Brücke von Europa nach Amerika - möglich?

Und wie machen die Unterseekabel und Gas-/Ölleitungen das?
Es gibt keine Transatlantik Pipeline - ist auch technisch nicht machbar.
Unterseekabel sind in einem gewissen Maße flexibel. (außerdem werden diese Kabel über weite Strecken ca 1m Tief im Sand eingeggraben)

Woher diese Zuversicht? Ihr habt anscheinend den Überblick über Forschung, Stand der Technik, Material, Bedingungen unter Wasser und könnt das berechnen.
Die Berechnung der Querkräfte ist nicht so schwer, sogar analytisch ohne Computer möglich.

Bei schwebender Ausführung des Tunnels: Selbst auf eine Länge von nur 1000km erzeugt die Strömung so starke Kräfte, dass das Seil/die Tunnelkonstruktion ohne seitliche Verankerungen einfach reißen würde.
Durch einen schwebenden Tunnel kann sowieso kein tausende Tonnen wiegender Zug fahren.
 
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Könnte schon sein. Zumindest habe ich schon Pläne gehört, eine Zugverbindung New York nach London aufzubauen, die Reisezeit soll nur eine Stunde betragen.
 
Ja ne, is klar. Ein Zug, der fast doppelt so schnell fährt, wie ein Lockheed SR-71 fliegen kann. Wo stand das, auch in Peter Moosleitners interessantem Magazin? :D
 
Na, von York nach London ist auch ohne Turbo-Lockhead-Zug möglich. Ist doch nur ein Stückchen.
 

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@ Deliberation

Der Zug würde mit Sicherheit nicht fahren sondern schweben.
Der Zug müsste mit Sicherheit nicht gegen den Luftwiderstand ankämpfen müssen.
Also was ist daran so absurd?
 
Selbst Züge mit Maglev-Technik sind dem Luftwiderstand ausgesetzt. Und selbst wenn man davon ausgeht, dass es möglich sein könnte, einen Vacuumtunnel auf sechs Kilometern Länge zu bauen (was wie oben beschrieben undenkbar ist), käme man doch niemals auf 6000 km/h. Mit Maglev-Technik erreicht man derzeit theoretisch eine Spitzengeschwindigkeit von zirka 700 km/h. Dabei ist in Expertenkreisen klar, dass ein Zug Spitzengeschwindigkeiten nicht auf Dauer fahren (oder schweben) kann, wenn die beschleunigten Teile dauerhaft in einem Stück ankommen sollen. Geht man also von einer realistischen Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 km/h aus und dem Vorhandensein eines Vacuumtunnels, für dessen Technik es noch nicht einmal eine theoretische Umsetzung dieser Art gibt, so müsste der Wegfall des Strömungswiderstands die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Transportvehikels um den Faktor 20 erhöhen, damit wir die Distanz in einer Stunde bewältigen. Und jetzt sag mir: ist das realistisch?
 
Von wo hast du die Werte?
Warum sollte der Zug nicht in einem Stück ankommen?
 
Aus Japan, die das System (ohne Vakuum) nutzen.
Maximalgeschwindigkeiten sind maximale Belastungsgrenzen. Wenn diese auf Dauer genutzt werden, führt dies zu einer Überlastung aufgrund der dauerhaften Krafteinwirkung.

Und was so einen Tunnel anbetrifft, klar gibt es dazu Überlegungen:
http://dsc.discovery.com/convergence/engineering/transatlantictunnel/interactive/interactive.html

Dass diese nicht gerade ausgereift bzw. serös sind, sieht man aber leicht selbst. Die wichtigsten, technischen Herausforderungen werden gar nicht thematisiert und für mich stellt sich noch die Frage, wie die Krafteinwirkung der Erdrotation bei einer Beschleunigung auf 6000 km/h abgefangen werden soll.
 
In Japan ist man auf ca. 580 km/h gekommen. Und das, wie du schon angemerkt hast, ohne Vakuum. Warum sollte die theoretische Grenze also bei 700 km/h liegen? Oder war das auf kein Vakuum bezogen?

Im Vakuum wirkt doch nur während der Beschleunigungsphase eine Kraft auf den Zug. Im Idealfall gleitet er doch dann mit der erreichten Geschwindigkeit dann unendlich weit.

In wie fern muss man die Erdrotation abfangen? Sie würde sich doch nur auf die Reisezeit auswirken oder übersehe ich etwas?
 
