Leute, Leute ... was erzählt ihr denn hier!?
1. Windows wird nicht langsamer. Ihr installiert bloß immer mehr. Und viele Programme installieren Hintergrundprozesse und Startroutinen, die den Systemstart und das allgemeine Handling verlangsamen. Selbst nach der Deinstallation bleiben noch Reste übrig. Oder fehlerhafte Treiber und Treiberreste. Lösung: Nicht so viel Zeug installieren! Wenn ihr installiert, nur benutzerdefinierte Installationen verwenden und gucken, was man wirklich braucht. Viele Programme gibt es auch ohne Install als Portable App oder wo man nur die Exe startet. Das hat übrigens nichts mit "überfüllter Festplatte" zu tun, wie oben vermutet. Windows hätte sich schon gemeldet, wenn auf C kein Platz mehr ist. Man braucht auch nicht für jedes Gerät einen Hersteller-Treiber, oft reicht auch der Windows-Treiber völlig aus. Denn im Gegensatz zum Hersteller läuft der wenigstens. Einige Dinge, wie z.B. Grafikkarte sind natürlich nur mit Herstellertreibern zu gebrauchen. Chipsatz wäre aber z.B. so'ne Sache (auch wenn das viele nicht gerne hören), Cardreader, LAN etc. pp.
2. Tuneup & Co machen das System NICHT schneller. Diese Tools sind einfach nur Marketing-Pups! Es gibt keinen Schalter "Mach schnell". Diese Tools deaktivieren Dinge oder verstellen Sachen, die entweder zu Fehlern führen oder man auch mit etwas Recherche selbst einstellen könnte. Windows bietet nämlich viele gute Tools schon von Haus aus. Viele optimieren ihr System nämlich tot (wie beim TO anscheinend passiert).
3. Windows benutzt nicht alle Kerne beim Starten: Das ist unbewiesener Quatsch! Vor allem die Lösung, per msconfig die Kerne hochzusetzen. Ersten bringt es gar nichts, zweitens kann es zu Problemen führen. Warum? Wer mal lesen würde: in der msconfig setzt man die Anzahl der "Prozessoren", nicht Kerne! Jedes OS unterscheidet zwischen Prozessor und Kernen (ein Prozessor hat mehrere Kerne, aber niemals ein Kern mehrere Prozessoren). Einzig wer ein Xeon-System mit zwei oder mehr CPUs hat, darf da manuell einen Wert eintragen, sollte Windows das nicht selbst erkennen.
4. Schick niemals einen Noob ohne Aufsicht ins BIOS! Schon gar nicht um ihn nach der "Festplattenverwaltung" suchen zu lassen.

Wenn man wissen will, in welchem Modus die Festplatte läuft, schaut man erstmal in die Systemsteuerung.
5. Bootlogo (Startbild beim Booten vom Hersteller) verzögert nicht den Start. Es überlagert den regulären Systemstart von BIOS. Ob man da auf ein Bild guckt oder auf die Initialisierung des BIOS ist egal. Ich will mir zwar lieber die Initialisierung des PCs angucken, aber lieber keinen Noob ins BIOS schicken, ohne Step-by-Step-Hilfe. Bei abgespeckten Notebook- oder Komplett-PC-BIOSen kann man da eh kaum was machen.
5. Was im Internet in Foren gepostet wird ist oft Grütze. Denkt daran: Es gibt keinen Schalter "Jetzt schnell" auch will Microsoft nicht, dass Windows absichtlich langsam ist. Wenn ein bestimmter Schalter standardmäßig so und so eingestellt ist und er über die normale Systemsteuerung nicht zugänglich ist, dann hat das meistens seinen Grund. Wer da keine Ahnung hat, was und warum er da was ändert, weil irgendjemand im Forum mal gepostet hat "Mach mal da, das klappt", dann kann man sich echt das System zerschießen.
Wer also ein langsames OS oder Start hat, der hat einfach sein System mit Programminstallationen zugemüllt. Und das wird wieder passieren, wenn er immer wieder einfach irgendwas installiert. Wer wirklich Ahnung von seinem System hat, der kann das wieder fixen. Allen anderen rate ich lieber, Windows neu zu installieren - und zwar komplett, nicht oben drüber oder als Update. Macht man was falsch, kann man sich sein komplettes OS zerschießen. Und ab dann sollte man aufpassen, was man installiert.
Vista ist eine langsame Krücke. Wem die Performance nicht passt, der sollte sich mal genauer Windows 7 anschauen, denn das ist Vista in schnell. Außerdem sind die Standard-Einstellungen meiner Erfahrung nach sehr gut und als NOOB und DAU braucht man da gar nicht rumzufummerln, sondern kann alles so lassen, wie es ist.
Ich rate weiterhin jedem, Daten und System+Programme getrennt aufzubewahren, und in regelmäßigen Abständen, Backups von seinem System zu machen, um jederzeit zu einem funktionierenden Status zurück springen zu können. Das ist in Windows 7 hervorragend gelöst, Alternativen gibt es auch. Damit kann man dann Sachen ausprobieren. Sollte die Aktionen keinen Effekt haben, sollte man das Backup wieder einspielen - ebenso wenn das System im Arsch ist, klaro.
@ steffal6:
Dein HiJack-Report zeigt, dass du viele Programme installiert hast, die ihre Dienste beim Booten mitstarten. Das macht dein System langsam. Die Deinstallation des Internet Explorers war auch keine gute Idee (warum hat Windows wohl den IE nicht zum Deinstallieren auswählbar gemacht?). Wer weiß, was du noch tot optimiert hast. Installiere Windows 7 (ist eh schneller) und dann überlege dir gut, welche Programme du installierst und welche nicht. Programme, die, obwohl man sie nicht ständig benutzt, ein Icon in der Systray haben oder automatisch aktiv werden, wenn man Geräte anhängt, sind z.B. Kandidaten, auf die man oft verzichten kann. Ab und zu mal in den Systemstart reingucken schadet nicht und Programme rausschmeißen, die man nicht braucht. Lieber aber erst gar nichts sowas installieren. Und wenn installieren, dann aufpassen, was installiert wird.