News Bitkom: 43.000 offene Stellen für IT-Fachleute

Mal ganz ehrlich...
wer sich fragt warum man als Fachinformatiker keinen Job findet, der hat eines nicht begriffen: nämlich, dass man heute ohne Studium nie mehr ein gesuchter Mann wird

Ich selbst bin Fachinformatiker in der Ausbildung und ich musste mich mit einem 1,7er Abitur auf die Stelle bewerben und wurde erst beim 4. Gespräch genommen...
Meine Mitazubis sind allesamt Einserabiturienten mit zum Teil mehrjähriger Auslandserfahrung
Achja, es sei nebenbei erwähnt, dass ich neben der Ausbildung ein ausbildungintegriertes Studium zum Wirtschaftsinformatiker an einer privaten Universität mache, ein Jahr im Ausland bin und mit 25 Jahren tatsächlich einen Master habe, eine Ausbildung und noch dazu 5 Jahre Berufserfahrung in einem sehr großen Unternehmen...
Wenn ihr auch nur eine Vorstellung habt wie mein Tagesablauf aussieht, dann könnt ihr wohl sicherlich verstehen, dass ich über einen "normalen" Fachinformatiker nur müde lächeln kann und unter uns, ich würde einen solchen auch nicht einstellen, wenn ich die Wahl hätte Leute zu bekommen die einen ähnlichen Karriereweg genommen haben wie ich
Denn der Aufwand den ich betreibe und das Geld was für die Uni drauf geht ist mitnichten vergleichbar mit einer Ausbildung, bei der die Berufsschule höchstens Realschulniveau erreicht, man im Unternehmen nichts lernt, was einem das große, verbindende Hintergrundwissen erlernen lässt und man nicht ins Ausland kommt....
Bereits nach einem Semester lernt man in einer guten Uni mehr als ein Azubi je in seiner 2,5 jährigen Ausbildung
Sicherlich gibt es auch solche, die sich selbst weiterbilden, aber die haben halt Pech, dass am Ende bei Bewerbungen nur zählt, was man auf dem Papier nachweisen kann und da kannste bei einem Vergleich von "Ausbildung mit zusätzlichen Kenntnissen" eben nicht mit einem "Master of Science" in Wirtschaftsinformatik an einer bekannten Uni mithalten...

Was will ich damit sagen? Auch in meiner Abteilung stellen wir dieses Jahr 20 weitere hochqualifizierte Mitarbeiter ein aber macht euch doch nicht lächerlich: ein global player braucht keine 22 jährigen Fachinformatiker, sondern erfahrene Leute, denn so ein Mitarbeiter kostet Unmengen von Geld (ca. 100-200k € im Jahr) und man kann nicht 2 Jahre warten, bis sich dieser "beweisen" kann, denn das Management legt keine Millionen Budget hin und wartet 2 Jahre bis sich das Geld rechnet. Da wird in Monaten reportet und wenn da keine bedeutenden Profite bei rausspringen, dann brennt der Arsch des Managers, der das Budget erhöht hat

Also: wollt ihr was werden, dann sucht euch ne Spezialisationsnische oder studiert, denn die Inder, die bei uns in der Abteilung programmieren sind weltklasse, erfahren und die verdienen grad mal ein Drittel von dem, was interner Mitarbeiter gleicher Position verdient.
Also mit denen kann kein deutscher 22 jähriger Fachinformatiker mithalten...

welcome to reality
 
tecmax schrieb:
Es geht eben nicht hauptsächlich um Führungspositionen. Siehe PDF der BitKom:

http://www.bitkom.de/files/documents/BITKOM_Positionspapier_Fachkraeftemangel(1).pdf

Es werden hauptsächlich Softwareentwickler gesucht und davon gibt es genug! (egal ob studiert oder nicht)

Nur suchen die Firmen laut BitKom 70% Studienabgänger und das ist das Problem!


