Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
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ThomasK_7 schrieb:
Das sehen zum Glück nicht alle so in Deutschland. Eine schön geschriebene Kolumne von heute im Focus. Bitte einmal lesen, bevor ihr dazu postet!

Ich mag den Fleischhauer ganz gerne, aber hier dreht er, wie er es manchmal macht, völlig durch!

Regelmäßig werden Katastrophenschutzübungen abgehalten. Ganze Stäbe sind in den Ministerien mit dem Ernstfall beschäftigt. Und jetzt bricht alles zusammen, weil vergessen wurde, genug OP-Masken zur Seite zu legen?

Es ist noch überhaupt nichts zusammen gebrochen, es gibt eine Knappheit, an der man an breiter Front arbeitet, diese auszugleichen und auch sonst ist das eine Rückschau, wo man hinterher bekanntlich alles besser wusste.
Erstens steht die im Moment nicht zu Debatte und auch sonst ist der Artikel einfach völlig übespitzt geschrieben und grenzt an Panikmache. Zum Glück sieht es die überweltigende Mehrheit der Bundesbürger nicht wie Herrr Fleischhauer und im Moment haben wir einfach anderes zu tun!
 
engineer123 schrieb:
Marcel Koch, Geschäftsführer Helios Klinikum Aue:

ACHTUNG! Wer auf Intensiv mit Corona geht, ist nicht gerettet, sondern es geht ab in die Hölle.
Das passiert mit Patienten, wenn Sie beatmet werden müssen:

Spoiler zum YT-Video:
Den Patienten wird die Luft mit einem nicht gekannten massiven Druck in die Lunge gepumpt,
und zwar im Durchschnitt 21 Tage lang, manchmal reißt die Lunge


Ist vieleicht interessant zu erfahren:

Melbourne − Das menschliche Immunsystem ist auf neuartige Erreger wie SARS-CoV-2 in der Regel gut vorbereitet. Die genaue Untersuchung einer der ersten Erkrankungen in Australien in Nature Medicine (2020; DOI: 10.1038/s41591-020-0819-2) zeigt, wie die Abwehrzellen mit dem Erreger fertig werden.


Die 47-jährige Frau war 11 Tage nach ihrer Einreise aus Wuhan mit Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, trockenem Husten, pleuritischen Brustschmerzen (stechend, beim Einatmen einsetzend), leichter Atemnot und Fiebergefühlen erkrankt.




Bei der Aufnahme in eine Klinik in Melbourne hatte sie eine Temperatur von 38,5°C und einen Puls von 120 pro Minute, einen Blutdruck von 140/80 mm Hg, eine Atemfrequenz von 22 Atemzügen pro Minute und eine Sauerstoffsättigung von 98 % beim Atmen der Umgebungsluft. Bei der Auskultation waren auf beiden Seiten an der Lungenbasis Rasselgeräusche zu hören. Die Frau war leicht bis mittelschwer erkrankt.


Am 4. Tag in der Klinik wurde SARS-CoV-2 in einem nasopharyngealen Abstrich gefunden. Auch die Wiederholungen an den Tagen 5 und 6 waren positiv. Am 6. Tag wurden die Viren auch im Sputum und einer Stuhlprobe nachgewiesen. Schon am 7. Tag war der nasopharyngeale Abstrich wieder negativ. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Immunsystem die Infektion bereits unter Kontrolle.


Die Patientin erholte sich in den folgenden Tagen von der Infektion, ohne dass sie mit Sauerstoff, Steroiden oder antiviralen Medikamenten behandelt worden wäre. Am Tag zehn hatten sich auch die bi-basalen Infiltrate im Röntgenthorax wieder aufgelöst. Die Frau wurde aus der Klinik entlassen und erholte sich in den folgenden Tagen vollständig.


Das Besondere des Falles war, dass ein Team um Katherine Kedzierska vom Doherty Institute genaue immunologische Untersuchungen durchgeführt hat. Das 1. Zeichen einer messbaren Immunreaktion war ein Anstieg der Antikörper-produzierenden Zellen, sie waren bei der 1. immunologischen Untersuchung am Tag 7 nachweisbar, als die Viren bereits aus dem Abstrich verschwunden waren, und erreichten bereits am Tag 8 ihren Gipfel.


