmen PC unsicherer als alle anderen schlicht weil man keinen vernünftigen aggressiven Spamfilter nutzen darf: könnte ja eine Kundenmail weggefiltert werden.

Wichtig sind Backups, Backups BACKUPS! Wenn du paranoid sein willst ein Veracrypt Container mit den geschäftlichen Daten.

Um Windows 10 wirst du nicht herumkommen: für Gaming gibts da DX12 und für die Firma den längeren Supportzeitraum als Windows 7.
 
ich würde (wenn es sein muss) zwei Benuzer Accouts machen. Wenn dir mal ein Kunde über die Finger schauen sollte, bekomt er keine Spiele zu sehen :)

+ es laufen keine unnötigen Tools, die den PC ausbremsen könnten
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn Du die Systeme wirklich sauber trennen willst, würde ich ne zweite SSD reinpacken und ein Dual-Boot-System einrichten. Die Platte mit den Kundendaten dann am besten verschlüsseln.
 
Kein extra PC. Sehe es wie HominiLupus: Backups und Notfalls verschlüsseln. Mehr braucht es nicht.
 
Ein 2. System (OS) auf einer 2. Platte / SSD in einen Wechselrahmen und dann einfach tauschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
zweite ssd mit bootloader.. sprich auswählen von welcher gebootet werden soll..
oder du nimmst einfach 2 verschiedene benutzeraccounts auf der selben ssd..

regelmäßige backups halt nicht vergessen
 
Hallo,

vielen Dank noch einmal für die hilfreichen Tipps.
Das mit dem 2ten Bootmedium klingt völlig logisch, so werde ich es handhaben :)

Danke!
 
Sei gegrüßt, ich schiebe auch noch etwas nach.
stebdjui schrieb:
Mir ist bewusst das die Systeme eigentlich getrennt voneinander laufen sollten. Gerade wegen Kundendaten und sonstigen geschäftlichen Dingen.

Was wäre hier die optimale Lösung? Auch hinsichtlich Kosten/Nutzen Faktor. Ich möchte nicht ganz auf Spiele verzichten, da man hier auch einfach mal schön abschalten kann.

Reicht es aus, alle geschäftlichen Dinge auf separater SSD laufen zu lassen und hierfür ein 2tes Windows-Benutzerkonto anzulegen? Ist Windows 7 denn überhaupt noch zu empfehlen oder sollte man das Win10 Upgrade durchführen? (grob: Vorteile, Nachteile?)

Wie würdet Ihr die Situation handhaben? Lieber einen zweiten starken Office-PC zusammenstellen?


Ja, sie sollten eigentlich getrennt voneinander laufen. Aus mehreren Gründen. Aber es ist wie immer die Frage, was du willst und wie wichtig es dir ist. Daher stelle ich dir ein paar Fragen zum Selbstbeantworten, die dir aufzeigen, worum es geht.

1. Wovor hast du mehr Sorgen? Vor Online-Bedrohungen oder vor echten Bedrohung wie Einbruch und Diebstahl des ganzen Rechners?
(oder seiner Festplatten?) Bei letzterem würde ich zu zwei getrennten Systemen raten und das System, mit den sensiblen Daten, voll verschlüsseln. Am besten mit einer Verschlüsselung ohne Masterpasswort. Zusammen mit einem extrem starken und langen Passwort (Minimum 40 Zeichen) bist du dann auf der sicheren Seite. Verlierst du dein Passwort mal, sind die Daten aber auch für dich weg.
Für Online-Bedrohungen solltest du dir ein brauchbares Sicherheitskonzept überlegen. Ideen findest du auch hier im Forum einige. Auch in meinen Beiträgen. Grundsätzlich gilt: Sicherheit und Bequemlichkeit sind zwei Gegensätze. Näherst du dich dem einen, entfernst du dich vom anderen.

2. Möchtest du dich und deine Daten Microsoft anvertrauen?
2.5 Bist du bereit dich von Microsoft ein Stück weit entmündigen zu lassen?
2.8 Bist du bereit kein Produkt, sondern nur einen Service zu erwerben?

Windows 7 ist das bessere Produkt. Es ist seit Jahren auf den Markt, Kinderkrankheiten sind ausgemerzt und es ist besser bis tief in das System hinein analysiert worden. Du hast mehr Kontrolle über dein System. Windows 7 kannst du mit ein paar Stunden Arbeit sehr gut "dicht" machen. Nicht völlig aber wesentlich dichter als Windows 10.

Windows 10 kannst du nicht als Produkt erwerben, sondern nur als einen dir gebotenen Service.
Du hast keine Rechte auf ein Programm. Microsoft kann beliebig Funktionen hinzufügen und entfernen. Dazu gibt es zahlreiche Artikel im Internet. Du kannst Up-Dates nicht verhindern, sondern nur aufschieben. Microsoft ändert per Up-Date deine Einstellungen zum Datenschutz.
Du kannst ein Up-Date ziehen und beim nächsten Start sehen Programme ganz anders aus. Die Überwachung ist deutlich ausgeweitet und du kannst sie nicht dauerhaft abschalten und auch nicht annähernd soweit einschränken, wie es bei Win7 noch der Fall war.
Du hast bei Windows 10 auch eine Cloud-Anbindung, ob du willst oder nicht.

Und es geht von der Bedienung her immer noch in die Schmartfone richtung.
Allein die Bezeichnung "Apps" statt "Programme" ist schon ein falsches Zeichen.

Ich habe sogar das Gerücht gehört, dass Windows 10 in der Zukunft den Rechner nach Raubkopien durchsuchen soll.

Natürlich hat Windows 10 auch ein paar Vorteile. Aber die fallen unter den Punkt "Bequemlichkeit".
Du wirst im Geschäftsleben nicht ewig um ein neueres BS drum herum kommen.
Aber bis du mal wieder neueste Hardware brauchst, die dann nicht mehr mit Windows 7 laufen wird, kannst du drauf verzichten.

Du kannst dein Problem auch mit einem Wechselrahmen lösen, in den dann die System SSD reinkommt.
Dann kannst du aus einem physischen PC zwei echte physische PCs machen. Datensicherheit leidet da kein bisschen, sofern du auch die anderen angeschlossenen HDDs sauber voneinander trennst.

Bedenke auch:
Sollten Bullen mal einen Durchsuchungsbeschluss oder ähnliches für dein Unternehmen haben, sind deine privaten Sachen auch mit weg, wenn sie auf dem selben Rechner sind. Dafür ist eine räumliche Trennung und/oder eine Vollverschlüsselung ebenfalls anzuraten.

So und jetzt werden mir älterem paranoiden Sack wieder ganz viele Wiedersprechen ...... wart ab.
 
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