Nein, ich glaube die meißten haben noch nicht den Unterschied zwischen einem Softwareentwickler (die werden gesucht) und einem Programmierer verstanden.
Ein Fachinformatiker als Programmierer kann ich mir vorstellen, einen Softwareentwickler ohne Studium nur sehr schwer.

Der typische Job als Softwareentwickler besteht vielleich aus 10% Programmieren, es handelt sich hauptsächlich um die folgenden Tätigkeiten:

- Spezifikationen (oftmals Englisch) lesen und schreiben, Notation der Spezifikation in Prosa, EBNF, UML
- Verifizieren der Spezifikation
- Entwerfen eines Konzeptes für eigene Softwaremodule
- Dokumentation, wie z.B. Softwaredesign-Dokumente erstellen unter Verwendung von UML und anderen Beschreibungssprachen
- Dokumentation von wichtigen Algorithmen mit Berechnung der Zeit- und Speicherkomplexität nach dem O-Kalkül
- Refactoring
- Objektorientiertes Denken, Grundlegendes Wissen über die Erstellung sauberen Codes (Wartbarkeit, Kohäsion, Kopplung, ....)
- Anwenden von Design-Patterns
- Reviews von Dokumenten
- Testen (Black-Box, White-Box, Smoke-Test, ...) der eigenen Komponente, Wissen über grundlegende Testechniken
- Validation von Dokumentation und Software
- Erstellen von Metriken
- Verwenden von Konfigurationemanagement-Software
- ...


Das Argument "Ich beherrsche X Programmiersprachen" spielt gar keine Rolle. Das ist auch Bestandteil des 1. Semesters: Wieviel Programmiersprachen man kann ist egal. Viel wichtiger sind das Wissen über bestimmte Techniken, Komplexitäten, Test-Verfahren, ...
Eine Programmiersprache ist nur das Mittel zum Zweck und austauschbar. Das andere Wissen, welches einen Softwareentwickler von einem Programmierer unterscheidet ist allgemeingültig.
Daher: Softwareentwickler-Stellen sind nicht ohne Grund für Diplom/Master-Absolventen ausgeschrieben. Die Fähigkeit des Programmierens alleine ist nichts besonderes.

Ein abgeschlossenes Studium beweist übrigens nicht, dass man alle aufgezählten Sachen in Perfektion beherrscht. Aber man hat es mal gehört und die Hintergründe/Konzepte verstanden. Neben dem Fachlichen zählen auch die sog. Softskills, die übrigens bei den Bewerbungsgesprächen deutlich vor dem Fachwissen überprüft werden. Ohne Teamarbeit kann man nicht viel bewegen, daher sind Kommunikation, sozialer Umgang, usw. wesentlich für den Beruf als Softwaretechniker.

Insofern: Ich glaube nicht, dass die Ausbildung zum Fachinformatiker auch nur Ansatzweise auf die Berufsbeschreibung eines Softwareentwicklers passt.
 
Also zu dem Post von Mike kann ich nur sagen, dass du dich evtl. mal an einer Uni einschreiben solltest und etwas über Volkswirtschaft und Marktwirtschaft lernen solltest, bevor du hier solche Sachen ablässt.

Ansonsten hat ja jeder die Möglichkeit seine Meinung - passend zum IT-Gipfel am Montag - auf www.it-gipfelblog.de zu veröffentlichen.

Also wenn ihr meckert, dann meckert dort, wo man es auch sieht!
 
@TanteHorst:

Du machst einen entscheidenden Fehler: Du vergleichst Aepfel mit Birnen.
Ich weiss zwar jetzt nicht genau was ihr macht, aber es hoert sich nach development an. Dass man in diesem Biz am liebsten immer die Eierlegende Wollmilchsau sucht ist klar.

Du tust jedoch so, als gaebe es fuer Fachinformatiker keine Daseinsberechtigung.

Auf dieses Thema bezogen vielleicht schon, deiner Argumentation folgend koennte man jedoch meinen, Fachinformatiker zu sein ist nichts wert - Bullshit - Wir machen die Arbeit fuer die 'ihr' euch zu Schade seid - ueberspitzt ausgedrueckt.

