Cisco vs Unifi?

Hi,

gut, vielleicht etwas missverständlich formuliert. Mir ging es eher um die Nutzerschnittstellen-Software. Die ist kein Vergleich. Interne Software / Firmware und Optimierungen - mag sein. Konnte hier aber noch nichts feststellen, was optimiert werden müsste.

Auch Verbindungsabbrüche wie von dir beschrieben sehe ich keine - an keinem der drei Standorte.

VG,
Mad
 
Eine Sache die vllt noch erwähnenswert wäre, die APP von Unifi also Hut ab wirklich sehr übersichtlich und alles auf einem Blick :)
 
Ich denke zum einen, dass sich Cisco nahezu ausschließlich an Profis richtet, was sich auch in der zum Teil etwas unübersichtlichen/überladenen GUI zeigt, während Ubiquiti mit Unifi auch einen starken Fokus auf Usability legt.

Zum anderen, und das ist in meinen Augen der eklatante Unterschied, ist Cisco einfach weltweit verbreitet. Egal welches Systemhaus man auf diesem Erdball anruft, mindestens einer der Mitarbeiter ist umfassend im Ökosystem von Cisco geschult. Bei Ubiquiti ist das etwas anders, weil die Marktpräsenz nicht so stark ist und man ggfs etwas nach fachkundigem, lokalem Support suchen muss.

Grundsätzlich kann man sowohl mit Cisco als auch mit Ubiquiti ähnliche Szenarien bedienen. Je nach Anwendungsfall kann das eine System punkten oder das andere. Es ist müßig, da zu sehr ins Detail zu gehen. Insbesondere natürlich auch, weil Cisco länger am Markt ist und google schon allein deswegen mehr Ergebnisse zu Problemen, Bugs und Sicherheitslücken ausspuckt.

Ob Cisco den teilweise saftigen Mehrpreis wert ist? Meiner Meinung nach nicht, zumindest nicht in Umgebungen mit moderaten Anforderungen wie man sie in gefühlt 9 von 10 Fällen antrifft.
 
Ich durfte mich damals (2010) in der Ausbildung (Systemhaus mit 15 Mitarbeitern) mal mit Motorola Access Points rumschlagen.
Da geht's in ähnliche Preisregionen.
300-400€ für den einfachen AP und 6000€ für den Hardware Controller, wovon man natürlich am Besten noch ein Backup Gerät hat.
Zusätzlich Lizenzen, damit die APs mit dem Controller reden dürfen.

Das Problem war noch nicht mal die Hardware an sich, sondern die Konfiguration. Öffentlich zugängliche Dokumentation gab es so gut wie nicht.
Motorola gab keinen/wenig Support, nur Schulungen für einige tausend Euro.
Klar, ein größeres Unternehmen hätte dich auf ne Schulung geschickt, aber bei KMUs ist sparen angesagt.

Letztendlich haben wir mit 2 Mann, mehrere Wochen dran rumgewerkelt, bis es letztendlich einigermaßen wie gewünscht lief und beim Kunden installiert wurde.
Das Problem: Keiner wusste so genau was wir da jetzt genau eingerichtet hatten und ob das so richtig ist. Gab über die Jahre auch immer mal wieder Probleme beim Kunden, welche wir, zum Glück, immer durch raten probieren glauben beheben konnten. Waren letztendlich knapp 80 APs und 2 Controller an 3 Standorten.

Was soll ich sagen, Chef wollte unbedingt Motorola...

Bei den Installationen ab 2014 haben wir nur noch UniFi APs verbaut, weil ich mich privat damit beschäftigt hatte. Noch nie hat mich ein Kunde bei diesen Installationen wegen einem Problem kontaktiert.
 
Masamune2 schrieb:
So kann z.B. Ubiquiti nur 4 SSIDs pro AP ausstrahlen, andere Enterprise Hersteller können da auf jeden Fall mehr.

Ich glaube, da hast Du was falsch verstanden. Du kannst pro WLAN Gruppe 4 SSID vergeben und (theoretisch) unendlich viele WLAN Gruppen erstellen. Ob es sinnvoll ist, mehr als 4 SSID zu haben, sei dahin gestellt. Der Overhead wird viel zu groß. Sehr gut hier nachzulesen:

http://www.revolutionwifi.net/revolutionwifi/p/ssid-overhead-calculator.html

Greets
Nexarius
 
Ein AP kann ja aber nur in einer WLAN Gruppe sein, ich kann also ein einer Position im Gebäude nur mehr SSIDs ausstrahlen wenn ich zwei APs an einer Stelle habe die ich in verschiedene Gruppen packe.
In der Praxis dürfte das aber kaum vorkommen und wenn würde ich aus dem von dir genannten Grund auf jeden Fall davon abraten.

Hier haben wir auch wieder einen Unterschied von Ubiquiti zu anderer Enterprise Hardware: Bei Ruckus kann ich die Beacon Rate einstellen und so bei hoher Anzahl an SSIDs dem Problem etwas gegen steuern.
 
Madman1209 schrieb:
Hi,

gut, vielleicht etwas missverständlich formuliert. Mir ging es eher um die Nutzerschnittstellen-Software. Die ist kein Vergleich. Interne Software / Firmware und Optimierungen - mag sein. Konnte hier aber noch nichts feststellen, was optimiert werden müsste.

