News Blutzuckermessung simuliert: Bundesnetzagentur zieht Smartwatches aus dem Verkehr

Auf dem Typenschild steht die Nennspannung, nicht der zulässige Spannungsbereich. Für die Nennspannung bei Kühlgeräten ist dabei 220-240V völlig üblich und zulässig.
 
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Nscale schrieb:
Wir haben bei 230V Effektivspannung eine Zulässige Abweichung von +/- 10%. Das heißt, jedes Gerät, das für den deutschen Markt verkauft wird, muss zwangsläufig so designt sein, dass es zwischen 207 V und 253 V zuverlässig funktioniert. Gibt ein Hersteller in seiner Betriebsanleitung lediglich eine zulässige Spannung von 220 V - 240 V an, so gilt die Herstelleranweisung und das Gerät dürfte gar nicht am normalen Ortsnetz betrieben werden.
Nscale schrieb:
Es muss grundsätzlich der Spannungsbereich angegeben werden, in dem die Geräte funktionssicher betrieben werden dürfen und das muss zur IEC 60038 passen. Und damit ist die Angabe in der Bedienungsanleitung konträr zu dem, was Geräte gemäß der entsprechenden Normen einhalten müssen.
Vielleicht als Ergänzung zu @Incanus Beitrag:
Falls du ihm widersprichst, so müsstest du mal eine Quelle für deine Aussage liefern, denn wenn wir die folgenden Punkte als wahr ansehen
  • Die Nennspannung muss bei 230V liegen
  • Die Versorgungsspannung kann um +/-10% schwanken
lässt sich daraus imo nicht automatisch ableiten, dass die Geräte dadurch gezwungen sind den gesamten Bereich abdecken zu müssen.

Vielleicht an einem Beispiel: Ich produziere ein Laborgerät, das mit einem normalen Schuko-Stecker ausgestattet ist, und explizit eine stabile Spannungsversorgung mit 230V+/-1V braucht - wie würde ich das Gerät dann in Deutschland verkaufen? Wenn die Einschränkung des Spannungsbereichs in der Betriebsanleitung nicht ausreichend ist, dann wäre es nach deiner Auslegung in der gesamten EU nicht verkehrsfähig und de facto verboten, obwohl alle sonstigen Sicherheitsstandards erfüllt sind.

Ohne Polemik gefragt: Vertrittst du diesen Standpunkt?
 
Fatal3ty schrieb:
Wie will man denn Blutzucker messen ohne dass man unter der Haut gestochen wird? Man muss ja Blut rankommen oder nicht? Mein Apple Watch kann das nicht und mein Papas Temu-Watch die ich lachen darf, kann das auch nicht :D

Um Blutzucker zu messen, geht nur die richtige Medizingeräte, die vom Arzt verordnet wurde. Nicht mehr und nicht weniger. :skull_alt:
Ja und Nein. Für richtigen BLUTzucker ja, da braucht es Blut. Man kann aber auch den Glukosegehalt der Gewebsflüssigkeit messen. Die gleicht sich dem BZ mit einem Lag von ca. 10 Minuten an. Trotzdem muss dafür natürlich unter die Haut gestochen werden :)
 
Ich habe keine Smartwatch und ich habe auch nicht vor, so ein Zeugs zu benutzen.
 
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R4Z3R schrieb:
Nein, das ist in der Pauschalität falsch.
Ich habe lange drüber nachgedacht, wie man auf sowas reagiert. Außer mit jede Verkürzung der Realität ist in seiner Pauschalität falsch fällt mir auch nicht mehr ein. Nur, dass diese Banalität ja dem Satz inne wohnt eine Allgemeingültigkeit zu beschreiben, die im speziellen eben doch nicht konsequent ist.

Aber, das will sie auch nicht sein. Sonder beschreibt:
R4Z3R schrieb:
  • Aus einem niedrigen Preis kann in der Regel kein überdurchschnittlich hochwertiges Produkt vertrieben werden.

Natürlich kann ich sowohl super Qualität verschenken oder miese Qualität für Gold aufwiegen lassen. Somit ist ist das
R4Z3R schrieb:
  • Ein Produkt niedriger Qualität kann sehr wohl mit überdurchschnittlichem Preis Vertriebe werden.
auch nur ein Teil der Wahrheit. Und dein weiterer Erguss:
R4Z3R schrieb:
Ersteres ist, bis auf Ausnahmen zur Marktdurchdringung und ähnlichem, für den Anbieter wirtschaftlich nicht möglich.

Zweiteres ist sehr wohl Ziel jedes Unternehmens: den Preis für ein Gut festlegen, dass den höchsten Gesamtgewinn (über die verkaufte Gesamtmenge) ergibt. Wenn der Preis ungewöhnlich hoch aber erzielbar ist, dann ist das der faire Marktpreis.
unterschlägt, dass es 4 Lösungsdimensionen gibt: Hoch/Hoch, Niedrig/Niedrig, Niedrig/Hoch und Hoch/Niedrig. Aber auch das ist irrelevant, weil:
R4Z3R schrieb:
Es gibt keine objektiv richtigen Preise losgelöst vom Markt, weil die Wünsche und Zahlungsbereitschaft der Konsumenten unterschiedlich sind.
zwar richtig, aber auch die Dummheit für billigen Schund noch möglichst wenig Geld zu bezahlen Geiz ist Geil ist.

