Das spielt keine Rolle. Im Sommer war abzusehen, dass es nicht mehr lange dauern wird. Da hätte man auf die Hersteller (alle aussuchtsreichen Kandidaten) zugehen können und mit denen planen, was benötigt wird, dass Europa innerhalb von 6 Monaten nach Zulassung durchgeimpft ist. Und die dafür benötigten Produktionsstätten, hätte man bereits bauen können. Und wenn man dann zu viel gebaut hätte, wäre das letztendlich auch egal gewesen. Sich darauf zurückzuziehen, dass man nicht wusste wer und wann ist fadenscheinig. Wie wneig man sich damit beschäftigt hat, zeigt doch allein der Umstand, dass jetzt erst die Frage aufkam, ob man genügend Spritzen und Kanülen habe.Mustis schrieb:Weil man das so gut kann wenn man nicht weiß, ob es einen Impfstoff geben wird und wenn, welcher/was für einer das ist.
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Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?
- Ersteller Sithys
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Mustis
Gast
Das ist völlig unerheblich. schon die beiden mRNA Stoffe werden offensichtlich weder gleich produziert noch abgefüllt, da der eine eine erheblich höhere Anforderung an die Kühlung hat als der andere.
Einfach mal einsehen, dass Produktion/Logistik ein hochkomplexes System ist und davon die meisten keine Vorstellung haben, wie langwierig das ganze ist.
Erneut, ihr habt wirklich null Wissen darüber, was es bedeutet, solche Anlagen aufzubauen/umzurüsten. Allein die Anforderungen bezüglich Reinraum lasst ihr hier ja unbeachtet was angesichts eines Impfstoffes sogar Laien offensichztlich sein kann.
Einfach mal einsehen, dass Produktion/Logistik ein hochkomplexes System ist und davon die meisten keine Vorstellung haben, wie langwierig das ganze ist.
Das spielt sehr wohl eine Rolle und zwar eine immense. Ich kann solche Anlagen nicht planen und aufbauen wenn ich keine Ahnung habe, welche ANforderungen umgesetzt werden müssen. Grade in einem Fall wie einem Impfstoff, der unter Reinraumbedinugnen produziert und abgefüllt werden muss. Solche Anlagen müssen aufwendig zertifiziert werden, allein das dauert monate und wenn nicht klar ist, was wie dort abgefüllt/produziert werden soll, kann keine Zertifizierung stattfinden.Jelais schrieb:Das spielt keine Rolle. Im Sommer war abzusehen, dass es nicht mehr lange dauern wird.
Erneut, ihr habt wirklich null Wissen darüber, was es bedeutet, solche Anlagen aufzubauen/umzurüsten. Allein die Anforderungen bezüglich Reinraum lasst ihr hier ja unbeachtet was angesichts eines Impfstoffes sogar Laien offensichztlich sein kann.
Nein du verstehst mich falsch. Man hätte das mit jedem Impfstoffhersteller tun können. Mit jedem Produktionsstätten bauen.Mustis schrieb:Das ist völlig unerheblich. schon die beiden mRNA Stoffe werden offensichtlich weder gleich produziert noch abgefüllt, da der eine eine erheblich höhere Anforderung an die Kühlung hat als der andere.
DerTiger
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Abgesehen davon braucht man neben Produktionskapazität auch noch irgendjemanden der produziert.
In einem halben Jahr Fachkräfte ausbilden für irgendwas von dem man keine Ahnung hat wie es dann am Ende aussieht ist auch eher etwas random.
Leute die keine Ahnung von der Materie haben gibt es genug, die einzulernen dauert.
Leute die Ahnung haben sind meistens schon fest im System verankert und nicht verfügbar.
Woher also die Kapazitäten nehmen?
Sitzt in irgendeiner Lagerhalle ein Heer Chemielaboranten das nur darauf wartet einen Impfstoff, Spritzen und Kanülen zu produzieren?
In einem halben Jahr Fachkräfte ausbilden für irgendwas von dem man keine Ahnung hat wie es dann am Ende aussieht ist auch eher etwas random.
Leute die keine Ahnung von der Materie haben gibt es genug, die einzulernen dauert.
Leute die Ahnung haben sind meistens schon fest im System verankert und nicht verfügbar.
Woher also die Kapazitäten nehmen?
