Betriebsart von Powerstations/Solargeneratoren

MirageDU

Lieutenant
🎅Rätsel-Elite ’24
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Apr. 2012
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Hallo,

ich habe eine generelle Frage zu Powerstations.

Zuerst meine Ausgangslage. Wir haben eine fest installierte PV-Anlage und auch einen Heimspeicher dafür. Dennoch habe ich mir die Frage gestellt ob sich nicht auch Powerstations noch einbinden lassen würden. Eine Powerstation fände ich auch für die mobile Nutzung interessant, aber nur dafür wäre mir die Investition tatsächlich zu hoch, da es eher ein nice to have wäre, als das ich es wirklich bräuchte. Die Rede ist hier also von kleinen Powerstations von ich sag mal vielleicht 1 kWh.
Daher frage ich mich ob ich sie auch zu Hause umkompliziert nutzen kann. Dann hätte es einen doppelten Nutzen.

Ein Beispiel für die Nutzung im Haus könnte der PC sein, der dann bei längeren abendlichen Sessions erst mal aus der Powerstation versorgt werden könnte. Da stellt sich mir aber die Frage wie gut sich das Lade-Entlade Verhalten steuern lässt, was bestimmt auch Herstellerabhängig ist.
In so einem Fall würde ich die Powerstation immer über die Steckdose angestöpselt lassen wollen, und einfach manuell auswählen ob die Station jetzt geladen werden soll (PV-Überschuss), oder ich den Akku bis zu einem gewissen Prozentsatz nutzen will (z.B. Abends) oder der Strom von der Steckdose einfach nur durchgeschleust wird ohne den Akku zu nutzen (kein laden, kein entladen). Gerade bei letzterem weiß ich gar nicht ob Powerstations das überhaupt können.
Die Steuerung müsste also nicht mal Smart sein, manuell reicht vollkommen.

Es geht mir hier eher um die Art der Nutzung als um das spezifische Gerät. Könnte z.B. auch eine mobile Klimaanlage sein.


Also noch mal kompakter erklärt, 3 Modi fände ich hier gut:
  • nur Akku nutzen obwohl Stromkabel eingesteckt, bis ein unteres Limit erreicht wird, danach durchschleifen des Netzstroms
  • nur durchschleifen des Netzstroms unabhängig des Ladezustandes
  • Laden des Akkus vom Netz und ggf. gleichzeitig durchschleifen um Geräte zu betreiben


Daher teilt mir doch bitte eure Erfahrungen mit, ob so eine Art Betrieb möglich ist.
 
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Deine Powerstation ist erst einmal einfach nur ein Verbraucher im Haus, der wenn er läd, den Verbrauch im Haus hochzieht. d.h: Deine PV erzeugt Strom, der WR erzeugt eben AC Leistung daraus. Deine Smart Meter erkennt einen Verbrauch im Haus und pumpt den Strom in deinen Zusatzakku. Wenn Dieser voll ist, wird erst der normale Akku deiner Analge nachrangig gelanden.

Warum ist das gut?

Nun, du kannst mit dem Akku spazieren gehen, da er als erstes am Tag geladen wird

Schlecht:

Dein Haus kann sich ggfls. nicht mit Strom versorgen, weil der Akku leer ist am Morgen, aber erst mal deine "Powerbank" geladen wird und der PV-Strom dahin geht. Daher kaufst Du Leistung ein, die du eigentlich hast.

Meine Meinung: Erweitere einfach deinen Akku, wenn dir die Leistung nicht reichen sollte. Ich erkennen keinen Grund, warum Du so was brauchst.

PS: Noch was vergessen: Je nachdem, wie dumm deine Powerbank ist lädst du damit Abends erst mal deinen PV-Akku nach. Das typische Problem also, wenn man mehr als einen Akku zu Hause betreiben möchte. Im zweifel gehen die Typsichen 800W - 2400W dann aus deiner "Powerbank" in deinen Akku und so kommt er zu Akku läd Akku und verschleiß.
 
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Wozu noch einen Extra Speicher, wenn schon einer an der PV hängt und vermutlich das gesamte Haus versorgt, wenn Ladung vorhanden ist?
Bessere Möglichkeit, wie oben schon angemerkt, wenn der vorhandene zu klein ist, diesen vergrößern (lassen) und die Anlage auf Überschusseinspeisung stellen. Nur, wenn alle Batterien voll sind und das Haus nichts mehr braucht (bzw. Erzeugung>Verbrauch) wird eingespeist. Dann läuft doch der PC automatisch über den schon vorhandenen Heimspeicher. Funktioniert natürlich nur, solange du Zugriff auf deine aktuellen Verbrauchsdaten hast, im besten Fall über einen digitalen Zähleranschluß, da ist die Latenz deutlich geringer wie über den optischen Ausgang des Versorgungszählers (da darfst du meines Wissens nach nicht ran, nur über die IR-Schnittstelle auslesen).
 
