Berufsfindung mit Objektiv?

Elcrian

Commander
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Feb. 2008
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Hallo!

Folgendes: Ich bin 15 (im Januar 16) und gehe auf ein Gymnasium mit mäßigem Erfolg, Klasse 9. Das heißt ich bin zwar in einigen Fächern gut (Englisch, Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Informatik) jedoch tu ich mich bei anderen ziemlich schwer (Französisch, Mathe, Sport :grumble:) und zu anderen Fächern (Bio, Chemie) sag ich nichts da dies Jahr wohl aus stofflichen Gründen anders ausfallen könnte als letzes Jahr. Nun gut, 5 steh ich nirgends hoffe ich.

Nun mache ich mir Gedanken wie ich weitermache. Natürlich Klasse 10 zuende. Dann besteht die Frage ob Abitur oder etwas anderes. Ich schätze mal ohne Abi wird die Berufsfindung relativ erfolglos. Doch nun gibt es ja auch "Fachabitur" nach 2 Jahren.

Viel interessanter ist was man generell für einen Beruf wählt. Ich zweifel an meiner alten Idee der Softwareenwicklung da es diesen Beruf a) wie Sand am Meer gibt, b) ich niemand bin der umbedingt gerne 8h nur im Büro sitze (Mir reichen meine Hausaufgaben und Ordner mit Rechnungen schon. :lol::) und c) man wohl ein Studium Informatik braucht. Mathe.
Fotographie interessiert mich. Ich bin zwar nicht sonderlich gut was private Fotos angeht, selber aber zurfrieden. Nur auch da soll es kein Passfotograph mit 1000€/Monat sein sondern eher etwas ausgefalleneres. Was böte sich da an? Industrie- bzw. Werbefotographie? Meine Kriterien sind eigentlich wie folgt...

- Kein purer Bürojob
- gutes Einkommen
- Chance auf bessere Stellung
- international Konkurenzfäig, Pläne des eventuellen Auwanderns (USA, Australien?) vorhanden. Ich glaube ich komme auf Dauer in einer Kleinstadt nicht klar. Kein pubertäres Gelaber sondern schon ernstgemeint.

Ich hoffe es kennt sich jemand aus der sich kurz Zeit nimmt. Ich weiß also weder konkrete Berufsideen noch genaue Schulpläne. Studium hab ich aus mehreren Gründen nicht vor:
- Teuer
- erst mit ~25 im Arbeitsalltag
- imo für mich nicht geeignet da ich simpel gesagt ziemlich faul bin. :/ Und enorme Probleme mit Prüfungen habe. Kommt mir nicht mit "über den Schatten springen", ich packs nicht. :<

Grüße!
 
Also ich bin selbst gerade in einer Phase, in der ich mich Beruflich etwas umorientieren will.
Ich hab mich auch etwas Informiert.

Um als Fotograf Fuß zu fassen, brauchst ist eine Ausbildung zum Fotograf bzw. ein Studium eigentlich schonmal vorraussetzung.

Schwierigkeit 1: Ausbildung
Kaum Lehrstellen vorhanden....... wenn man die falsche Lehrstelle erwischt, siehst du 3 Jahre lang das gleiche, hast aber von den restlichen Bereichen der Fotografie keine Ahnung.
Eine Übernahme ist meist unwahrscheinlich da viele Fotografen selbstständig in kleinen Studios arbeiten.

Schwierigkeit 2: Studium
Hier musst du eigentlich schonmal mit Umzug rechnen.
Es gibt nicht viele gute Fachhochschulen/Universitäten an denen man Fotografie studieren kann.
Und auch hier sind die Plätze heiß begehrt.
Entsprechend sind also auch die Auswahlverfahren.
Wer nicht die entsprechende Kreativität und den Fotografischen Blick mitbringt hat hier ebenfalls kaum Chancen.

Weiterhin stehst du nach dem Studium erstmal wieder da.