In dieser Zeit kam es zu einem Anstieg der follikulären T-Helferzellen, die von essenzieller Bedeutung für die anhaltende Produktion von hochwirksamen Antikörpern sind. Ebenso wurde eine Zunahme der CD8-positiven T-Zellen beobachtet, deren Aufgabe die Zerstörung aller Zellen ist, in denen sich die Viren vermehren. Auch die CD4-Zellen, die ebenfalls zu den T-Helferzellen gehören, stiegen an.


Die Zahl der Monozyten (CD16+CD14+) war dagegen im Blut vermindert. Kedzierska deutet dies als Zeichen dafür, dass diese Zellen vermehrt für die Beseitigung der Folgen der Lungenentzündung rekrutiert wurden. Monozyten verwandeln sich nach dem Eindringen in das Gewebe in Makrophagen. Sie sind für die Beseitigung der zerstörten Zellen zuständig. Man könnte sie als Tatortreiniger bezeichnen.


zum Thema
Deutsches Ärzteblatt print
aerzteblatt.de

Der Kampf des Immunsystems gegen das neue Virus scheint kurz und nicht besonders heftig gewesen zu sein. Einen Anstieg der proinflammatorischen Zytokine und Chemokine, die bei einer Influenza einen schweren Verlauf anzeigen, ist laut Kedzierska bei der Patientin ausgeblieben.


Der Antikörper-Nachweis war am 7. Tag erstmals positiv, der Titer stieg bis zum 3. Tag deutlich an. Interessanterweise wurden die IgG-Antikörper 2 Tage vor den IgM-Antikörpern gefunden. Normalerweise produziert das Immunsystem zuerst die IgM-Antikörper. Die Ergebnisse bei einer einzelnen Patientin sind hier vielleicht noch nicht aussagekräftig.


Die Forscher haben bei der Patientin noch eine Mutation (SNP) im Gen IFITM3 gefunden. Bei der Schweinegrippe (H1N1) aus dem Jahr 2009 wurde entdeckt, dass das im IFITM3-Gen kodierte Protein eine wichtige Rolle bei der Abwehr der Grippeviren spielte.


1/4 der Chinesen hat die SNP rs12252-C/C, die die Immunabwehr hier beeinträchtigt. Die Abwehr von SARS-CoV-2 scheint durch die Mutation bei der Frau jedoch nicht geschwächt worden zu sein. Ihr Immunsystem hat innerhalb weniger Tage die notwendigen Schritte eingeleitet, um den Angriff der Viren abzuwehren. Warum dies nicht in allen Fällen gelingt und die Erkrankung bei einigen Menschen tödlich verläuft, dürfte in den nächsten Monaten Gegenstand weiterer Studien sein. © rme/aerzteblatt.de
 
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TheDr schrieb:
Ja genau diese Studie hat gezeigt, einfach Fallverfolgungen helfen nicht, app aber schon.
Man lies halt mal selbst was. Weniger glauben auf Basis von Unwissen, mehr informieren.
Ja genau, danke für den tollen Hinweis. Und du bist der einzige hier der das macht, nehm ich an?!
Wenn du dich da mal nicht täuschen solltest. Papier ist geduldig, gerade auch in der Wissenschaft. Ich schlage vor, du solltest anfangen deine Diskussionspartner ernst zu nehmen. Dann wirken deine Antworten sicherlich auch weniger verkrampft. Nur so ein Tipp
 
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Wie genau soll ich mit dir über etwas diskutieren über das du zwar sprechen willst, aber von dem du gar keine Ahnung hast und auch keinen Bock daran was zu ändern?
Lies dich halt mal ein und/oder höre den Blog den ich verlinkt habe.
Dann kannst du ja nochmal ausführen warum du so eine App nicht für sinnvoll hältst oder ähnliches.
 
xxlrider schrieb:
Warum dies nicht in allen Fällen gelingt und die Erkrankung bei einigen Menschen tödlich verläuft, dürfte in den nächsten Monaten Gegenstand weiterer Studien sein....
Weil möglicherweise die Blutgruppe eine Rolle spielt.
 
xxlrider schrieb:
Ist vieleicht interessant zu erfahren:
Durchaus interessant, aber halt nur ein Fall und es kann auch anders laufen.
Ich hoffe nicht, du willst hier an Krankheitsverläufen von einzelnen Patienten irgendetwas auf die Masse ableiten.
Das macht in dem Fall so wenig Sinn wie sich an Fällen von toten Babys oder Jugendlichen durch COVID19 hochzuziehen (die natürlich trotzdem extrem tragisch sind.)