MirageDU schrieb:
Hallo,

ich habe eine generelle Frage zu Powerstations.

Zuerst meine Ausgangslage. Wir haben eine fest installierte PV-Anlage und auch einen Heimspeicher dafür. Dennoch habe ich mir die Frage gestellt ob sich nicht auch Powerstations noch einbinden lassen würden. Eine Powerstation fände ich auch für die mobile Nutzung interessant, aber nur dafür wäre mir die Investition tatsächlich zu hoch, da es eher ein nice to have wäre, als das ich es wirklich bräuchte. Daher frage ich mich ob ich sie auch zu Hause umkompliziert nutzen kann. Dann hätte es einen doppelten Nutzen.

Ein Beispiel für die Nutzung im Haus könnte der PC sein, der dann bei längeren abendlichen Sessions erst mal aus der Powerstation versorgt werden könnte. Da stellt sich mir aber die Frage wie gut sich das Lade-Entlade Verhalten steuern lässt, was bestimmt auch Herstellerabhängig ist.
In so einem Fall würde ich die Powerstation immer über die Steckdose angestöpselt lassen wollen, und einfach manuell auswählen ob die Station jetzt geladen werden soll (PV-Überschuss), oder ich den Akku bis zu einem gewissen Prozentsatz nutzen will (z.B. Abends) oder der Strom von der Steckdose einfach nur durchgeschleust wird ohne den Akku zu nutzen (kein laden, kein entladen). Gerade bei letzterem weiß ich gar nicht ob Powerstations das überhaupt können.
Die Steuerung müsste also nicht mal Smart sein, manuell reicht vollkommen.

Es geht mir hier eher um die Art der Nutzung als um das spezifische Gerät. Könnte z.B. auch eine mobile Klimaanlage sein.

Daher teilt mir doch bitte eure Erfahrungen mit, ob so eine Art Betrieb möglich ist.

Der Punkt mit dem digitalen Zähleranschluss ist wichtig, über den optischen IR-Ausgang kommt man oft nur auf Minutenwerte und bis die Steuerung reagiert ist der Überschuss schon weg. Wer keinen Smartmeter hat merkt schnell, dass "Überschussladen" dann eher "Zufallsladen" bedeutet.
 
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Wie oben schon geschrieben geht es mir darum ob ich eine Powerstation auf die Art doppelt nutzen kann um z.B. unterwegs damit auch eine Kühlbox oder anderes betreiben zu können. Nur betrachte ich das eben als nice to have, denn ich kann da auch drauf verzichten.
Wenn ich das aber flexibel einsetzen könnte wie oben beschrieben, hätte das auch abseits des Outdooreinsatzes noch einen Mehrnutzen.

Daher meine Bitte, versucht mal ontopic zu bleiben und nicht eine all umfassende Beratung an zu bieten sondern die konkrete Frage zu beantworten.
 
Ich hab eine Marstek Venus D, die ist Baugleich mit der Venus E, der die Solar-Anschlüsse fehlen, neben meiner großen Solar-Anlage zu stehen.

Die hat einen Steckdosen-Ausgang.

Die Anlage kann man einstellen, dass sie den Solar-Überschuss aufnimmt
Solange Strom im Akku ist funktioniert sie wie eine USV
Sobald der Akku leer ist, wird der Strom der Steckdose durchgeleitet.

Durchleiten bei gefülltem Akku ... eher nicht, ABER man kann die Entlade-Tiefe ja einstellen, so dass das Durchleiten z.b. schon bei 50% Akku-Füllstand einsetzt, weil man tieferes Entladen verbietet.

Hört sich allerdings für mich nach relativ viel "umstellen" in der nicht so tollen App, oder etwas Gehirnschmalz im Haus-Eigenen HEMS, an. Außerdem ist natürlich ein Smartmeter nötig, auf dass die Anlage zugreifen kann, da sie sonst nicht weiß wann Solar-Überschuss besteht (und wann nicht, und wie viel).

Automatisch wird das eventuell nicht funktionieren. Dafür sind Deine Wünsche relativ speziell.
 
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@HisN

Ja das klingt steuerungstechnisch ähnlich wie bei meinem Heimspeicher. Die Marstek Venus D ist soweit ich das sehe allerdings auch eher auf den festen Standort zu Hause ausgelegt oder? Mir geht es hier eher um die kleineren Powerstations die man auch mobil nutzen kann und da dann eben ob man wählen kann wann der Akku ge-/entladen wird während sie an der Steckdose ist.
 