Bei uns sind auch einige Fachinformatiker, und wir arbeiten komplett bei einem 'global Player' der Automobilbranche - so what?

Klar, wir entwickeln kein SAP, aber dennoch erfuellen wir unser Pensum - und das nicht schlecht.

Also tu bitte nicht so. Du koenntest fast personaler werden, der nicht erkennt, dass es fuer verschiedene Aufgaben verschiedene Qualifikationen gibt. Der fuer einen 'deppen'-Job (ala Papier am Drucker wechseln) nur jemanden mit einem 1er Masterstuim in Info einstellen wuerde. Genau solche Leute verursachen die aktuelle Situation, so dass die meisten Fachinformatiker keinen Job finden.



greetz


[E] @Tobias123: Das ist richtig. Mir gefaellt development eigentlich am besten, habe dies jedoch viel zu spaet bemerkt.
Ich wuerde gerne einer werden, jedoch fehlt mir, wie du korrekt erkannt hast, das noetige know-how um dies realisieren zu koennen.
Jedoch muss man dazu sagen, dass ich FASI (Systemintegration (Administration)) gelernt habe, weiss nicht wie die Kenntnisse da bei Anwendungsentwicklern sind.

Zusammengefasst: Ja, wenn es um SW-Dev geht, ist man mit einem Studierten echt besser dran.

Aber wie gesagt: Es gibt dennoch eine daseinsberechtigung fuer Fachinformatiker
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Ich selbst bin Fachinformatiker in der Ausbildung und ich musste mich mit einem 1,7er Abitur auf die Stelle bewerben und wurde erst beim 4. Gespräch genommen...
Meine Mitazubis sind allesamt Einserabiturienten mit zum Teil mehrjähriger Auslandserfahrung
Achja, es sei nebenbei erwähnt, dass ich neben der Ausbildung ein ausbildungintegriertes Studium zum Wirtschaftsinformatiker an einer privaten Universität mache, ein Jahr im Ausland bin und mit 25 Jahren tatsächlich einen Master habe, eine Ausbildung und noch dazu 5 Jahre Berufserfahrung in einem sehr großen Unternehmen... ."


sag ich ja doch... nach solchen leuten haben alle geschrien - als das und weil das mode war. und nun haben sie alle angst vor der eigenen courage. weil nun genau die leute da sind, die so sind, wie man rief.

@Tante Horst: pass dich nie an, verzichte nie nicht auf deine weiteren ziele: abgelehnt warst du nur, weil du denen, bei denen du dich bewarbst, über warst. (und natürlich wird so ablehnung in deutschland negativ verpackt: "schon ganz gut, reicht uns aber nicht". oberdämlich eben. weil deutschland verkleinernd - nicht aufbauend - aufbauend wäre nur die wahrheit: sie sind so klasse, dass ich angst habe, sie einzustellen, sie bringen womöglich nur unser gefüge durcheinander. und in 5 jahren wollen sie meinen job. und zu recht(!); zumindest, wenn man ihnen den weg dahin ebnete. statt sie zu verwirren.)


das gegenteil tut not - von verzicht, anpassung, einschränkung: jagt sie aus dem ämtern! gründet eigene firmen! verlangt, auf grund eines solchen bisherigen lebensweges, zum einstellungsgespräch nicht weniger, als die bilanzen gezeigt und erklärt zu bekommen! den klaren pfad dahin, mit 30 oder 32 mitglied der geschäftsleitung zu sein. alles andere wäre humbug und verars... .


der obermoppel deutscher dummheit war schon immer unser handwerkskammerpräsident: "die lohnnebenkosten müssen gesenkt werden, damit wir mehr leute einstellen können".

ironie an: ja, nur das ist das eine und einzige argument. trifft die sachlage vollkommen, ironie aus:

das sich das dumme deutsche volk (sorry) dies 15-20 jahre lang hat gefallen lassen...?! (zeigt seine, des volkes dummheit) - der handwerkskammerpräsident und die von ihm vertretenen "kanallien von früher" sind dumm. und daher brauchen sie billige, dumme leute.... und nur deshalb. (mit leuten, die wie die hier postenden sind (mit einer ausnahme, klar - ich bin ja auch dumm), können die nicht. haben die angst vor. eigentlich. und real. und schon immer.)