Ist ja bekannt, dass auch eine direkte Infektion der Lunge erfolgen kann bei der das Virus dann eben nicht im Rachen repliziert, sondern direkt in der Lunge, was auch bei jüngeren Menschen einen schweren Verlauf verursacht.

Dass nach ca. einer Woche der Rachenabstrich negativ ist bekannt und bedeutet aber auch nicht, dass das Immunsystem den Virus dann bereits in jedem Fall besiegt hat.
Es ist aber sehr gut wenn der Virus erstmal länger im Rachen repliziert und das Immunsystem da dann schon arbeiten kann.
Aber genau danach entscheidet sich dann halt ob gesund oder schwerer Verlauf in der Lunge.
Das ist auch das tückische, in der ersten Woche verläuft das bei vielen Patienten ähnlich, egal ob die in der 2.Woche beatmet werden müssen oder fast schon gesund sind.
Ergänzung ()

Blackland schrieb:
Weil möglicherweise die Blutgruppe eine Rolle spielt.
Hast du einen link zu der Untersuchung mit Zahlen usw.?
 
LNP338 Corona Tracking App

TheDr schrieb:
Wo kriegt man dafür ein Ticket?

@TheDr Das mit dem Ticket war ein Beispiel. Das mit der Bank habe ich im TV aufgeschnappt. Ein Beispiel für Polizisten die überdrehen. Die 100m beziehen sich darauf, dass in einem, oder mehreren Bundesländern es eine Entfernungsregel zum Wohnort gibt. (Bayern(?) 500m(?). Vielleicht auch woanders, vielleicht auch wieder geändert? (In Sachsen weiß selbst die Polizei nicht mehr, welche Corona-Regeln jetzt gelten)

Ich wollte damit ausdrücken, dass wir es mit der Realität der Massnahmen zu tun haben. Dabei spielt es für mich persönlich in der tägl. Erfahrung keine Rolle ob das alles angemessen ist. Ich habe mich dem zu stellen.

Die verordneten Massnahmen hätte ich auch ohne Vorschriften und Strafandrohung eingehalten, weil sie mir ohnehin angesichts der Gefährdung für mich und andere sinnvoll erscheinen.

Ich kann das Virus nicht beurteilen. Ich bin gut auf anderen Gebieten und maße mir nicht an, es besser zu wissen als die Experten die die Bundesregierung beraten. Ich besitze genug Medienkompetenz und Bildung um die verheerenden Auswirkungen zu sehen, die Corona verursacht, insbesondere in unvorbereiteten Ländern und auch die erschreckenden Auswirkungen auf verschiedene Volkswirtschaften zu beurteilen. Denke ich an Freunde die ich in Frankreich habe, könnte ich heulen. Diese Narben sind tief und es wird lange dauern bis sie heilen.

Eins noch: Diese Dinge sind für mich geklärt und ich weiss dass wir nichts daran ändern können. Was wir aber tun können ist über Dinge zu diskutieren auf die wir jetzt ein wenig Einfluss haben.

1. Die Exit Strategie, Angemessenheit der Massnahmen und deren Anpassung.
2. Einhaltung des Datenschutzes und anderer Grundrechte
3. Wehrhaftigkeit gegen Übergriffe unter dem Deckmantel der Sicherheit.
4. Wiederherstellung der Grundrechte
5. Gerechte Verteilung der Lasten des Shutdowns.
6. Solidarität mit unseren Nachbarn in der EU & EWU.
7. Zukunftsstrategien um die EU (EWU) als Ganzes und deren Teile resilienter und stabiler zu machen.
8. Was sollten wir in Deutschland besser oder anders machen?
 
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acme.INC schrieb:
Die verordneten Massnahmen hätte ich auch ohne Vorschriften und Strafandrohung eingehalten, weil sie mir ohnehin angesichts der Gefährdung für mich und andere sinnvoll erscheinen.
Löblich, viele sehen das leider anders, daher die Strafandrohung.