Sitzt in irgendeiner Lagerhalle ein Heer Chemielaboranten das nur darauf wartet einen Impfstoff, Spritzen und Kanülen zu produzieren?
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Mustis
Gast
Und du verstehst mich nicht:
1. Wäre das höchst ineffizient, weil man eben nicht sagen konnte, ob man überhaupt erfolgreich ist.
2. Selbst dann wäre man nicht wesentlich weiter. Du glaubst doch nicht, dass beispielsweise Bayer erst jetzt, wo es öffentlich wird, mit der Planung etc. beginnt. Und trotzdem sind die erst im Dezember überhaupt in der Lage zu beginnen. Wenn alles läuft wie geplant, woran ich angesicht der mangelnden Kapazitäten in der weltweiten Logistik zweifele.
3. Die Zertifizierung der anlagen und überprüfung kann erst beginnen, wenn die Anlagen stehen wie sie sollen. Dazu müssen man exakt wissen, wie der Stoff produziert und abgefüllt werden kann und muss. Nachträgliche Änderungen sind bei solchen Prozessen nicht mal eben möglich. Ich bezweifele, dass im Sommer bereits alle Hersteller exakt wussten, welche Anforderungen ihre Stoffe an die Produktions- und Abfülllogistik stellen werden.
4. Die Hersteller sitzen weltweit. Warum sollte die EU/Deutschland jeden Hersteller die Produktionsanlagen finanzieren? Curevac und Biontech sind die beiden in DE, das wären die einzigen, wo sowas sinnvoll und begründbar gewesen wäre. Aber Pfizer zum Beispiel oder die britischen Hersteller? Ich bin mir nicht mal sicher, ob das rechtlich überhaupt so einfahc wäre, dass da "fremde" Staaten derartig eingreifen dürfen.
PS: Was ich so mitbekommen habe rechnet man bei Abfüllanlagen so um die 3 Jahre von der Entscheidung bis zur Abnahme. Im bereich Pharmazie mit den entsprechenden Auflagen.
1. Wäre das höchst ineffizient, weil man eben nicht sagen konnte, ob man überhaupt erfolgreich ist.
2. Selbst dann wäre man nicht wesentlich weiter. Du glaubst doch nicht, dass beispielsweise Bayer erst jetzt, wo es öffentlich wird, mit der Planung etc. beginnt. Und trotzdem sind die erst im Dezember überhaupt in der Lage zu beginnen. Wenn alles läuft wie geplant, woran ich angesicht der mangelnden Kapazitäten in der weltweiten Logistik zweifele.
3. Die Zertifizierung der anlagen und überprüfung kann erst beginnen, wenn die Anlagen stehen wie sie sollen. Dazu müssen man exakt wissen, wie der Stoff produziert und abgefüllt werden kann und muss. Nachträgliche Änderungen sind bei solchen Prozessen nicht mal eben möglich. Ich bezweifele, dass im Sommer bereits alle Hersteller exakt wussten, welche Anforderungen ihre Stoffe an die Produktions- und Abfülllogistik stellen werden.
4. Die Hersteller sitzen weltweit. Warum sollte die EU/Deutschland jeden Hersteller die Produktionsanlagen finanzieren? Curevac und Biontech sind die beiden in DE, das wären die einzigen, wo sowas sinnvoll und begründbar gewesen wäre. Aber Pfizer zum Beispiel oder die britischen Hersteller? Ich bin mir nicht mal sicher, ob das rechtlich überhaupt so einfahc wäre, dass da "fremde" Staaten derartig eingreifen dürfen.
PS: Was ich so mitbekommen habe rechnet man bei Abfüllanlagen so um die 3 Jahre von der Entscheidung bis zur Abnahme. Im bereich Pharmazie mit den entsprechenden Auflagen.
ThomasK_7
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Ich meine, sterile Spritzen und Kanülen usw. werden seit Jahrzehnten in Fabriken von Fabrikarbeitern zu Milliarden Stück produziert. Daran dürfte es in 2021 nach den Ereignissen in 2020 überhaupt gar keinen Mangel geben!DerTiger schrieb:Sitzt in irgendeiner Lagerhalle ein Heer Chemielaboranten das nur darauf wartet einen Impfstoff, Spritzen und Kanülen zu produzieren?