und in zukunft macht das der jahrgang 1982 alles anders... fordert leistung. honoriert sie. ist selber intelligent. und global. und ehrlich. klaro.

p.



wann warst du das letze mal in kalifornien horst? bist von uni zu uni, von mensa zu mensa, von firma zu firma gezogen? evtl. zeugnisse usw. im gepäck. und locker.. . leben ist freude.

"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland." Wie wahr. Wieviele mitten im Leben lebendig begrabene Hochintelligente es hier gibt... tssss. Heute wieder... (oder immer noch?).
.
 
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MrWeedster schrieb:
Aber wie gesagt: Es gibt dennoch eine daseinsberechtigung fuer Fachinformatiker

;) Ne, klar - das streitet auch keiner ab. Das Problem ist nur, dass es zuviele Fachinformatiker gibt und die offenen Stellen eben nicht von Fachinformatikern besetzt werden können. Die Gründe hierfür sind einigen nicht klar...
 
MrWeedster schrieb:
...Auf dieses Thema bezogen vielleicht schon, deiner Argumentation folgend koennte man jedoch meinen, Fachinformatiker zu sein ist nichts wert - Bullshit - Wir machen die Arbeit fuer die 'ihr' euch zu Schade seid - ueberspitzt ausgedrueckt....

Aber genau darum geht es ja, ab einem bestimmten Ausbildungs-/Bildungsstand muss man bestimmte Arbeiten nicht mehr machen, weil man dafür überqualifiziert ist. Für einfache Arbeiten gibt es die Fachinformatiker als Arbeitsameisen, die können Jobs machen für die ich als studierter auch nicht mehr herhalten möchte. Überspitzt ausgedrückt. Aber Fachinformatiker sind leider austauschbar und schnell zu ersetzten, das habe ich selber mitbekommen.

Ganz klare Ansage, als Fachinformatiker ist man vielleicht zu was zu gebrauchen, aber als Fachleute sind sie nicht anzusehen!
 
Komplettzitat entfernt. Bitte Regeln lesen


Naja, im Grunde hast du eigentlich recht, aber es hoert sich nicht schoen an, dieses von oben herab-gelabere. Ich mache in der Arbeit auch den gleichen Scheiss, den unser TU-Student macht - Liegt wohl an der Arbeit selbst.

Jedoch habe ich Biz-Erfahrung, und dies ist durch nichts zu ersetzen. Wenn _du_ daherkommen wuerdest, und meinst, du koenntest _mich_ schnell mal so von heute auf morgen ersetzen - vergiss es. Bis du die zusammenhaenge kapiert haettest, wuerde unsere Infrastruktur zusammenbrechen - also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.


greetz


[E] Ich danke Gott dafuer, dass ich in einem Unternehmen bin, in dem der Chef kein 'bloed-Studierter' ist, und dementsprechend hohe Anforderungen stellt. Dieser Mann hat mehr auf dem Kasten als wir hier alle zusammen - Dabei hat er nichts in der IT-Branche Studiert oder gelernt. Klar, manche Sachen ueberfordern ihn auch (development), aber dafuer hat er ja seine 'Arbeitsameisen' in Form von Studierten, die die 'drecksarbeit' machen - So kann mans wohl auch sehen.
 
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Heute schreib ich 10 Sprachen total im Schlaf, weiter 5-10 ohne große Anstrengung und überlegung. Klar können das bestimmt auch andere, aber so schnell macht mir das nicht jeder Student nach...