Gerade keine Zeit 1.5h Dein logbuch Netzpolitik anzuhören.
Was ist denn deren Argumentation warum eine App nicht funktionieren kann?
Wenn ich das richtig verstehe geht es um EINE App nicht um das Konzept eines Trackings per App ansich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider ist das so.
Die Sicherheitsbehörden hätten es dann natürlich am liebsten, dass alle einfach von der Strasse wegbleiben, ist es doch schlicht nicht möglich jeden zu fragen warum er wo rumläuft. Das nervt die ja auch oft selber, den Leuten auf diese Weise hinterher zu laufen.
Ergänzung ()

TheDr schrieb:
Was ist denn deren Argumentation warum eine App nicht funktionieren kann?
"Seit Wochen gibt es eine Diskussion, welche digitale Infrastruktur (und auf welche Weise) dazu taugen könnte, schnell und zuverlässig ein Warnsystem zu etablieren, dass einen weiteren und wiederholten Ausbruch des Corona-Virus verhindern könnte. Lange wurde der Chimäre nachgestiegen, man könne in den Mobilfunknetz Bewegungsdaten sammeln und auswerten."
Das bezieht sich auf eine GPS basierte Tracking-App. Der spannende Teil kommt weiter unter in den Talking Papers.
Corona-Tracking & Datenschutz: kein notwendiger Widerspruch
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau. Mit Bluetooth. Ich hab' etwas ergänzt, verlinkt.
 
dieterz1 schrieb:
Die Entwicklung in den letzten 50 Jahren hat leider dazu geführt, dass wir uns in immer mehr Abhängigkeiten begeben haben.

Wir alle sind abhängig, abhängig wie Drogenabhängige!

Stellt euch einmal vor, für 4 lange Wochen wären die Supermärkte leer ...

Oder wir hätten einen großflächigen Stromausfall bzw. kein Internet ...

Dann wären nicht nur die Supermärkte leer, sondern wir hätten auch keine Kommunikationsmöglichkeiten mehr ..

Kein Telefon, kein Internet (kein Amazon), kein Computerbase ....

Es wird nicht grundlos IMMER WIEDER gesagt dass sich die Menscheit selbst ausrottet. Und das wird so kommen. Ist nur die Frage wann, aber das dürfte nicht mehr so sehr lange dauern.
 
Wie ich gerade auf BR erfahren hab testen Die Amis seit Anfang März einen Impfstoff mit dem erfolgreich Mäuse immunisiert werden konnten,auf Verträglichkeit.
Angeblich soll aber selbst die beschleunigte Zulassung noch mindestens 1 Jahr dauern.
 
DonL_ schrieb:
Es ist noch überhaupt nichts zusammen gebrochen, es gibt eine Knappheit, an der man an breiter Front arbeitet, diese auszugleichen und auch sonst ist das eine Rückschau, wo man hinterher bekanntlich alles besser wusste.
Erstens steht die im Moment nicht zu Debatte und auch sonst ist der Artikel einfach völlig übespitzt geschrieben und grenzt an Panikmache. Zum Glück sieht es die überweltigende Mehrheit der Bundesbürger nicht wie Herrr Fleischhauer und im Moment haben wir einfach anderes zu tun!

Und da haben wir das Problem. Der Artikel mag übertreiben aber im Kern trifft es doch genau den Punkt. Ich sehe hier keine Panikmache wie du sondern ganz klar Versäumnisse auf die er Aufmerksam macht.
Du hingegen sprichst von, noch nichts zusammen gebrochen. Quasi das komplette Gegenteil. Das ist in sich schon ein Widerspruch wenn die Autoindustrie Gesichtsmasken zur Verfügung stellen tut. In dem Fall sprechen wir eindeutig nicht mehr von nur einer Knappheit. Sprich du untertreibst. Er selber spricht das Thema RKI an und deren hick hack zu den Gesichtsmasken. Einfach Unglaubwürdig, zu Recht.

Da die Zahlen aus China nicht korrekt sind hatte man trotzdem genug Zeit gehabt zu sehen wohin die Reise geht z.B. Wirtschaft, Produktion , Schule etc... Ein Blick nach Südkorea und Taiwan hätte doch gereicht. Expertise ist dort massig vorhanden alleine schon durch die Vergangenheit. Warum muss man hier quasi bei 0 Anfangen und auf den harten Weg seine Erkenntnisse sammeln?
Ich muss nochmal den Artikel finden wo drinnen stand Europa ist toll wenn man Krebs und Co hat aber auf eine Pandemie sind wir nicht vorbereitet und die Krankenhäuser auch nicht ausgelegt.

