Bluescreens und steckenbleibender Memtestx86+

Akhrehn

Ensign
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Guten Abend liebe CB-Community,

jetzt hat es mich auch erwischt: Vorgestern Abend hat mein PC sich auf einmal von selbst aus- und nach kurzer Auszeit wieder von selbst eingeschaltet. Ich habe mir darüber schon sehr gewundert und dachte, ich hätte es mit einem Temperaturproblem zu tun, da ich zuvor etwa 2h lang Rome II gespielt hatte.

Specs:

ASRock P67 Pro3
i5 2500K (@ standard)
Sapphire 6950
Corsair XMS3 4 GB 1333
be quiet! 500W

Nachdem der PC sich also von selbst wieder hochgefahren hatte, habe ich gleich die Temperaturwerte ausgelesen, welche sich jedoch alle im grünen Bereich von etwa 30 Grad befanden. Ich habe zudem die Steckverbindungen im Rechner überprüft, sowie den festen Sitz des Steckers in der Steckdose. Alles gut soweit.

Seit gestern jedoch fährt sich der Rechner immer wieder von selbst herunter und zeigt mir dabei jedes Mal einen Bluescreen, bei welchem als BCCode "4e" angezeigt wird. Dieser bleibt auch weiterhin konstant, wobei sich jedoch diese langen Zahlenreihen immer wieder ändern.

Ich habe also zunächst eine Systemwiederherstellung durchgeführt in der Annahme, es handele sich um einen Treiberdefekt, was jedoch keine Verbesserung gebracht hat.

Es musste sich demnach um ein Hardware-Problem handeln. Memtestx86+ absolvierte die ersten vier Tests ohne Probleme, bei Test Nummer 5 (immer noch erster Durchgang) stellte es dann jedoch massenhaft Fehler fest und beendet den Durchlauf plötzlich mit der Meldung "Unexpected Interrupt - Halting CPU 0".

Gehe ich richtig in der Annahme, dass sich mein Ram verabschiedet hat? Morgen werde ich die beiden Ram-Bausteine ausbauen und einzeln noch einmal am Mobo verbauen, dies sollte dann doch die Gewissheit bringen, oder?

Vielen Dank für eure Hilfe, mit besten Grüßen,

Akhrehn
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Benötigt ihr weitere Infos?
 
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MemTestX86+ testet soweit ich weiß von der Graka aus, da kann der Fehler "Unexpected Interrupt - Halting CPU 0" kein einfacher RAM-Fehler sein. Da ist etwas anderes oder sogar mehr als nur der RAM defekt.
 
Das ist Unsinn, das kann sehr wohl ein alleiniger RAM-Defekt sein. Kaputter RAM führt zu den kuriosesten Fehlern. Mit beiden Modulen jeweils einzeln Tests laufen lassen ist schon ne gute Idee. Mach das erstmal.

Grüz!
Hibbelharry
 
Das ist Unsinn, das kann sehr wohl ein alleiniger RAM-Defekt sein. Kaputter RAM führt zu den kuriosesten Fehlern.

Das mag ja zutreffen, wenn ein komplexes Betriebssystem wie Windows läuft. Ein Interrupt hat aber von Natur aus eher was mit der CPU zu tun und weniger mit Speicher...
 
Akhrehn schrieb:
Morgen werde ich die beiden Ram-Bausteine ausbauen und einzeln noch einmal am Mobo verbauen, dies sollte dann doch die Gewissheit bringen, oder?

Das solltest du unbedingt machen (einzeln mit Memtest86+ auf Fehler überprüfen).

Poste auch noch ein paar Screenshots von CPU-Z (Reiter Mainboard, CPU, Memory und SPD).
 
Guten Morgen Simpel1970,

alles klar, werde ich machen, sobald ich von der Arbeit zurück bin.

Vielen Dank erstmal für eure Hilfe, das gilt auch für die beiden Vorredner. ;-)

Würde eine Dumpfile auch noch helfen?

Eine Sache noch: Ich bin gestern ja noch davon ausgegangen, dass es sich um einen Treiberfehler handelt und habe daher die Systemwiederherstellung genutzt, bzw. auch noch die Windows-Systemreparatur. Nachdem ich letztere verwendet hatte, kam die Meldung, dass die Reparatur fehlgeschlagen sei und beim Neustart des PCs zeigte sich nun folgender neuer Bluescreen mit dem Code "6B". Anbei im zweiten Screenshot auch noch der Bluescreen mit dem Code "4e", den ich zuerst hatte (und mehrfach seither. Die Startzeile ist leider nicht im Bild, besagt aber: "DRIVER_IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL").
 

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Ich würde -sofern die Memtestprüfung ein eindeutiges Ergebnis bringt- das Betriebssystem neu installieren.
Bei einem defekten RAM Riegel ist es nicht auszuschließen, dass sich durch die Wiederherstellung die Situation verschlimmert hat (korrumpierte Systemdateien).

In diesem Fall bringen auch die Dumpfile nichts.
 
Danke für deine Einschätzung. Ich kann die Riegel erst morgen einzeln testen, da ich zuerst neue WLP für meinen CPU-Kühler brauche. Dieser muss runter, da er mit seinen Ausmaßen über die beiden Ramriegel hinwegreicht und diese somit überdeckt (aber bei weitem nicht berührt). Es handelt sich bei meinem Kühler um den Scythe Muigen II Rev. B.

Morgen montiere ich ihn ab und stecke die Ram-Bausteine um.

Ich melde mich dann nach erneutem Memtest86+ mit den einzelnen Ram-Bausteinen wieder!

