News Computer-Pionier: Heinz Nixdorf wäre heute 100 Jahre alt geworden

Einfach nur traurig, wenn man bedenkt, wie führend wir in gewissen Dingen waren. Was haben wir jetzt?
 
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Cool Master schrieb:
Das mag für Consumer Geräte stimmen im Enterprise, wo das Geld verdient wird, sind die nach wie vor aktiv.
Betreiben viel Grundlagenforschung und Patententwicklung, auch im Banksektor sind sie noch groß dabei und sie haben mit dem System Z ja quasi immer noch die letzten Mainframes im Angebot :D
 
Dazu ist die Doku sehr zu empfehlen.

 
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supertramp schrieb:
Was haben wir jetzt?

Unsere Verbrennungsmotoren, bei denen wir weltweit führend sind. Ähh, Moment mal! :D

Naja, zumindest ist SAP das wertvollste Unternehmen Europas.
 
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lex30 schrieb:
Machen wir uns nix vor, Europa hat ein massives Bürokratieproblem und das trifft halt vor allem kleine Unternehmen. Da is halt dann nicht mehr viel mit "Innovation", wenn man die Hälfte der Zeit schon wieder für Bürozeugs aufwenden muss.
Meiner Meinung nach geraten wir deshalb immer mehr ins Hintertreffen.
Naja, oder es hat halt was mit Rendite zu tun. Amis und Asiaten pumpen viel Geld in neue Firmen, durch Umverteilung von unten nach oben. Bsp: Inflation reduction act in den USA oder die chinesischen Subventionen für alle relevanten Firmen. Ja Bürokratie ist ein Thema, Finanzierung über Risikokapital aber noch mehr.
 
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Echt traurig, selbst Apple hatte irgendwie Interesse an etwas von Nixdorf. Hätte noch viel krasser werden können.

Mittlerweile sind wir ja kaum noch irgendwo führend… wird ja alles kaputt gemacht
 
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TheManneken schrieb:
Tja, hinterher fragt man sich immer, woran hat et jelegen?
An Siemens, die sich den Herausforderungen im Endkundengeschäft nicht stellen wollten und sämtliche Sparten aufgegebenen haben. Computer, Telefone, Chips und letztlich auch Küchengeräte und Weißware, lohnen sich halt für die alten Herren in den Chefetagen nicht. Man kann nicht bequem ein Paar Geldkoffer hin und her schieben und sich auf hochdotierten und langfristigen öffentlichen Aufträgen ausruhen.
 
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Mein erster Windows Rechner war ein Siemens Nixdorf im Desktop Format :D
 
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Ich glaube Siemens Nixdorf hat auch Kassensysteme für Supermärkte hergestellt - ich meine mich erinnern zu können das mir das mal im Plus (heute bekannt als Netto) aufgefallen war.
 
xexex schrieb:
An Siemens, die sich den Herausforderungen im Endkundengeschäft nicht stellen wollten und sämtliche Sparten aufgegebenen haben. Computer, Telefone, Chips und letztlich auch Küchengeräte und Weißware, lohnen sich halt für die alten Herren in den Chefetagen nicht. Man kann nicht bequem ein Paar Geldkoffer hin und her schieben und sich auf hochdotierten und langfristigen öffentlichen Aufträgen ausruhen.
Oder es war offensichtlich, dass man dem Preisdruck kaum standhalten konnte. Schnelle Entwicklungszyklen und ein sehr preissensibler Markt ist halt nur lukrativ, wenn man es schafft Mono/Duopole zu schaffen. Siehe Grafikkarten. Vieleicht war es also auch ein smarter Move, nicht viel mühsam erwirtschaftetes Geld gehen subventionierte Konkurenz zu verlieren?!
 