Am Ende des Tages muss man sich schon Fragen warum in Südkorea trotz offner Grenzen (wie in China die Post abging ) bei einer Bevölkerung von 51Million „nur“ 10K infiziert sind. Ein Blick nach Taiwan spricht Bände und das ohne ein Mitglied der WHO zu sein dank China.
Taiwan looks to play leading international role in battle against coronavirus

Wenn die Krise vorbei ist muss das ganze aufgearbeitet werden. Siehe dazu die Herstellung von Medikamenten und Schutzausrüstung. Morgen kommen die Gesichtsmasken für meine Eltern und ich bin schon gespannt ob die in Deutschland ankommen oder einkassiert werden.
 
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Paradox.13te schrieb:
Der Artikel mag übertreiben aber im Kern trifft es doch genau den Punkt. Ich sehe hier keine Panikmache wie du sondern ganz klar Versäumnisse auf die er Aufmerksam macht.
Solange man noch mitten in der Krise steckrt, bringt das Aufmerksammachen auf Versäumnisse nicht mehr, als das trügerische Gefühl, "Etwas" getan zu haben ... obwohl man nichts getan hat.

"Schuldige" zu finden löst keine echten Probleme, also sollte man sich mit der Schuldfrage erst dann beschäftigen, wenn die echten Probleme nicht mehr so akut sind.

Und das bedeutet.
Wer für den Mangel verantwortlich zeichnet ist bei bestehendem Mangel egal.
Solange nicht genug vorhanden ist, sollte es nur um die Beschaffung gehen ... und wenn rein zufällig der gleiche für die Beschaffung sorgt, der den Mangel zu verantworten hat, dann muss der besorgte Bürger auch mal ertragen, wenn er weiterhin ein Amt bekleidet.
Entsprechende "personelle Konsequenzen" beseitigen keinen Mangel.

Menschen aus ihren Ämtern jagen, kann man auch dann noch, wenn die Krise überwunden ist ... und darum muss sich auch kein Journalist kümmern ... das erledigen unsere politischen Parteien ganz alleine (spätestens im nächsten Wahlkampf).

Warum kapieren Menschen so schlecht, dass die Schuldfrage nur sehr wenig zu einer Problemlösung beiträgt?
Tatsächlich ist das eher kontraproduktiv.
 
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Ich bin etwas verwirrt.
Genau was Du forderst, fordert doch auch der Kolumnist? (--> späteren Untersuchungsausschuss)
Nirgends fordert er sofortige Personalkonsequenzen.
 
ThomasK_7 schrieb:
Genau was Du forderst, fordert doch auch der Kolumnist? (--> späteren Untersuchungsausschuss)

Besser wäre es später einen Untersuchungsausschuss zu fordern, und den Blick jetzt auf wesentlichere Dinge zu lenken.
 
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Der Paule schrieb:
und den Blick jetzt auf wesentlichere Dinge zu lenken.
Z.B. darauf, wie man den bestehenden Mangel abmildern kann ..

Wo fehlen die Masken? In den Praxen und Krankenhäusern.
In wie fern macht es also momentan Sinn, eine öffentliche Maskenpflicht zu diskutieren ... wir haben momentan nichtmal genug für das medizinische Personal, aber nach möglichkeit soll jeder in der Öffentlichkeit so ein Ding tragen ... das würde sogar dann zu einem extremen Mangel in Risikobereichen führen, wenn man den Chinesen nicht 14.000 Masken geschickt hätte.

Aber der Artikel hängt sich eher an den verschenkten 14.000 Masken auf, als daran, dass panische Bürger eben auch Masken und Desinfektionsmittel weggehamstert haben ... und das waren sicherlich etwas mehr, als lumpige 14k.

Der aktuelle Mangel hat mMn weniger mit dem Versagen eines Ministers zu tun, als mit dem kollektiven Versagen eines panischen Völkchens.
Dass Herr Fleischhauer darauf mit keinem Wort eingeht, werte ich als journalistisches Versagen seinerseits ... das ist aber nichts Neues.
Ergänzung ()

Man kann Spahn vorwerfen, dass er Masken und Schutzkleidung verschenkt hat ... aber man kann ihm auch vorwerfen, dass er dem Handel nicht verboten hat, die Bestände an andere auszugeben, als Krankenhäuser und Arztpraxen ... das hätte weit mehr gegen den Mangel getan, als auf seinen Beständen herumzuhocken.