Impfstoffe werden auch jedes Jahr zu Milliarden produziert und das auch saisonabhängig, also mit normalen freien Kapazitäten.
Außerdem schätze ich den Personalaufwand für die Impfstoffproduktion nicht so gigantisch hoch ein. Mit einem ordentlichen Lohnzuschlag sollten da aus dem Stande heraus tausende Laboranten zur Verfügung stehen, sofern man denn gewillt ist, auch Kapazitäten andersweitig zu belegen. Aber da gab/gibt es wohl aktuell keine Kooperationsbereitschaft der Patentinhaber oder Firmenkonkurrenten.
Andere europäische Länder hatten z. Bsp. von Anfang Feinspritzen für das Impfen eingesetzt und so +20% mehr nutzbaren Impfstoff zur Verfügung. 20% für minimalen Mehraufwand. So einfach geht manchmal Optimierung und Krisenbewältigung!
Auch die 50% Reservezurückhaltung von einzelnen Bundesländern für die 2. Spritze ist auf Angemessenheit zu hinterfragen.
DerTiger
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Dass es schon Fabriken gibt die Spritzen und Kanülen herstellen, ja... weiß man. Aber die sind sicherlich schon am produzieren. Woher also das MEHR an Impfstoff, Spritzen etc. nehmen, wenn neue Kapazitäten gefordert sind?
Die Frage war doch, ob man denn aus dem Stand heraus Mehrkapazitäten hätte aufbauen können, bestenfalls noch ohne anderweitig Kapazitäten abzubauen.
Ob es dann noch förderlich ist in einen Abwerbe-Preiskampf mit der Pharmaindustrie zu treten, weiß ich nicht. Wenn das aus staatlicher Hand kommt ist das Geschrei groß dass irgendjemand Geld vom Steuerzahler bekommt.
Wenn es aus privater Hand kommt arbeiten die entsprechenden Kandidaten ohnehin schon im eigenen Konzern und man verschiebt Resourcen die man schon hat und gewinnt nichts dazu, oder man muss sie überteuert von der Konkurrenz abwerben, die aber womöglich gegenhalten wird um die Ressource zu halten.
Man baut an der Stelle also keine Mehr-Kapazität auf, sondern verschiebt vorhandenes.
m.M.n. keine einfache Handhabe mit dem Thema.
Die Frage war doch, ob man denn aus dem Stand heraus Mehrkapazitäten hätte aufbauen können, bestenfalls noch ohne anderweitig Kapazitäten abzubauen.
Ob es dann noch förderlich ist in einen Abwerbe-Preiskampf mit der Pharmaindustrie zu treten, weiß ich nicht. Wenn das aus staatlicher Hand kommt ist das Geschrei groß dass irgendjemand Geld vom Steuerzahler bekommt.
Wenn es aus privater Hand kommt arbeiten die entsprechenden Kandidaten ohnehin schon im eigenen Konzern und man verschiebt Resourcen die man schon hat und gewinnt nichts dazu, oder man muss sie überteuert von der Konkurrenz abwerben, die aber womöglich gegenhalten wird um die Ressource zu halten.
Man baut an der Stelle also keine Mehr-Kapazität auf, sondern verschiebt vorhandenes.
m.M.n. keine einfache Handhabe mit dem Thema.
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Jelais schrieb:Das spielt keine Rolle. Im Sommer war abzusehen, dass es nicht mehr lange dauern wird. Da hätte man auf die Hersteller (alle aussuchtsreichen Kandidaten) zugehen können und mit denen planen, was benötigt wird, dass Europa innerhalb von 6 Monaten nach Zulassung durchgeimpft ist. Und die dafür benötigten Produktionsstätten, hätte man bereits bauen können.
Es gibt nicht den Standardherstellungsprozess. Eine Anlage, selbst wenn es eine Multipurposeanlage ist, braucht trotzdem entsprechende Modifikationen, Formatteile oder was auch immer. Auch die Prozesse unterscheiden sich mehr oder weniger deutlich. Das startet bei der eigentlichen Produktion der mRNA, der Lipidpartikel, der Zusammenführung dieser, der Produktion des Diluenten bis hin zur Abfüllung des Impstoffes und des Diluenten und der Verpackung/Logistik dieser. Für alle Schritte brauchst du extra Anlagen die sich dann auch noch zwischen den Herstellern unterscheiden. Diese neuen Prozesse müssen dann natürlich auch noch GMP konform zum Laufen gebracht werden und auch entsprechend geschultes Personal vorhanden sein.Jelais schrieb:Nein du verstehst mich falsch. Man hätte das mit jedem Impfstoffhersteller tun können. Mit jedem Produktionsstätten bauen.
