B
Binalog
Gast
In #12.560 ging es allein um den Effekt, der sich einstellt, wenn zwei Virusvarianten (V1 und V2) unterwegs sind, welche sich in zwei Weisen unterscheiden. V1 startet mit 300.000 Infizierten und V2 mit 1.000. Der weitere Unterschied ist die Ansteckungsgefahr, die (in diesem vereinfachten Modell) durch den R-Wert repräsentiert wird. Es ging nicht um die Berechnung eines R-Werts noch um die Tasache, dass dieser von vielen Faktoren abhängt.ddd123 schrieb:Ist Dir eigentlich klar dass R nicht vom Virus alleine abhängt sondern auch von Durchseuchungs-/Immunitätsgrad der Bevölkerung?
Eine Formulierung wie "V1 hat einen R = 0,8" ist einfach nur Unsinn.
In Summe stellt sich ein Verlauf der Infiziertenzahl ein wie in der Grafik gezeigt, es ist eine Überlagerung der abnehmenden Infiziertenzahlen bei V1 (da R <1) und den ansteigenden Infiziertenzahlen bei V2 (da R > 1). Da die Abnahme bei V1 zunächst den Anstieg von V2 überwiegt könnte man meinen, dass die Maßnahmen ausreichen, was sie aber nicht tun, da V2 (mit R > 1) letztlich einen steigenden exponentiellen Verlauf darstellen. Ich habe mal die Einzelgrafen mit eingeblendet (orange = V1, rot = V2, blau = V1 + V2)...
Guckt man nur auf die Gesamtzahl (blau) könnte man bis Mitte Februar meinen "Alles in Butter!", ab da bricht sich dann V2 Bahn. Ein weiterer Lockdown Mitte März wäre unvermeidbar. Das heißt der R-Wert von V2 müsste schon jetzt bei oder unter 1 gehalten werden.
Wie gesagt, ein Gedankenexperiment um den Effekt zweier Virusvarianten mit R <1 und R > 1 grafisch darzustellen. Mehr nicht.