Das schwierigste ist wohl der Berufseinstieg

 
War im Gymi auch nicht die Leuchte. Hab mich aber bis zum Abi durchgebissen und bin stolz drauf, dass ich es geschafft habe. Mit deinen guten Fächern könntest du alle Leistungsfächer abdecken. Teilweise kannst du die schwachen Fächer abwählen oder halt nur als GK nehmen. Das wäre Option 1

Zweite Option wäre eine Ausbildung. Würde mich bevor ich mich entscheide gut umsehen. Aber du bist ja früh genug an, da du erst in der 9 bist. Praktikum in den Sommerferien ist da meineserachtens Pflicht und kann im Zweifel so manche unschöne Note im bewerbungsgespräch ausgleichen! Also spute dich, das du noch unter kommst!

Da ich ähnlich planlos in der Schulzeit rumgelaufen bin, möchte ich dir den Mechatroniker mal als Stichwort geben, auch wenn es im ersten Moment Offtopic ist. Ich bin mit dem Ausbildungsberuf sehr zufrieden. Er passt auch 100% auf deine Anforderungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
zum Fotografen brauchst du nur eins ein Auge für gute Bilder ... erlernen kann man den Beruf auch, studieren auch, alles kein muss wenn mans drauf hat ... einer der wenigen Berufe, in der man wirklich keine Ausbildung braucht ... sondern auch so einsteigen kann wenn man den gut ist ...
 
Fotografie bedeutet Selbstdisziplin, Eigeninitivative, Durststrecken, Unsicherheit. Und weisgott, richtig Geld verdienen können damit vlt 1% oder 2%. Dafür muss man geboren sein und einen feinen Sinn dafür haben. Das Studium und die Ausbildung vermitteln nur das Handwerkzeug.

Ganz ehrlich, wenn du das nicht von Anfang an machen wolltest, und dich bis jetzt auch nicht damit beschäftigt hast, würde ich schonmal nach Alternativen suchen.Knipsen können eine Menge Menschen, fotografieren nur wenige.

Grüße Quick

Ach ja, es heißt "Fotografie" oder "Photographie", "Fotographie" gibt es nicht!
 
Nun ja, was heißt denn von Anfang an? Ich hatte jahrelang etwas in Richtung Porgrammierung vor, das ist aber einfach nicht Zukunftssicher und überfüllt.
Ich hab als Kind mit einer uralten analogen Knipse rumgeballert und seit einiger Zeit bin ich nunmal relativ aktiv. Hab für die Zeitung und Schule was gemacht.

Und Geld ist eine Sache. Ich habe nur nicht vor mit 100€ im Monat fürs Privatvergnügen rumzudümpeln.
 
- imo für mich nicht geeignet da ich simpel gesagt ziemlich faul bin. :/ Und enorme Probleme mit Prüfungen habe. Kommt mir nicht mit "über den Schatten springen", ich packs nicht. :<
- Kein purer Bürojob
- gutes Einkommen
- Chance auf bessere Stellung
- international Konkurenzfäig, Pläne des eventuellen Auwanderns (USA, Australien?) vorhanden. Ich glaube ich komme auf Dauer in einer Kleinstadt nicht klar. Kein pubertäres Gelaber sondern schon ernstgemeint.
Tut mir Leid, aber irgendwie widerspricht sich das Ganze. Keiner wirft einem Faulen ein gutes Gehalt
hinterher. Wenn du nicht über deinen Schatten springen kannst, dann wirst du dich mit 100€ im Monat
zufrieden geben müssen. Trotzdem viel Glück mit deiner Einstellung, denn Glück benötigst du bei deinem
Vorhaben.
 
Ich rate dir zu Informatik. Bessere Zukunftsaussichten könntest du nicht haben..
 
Oke, stellen wir das nochmal eben klar:
Ich bin einfach kein Typ für ein Studium. Klar kann ich lernen usw. aber ich bezweifel das ich 3, 4 Jahre langes dauerhaftes "lernen" mit ca. zweihunderttausend Prüfungen in irgendeiner Form erfolgreich abschließen kann.
 
Ehm... nein, nicht wirklich. -_-


Ziehen wir den Rahmen etwas weiter. Was bietet sich kaufmännisch an?

Ausgefallene Idee: Kameramann?
 
Zuletzt bearbeitet:
jo, kaufmännisch und man muß fast nix lernen oder können. 8o
Wikipedia schrieb:
Die Ausbildung zum Kameramann ist nicht einheitlich geregelt. Entweder eine fotografische Ausbildung mit Zusatzausbildung an einer Filmakademie bzw. Fernsehakademie oder als Erstausbildung, eine grundständige Ausbildung zum Kameramann an einer Kunsthochschule oder Fachhochschule. Bereits während der Studienzeit ist es wichtig, praktische Erfahrungen zu sammeln.
 