Hinzu kommt noch, dass die Produktions- und Anlagenkapazitäten nicht auf den Bäumen wachsen. Ein Neubau inkl. Gebäude schaffst du nicht innerhalb eines Jahres.
@Mustis hat es ja schon geschrieben. Zwischen Bestellung (sofern der Lieferant überhaupt noch freie Kapazitäten hat) einer Abfüllanlage und bis du tatsächlich Marktware produzieren kannst, vergehen schnell mal 2-3 Jahre. Und das auch nur, wenn es eine Standardanlage ist, ohne größere individuelle Anpassungen. Die Anlagen stehen ja nicht fertig in Lagerhallen herum, sondern werden erst dann gebaut, wenn es einen Vertrag gibt.
Nein, das wussten sie nicht und die Datenlage ist selbst heute noch so dünn, dass ohne Pandemie und starkem Entgegenkommen der Behörden die Zulassung nicht so schnell über die Bühne gebracht werden könnte...Mustis schrieb:Ich bezweifele, dass im Sommer bereits alle Hersteller exakt wussten, welche Anforderungen ihre Stoffe an die Produktions- und Abfülllogistik stellen werden.
Wie kommst du darauf? Natürlich wird es einen gewissen Bestand haben. Auch ein Kanülen-/Spritzenhersteller produziert nicht Jahr für Jahr einen enormen Überschuss, um auf eine eventuelle Pandemie vorbereitet zu sein. Es ist ja nicht so, dass die sonst verwendeten Spritzen nicht mehr benötigt werden. Wenn der Bedarf zeitlich begrenzt weltweit extrem nach oben schießt, dann resultiert das in einem Mangel (siehe Klopapier).ThomasK_7 schrieb:Ich meine, sterile Spritzen und Kanülen usw. werden seit Jahrzehnten in Fabriken von Fabrikarbeitern zu Milliarden Stück produziert. Daran dürfte es in 2021 nach den Ereignissen in 2020 überhaupt gar keinen Mangel geben!
Mal ein konkretes Beispiel aus meiner Welt: für ein neues Produkt hat man dem Hersteller einer Fertigspritze kommuniziert, dass sich die Mengen in den nächsten Jahren verdoppeln werden. Gerade laufen Verhandlungen ob und bis wann (mindestens 2 Jahre) beim Spritzenhersteller eine neue Produktionsstätte gebaut und etabliert werden kann. Und hier geht es um ein Arzneimittel eines Herstellers mit deutlich geringerem weltweiten Bedarf als jeder einzelne COVID-Impfstoff.
Wir reden hier nicht nur einen Prozess am Laufen zu halten, sondern diesen erst einmal zu etablieren. Und das benötigt richtig viele Ressourcen. Und was helfen einem Laboranten, wenn wir über die Produktion des Wirkstoffes sprechen? Da ist ein Laborant genauso gut bzw. wenig geeignet, wie jeder hier im Forum...ThomasK_7 schrieb:Außerdem schätze ich den Personalaufwand für die Impfstoffproduktion nicht so gigantisch hoch ein. Mit einem ordentlichen Lohnzuschlag sollten da aus dem Stande heraus tausende Laboranten zur Verfügung stehen, sofern man denn gewillt ist, auch Kapazitäten andersweitig zu belegen.
Zuletzt bearbeitet:
Es ist kein unternehmerisches Risiko, wenn der Staat sagt dein Laden bleibt zu, unternehmerisches Risiko, ist wenn die Leute nicht kommen weil Sie Angst haben.
Zudem haben viele anscheinend eine komplett unterirdische und völlig naive populär kommunistische Vorstellung von Wirtschaft
Je mehr Betriebe pleite gehen, desto mehr andere Betriebe werden ebenfalls in Schieflage geraten.
Es wird immer viel geschimpft über die mangelnde Solidarität von Unternehmern, aber dieses Jahr kann man ja an den Kommentaren schon sehen, dass es andersrum auch keinerlei Solidarität gibt.