... bemerkenswert, wenn jemand dies alles kann.
"So schnell macht mir das kein Student nach!" -> Das mag sein, allerdings zeugt diese Aussage von der blanken Unkenntnis über die Inhalte und Gegenständlichkeiten eines Informatikstudiums.
Ziel ist es sich ein Arbeiten auf wissenschaftlichem Niveau anzueignen. D.h. nicht bei jedem Problem zu versuchen das Rad neu zu erfinden, sondern die Faehigkeit zu besitzen zu recherchieren was es bereits im gewünschtem Gebiet gibt, dieses Wissen vorstellungsreif aufzubreiten, qualitativ zu referrenzieren und darzustellen. Das Ganze muss in die gegebene Aufgaben-/Problemstellung eingebettet werden und stimmig sein.
Nicht umsonst schreibt der werdene Student eine Diplomarbeit.
Es geht nicht darum ein Produkt XYZ (DB2, Oracle, EJB, Halcon, o.ä.) aus dem FF zu beherschen. Es geht darum eine Vorstellung über effiziente Arbeitsweisen und das strukturierte Herangehen an Problemstellungen zu bekommen.
Namen sind Schall und Rauch, Sprachen kommen und gehen - die Prinzipien, die bleiben. Mein Vorstellungsgehalt liegt um die 35k-42k. Das ist ein realistisches Maß - ich weiss ja, was andere Studenten, die bei uns fertig geworden sind für Angebote bekommen haben.

- Wie werden Projekte angelegt?
- Wie sehen die frühen Phasen der Softwareentwicklung aus?
- Wie wird Dokumentiert, welche Tools gibt es, welche Paradigmen?
- Was sind die Knackpunkte beim Design einer Datenbank / Datenbanksoftware
- Warum lohnen sich welche Indizes, welche Joinalgorithmen werden egtl unter der Haube gefahren, wie sehen die aus? Wie pass mich daraufhin am besten das Datenbankdesign an?
- Welche Sperrprotokolle gibt es für synchronen Zugriff? Warum reicht das 2PLP für viele Sachen aus, aber eben nicht für alles? Wann lohnen sich hierarchische Ansätze
- Wie sehen Komplexitätsabschätzungen dafür aus?

Das alles sind Fragen, mit denen sich ein Fachinformatiker in seiner Ausbildung NICHT herrumschlägt. Natürlich fällt mal der ein oder andere Begriff (Was ist ACID, usw usf) aber es ist nicht die Basis die in dieser Ausbildung gefestigt wird. Dort geht es darum wie man vorhandene Technologien anwendet, wie die Netzwerkintegration usw aussieht. Das sind auch alles wichtige Komponenten und man muss das alles können. Nicht umsonst lästern jene Fach(!)kräfte zugern über die Fach(!)idioten, die von der Hochschule kommen. Geballte Köpfe voll mit theoretischen Inhalten. Natürlich fehlt da die Praxis - nicht jeder ist in der Lage neben dem Studium einen 20h/Woche-job zu fahren.

Dennoch sind es jene Leute die gesucht sind und jene Leute die Rar gesäht sind. Es tut mir leid, wenn ihr (Fachinformatiker) euch durch diese Worte gekränkt fühlt. Aber wir reden hier nicht über eine andere "Liga", sondern über eine Qualifikation auf einer ganz unvergleichbaren Stufe.

Von daher schließend: Schön, wenn ihr soviele Sprachen beherscht. Ihr werdet in der Umsetzung mit Sicherheit auch gebraucht. Wie etwas allerdings umgesetzt wird - das entscheidet wer anders. Ratet mal, wer das sein wird? ;-)

Btw.: Ich studiere an der HUB Informatik. Es ist ein Diplomstudiengang, ich bin im 9tem Semster und werde vermutlich im selbigem fertig. Soll heissen ich habe es in der Regelstudienzeit abgeschlossen. Die Abschlussnote wird vermutlich eine 1.3 und ich arbeite seit nunmehr 2 Jahren 20h/Woche nebenher an einem recht bekanntem deutschlandweitem Institut in der Softwareentwicklung für Echtzeitbildverarbeitung. Jeden Tag merke ich aufs neue, was ich alles noch nicht kann und bin trotzdem immer wieder überrascht, wie mir das erlangte Wissen aus dem Studium immer wieder zuspielt. Ich bin gespannt wie sich die Joblage für mich entwickelt, Sorgen mach' ich mir ersteinmal keine.
 