Summa sumarum, bleibt in diesem Kontext allein: You get what you pay for. Aber schönen Dank für den Exkurs.
 
Krik schrieb:
Quasi unmöglich. Wie viele Händler vertreiben z. B. über Amazon ihre Ware? Sicher zehntausende. Wenn jetzt jeder hundert Produkte anbietet, müssten die Plattformen mehr als eine Million Produkte untersuchen. Das schaffen die niemals. Und selbst wenn ein Produkt aus dem Verkehr gezogen wurde, ist es nächste Woche unter anderem Namen wieder im Angebot.

Dem kommt man nur bei, in dem man die Drahtzieher dingfest macht. Da die aber üblicherweise irgendwo im Ausland hocken, wird das nicht passieren.

Es ist keine automatische Notwendigkeit, dass es Plattformen gibt, auf denen so viele Produkte angeboten werden, dass die Plattformen diese nicht überwachen kann
 
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Krik schrieb:
Quasi unmöglich. Wie viele Händler vertreiben z. B. über Amazon ihre Ware? Sicher zehntausende. Wenn jetzt jeder hundert Produkte anbietet, müssten die Plattformen mehr als eine Million Produkte untersuchen. Das schaffen die niemals.
Also das Mindeste wäre die schon bekannten Fälle durchzusetzen. Die Safety-Gate API anzuzapfen und entsprechende Produkte direkt aus dem Verkehr zu ziehen dürfte bei >500Mrd. Jahresumsatz gerade noch so drin sein.

Zumal die eigentliche Verantwortung ja nicht bei Amazon, sondern bei den jeweiligen Händlern/Importeuren läge.

Davon ab ists sowieso ziemlich lächerlich, wie viel Rotz Amazon durchgehen lässt: Die haben einen Berg an Geld und eine gigantische IT-Infrastruktur, dennoch lässt sich die Seite austricksen, wenn man im String ein "t" durch ein Tau-Zeichen ersetzt. Oder es wird halt auf breiter Front gelogen bzw. die Wahrheit unterschlagen, bspw. braucht man nicht lang suchen, um auf refurbished HDDs zu stoßen, wo nirgends ein Hinweis zu finden ist, dass es sich dabei nicht um Neuware handelt.

In meinen Augen lächerlich triviale Fälle, die nur akzeptiert werden, weil es keinen effektiven Zwang gibt, das nicht zu tun.
 
Hat hier irgendwer schon mal "GPSR" gehört? Revisioniert ~13.12.2024.
Auflagen zum Verbraucherschutz, die es jedem Klein- und Kleinstgewerbe nahezu unmöglich machen ein Gewerbe zu führen.
Der Verstoß dagegen ist AFAIR nur mit 10k Euro. Eine Summe die dennoch jeden kleinen vom Markt fegen kann.
Und während der Zoll mein PV Batterie Kabel (reines Kupferkabel) beschlagnahmte und es von der Bundesnetzagentur prüfen lassen wollte, weil dem ja auch keine Bedienungsanleitung beilag, bricht Amazon und andere große Unternehmen die Gesetze in Serie.

Behauptungen hier im Thread, in D wäre alles erlaubt und zu wenig reguliert zeugen nur von massiv fehlender Kenntnis der Sache. EU & D Gesetze erwürgen jedes Kleinunternehmen. Die Großen lobbieren ssich durch, lachen über Strafen und haben Rechtsabteilungen die alles gegen jeden über Jahrzehnte führen können.
Übrigens auch wie der gesellschaftlich akzeptierte illegale Einsatz von WhatsApp an vielen stellen.

Aber hey.. mehr Strafen für alle, niemanden ausnehmen, die Kleinen gleich erschlagen. Das Problem ist der Konzernlobbyismus und -ausverkauf, nicht das Fehlen von Gesetzen. Die gibt es nämlich auch dann, wenn man sie nicht kennt.

Ergänzend mal reingeschmissen:
Lucid
WEEE
EN-71

Sollte JEDER kennen, der auch nur als Soloselbstständiger Handel treibt oder es gar wagt Dinge selbst herzustellen.
 
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Die Gesetze dienen dem Verbraucherschutz und sind nicht dafür da, den Markt im Interesse der Großen zu kontrollieren. Das ist die Folge der schlechten Umsetzung.

Wenn die Auswirkungen von Verstößen kleine Teilnehmer vom Markt fegen können, dann sollte nachjustiert werden, dass sie auch die Großen vom Markt fegen können. z.B indem man aus 10k einfach mal 10% macht.

Aber die Gesetze selbst sind gut und richtig und sollten bei Bedarf auch immer wieder angepasst werden, wenn dem nächsten kreativen Nepper ein neues Schlangenöl einfällt.
 