Die Gesetze vor allem im Steuerrecht, sind schon al von Haus aus so, dass es wenig Sinn hat großartig Reserven aufzubauen.
Durch die Pandemie ist bei vielen der Zusammenhang zwischen eigenem Handeln und Geschäfterfolg quasi ausgesetzt, das heisst Prinzip Hoffnung, aber einschätzen wann und wie wieder Einnahmen möglich sind ist nicht absehbar.
Das ist jetzt natürlich sehr unterschiedlich verteilt, aber viel Unternehmen, müssen ein vielfaches ihres Gewinns an Umsatz machen, ausser bei sowas wie Freiberuflern, wird man selten etwas höheres als 20 %Gewinn finden bezogen auf Umsatz, eher niedriger.
Da kann man in vielen Unternehmen gar nicht mit Eigenkapital gegensteuern, man bräuchte den Gewinn von Jahren um ein paar Monate zu überstehen.
Waeren die Zinsen nicht im Keller, würde uns der ganze Laden mittlerweile schon um die Ohren fliegen.
Zudem haben viele anscheinend eine komplett unterirdische und völlig naive populär kommunistische Vorstellung von Wirtschaft
Je mehr Betriebe pleite gehen, desto mehr andere Betriebe werden ebenfalls in Schieflage geraten.
Es wird immer viel geschimpft über die mangelnde Solidarität von Unternehmern, aber dieses Jahr kann man ja an den Kommentaren schon sehen, dass es andersrum auch keinerlei Solidarität gibt.
Die Gesetze vor allem im Steuerrecht, sind schon al von Haus aus so, dass es wenig Sinn hat großartig Reserven aufzubauen.
Durch die Pandemie ist bei vielen der Zusammenhang zwischen eigenem Handeln und Geschäfterfolg quasi ausgesetzt, das heisst Prinzip Hoffnung, aber einschätzen wann und wie wieder Einnahmen möglich sind ist nicht absehbar.
Das ist jetzt natürlich sehr unterschiedlich verteilt, aber viel Unternehmen, müssen ein vielfaches ihres Gewinns an Umsatz machen, ausser bei sowas wie Freiberuflern, wird man selten etwas höheres als 20 %Gewinn finden bezogen auf Umsatz, eher niedriger.
Da kann man in vielen Unternehmen gar nicht mit Eigenkapital gegensteuern, man bräuchte den Gewinn von Jahren um ein paar Monate zu überstehen.
Waeren die Zinsen nicht im Keller, würde uns der ganze Laden mittlerweile schon um die Ohren fliegen.
https://impfdashboard.de/
Wenn es so weiter geht, holen die Zweitgeimpften die Erstgeimpften ein. Und wenn AZ für Personen über 65 nicht freigegeben bleibt, bleibt die Hauptlast auf Biontech, wobei die bis jetzt geleiferten Impfdosen lächerlich gering sind (AZ und Moderna).
Wenn es so weiter geht, holen die Zweitgeimpften die Erstgeimpften ein. Und wenn AZ für Personen über 65 nicht freigegeben bleibt, bleibt die Hauptlast auf Biontech, wobei die bis jetzt geleiferten Impfdosen lächerlich gering sind (AZ und Moderna).
DerTiger
Lt. Junior Grade
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Dem kann ich nur zum Teil zustimmen, da der Staat die Aufgabe hat die Bevölkerung vor grober Dummheit zu schützen. Dazu gehören ggf. auch Maßnahmen die dazu führen dass Geschäfte nicht öffnen dürfen.azweik schrieb:Es ist kein unternehmerisches Risiko, wenn der Staat sagt dein Laden bleibt zu, unternehmerisches Risiko, ist wenn die Leute nicht kommen weil Sie Angst haben.
Insofern ist eine Naturkatastrophe wie eine Pandemie, und damit verbundene Bevölkerungsschutzmaßnahmen schon irgendwo unternehmerisches Risiko. Wäre das Virus tödlicher bräuchte es die staatliche Intervention überhaupt nicht um den Leuten beim denken zu helfen.
Auch wenn im Normalfall niemand mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes rechnet. Ist ja eher unüblich.