Sollte es sich wider Erwarten lediglich um einen Software-/Treiberfehler handeln, würde in so einem Fall eigentlich eine Formatierung des gesamten PCs eine Lösung sein?
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Anbei noch die versprochenen Screenshots aus CPU Z!

Im Moment läuft er bereits seit 25 Min stabil. Und... abgeschmiert!


Könnt ihr aus den Bildern etwas herauslesen?
 

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Ich habe vorhin einen Ram-Riegel entfernt und den Memtestx86+ mit Riegel 1 gemacht.

Ergebnis:

1. Versuch: Memtestx86+ kam im ersten Durchlauf ohne Fehler bis Test Nummer 9. Dann hat sich der Test kurz aufgehängt und der Rechner startete neu.
2. Versuch: Memtestx86+ produzierte 4 Fehler im Fail-Safe-Mode und machte danach nicht weiter.
3. Versuch: Das Programm produzierte 754 Fehler im Fail-Safe-Mode und machte auch dann nicht mehr weiter.

Ich habe Riegel 1 nun ausgebaut und teste nun Riegel 2.

Ist das vorgehen bisher in Ordnung?
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Kurzer Nachtrag:

Riegel Nummer 2 habe ich in einen anderen Slot gesteckt (Slot 2 am Mobo). Memtestx86+ hat gleich in Test Nr. 5 über 960 Fehler angezeigt.

Kann es also sein, dass urplötzlich beide Ramriegel defekt sind?
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Zu welchem Vorgehen würdet ihr mir raten?

Ich bin gerade ziemlich verunsichert, ob beide Ramriegel auf einmal defekt sind, oder möglicherweise sogar das Mainboard.

Ich habe zwei neu gekaufte, noch nicht ausgepackte Ramriegel hier. Soll ich diese einbauen und testen? Oder soll ich die alten Riegel noch einmal einsetzen und versuchen, das System neu aufzusetzen, um einen Treiberfehler auszuschließen?
 
Mainboard Bios ist extrem veraltet. Bitte auf 3.3 flashen.
 
@Randy: Sobald ich den geöffnet und eingebaut habe, kann ich ihn aber nicht mehr zurückgeben, falls es am Board liegt, oder? Aber eine Überlegung ist dieser Vorschlag mit Sicherheit wert!

@bttn: Ein Bios-Flash würde ich dem Rechner gerade nicht zutrauen, v.a. da er in unregelmäßigen Abständen abschmiert. Passiert dies während des Upgrades, wäre alles hin, nehme ich an.

Wenn Simpel keine anderen Ideen hat, würde ich eure Vorschläge aber in der von euch genannten Reihenfolge mal ausprobieren, sprich:

1. Neuen Ram rein.
2. Bios-Update.

Gibt es noch weitere Ideen?
 
Auf dem RAM sollte noch allermindestens das 14-Tage-Rückgaberecht gelten, abgesehen von der gesetzlichen Gewährleistung (2 Jahre) und der Garantie (bis zu lebenslänglich).
 
Alles klar! Die Reihenfolge der Schritte bleibt gleich, oder?

Falls es weiterhin zu Bluescreens kommen sollte, muss es sich dann um einen Defekt am Mainboard handeln, oder kann es auch, wie Simpel vermutet, ein Treiberproblem sein, welches sich durch Formatierung des Systems lösen lässt?

Kann man Bios auch im abgesicherten Modus flashen? Ich hab echt Angst davor, dass ich beim flashen einen erneuten Absturz und Bluescreen bekomme!
 
Ähem....
Das Bios wird direkt im Bios selbst geflasht. Ohne Windows.
 
Ich habe nun einen der neuen Ram-Riegel verbaut und Memtestx86+ darüber laufen lassen. Nach zwei Durchläufen wurden keine Fehler festgestellt.

Ich werde nun den zweiten Riegel auch noch verbauen.

Ist eine Formatierung des PCs empfehlenswert angesichts der oben genannten Bluescreens?

Mir ist aufgefallen, dass der neue Riegel, obwohl er nun 1600 Mhz besitzt, im Bios bzw. bei CPUZ als 1333er erkannt wird. Soll ich dies manuell im Bios umstellen, oder sollte ich davor, bzw. überhaupt flashen?
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bttn schrieb:
Ähem....
Das Bios wird direkt im Bios selbst geflasht. Ohne Windows.

Achso, ich hatte nämlich gelesen, dass dies auch unter Windows möglich ist.
Ergänzung ()

Zumindest empfiehlt dies ASRock hier:
http://www.asrock.com/support/BIOSUI.asp?cat=Windows7
 
Aber wenn du keinen stabilen Windows-Betrieb hinbekommst ist es über das BIOS deutlich sicherer.

Den RAM auf Auto 1333MHz lassen.
Nach dem Update mußt du eh alles einstellen/überprüfen.
 
Peiper schrieb:
Aber wenn du keinen stabilen Windows-Betrieb hinbekommst ist es über das BIOS deutlich sicherer.

Das ist wahr, allerdings bietet ASRock, soweit ich das sehe, nur diese Option an. Korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre!

Hab den neuen Ram verbaut und bis jetzt läuft der Rechner wieder. Das einzige Manko ist, dass der neue Ram (welcher 1600 Mhz hat), wie gesagt nur als 1333er angezeigt wird.

Ein Bios-Update bleibt also sinnvoll, oder?
 
Ich würd erstmal schauen, ob es nun stabil läuft mit dem neuen RAM - was ja dem Anschein nach der Fall ist - dann brauchst du auch kein Bios-Update. Und der Unterschied zwischen 1333MHz und 1600MHz ist nicht wirklich spürbar; der Unterschied zwischen 4GB und 8GB hingegen schon, wenn der RAM entsprechend ausgelastet wird.
 
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