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https://www.badische-zeitung.de/der-computerpionier-heinz-nixdorf-waere-100-jahre-alt-geworden
Ausgerechnet auf der ersten Cebit in Hannover bekam Nixdorf einen Herzinfarkt. Am Abend des 17. März 1986 feierte er mit Mitarbeitern, Kunden und Journalisten im Nixdorf-Saloon bei Westernmusik.
M. E. bessere so, als nach langer, schwerer Krankheit.

muem schrieb:
ist wie IBM leider vom Markt verschunden
Die haben mal so geworben: SchreIBMaschine
 
Nixdorfs ist wenn ich das richtig zusammen gebracht habe nicht während eines Vortrags gestorben sondern hatte während einer Tanzveranstaltung auf der Cebit einen Herzinfarkt.
Krass ja ich wie schnell nixdorf insolvent wurde nach Nixdorfs Tod.
 
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anexX schrieb:
Ich glaube Siemens Nixdorf hat auch Kassensysteme für Supermärkte hergestellt - ich meine mich erinnern zu können das mir das mal im Plus (heute bekannt als Netto) aufgefallen war.
Später hießen die dann wincor Nixdorf, da war ich als Student. Haben auch viele Geldautomaten etc gemacht.

Im Museum war ich zufällig letzte Woche, leider wird das tanden System s2 nicht mehr ausgestellt :(
 
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mischaef schrieb:
Am 17. März 1986 verstarb Heinz Nixdorf völlig überraschend während eines Vortrags auf der CeBIT in Hannover.
Nein?
Das war abends, auf einer Messeparty. Ist doch in zig Artikeln und diversen Dokus bestens dokumentiert.
 
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TheManneken schrieb:
ein Paradebeispiel sozusagen für viele europäische Technologieunternehmen zu jener Zeit.

Oh ja.
Mir wird eigentlich jedes mal schlecht, wenn ich daran denke, in wie vielen Bereichen Deutschland vor nicht einmal so langer Zeit eigentlich führend war.
Computer, erneuerbare Energie usw.
Statt dessen bauen 'wir' einfach weiter Verbrennerautos.

Das einzige Deutsche Unternehmen, das international im IT Bereich noch einigermaßen relevant ist, heißt SAP
 
truetone schrieb:
selbst Apple hatte irgendwie Interesse an etwas von Nixdorf
Nixdorf war anfangs so innovativ zu erkennen dass Großcomputer keine Zukunft hätten, weswegen er seine ‚mittelgroßen‘ erfolgreich entwickeln und vermarkten konnte. Den nächsten Sprung zum Personal Computer sah er wiederum nicht.
Mit Apple war schon ein Vertrag zur Kooperation unterschriftsreif ausgehandelt, einzig Heinz Nixdorf verweigerte die Unterschrift (laut Museumsmitarbeitern ging es um die Lizenzproduktion von Macintosh und Apple II Varianten). Er wollte lieber bei seinen schreibtischgroßen „Datensammelmaschinen“ wie dem 88xx Serien bleiben, die seit den 70er Jahren vertrieben wurden.
 
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The-Heinz schrieb:
Oder es war offensichtlich, dass man dem Preisdruck kaum standhalten konnte.
War es das? Gigaset hat sich trotzdem an diesem Markt versucht, Infineon ist weiterhin erfolgreich und Bosch schafft es ja auch hierzulande Weißware herzustellen, von Herstellern wie Severin, Miele oder Melitta ganz zu schweigen. Für Chipfertigung gäbe es sogar dicke Zuschüsse von der Regierung und aus der EU, einzig der Wille hat bei Siemens gefehlt.

Statt wie bei Konzernen in Asien mehrere Standbeine zu haben und in diversen Geschäftsbereichen tätig zu sein, hat man sich die Rosinen ausgepickt, in denen man größtmögliche Gewinne mit geringsten Aufwand herausholen kann. Was ist Siemens heute? Energieerzeugung, Medizin, Züge und dann eine große Leere, nicht mal ein Schatten von dem was sie mal waren.
 
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Aduasen schrieb:
Statt dessen bauen 'wir' einfach weiter Verbrennerautos.
Das funktioniert zumindest im großen und ganzen und ist auch lange Zeit aktuell noch am Sinnvollsten. Wenn das Thema Akku irgendwann gelöst werden kann, wäre der Verbrenner auch obsolete. Vielleicht schafft es ja ein deutsches Unternehmen eine Energiequelle zu erfinden, was einen PKW/LKW betreiben kann und dazu noch unter 20.000€ kostet im Schadensfall.
 
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