Dem Rest deines Beitrags stimme ich zu. Unternehmen sind heutzutage kaum auf Krisen ausgelegt, die leben meist im jetzt und hier und haben keine Eigenreserven, da sie damit mehr Kapital erwirtschaften möchten. Rücklagen sind im Business Verluste, da das Geld beim herumliegen nicht arbeitet.
Zuletzt bearbeitet:
Eine Pandemie kann kein unternehmerisches Risiko sein, jedenfalls bisher nicht, weil der Staat in der Vergangenheit auch einen anderen Umgang damit pflegte.DerTiger schrieb:Dem kann ich nur zum Teil zustimmen, da der Staat die Aufgabe hat die Bevölkerung vor grober Dummheit zu schützen. Dazu gehören ggf. auch Maßnahmen die dazu führen dass Geschäfte nicht öffnen dürfen.
Insofern ist eine Naturkatastrophe wie eine Pandemie, und damit verbundene Bevölkerungsschutzmaßnahmen schon irgendwo unternehmerisches Risiko. Wäre das Virus tödlicher bräuchte es die staatliche Intervention überhaupt nicht um den Leuten beim denken zu helfen.
Auch wenn im Normalfall niemand mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes rechnet. Ist ja eher unüblich.
Dem Rest deines Beitrags stimme ich zu. Unternehmen sind heutzutage kaum auf Krisen ausgelegt, die leben meist im jetzt und hier und haben keine Eigenreserven, da sie damit mehr Kapital erwirtschaften möchten.
Rücklagen in dem Umfang, dass ein Unternehmen diese Ausfälle kompensieren kann, können gar nicht gebildet werden. Würde die Beteiebe das tun, könntest Du dir viele Sachen gar nicht mehr leisten, man müsste das nämlich auf den Preis aufschlagen. Der Einzelhandel kann es schon mal gar nicht. Er würde dann gegenüber dem Onlinehandel noch mehr Konkurrenzfähigkeit einbüßen.
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem gleichen Argument könnte man dann aber auch mal über die leeren Kassen beim Kurzarbeitergeld reden, wieso soll ich mit meinen Steuern Kurzarbeitergeld bezahlen.
Allgemeines Lebensrisiko, dann verlieren die Leute halt ihre Stellen später kann man Sie ja wieder einstellen
Ist halt gerade Naturkatastrophe und so.
Und bei vielen nicht Kapitalgesellschaften sind Ruecklagen und Finanzamt nicht so einfach zu bewerkstelligen
Werden wir nicht in einem relativ reichen Staat mit der Möglichkeit Geld zu drucken leben, müssten die Leute jetzt alle raus und arbeiten weil Sie sonst verhungern müssten, wie es ja auch in vielen Ländern gerade der Fall ist
Aber alle die jetzt die Unternehmer bashen sollen dann bitte auch nicht rumheilen, wenn dann nächstes Jahr die Entlassungswellen kommen
Es hängen nämlich alle Jobs von Unternehmen ab, auch Beamte etc.
Letzten Endes kommt das Geld eben nicht vom Staat.
In D gibt es wenigstens noch Mittelständler, wo die Leute teilweise ohne Erben die Hauptsorge haben dass ihre MA den Job behalten, wenn Sie in Ruhestand gehen wollen.
Aber ist klar mit auf verkuerztem Denken beruhenden, pseudolinken Sprechblasen gerade diese kaputt gehen lassen, um die Großkonzerne weiter zu stärken
Allgemeines Lebensrisiko, dann verlieren die Leute halt ihre Stellen später kann man Sie ja wieder einstellen
Ist halt gerade Naturkatastrophe und so.
Und bei vielen nicht Kapitalgesellschaften sind Ruecklagen und Finanzamt nicht so einfach zu bewerkstelligen
Werden wir nicht in einem relativ reichen Staat mit der Möglichkeit Geld zu drucken leben, müssten die Leute jetzt alle raus und arbeiten weil Sie sonst verhungern müssten, wie es ja auch in vielen Ländern gerade der Fall ist
Aber alle die jetzt die Unternehmer bashen sollen dann bitte auch nicht rumheilen, wenn dann nächstes Jahr die Entlassungswellen kommen
Es hängen nämlich alle Jobs von Unternehmen ab, auch Beamte etc.
Letzten Endes kommt das Geld eben nicht vom Staat.