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Von mir selbst gelöscht wegen offensichtlicher Zensur seitens Computerbase!
 
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nö da hast du unrecht

es ist nicht die Arroganz, die man lernt sondern einfach die Einsicht, dass man am Anfang der Ausbildung auf dem gleichen Stand ist wie die Azubis und schon nach einem Semster merkt, dass der Azubi auf der Stelle tritt während man selbst im Studium mit gewaltigen Schritten vorangeht und sich unheimlich breit bildet...

Bei mir in der Abteilung saß mir im 1. Jahr ein Azubi 3. Jahres gegenüber und ich habe mit ihm gearbeitet, doch schon nach einem halben Jahr hatte ich seinen Wissensstand eingeholt und ab dann hängt ich ihn locker ab obwohl sein Abi genausogut war wie meins.

Es liegt nicht an den Menschen selbst sondern an ihrer ineffektiven Ausbildung. Eine Ausbildung ist nunmal eine Try&Error Lernweise während man den täglichen Betrieb am Leben erhält

In der Uni aber wirst du komprimiert mit aufbereitetem Wissen bombardiert und lernst schon nach mehreren Semstern die einzelnen Zusammenhänge

Nur so als Beispiel:
Im ersten Semester sollten wir eine Matrizenmultiplikation mit 2 3x3 Matrizen in java coden
Ein normaler FAAE schafft das ohne Probleme aber probierts mal selbst ihr Profis, die ihr 10 Sprachen beherrscht, ob ihr den eigentlichen Rechnungscode in 2!! Zeilen (also maximal innerhalb von 2 Semikolons) schafft...

Das ist nähmlich das was den Studenten vom Facharbeiter unterscheidet: er kann durch seine breitere Bildung Vereinfachungen auf hohem komplexen Niveau erkennen und dass es der Fachinformatiker dann umsetzten kann ist klar.
Aber hätte er das denn auch selbst erkannt?

So gesehen sind Fachinformatiker wirklich wichtige Leute, was den täglichen Betrieb angeht aber die heutige IT-Welt ist doch schon so komplex, dass man da unstudiert einfach keine Innovationen mehr erbringen könnte
 
Von mir selbst gelöscht wegen offensichtlicher Zensur seitens Computerbase!
 
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Hat ja auch niemand was anderes behauptet. Nur einen Dipl.-Inf. mit einem FIAE zu vergleichen, ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beide haben ihre Daeeinsberechtigung und decken verschiedene Arbeitsgebiete ab. Sicherlich wird es auch den ein oder anderen Dipl.-Inf. geben, der eine Arbeit verrichtet, die auch ein Fachinformatiker erledigen könnte, oder auch umgekehrt, aber das sind Ausnahmen.
Und es ist nunmal so, dass kein Unternehmen jemals einen Fachinformatiker als Software Architekten einstellen würde (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Selbst as Dipl.-Inf. sollte man ein paar Jahre Berufserfahrung vorweisen können oder zumindest schon ein paar Praktika absolviert haben, um einen guten Job zu bekommen.

Nochmals: die Aufgabenbereiche von Informatikern mit Hochschulabschluss und Fachinformatikern überschneiden sich kaum oder garnicht. Und nach ersteren wird nunmal derzeit händeringend gesucht, nicht nach letzteren.
 
@SheepShaver:

DAS hoert sich schon mal besser an. Ich gebe dir auch absolut Recht.

Deine vorigen Posts haben jedoch den Schluss zugelassen, dass Fachinformatiker generell Idioten und zu nichts zu gebrauchen sind, und das ist falsch und es hoert sich verdammt ueberheblich von dir an.

Aber mit dieser Aussage kann man was anfangen.



greetz
 
MrWeedster schrieb:
...Deine vorigen Posts haben jedoch den Schluss zugelassen, dass Fachinformatiker generell Idioten und zu nichts zu gebrauchen sind, und das ist falsch und es hoert sich verdammt ueberheblich von dir an....

