Man bräuchte für ziemlich viele Anwendungen bei weitem nicht so feine Fertigungsprozesse. Dass man die nutzt, liegt daran, dass es sie gibt. Software wird immer anspruchsvoller (bei begrenzt verbessertem Nutzen), die Chips werden immer komplexer, um schneller zu werden und "verschwenden unnütz" Transistoren, für minimale Performancegewinne. Das könnte man mit passenden Vorgaben (Energieffizienz oder staatlich verordnet) ein wenig verringern. Warum muss z.B. quasi jeder Office-PC einen Prozessor aus eine EUV-Fertigung haben?
Zum Thema China: Im Prinzip haben doch alle westlichen Länder in den vergangenen Jahrzehnten auf Arbeitsplätze, Wachstum und kurzfristige Gewinne ihrer Firmen gesetzt und massiv Knowhow abfließen lassen, sodass mittlerweile in vielen Bereichen ein Land führend ist, in dem in keinem der Bereiche die Grundlagenforschung passiert ist. Dass da "mal langsam" gegen gesteuert werden muss, ist doch klar. In China gibt's einfach Gesetze, dass wichtige Technologie das Land nicht verlassen darf und bei uns wird dann der Umweg gegangen, das Ganze unter "nationaler Sicherheit" verboten, weil uns sonst in unserer liberalen Wirtschaft die eben nicht liberale Wirtschaft Chinas ganz schnell die Butter vom Brot nimmt.
Unter gleichen Spielern, sieht das Ganze anders aus. Unter 75 Jahren US-Dominanz sind wir ganz gut klargekommen, ob wir in 75 Jahren ungezügelter chinesischer Dominanz auch noch halbwegs gut da stehen würden, wage ich zu bezweifeln.