In D gibt es wenigstens noch Mittelständler, wo die Leute teilweise ohne Erben die Hauptsorge haben dass ihre MA den Job behalten, wenn Sie in Ruhestand gehen wollen.
Aber ist klar mit auf verkuerztem Denken beruhenden, pseudolinken Sprechblasen gerade diese kaputt gehen lassen, um die Großkonzerne weiter zu stärken
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knoxxi
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mit der gleichen Begründung weshalb ich in die Kasse für ALG2 Empfänger einzahle.azweik schrieb:Mit dem gleichen Argument könnte man dann aber auch mal über die leeren Kassen beim Kurzarbeitergeld reden, wieso soll ich mit meinen Steuern Kurzarbeitergeld bezahlen.
azweik schrieb:Allgemeines Lebensrisiko, dann verlieren die Leute halt ihre Stellen später kann man Sie ja wieder einstellen
Und Du hast sicher ne Musterrechnung aufgestellt, was für den Staat günstiger ist, ALG1 oder KuG, oder?
Zeig doch mal, würde mich sehr interessieren.
azweik schrieb:Aber ist klar mit auf verkuerztem Denken beruhenden, pseudolinken Sprechblasen gerade diese kaputt gehen lassen, um die Großkonzerne weiter zu stärken
man merkt, das die Stammtische sich im Moment nicht treffen können. Die hätten sicher ein Ohr dafür gehabt.
Aber ansonsten bitte ich Dich, so etwas zu unterlassen, das provoziert unnötig und führt zu Nebendiskussionen.
miwob
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- Jan. 2008
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- 478
Kann man so stehen lassen. Anscheinend haben die Leute garkeine Vorstellungen davon, um welche Dimensionen es da geht.Jelais schrieb:Rücklagen in dem Umfang, dass ein Unternehmen diese Ausfälle kompensieren kann, können gar nicht gebildet werden. Würde die Beteiebe das tun, könntest Du dir viele Sachen gar nicht mehr leisten, man müsste das nämlich auf den Preis aufschlagen. Der Einzelhandel kann es schon mal gar nicht. Er würde dann gegenüber dem Onlinehandel noch mehr Konkurrenzdähigkeit einbüßen.
Mal hier ein Beispiel der Therme Erding: https://www.wochenblatt.de/boulevar...e-woche-lockdown-kostet-uns-eine-million-euro
Die von der Bundespolitik zugesagten November- und Dezemberhilfen sind bis heute lediglich in Form von Abschlagszahlungen in Höhe von 300.000 Euro eingegangen, das entspricht 0,6 Prozent statt der zugesagten 75 Prozent. Die Abschlagszahlungen decken die aktuellen Betriebskosten für weniger als 3 Tage, für die anderen 197 Schließtage mussten über zehn Jahre angesparte Rücklagen verwendet werden.
K
knoxxi
Gast
ich persönlich erwarte von einem gut geführten Unternehmen, das es im Laufe der Zeit Rücklagen bildet um auch mal 3-4 Monate ohne Einnahmen überleben zu können. Für die Dauer von einem Jahr ist es ohne einen gewaltigen Shareholder im Hintergrund kaum möglich zu überleben, denn damit konnte keine Firma rechnen.Jelais schrieb:Rücklagen in dem Umfang, dass ein Unternehmen diese Ausfälle kompensieren kann, können gar nicht gebildet werden.
Extrem problematisch ist die Situation bei Unternehmen, die erst Ende 2019 oder Anfang 2020 gegründet wurden sind und der Inhaber alle Ersparnisse in die Gründung gepumpt hat. Kommt da der Lockdown, hast Du halt verloren und deine Existenz ist zerstört.
Denn nicht alle Firmen sind wie Apple, die sicher 10 Jahre überleben könnten ohne auch nur 1 cent einnehmen zu müssen.
methadron
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Ich freue mich gerade so sehr (nicht). Wir wollen im Sommer nach Schweden, einsame Ferienwohnung das nächste Dorf ist 10 km entfernt. Ich gehe nicht davon aus, dass wir alle bis Sommer geimpft sind, insofern hoffe ich dass dann noch ein negativer Test reicht.