Erst mal muss ich sagen seine Kommentage vorher haben nicht den Schluss zugelassen wie du ihn siehst.
Auf der anderen Seite haben sich hier aber viele Fachinformatiker hingestellt und großkotzig herumposaunt sie seine genauso gut oder besser als studierte Informatiker und sie würden nur verkannt werden und könnten alles mindestens gleich gut.

Jeder der meint ein studierter Fachmann sei unnützt soll mal überlegen ob er von einem Chirurgen mit 3 jähriger Berufsausbildung operiert werden möchte, ob er ein Flugzeug besteigen würde das von Flugzeugbauern mit Berufsausbildung entwickelt und gebaut wurde, ob er Autos fahren möchte die normale berufsausgebildete Fachkräfte entwickelt haben, Brücken, Hochhäuser, Schiffe, Atomkraftwerke und und und.
Wenn solche Arbeiten nicht von studierten und hochqualifizierten Ingenieuren, Medizinern und Informatikern gemacht werden dann Gute Nacht. Facharbeiter wie die Fachinformatiker arbeiten solchen Leuten zu, unterstützen sie und sind so gesehen auch wichtig, aber sie leisten nicht die Schlüsselarbeiten.
 
Ob ich jetzt draufgeh weil der Elektriker-Azubi überschüssiges Kabel aufgerollt und damit den Brand vom ganzen Haus verusacht hat oder weil sich der Architekt verrechnet hat und alles einstürzt ist mir dann ehrlich gesagt auch egal :D

btw, du hast Sie gerade zum Mann gemacht.
 
Eine Fachkräftemangel gibt es nicht, nur einen Fachkräfteüberschuss von derzeit ca. 80000 arbeitslosen Informatikern. Und laut Computerwoche vom 3. März 2007 sind in den nächsten Jahren 120000 IT-Arbeitsplätze in Deutschland bedroht, weil es hierzulande für Leute mit High-Tech-Qualifikationen keine Arbeit mehr gibt (Deutschland wird von den Firmen nur als Absatzmarkt gesehen und programmiert wird in Indien und China). Zusammen ergibt dies bis 2011 ca. 200000 arbeitslose Informatiker in Deutschland.
Wenn die IT-Firmen jammern, dann nur deshalb, weil sie absichlich die Arbeitslosigkeit in Deutschland fördern möchten - je mehr Informatiker arbeitslos sind, desto mehr kann man nämlich die Löhne drücken und dann vielleicht bald 200000 Informatiker in 1 Euro - Jobs billigst ausnutzen.
 
@Germa: Kannste das auch glaubhaft belegen? Hast du berücksichtigt, dass diese Kräfte in anderen Branchen untekommen könnten oder ins Ausland gehen und so weiter? Ich denke nicht. Von daher ist deinen Aussage hier reine Schwarzmalerrei und so ganz nebenbei kann man den Fachkräftemangel nicht an einer Berufsgruppe festmachen.
So ganz nebenbei kann es keinen reinen Absatzmarkt geben denn woher soll das Geld kommen, dass die Leute für Produkte ausgeben sollen wenn diese Leute keinen Arbeit haben? Nebenbei ist die Programmierung immer noch das kleinste Problem unter vielen und von Fachinformatikern zu erledigen aber der ganze Rest wird von Ingenieuren gelöst.
Dass die Firmen die Arbeitslosigkeit fördern wollen wiederspricht der von dir propagierten Behauptung Deutschland wird als Absatzmarkt gesehen, denn ohne Arbeiter die nichts verdienen gibt es auch keinen gewinnträchtigen Absatz da es keinen gibt der diese Produkte kaufen könnte.
So ganz am Rande erwähnt ich glaube kaum das hier eine Ingenieur zu "Dumpinglöhnen" (hat das schonmal jemand als unwort des Jahres vorgeschlagen?) arbeitet wenn er im Ausland mit Kusshand genommen wird.
 
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