Beste Linux Distro für (System)updates ohne jegliche Interaktion?

xXxOrcaxXx

Lt. Junior Grade
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Moin,

um alte Hardware der Eltern vor dem Schrott zu retten, habe ich deren Rechner von Win10 auf Linux Mint umgestellt. Das Problem ist, dass meine Eltern mit Technik nicht umgehen können. Entweder es funktioniert von alleine oder es wird ignoriert. Die simpelsten Prompts sind für die zu viel. Dementsprechend brauche ich eine Distro, die sich komplett automatisch aktuell hält.

Heute habe ich mehr aus Zufall gesehen, dass es bei einer Mint Installation zu einem Paket-Versionproblem im November gekommen ist (zwei Pakete brauchten unterschiedliche Python Versionen), und deshalb seit November keine Updates mehr automatisch installiert wurden.

Das darf einfach nicht passieren. Meine Eltern hatten keine Ahnung, dass die automatischen Updates nicht mehr funktioniert hatten und selbst wenn sie es gewusst hätten, hätten sie das Problem nicht lösen können.

Deshalb meine Frage: Welches Distro hat die stabilste automatische Updateroutine? Wie gesagt, wie schon Windows, muss der Updateprozess komplett ohne Nutzerinteraktion funktionieren und robust gegenüber Problemen sein.

Vielen Dank!
 
xXxOrcaxXx schrieb:
Wie gesagt, wie schon Windows, muss der Updateprozess komplett ohne Nutzerinteraktion funktionieren und robust gegenüber Problemen sein.
Wenn ich auf die letzten Jahre(?) zurückblicke, würde ich Windows jetzt nicht unbedingt als Paradebeispiel für "funktionierende" Updates anführen.

Aber zur Sache: Gibt es nicht. Bei jedem System kann es zu Problemen kommen, die sich nicht von selbst lösen. Am ehesten kommen da wohl Distros in Frage, die mit Images für das Basissystem arbeiten und eben keine Updates im klassischen Sinn einspielen, sondern immer ein neues Basisimage ziehen. Stichwort: immutable.

Probleme entstehen meist dann, wenn Pakete aus distrofremden Repos installiert werden. Alternative dazu wäre z.B. Flatpak, Appimage, snap und Co. für Zusatzsoftware zu nutzen.
 
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Du könntest dir den gescheiterten Vorgang per Mail benachrichtigen lassen und dann via SSH eingreifen.
Des Weiteren gibt es doch bestimmt bei apt (oder was da verwendet wird) bestimmt auch eine 'always yes' Funktion. Ist zwar riskant, aber der Kunde ist König.
 
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Vieleicht geht auch Ubuntu. Ist das installiert, geht man z.b 1x Täglich auf aktualisieren. Dazu gibt es einen Button. Das ist zwar ein Klick, aber das können deine Eltern sicher auch.

Ich nutze ein Ubuntu LTS 24.04.04 oder sowas und habe Gnome drauf. Das geht super ohne irgendwelche Python Versionen oder ähnliches.
 
Würde was stabiles wie Debian nehmen und unattended-upgrades für automatische Updates aktivieren. So mache ich das auch auf meinen Servern.
 
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Als Neuling kenne ich noch nicht viele Distros, aber Zorin OS fragt in regelmässigen Abständen, ob es herunterladen und aktualisieren darf.
Dazu ist nur ein Klick notwendig, plus die Passworteingabe, sofern eines festgelegt wurde.
 
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Unattended Upgrades, wenns wirklich Zero Touch sein soll. Verhaken kann sich theoretisch aber auch dann mal was.
 
+1 für Zorin OS, benutze ich selber
 
Also Fedora Atomic, Kionite silverblue und so, da hat man immer 2 Systeme zeitgleich, das update wird ins nicht laufende installiert und beim nächsten boot wird das gestartet, da ist die installation schon fertig. bis jetzt kann ich sagen geht das Problemfrei, (ein paar wochen)
Ich habe nachgesehen im Standard ist das automatische update auf Wöchentlich eingestellt.

Falls das doch tatsächlich mal scheitern sollte hat man immernoch das gerade laufende, das wird ja noch nicht verändert und man kann es wieder booten. so gesehen sehr sicher.
 
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Vielen Dank für die Rückmeldungen.
KillerCow schrieb:
Stichwort: immutable.
D.S.i.u.S. schrieb:
NixOS hat Automatic Updates
Ich weiß aber nicht ob du damit klar kommst. Wenn man NixOS stable hat, sollte es keine Probleme mit Aktualisierung des Systems geben.
https://zanderotavka.com/blog/2024/07/08/keeping-a-nixos-system-up-to-date/

Vielleicht noch Begrenzung der Rollback-Einträge hinzufügen.
Immutable Distros klingen auf jeden Fall in die richte Idee. Ich hab mir gerade openSuse MicroOS angeschaut. Da muss ich mich mal mit mehr auseinandersetzen.
 
xXxOrcaxXx schrieb:
um alte Hardware der Eltern vor dem Schrott zu retten, habe ich deren Rechner von Win10 auf Linux Mint umgestellt. Das Problem ist, dass meine Eltern mit Technik nicht umgehen können.
Ich würde meiner Mutter nie ihr gewohntes Betriebssystem wegnehmen.
Wie alt ist der Rechner, kann der mit Tricks nicht doch Windows 11?
Sonst Leasing-Rückläufer wie sowas:
https://www.mydealz.de/deals/hp-eli...-10500t-230-ghz-16gb-256gb-wlan-win11-2748179
Kategorie: https://www.mydealz.de/gruppe/mini-pc
Neu, aber ohne Windows: https://www.mydealz.de/deals/msi-cubi-zuverlassiger-kleiner-mini-pc-2734066
Ich mein, hier wurde mittlerweile die siebte Distribution vorgeschlagen?
 
Wenn sie Mint gewohnt sind, dann bitte die KDE Plasma Variante vom atomic Opensuse. Also nicht Aeon sondern dieses Kalpa (findest Du auch auf opensuse.org). Würde ich aber erstmal ausgiebig selbst testen
 
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Wilhelm14 schrieb:
Ich würde meiner Mutter nie ihr gewohntes Betriebssystem wegnehmen.
Wie alt ist der Rechner, kann der mit Tricks nicht doch Windows 11?
Ahaha win10≠11 schon an den Designänderungen könnte man scheitern, da ist der Weg zu Linux dann auch nicht weiter.
 
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Debian. Mehr als RockSolid, Major Versionen alle 2 Jahre, dazwischen nur Fehlerbehebungen, keine Versionssprünge. unattended-upgrade für Updates im Hintergrund und dann musst eig nur alle paar Jahre mal den Distro Sprung anstoßen
 
Ironbutt schrieb:
Ahaha win10≠11 schon an den Designänderungen könnte man scheitern
Für die meisten Menschen ist die Schnittstelle zum PC eher das Programm was sie nutzen. Wenn das zb der Browser ist und der identisch auf einem anderen Betriebssystem ist, ist der Sprung völlig egal. Wenn es allerdings das bekannte Programm (zum Beispiel Microsoft Word) nicht auf Linux gibt, ist der Umstieg meist schon größer (auch wenn die Office Alternativen sehr ähnlich aussehen).
 
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