Auch Verbindungsabbrüche wie von dir beschrieben sehe ich keine - an keinem der drei Standorte.

VG,
Mad

Die Software gefällt mir bei Unifi auch deutlich besser (übersichtlicher).

Wenn Du keine Verbindungsabbrüche hast, sei froh (wobei nicht feststellbar ist, ob die tatsächlich da sind oder ob so schnell reconnected wird, das man es nicht merkt.) Google mal danach, die Foren sind voll davon....

Greets

Nexarius
 
Hi,

Wenn Du keine Verbindungsabbrüche hast, sei froh (wobei nicht feststellbar ist, ob die tatsächlich da sind oder ob so schnell reconnected wird, das man es nicht merkt.)

na wenn die so kurz sind, dass es nicht mal die Verbindung zum Server merkt, auf den ich gerade Daten schiebe, bzw. wo die Leute Remote und per VPN drauf arbeiten, dann halte ich das eher nicht für ein Problem ;)

VG,
Mad
 
brainDotExe schrieb:
Ich durfte mich damals (2010) in der Ausbildung (Systemhaus mit 15 Mitarbeitern) mal mit Motorola Access Points rumschlagen.
Da geht's in ähnliche Preisregionen.
300-400€ für den einfachen AP und 6000€ für den Hardware Controller, wovon man natürlich am Besten noch ein Backup Gerät hat.
Zusätzlich Lizenzen, damit die APs mit dem Controller reden dürfen.

Das Problem war noch nicht mal die Hardware an sich, sondern die Konfiguration. Öffentlich zugängliche Dokumentation gab es so gut wie nicht.
Motorola gab keinen/wenig Support, nur Schulungen für einige tausend Euro.
Klar, ein größeres Unternehmen hätte dich auf ne Schulung geschickt, aber bei KMUs ist sparen angesagt.

Letztendlich haben wir mit 2 Mann, mehrere Wochen dran rumgewerkelt, bis es letztendlich einigermaßen wie gewünscht lief und beim Kunden installiert wurde.
Das Problem: Keiner wusste so genau was wir da jetzt genau eingerichtet hatten und ob das so richtig ist. Gab über die Jahre auch immer mal wieder Probleme beim Kunden, welche wir, zum Glück, immer durch raten probieren glauben beheben konnten. Waren letztendlich knapp 80 APs und 2 Controller an 3 Standorten.

Was soll ich sagen, Chef wollte unbedingt Motorola...

Bei den Installationen ab 2014 haben wir nur noch UniFi APs verbaut, weil ich mich privat damit beschäftigt hatte. Noch nie hat mich ein Kunde bei diesen Installationen wegen einem Problem kontaktiert.

Hat der Chef eigentlich gesagt warum er unbedingt Motorola haben wollte ? Ich persönlich glaube das hat alles mit Provisionen und geld zu tun.
Ergänzung ()

Nexarius schrieb:
Ich glaube, da hast Du was falsch verstanden. Du kannst pro WLAN Gruppe 4 SSID vergeben und (theoretisch) unendlich viele WLAN Gruppen erstellen. Ob es sinnvoll ist, mehr als 4 SSID zu haben, sei dahin gestellt. Der Overhead wird viel zu groß. Sehr gut hier nachzulesen:

http://www.revolutionwifi.net/revolutionwifi/p/ssid-overhead-calculator.html

Greets
Nexarius

Aber Mal Butter bei de Fische, wozu benötigt man mehr als 4 SSIDs ? Normales Netz, Gast-Netz, IOT-Netz von mir aus Abc Netz das reicht doch ? :0
 
OpenMedia schrieb:
wozu benötigt man mehr als 4 SSIDs ?
Da gibt's viele Möglichkeiten und Gründe. Z.B. Kinder, denen man ab 24 Uhr den Saft abdrehen will. Ließe sich natürlich auch über IP / Mac-Adressen lösen. Aber dasselbe Argument kannst du auch für's IoT Netz und das Gäste WLAN anbringen.
Ist halt einfacher, wenn man bestimmte Geräte Gruppen nicht extra konfigurieren muss, sondern allein durch die Wahl der entsprechenden SSID reglementieren kann. "Nötig" ist das nicht, aber eben komfortabel.
 
OpenMedia schrieb:
Aber Mal Butter bei de Fische, wozu benötigt man mehr als 4 SSIDs ? Normales Netz, Gast-Netz, IOT-Netz von mir aus Abc Netz das reicht doch ? :0
Naja, das ist eine Grenze, an die man vor allem je nach Firma schonmal stößt.

Bei uns gibt's mehr als 4 Netze: Mitarbeiter (2,4 & 5Ghz), Mitarbeiter 5Ghz, Labor, Gast, Eduroam (da Forschungseinrichtung mit Uni-Bezug), IOT.

Kann also schon vorkommen, bei uns läuft auch Cisco. Aber das ist dann schon eine etwas speziellere Anforderung, die man nicht immer hat. Und z.B. das extra 5GHz Netz könnte man sicher killen, das ist eher Legacy.
 
OpenMedia schrieb:
der Chef eigentlich gesagt warum er unbedingt Motorola haben wollte ? Ich persönlich glaube das hat alles mit Provisionen und geld zu tun.
Die Aussage war:
Die MDEs sind von Motorola/Symbol also müssen die Access Points auch von Motorola sein.
Natürlich Bullshit...
 
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