MDMMA schrieb:
Verstehe nicht, weshalb so viele Firmen immer noch auf 2D-ACAD setzen... Das Ding ist tot und gehört verbuddelt.
Gnihihihi die Einstellung kenne ich. Frisch aus dem Studium, CARD/1, VESTRA und Civil 3D gekannt, C3D rockt, das wirds werden. Dann ab in den Job. Vermessungsabteilung: Hamburger Normierungskatalog. 3D? Ähhhhhhh also Punkthöhe wird als 2D-Blockattribut mitgeführt. Punkte auf Höhe nur wenn wirklich ein DGM gefordert ist. Ansonsten arbeiten Vermesser in 2D.
Straßenplanung, mein eigentlicher Job. Ähhhhh 3D? Na mehr so Pseudo-3D. Lageplan, Höhenplan, Querschnitte. Seriell, nicht parallel. Wieso das denn? Ja erm Klothoiden und andere parametrische Elemente werden NICHT 3D als Spline oder sonstwas konstruiert.
Dazu der Sonderfall: Innerortsstraßen. Da geht dir das Herz auf. Alle 5 Meter ein neuer Querschnitt, da kann dir kein CAD-Aufsatz helfen. Alles Handarbeit. So ein System auf ein BIM umsetzen, automatisiert, ich hab das letzte halbe Jahr etliche graue Haare zugelegt.
Wieso Firmen auf 2D setzen? Tja, weil 3D nicht überall sinnvoll oder überhaupt umsetzbar ist.
Der Straßen- und Tiefbau lernt es aktuell als letztes CAD-Metier, aber übelst schleppend. Die Architektur ist etwas flotter gewesen, Revit, Nemetschek und ArchiCAD können da schon mehr und sind BIM.
Am weitesten ist immernoch der Maschinenbau, CATIA, Solidworks und Inventor waren schon vor über 5 Jahren reinrassig 3D.
Aber das, was sich Leute da ausdenken, ist nicht immer umsetzbar. Das muss man leider lernen.
PS ... oder so ... und die Angestelltensituation. Breche mal die klassischen Ingenieur-Zeichner-Verhältnisse auf. Aus Kostengründen oder allg. Entwicklungen wird das ungern aufgegeben. Das dauert, ist zäh und nicht immer zielführend.
PPS: 2D CAD und GIS. Völlig normal, völlig iO. Da interessiert nämlich selten die Höhe. Autodesk deckt das mit Map 3D und Topobase ab, ab v2013 auch verschmolzen. Auch hier ist 3D völlig unwichtig.