In wie fern muss man die Erdrotation abfangen? Sie würde sich doch nur auf die Reisezeit auswirken oder übersehe ich etwas?
Bei Nord-Süd Verbindung hat man festgestellt, dass das westlichere Gleis stärker abgenutzt ist, als das östlicherere. (Eine Schiene besteht aus einem Gleispaar.
Die Corioliskraft übt eine gewaltige Kraft aus.

Bei einem 5000 Tonnen Zug muss zusätzlich das Gleis verstärkt werden, um dieser Scheinkraft entgegenzuwirken.

Warum sollte die theoretische Grenze also bei 700 km/h liegen?
Ich denke mal, dass die Lager auf Dauer solche Belastungen nicht aushalten. Bei einem Linearmotor (Schwebebahn) stellt dies aber imho kein Problem dar.


EDIT: Genau falschherum mit der Corioliskraft - Die Erde dreht sich natürlich anders rum :D
EDIT2: Nein war schon richtig. Sonne geht in Japan auf.:D
 
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Mal eine Theorie:

Wenn man einen Stoff entwickelt, der tausendfach so stark (und gleichzeit sehr flexibel) ist wie der härteste Stoff der uns bekannt ist, was mit viel Energie durchaus möglich ist, wieso sollte man dann nicht damit eine 5000km lange Röhre bauen können, die 100m oder so über dem Wasser schwebt, an den jeweiligen Enden der Tunnel wird dann mehrere km in die Höhe eine Art Gegengewicht gebaut das für zusätzlichen ,,Auftrieb'' sorgt.
Zusätzlich kann man an vielen Stellen das Konstrukt noch mit Pfeilern aus der Meerestiefe sichern, dar Atlantik ist ja nicht überall 5000m tief ...

Nur mal so eine Theorie, jetzt könnt ihr euch drüber lustig machen :D

Gruß
 
Die Idee ist so absurd dass ich nur darüber lachen kann.

@estre: Diamant ist der härteste "Stoff" den wir kennen, 1000 mal stärker, von was träumst du?
 
ich träume vom leben auf dem Mars, ich träume davon, dass wir irgendwann einmal außerirdisches Leben entdecken, ich glaube daran, dass ein Paralleluniversum aus Antimaterie existiert UND ich träume davon, dass es möglich ist einen viel härteren Stoff herzustellen als Diamant, was soll daran so abwägig sein, ich finde es eher naiv zu glauben, dass soetwas nicht möglich ist, aus atomarer Sicht ist es möglich....
 
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@ Sherman123

Bei einer Ost-West Verbindung (bei der man entlang der Breitenkreise fährt) sollte das Phänomen doch nicht mehr relevant für die Stabilität der Züge/Gleise sein, oder?
Zumal selbst bei einer Nord-Süd-Verbindung die Belastung in Kurven die der Corioliskraft übertreffen würden.

@ MikeBe

Ein Diamant ist "nicht wirklich" flexibel. Von daher dafür ungeeignet.
 
MikeBe schrieb:
...@estre: Diamant ist der härteste "Stoff" den wir kennen, 1000 mal stärker, von was träumst du?

Es gibt längst künstlich hergestellte Materialen, die härter als Diamand sind. Diamand ist der härteste natürliche Stoff, aber nicht der härteste Stoff der bekannt ist und eingesetzt wird, z.B. Rheniumdiborid

Oder hier:

http://www.welt.de/wissenschaft/article3570876/Ein-Material-haerter-als-Diamant.html
http://www.faz.net/s/Rub163D8A69080...FCAA83CBCE32849082~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 
Möglich ja nur worin liegt hier der Sinn? Möglichst viele Millarden zu verschwenden, und enorm in die Umwelt einzugreifen. LKWs und PKWs würde sehr sehr lange brauchen möglicherweise 1 Woche oder so. Da ist Schiff und Flugzeug viel lukrativer.
 
$$mg92$$ schrieb:
... LKWs und PKWs ....

Diese Diskussion wurde schon eine Posts weiter vorne begraben ;). Und vom Sinn her ist es erst mal egal, hier wurde ja nach der Möglichkeit gefragt, nicht, ob es zu viel kostet oder Leute sich die Zeit nehmen wollen.
 
Fu Manchu schrieb:
Es gibt längst künstlich hergestellte Materialen, die härter als Diamand sind.

Das ist ja wohl mehr Theorie als Praxis, diese Stoffe sind in einer Richtung "härter" aber nicht insgesammt.
Der Carbonato ist auch "härter" als Diamant und ist natürlichen Ursprungs.
 
Wobei die Frage nach hartem Material womöglich in die falsche Richtung geht. Ein so großes, unter diversen Krafteinwirkungen stehendes Bauwerk muss einfach eine gewisse Flexibilität mitbringen.
 
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