Elcrian schrieb:
Oke, stellen wir das nochmal eben klar:
Ich bin einfach kein Typ für ein Studium. Klar kann ich lernen usw. aber ich bezweifel das ich 3, 4 Jahre langes dauerhaftes "lernen" mit ca. zweihunderttausend Prüfungen in irgendeiner Form erfolgreich abschließen kann.

bei so wenig motivation bist du wohl besser mit ner berufsausbildung dran. studium stehst du nicht duch
 
Hey, also welche Berufe gibt es heutzutage nicht wie Sand am Meer?
Auch kaufmännisch ist nicht einfach da viele die BWL studiert haben,
es auch immer noch sehr viele machen, anschließend einen einfachen Bürojob machen, weil sie nix besseres bekommen, oder viele Arbeitslose die eine kfm. Umschulung machen. Dann ist zu beachten dass in vielen Chefetagen Männer sitzen und diese bevorzugen oft für normale Büroarbeiten eine hübsche Mitarbeiterin. Zudem kommst du ohne Vitamin B oder Zeitarbeit kaum wo mehr rein. Dazu komm wenn du unter 25 nicht eine starke Persönlichkeit bist wirst du meist nicht wirklich ernst genommen. Weiterbilden musst du dich in allen Berufen, sei es neue Software, Hardware oder Betriebsabläufe. Also wenn du dich als faul bezeichnest wirst du schnell merken wie es laufen wird, gerade bei jüngeren, so wie in der Schule wird es nicht mehr sein. Ich weiß heute wird für fast jeden Ausbildungsplatz schon Abi verlangt was ich etwas übertrieben finde aber z.Zt. ist die Nachfrage stärker als das Angebot. Besuche einfach das Arbeitsamt (BIZ) und informiere dich erst was es für Berufe es gibt mit Aufstiegsmöglichkeiten etc. und mache dort einige Test, werfe auch mal auf ein Blick der Webseite, mache einen Beratungstermin. solltest du einiges gefunden haben, einfach in diesen Bereich div. Praktikas machen. Mein Tipp bewirb dich bei Firmen die ihre Azubis auch übernehmen, am besten machst du dort ein Praktikum. Und 25 ist kein Alter, auch wenn es dir mit fast 16 anders vorkommt. :D
 
Naja, vom BIZ halte ich nicht wirklich viel. Wir waren da in der 9 mit der gesamten Klasse, und bei praktisch allen Jungs kamen bei der "berufsfindung" Jobs wie Müllmann oder Maurer raus. Ich möchte diese Jobs nicht unterbewerten, aber wenn dafür nur noch (spätere) Abiturienten taugen, dann Hilf Gott!

Lass dir hier nicht entmutigen! Das du faul bist hängt wahrscheinlich mit deinen schlechten Leistungen zusammen, du willst dich schlicht drücken und das Problem ignorien. War bei mir das selbe in Grün. Ausserdem bist du ja uach noch sehr jung. Ich denke, alleine dadurch das du dir Gedanken machst und dich (hier) umhörst, zeigt das noch nichts vorbei ist.
Auch deine Prüfungsschwächen will ich mal nicht als solche anerkennen. Leider ist es nunmal so, das schwache Schüler, wenn sie erst mal ein 4er Niveau erreicht haben, da schwer wieder rauskommen. Meinen Eltern wurde mal auf einem Sprechtag gesagt: Ihr Sohn ist doch mit einer 4 zufrieden, was wollen sie eigentlich?" Nun gut, dem war nicht so, und die betreffende Person hat den Satz spätestens bereut, als mein Vater mal die mangelnde Förderbereitschaft und Motivation an geeigneter Stelle angesprochen hatte. Aber anderes Thema. Wenn du ein passendes Studium oder Ausbildungsagebot gefunden hast, wird mit dem Spaß am Arbeiten auch wieder Motivation und Erfolg einkehren. Glaube an dich und mache am besten in jeden ferien Praktiken. Nur so kannst du die richtige Entscheidung treffen!

Und denke dran: Es gibt nur eine Regel! Stehe immer wieder auf!!
 
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