Da bin ich mal gespannt. Dann müssten die Landesregierungen und die Schulträger innerhalb von zwei Wochen hinbekommen, was sie innerhalb von Jahrzehnten nicht hinbekommen haben:
- Ausreichende Lehrerversorgung, gerade jetzt, wo ca. 1/3 der Lehrkräfte wegen Alter oder Vorerkrankungen praktisch nicht eingesetzt werden können: Geschlossene Räume mit vielen Personen sind das Infektionsrisiko überhaupt, wie praktische alle Virologen feststellen. Will man die Gruppen verkleinern und zusätzlich für gefährdete Schüler noch Online-Unterricht anbieten, braucht man praktisch die doppelte Anzahl an Lehrkräften wie zu "normalen" Zeiten. Die technische Ausstattung für Live-Übertragungen aus dem Klassenraum wird an den wenigsten Schulen möglich sein: Der "Digitalpakt" kommt dafür zu spät.
- Akzeptable hygienische Zustände, das fängt bei den Toiletten und den Seifenspendern / Handtüchern an und hört bei der Raumreinigigung, die bei jedem Lerngruppenwechsel stattfinden müsste, noch lange nicht auf. Aktuell werden die wenigsten Räume an den Schulen einmal täglich gründlich gereinigt.
- Ausreichend Desinfektionmittel und MNS für die Schulen: 33 Millionen pro Tag, habe ich ja schon einmal vorgerechnet. Dazu FFP2/3 für die Lehrkräfte.
- Schülerbeförderung, so dass sich nicht wie aktuell 60 Schüler in einen Bus quetschen müssen, der für 30 Personen gedacht ist: Wo nimmt man die vierfache Anzahl an Bussen (und Busfahrern!) her? Zeitversetzter Unterricht führt nur zu einem noch höherer Bedarf an Lehrkräften, da diese dann nicht mehr einfach zwischen den Lerngruppen wechseln können.
Wenn man natürlich die gezielte Durchseuchung der Schüler als Ziel hat (und die Eltern und Lehrer als "Kolleteralschäden" in Kauf nimmt) kann man natürlich ohne das alles Anfang Mai starten... vielleicht ist das auch einfach der "Masterplan".
Gruß,
CTN