Krik schrieb:
Wenn jetzt jeder hundert Produkte anbietet, müssten die Plattformen mehr als eine Million Produkte untersuchen.
Tja, dann werden halt analog zu know-you-customer Regeln auch know-your-supplier Regeln eingeführt und du musst wissen, wessen Zeug du da verkaufst.... Könnte man machen, wenn der Wille da wäre.
 
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Bright0001 schrieb:
Vielleicht an einem Beispiel: Ich produziere ein Laborgerät, das mit einem normalen Schuko-Stecker ausgestattet ist, und explizit eine stabile Spannungsversorgung mit 230V+/-1V braucht - wie würde ich das Gerät dann in Deutschland verkaufen?
Passende Stromversorgung mitliefern. Dann kannst du die typische Nennspannung dranschreiben. Braucht der Kunde ja eh.
 
Ich hatte vor Jahren Mal mit der BNetzA Kontakt, weil wir immer wieder random Störungen auf den Funkmikrofonen auf meiner Arbeit hatten.
Die Mitarbeiter waren sehr rürig und interessiert an dem Fall, und nach 2 Stunden Messung kam raus, dass zwei PCs schuld sind: Ein embedded PC in einem Lichtpult und ein HP Rechner. Bei beiden gab es starke Funkaussendungen im 700MHz Bereich deutlich über dem Grenzwert, aber nur wenn man digitale Bildausgänge nutzt - HDMI oder Displayport. Das Kabel war egal, dafür war der Bildinhalt entscheidend. Je mehr weiß im Bild desto mehr Störungen. Das erklärte das sporadische Auftreten der Störungen.
Mit VGA war die Störung weg.

OTon der BNetzA: wir könnten die Geräte jetzt jetzt für viel Geld im Labor prüfen, die würden dann wahrscheinlich aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Andererseits ist das Problem so spezifisch, dass wir bei einer normalen Prüfung gar keine Probleme finden würden.
An HP wurde der Fall als Hinweis weitergegeben.

Will damit sagen: nicht nur China-Produkte sind problematisch, andererseits kann eine tiefgehende Prüfung nie alle Problemfälle finden.
 
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DaDare schrieb:
O.o
Leider habe ich das Gefühl, dass die Leute, die so etwas vertreiben, dafür nicht für 20 Jahre in Haft kommen. Profit über potentielles Menschenleben. Da darf man die Behörden echt mal loben...
"Da darf man die Behörden echt mal loben..." Finde ich auch! Jetzt gibt's genug Dinge, wo man sich von der Bundesnetzagentur und anderen noch mehr "Äktschon" wünscht, aber wenn sie dann mal was richtig und gut machen, sollte man das IMHO auch öffentlich zur Kenntnis nehmen. Übrigens ist man in vielen Ländern (USA) bei solchen Sachen v.a. auf Bundesebene ganz auf sich selbst gestellt. Da greifen höchstens noch ein paar große Bundesstaaten wie Kalifornien hin und wieder ein, ansonsten ist's tote Hose beim Verbraucherschutz.
 
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Heißes Thema... selbstverständlich finde ich es gut, dass grob fahrlässige Gerätschaften bewusst aus dem Verkehr gezogen werden, aber hier wird doch auch wieder schnell deutlich, dass sich offensichtlich vollkommen veraltete Gremien (und ebenso steinalte Menschen!) damit beschäftigen:

Screenshot_20260206_065852_Chrome.jpg


An vierter Stelle? Wenn es so viele "nicht zuortbare Geräte" gibt, wieso gibt es dann keine Kategorie dafür? Leben wir mittlerweile wirklich unterm Stein? Hinterm Berg? JWD? Am Ende der Welt und noch ein Stück weiter?

Genauso das hier:
4-1280.4723e1e5.jpg


Katastrophe! Es liegt keine deutsche Anleitung bei (ich kenne die Vorschriften zum Bäumetöten, keine Bange) und obendrein fehlt auch noch das erstunkene und erlogene CE? Oha!

Aber: dass diese "Spielekonsole" dazu verwendet wird, widerrechtlich erworbene ROMs zu spielen und vermutlich sogar vorinstalliert mit Hunderten oder gar Tausenden derer daherkommt, das versteht das junge und am Nabel dee Zeit befindliche Gremium mal wieder nicht.

Autsch!
 
Mit illegalen ROMs hat dieses Gremium eben nichts am Hut, da geht es um die Gerätesicherheit. Warum Du daraus einen Rant gegen Menschen, die keine 20 mehr sind machst, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.

Autsch!
 
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OpenSystemFan schrieb:
Geiz ist Geil und so.
Na ja, viele Leute im Land haben seit 40 Jahren nicht mehr so viel Geld wie früher, ob durch knappe Finanzierung anderer Dinge wie Haus, Auto oder durch weniger gut bezahlte Arbeit. Geiz ist geil klingt immer nach voller (böser) Absicht, ich bezweifle ganz stark das das so auch ist.
 
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