Wo Du sie aufstellst ist ja an sich wumpe, solange eine Steckdose in der Nähe ist.
Aber sie hat keine Rollen und keinen Tragegriff, falls das für Dich wichtig ist.

Ein Akkupack wiegt halt gute 20kg. Da ist das mit der Mobilität sowieso extrem fraglich.
Wie viel Akku-Kapazität stellst Du Dir denn vor? Wenn Du sagst, dass Du 5kWh haben möchtest, dann kannst Du an sich jegliche Mobillität vergessen, weil das einfach mal 40kg wiegt^^
Und zwar relativ unabhängig davon, ob das jetzt eine Venus ist, oder irgend ein anderer Hersteller.
 
Nein wie gesagt ich meine kleinere. Vielleicht 1 kWh. Etwas, dass man auch noch in einen Bollerwagen stellen kann. Ich müsste mir die Teile dafür aber tatsächlich mal in natura ansehen um das besser einschätzen zu können.

Der Heimspeicher hat ja schon 10 kWh, damit kommen wir auch gut aus. Der Plan ist jetzt nicht diesen groß zu erweitern sondern nur ob sich so eine Station universeller einsetzen lässt, wenn man sie nicht gerade für anderes nutzt.
 
MirageDU schrieb:
Nein wie gesagt ich meine kleinere. Vielleicht 1 kWh.

War nirgens zu lesen (glaub ich^^).
Aber danke für die Klarstellung.
 
Ne spezifisch hatte ich das nicht genannt. Das war einfach mein Verständnis von mobil nutzbar. Aber das ist natürlich subjektiv. Ich schreibe das noch mal in den ersten Post mit rein.
 
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@MirageDU So ganz einfach funktioniert das in der Regel nicht! Da musst du erstmal gucken ob dein Wechselrichter eine zusätzliche Stromquelle im Haushalt ohne Kommunikation auch unterstützt, oder ob die irgendwie kommunizieren können.

Die erste Frage ist, erzeugt eure Solaranlage einen Überschuss der eine Powerstation laden kann.
Die zweite Frage ist, reicht euer Heimspeicher regelmäßig nicht um euren bedarf in der Nacht zu decken?
Nur wenn BEIDE Fragen eindeutig mit JA beantwortet werden können macht es eventuell Sinn mit einer Powerstation zu basteln und den Vorteil der Mobilität mitzunehmen.
Wahrscheinlich wäre aber mehr günstiger heimspeicher die wirtschaftlichere Lösung.

Da es schon so scheint als ob euer Heimspeicher gut ausreicht, würde ich die empfehlen dich eher in Richtung einer großen Powerbank umzuschauen, die sind günstiger und machen auch mobil meistens mehr Sinn als die teuren Powerstations
 
MirageDU schrieb:
nur durchschleifen des Netzstroms unabhängig des Ladezustandes
Das machen Powerstations i.d.R. nicht.
Also durchschleifen teilweise ja, aber nicht NUR durchschleifen.

Teilweise kannst du da mit dem Ladelimit gegensteuern. Solange Ladestand über Ladelimit liegt, wird nicht nachgeladen. Das müsstest du dann aber permanent machen.
Das Hauptproblem ist, einen Trigger zu finden, wann die Powerstation voll laden soll und diesen dann auch der Powerstation mitzuteilen.
Du bräuchtest quasi eine Powerstation, die sich in Home Assistant oder eine vergleichbare Lösung einbinden lässt.... und zwar nicht nur auslesen, sondern auch steuern.
 
MirageDU schrieb:
Also noch mal kompakter erklärt, 3 Modi fände ich hier gut:
  1. nur Akku nutzen obwohl Stromkabel eingesteckt, bis ein unteres Limit erreicht wird, danach durchschleifen des Netzstroms
  2. nur durchschleifen des Netzstroms unabhängig des Ladezustandes
  3. Laden des Akkus vom Netz und ggf. gleichzeitig durchschleifen um Geräte zu betreiben
  1. Können normale Powerstations nicht
  2. Können normale Powerstations nicht
  3. Standard bei Powerstations
Die Funktionen welche du suchst könntest du bei Ecoflow finden.
Die Ecoflow-App bietet je nach Powerstation sehr umfangreiche Funktionen, etwa TOU (Time of Use).
https://de.ecoflow.com/cdn/shop/files/PC_6_1_KSP_5-_Inteligent.png?v=1742925027
https://ecoflow-service-us-cdn.ecoflow.com/upload/video/1712826872998/app_5_pc_us.mp4
 
Noch mal darüber nachgedacht. Ich würde eine schaltbare Steckdose nehmen. PV Überschuß=an. Da kommt die mobile Batterie dran, zuhause muß damit nichts betrieben werden, könnte aber, siehe oben Betriebsmodus 3 wäre das dann Zuhause.
 
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