H3rby schrieb:
Knochenfunde von Dinosauriern, Vererbungslehre, Evolution usw..
Und in wie fern basiert hier die Religion auf falschen Fakten?
Die Sicht nahezu aller Glaubensgemeinschaften auf die Entstehung der Erde wird eben auch massiv geprägt durch den Wissensstand der Gläubigen.
Zu behaupten, dass die Religion auf falschen Annahmen basieren würde ist Unsinn, denn die Menschen selbst wussten es vor 2000 Jahren (also in der Entstehungszeit des Christentums) doch selbst nicht besser.
Sie wussten nichts von Dinosauriern, genetischer Vererbung oder Evolution. Da man aber irgendwelche Annahmen brauchte um die menschliche Existenz zu erklären war die Schöpfungsgeschichte, welche dann auch von der christlichen Lehre "übernommen" wurde, eine Erklärung mit der die Menschen damals umgehen konnten.
Mit den Lehren Darwins, dem Wissen eines Gallileo, ... hätte man vor 2000 Jahren einfach nichts anfangen können.
Zu behaupten, dass die Religion diese Annahmen "erschaffen" hätte ist ungefähr so wie die Beantwortung der Frage danach ob das Ei oder das Huhn zu erst auf der Welt waren.
H3rby schrieb:
Hast du dafür zufällig Beweise?
Diese Aussage reicht um uns allen zu zeigen, dass du eben die Grundlagen des Glaubens bzw. der Religion nicht verstanden hast. Wie willst du dann sachliche Kritik üben?
All deine Kritik basiert auf Annahmen. Annahmen die du selbst kaum belegst und die teilweise vollkommen falsch sind. Du glaubst etwas zu wissen und kritisierst daraufhin etwas, was du nicht einmal verstanden hast.
In wie fern unterscheidest du dich von dem, was du kritisierst?
Relict schrieb:
Der Unterschied ist wohl, dass die eine Seite glaubt zu wissen und die andere weiß zu glauben (nicht mehr sucht)
Treffend formuliert. Interessant ist hier der Passus "glaubt zu wissen".
Als Mensch der eine
wissenschaftlichen Bildung genossen hat kann ich durchaus erkennen, dass am Anfang jedes wissenschaftlichen Beweises eine Annahme steht von der man eben nur
glauben/
vermuten kann, dass sie richtig ist. Die Beweise sind innerhalb des Wissenschaftlichen Gerüstes durchaus schlüssig und oft eindeutig. Doch die Basis dieses Gerüstes sind eben noch immer Annahmen.
Dies ist keinesfalls ein Punkt an dem man Anfangen könnte die Wissenschaft zu kritisieren. Es ist schlicht notwendig derartige Annahmen zu treffen.
Bei der Theologie ist es nicht anders. Innerhalb des theologischen Gerüsts sind Beweise durchaus möglich. Natürlich sind sie, eben Aufgrund des Bereiches in dem sich die Theologie bewegt, nicht immer so eindeutig wie in der wissenschaftlichen Welt. Aber auch hier gilt: Die Basis des Grundgerüsts ist der Glaube an einen Gott.
Das es z.B. falsch ist einen Menschen willkürlich zu ermorden lässt sich aber eben auf Basis dieser Grundannahme eindeutig beweisen.
Dies zu erkennen ist, so denke ich, der Schritt der einem dann klar macht, dass Wissenschaft und Glaube alles andere als ein Widerspruch sind.
Wer allerdings behauptet, dass es in der wissenschaftlichen Welt keinen Glauben gäbe und die Religion dann kritisiert, weil sie keine Beweise für ihre Annahmen erbringe, der macht sich selbst unglaubwürdig.