Ansonsten merke ich, wie sehr meine Kraft mittlerweile nachlässt, seit Ende November sind die Jungs zu Hause, der Große komplett, die beiden Kleinen alle zwei Tage, mit jeder Verlängerung muss ich neu gucken, wie viele kindkrank Tage ich noch habe. Finanziell ist es kein Desaster für mich, aber das Geld fehlt dann eben doch.
Ansonsten merke ich, wie sehr meine Kraft mittlerweile nachlässt, seit Ende November sind die Jungs zu Hause, der Große komplett, die beiden Kleinen alle zwei Tage, mit jeder Verlängerung muss ich neu gucken, wie viele kindkrank Tage ich noch habe. Finanziell ist es kein Desaster für mich, aber das Geld fehlt dann eben doch.
krong
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- Jan. 2005
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Die Betreuungssituation ist echt für den Allerwertesten. Was mich insbesondere stört ist die unterschiedliche Umsetzung, je nach Bundesland.
In Bremen dürfen Kindergartenkinder aktuell nur zur Notbetreuung, wenn beide Eltern eine Anwesenheitspflicht beim Arbeitgeber nachweisen können. Das sind in unserem Kindergarten je nach Gruppe 10 bis 13 Kinder von jeweils 20. Da wird gestunken und gelogen bis sich die Balken biegen. Für die Arbeitgeber ist das natürlich ein Nobrainer einen derartigen Nachweis auszustellen, da sonst mit Abwesenheiten der Angestellten gerechnet werden muss... Währenddessen dümpel ich mit Kleinkind im HO rum...
Das geht echt so langsam an die Substanz. Von vernünftigem Arbeiten kann keine Rede sein...
In Bremen dürfen Kindergartenkinder aktuell nur zur Notbetreuung, wenn beide Eltern eine Anwesenheitspflicht beim Arbeitgeber nachweisen können. Das sind in unserem Kindergarten je nach Gruppe 10 bis 13 Kinder von jeweils 20. Da wird gestunken und gelogen bis sich die Balken biegen. Für die Arbeitgeber ist das natürlich ein Nobrainer einen derartigen Nachweis auszustellen, da sonst mit Abwesenheiten der Angestellten gerechnet werden muss... Währenddessen dümpel ich mit Kleinkind im HO rum...
Das geht echt so langsam an die Substanz. Von vernünftigem Arbeiten kann keine Rede sein...
3-4 wird schwer, aber 2 sollte man schaffen, ansonsten ist man eh nicht mehr wirklich gesund. Also als Gastro/Friseur.Jelais schrieb:Rücklagen für 3 -4 Monate ohne Umsatz schafft kein kleineres Unternehmen ohne die Preise so stark anzuheben, dass sie gegenüber größeren die Konkurrenzfähigkeit zu verlieren.
Darüber hatten wir ja ursprünglich gesprochen. Aber auch sonst sollte man in der Größenordnung klar kommen. Kann ja immer mal nen Brnad etc geben. Aber ja viele überleben es nicht.
Man muss aber wie schon mehrfach gesagt bei den Firmen schon unterscheiden. Je Kapitalintensiver und größer die Unternehmen sind, desto eher muss man sich überlegen, ob man den Pleite gehen lässt oder nicht. Einfach weil es schwieriger ist diesen zu ersetzen.
Wenn ich die Wahl habe nen Restaurant mit 20 Mitarbeitern zu retten, oder nen Metallbauer, dann weiß ich das meine Wahl auf den Metallbauer fallen würde.
Und gegen Hilfen sagt ja auch niemand etwas. Kurzarbeitergeld ist eine gute Sache.
Man muss sich bei Gastro und sonstigen Dienstleistern wir Friseuren aber fragen, wieviele es am Ort gibt, und wie überlebensfähig die sind. Brauch ich 5 Restaurants oder reichen auch 4? Klar für den der es nicht packt ist es dumm, aber die anderen 4 haben dadurch auch wieder mehr Luft zum Atmen.
Es sollte einfach klar sein, dass der Staat nur bedingt helfen kann. Am Ende zahlen wir das nämlich alle durch Steuern und Abgaben. Es sollte völlig klar sein, das uns diePandemie weltweit Lebensstandard kosten wird. Wenn es uns danach genauso gut geht oder sogar besser, dann nur weil wir halt besser durch kommen als andere und deren Wirtschaft absaugen...
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