Auch die Empfehlung des RKI basiert nicht allein darauf, ob eine Maskenpflicht oder das Tragen von Masken effektiv die Ausbreitung eines Virus begrenzen könnte. Dabei ging es auch darum, dass man von einer flächendeckenden Versorgung von >80 Mio Bürgern nicht träumen braucht, wenn es um Artikel geht, mit denen man momentan nichtmal sein medizinisches Personal ausreichend versorgen kann.
Dabei ging es auch darum, die vorhandenen (und zu geringen) Reserven möglichst effektiv nutzen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mir auf den Sack geht, sind die Besserwisser, die hinterher alles besser wissen.

Es ist doch ein leichtes, x Szenarien zu entwickeln, die theoretisch und praktisch eintreffen können und entsprechende präventive Maßnahmen im Vorfeld zu ergreifen. Mit der Umsetzbarkeit haperts halt dann meistens, weil es aufwändig und teuer ist. Dann tritt der Ernstfall ein, und man ist nur bedingt vorbereitet. Das ist aber völlig normal. Ist jetzt so, war bei der sogenannten Flüchtlingskrise so, um nur die Vorfälle zu nennen, die hierzulande in jüngster Zeit, das Prädikat "Krise" bekommen haben. Während seltsamer Weise die Grippewelle 2017/18, die 25.000 Menschenleben allein in Deutschland gekostet hat, nicht als (Staats-)Krise betrachtet wurde. Von der gleiche Risikogruppe wie derzeit, die Alten, die seit einiger Zeit bei jeder Hitzewelle sterben wie die Fliegen (2003 ca. 50-70.000 Tote in Europa, 2018 ca. 10.000 in Deutschland) redet eh gerade keiner.

Krisen werden also unterschiedlich wahr genommen, bzw. als solche markiert, wenn mit vielen Toten in einem kurzen Zeitraum zu rechnen ist. Und selbst hier gibt es Unterschiede, wie der Vergleich mit den Hitzetoten zeigt. Während die "Flüchtlingskrise", die hier nur ein gesellschaftliches Problem darstellt (für die Flüchtlinge ging es natürlich auch um ihr Leben), es zwar auch geschafft hat, in kurzer Zeit viele Mittel bereit zu stellen, dann aber sogar politische Veränderungen nach sich zog. Im Nachhinein ein Hohn, verglichen mit der aktuellen Krise oder den Hitzetoten, wo die Bevölkerung sich recht zufrieden zeigt, mit ihren Regierungen, da es um (das eigene) Leben und Tod geht. Im nächsten heißen Sommer sterben die Senioren aber wieder wie die Fliegen, ohne dass die Pflegekräfte unversteuerte Sonderzahlungen bekommen.

Auf alles hätte man vorbereitet sein können. Man war und ist es aber nicht! Im Segment Viren etc. wird ein Umdenken statt finden. In anderen realen Segmenten wage ich das eher zu bezweifeln. Nimmt man den Klimawandel als Krise an, wird sich aber vermutlich an der Ablehnung gegen heftige Massnahmen wiederum nicht viel ändern, denn nach der Krise möchte man ja weiter seine 170 PS unter dem Hintern ausfahren dürfen. Was als Beispiel gilt, wie schwierig es ist, präventiv Krisen zu begegnen, wenn in größeren Teilen der Bevölkerung keine Akzeptanz vorhanden ist. Und genau das, wäre bei Corona kaum anders gewesen.

Ist es also sinnvoll, schon jetzt weiter reichende Maßnahmen gegen z.B. Erdbeben, Wassermangel, Energienotstand, Lieferengpässe in lebenswichtigen Bereichen, hohe Inflation.....beliebig fortsetzbar, zu ergreifen?
Möge jeder, der lauthals die Versäumnisse im Vorfeld von Corona verteufelt, sich überlegen, wie er jetzt zu anderen potentiellen Gefahren und deren Prävention steht, ehe er hinterher einen sucht den er an die Wand nageln kann.
 
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