Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
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DerOlf schrieb:
Formuliere das gleiche mal mit Krankenhäusern oder Arztpraxen in ländlichen Gebieten.
Genau das hatte ich ja explizit verneint. Dieses Vorgehen lässt sich wie schon gesagt NICHT einfach auf andere Bereiche übertragen.
DerOlf schrieb:
Ich gebe dir zwar Recht ... alle 10m ne Dönerbude muss echt nicht sein und erschwert vor allem den Betreibern das Leben. Aber für den, der "den Kürzeren zieht", ist es eben trotzdem eine Katastrophe. Denn der wird sozusagen "den Konkurenten" geopfert.
Nein er wird nicht geopfert, sonder. Hat es einfach nicht geschafft. Und das passiert auch ganz ohne Pandemie in der Gastro oft genug pro Jahr. Ich denke es gibt in jeder Stadt mit 30k Einwohnern mehr als einen Landen der im Jahres bis Zweijahresrhythmus auf und zu macht.
DerOlf schrieb:
Der Markt regelt ... und das Ergebnis ist eine Übersättigung ... denn die resultiert über den Konkurenzkampf nunmal in niedrigen Preisen, die resultieren in niedrigem Umsatz und der resultiert in niedrigeren Löhnen ... was die Nachfrage nach "billiger" auf allen Ebenen weiter befeuert.
Den Kunden freut's - solange es nicht auf der eigenen Gehaltsabrechnung auftaucht.
Du meinst wohl eher jeden Tag steht nem Idiot auf, der sich selbst maßlos überschätzt und mit Gastro ins Unglück stürzt?

Wie gesagt ist gerade bei Gastro die Einstiegshürde verdammt niedrig. Und das merkt man auch. Wie gesagt meine Eltern hatten lang genug ein Restaurant mit über 100 Sitzplätzen an der total beschissenen Lokation, die aber trotzdem lief, weil Preis-Qualität gestimmt hat. Am Ende haben die sich aber auch kaputt geschafft, weil der Preis halt zu niedrig sein musste wegen der Lage. Kann man machen, aber intelligent war das nur bedingt. Klar man hat damit gelebt, aber auch genug dafür getan, und ob es das wert war??? Aber sie haben zumindest den Absprung geschafft. Das schaffen viele nicht, daher waren sie dann doch nicht so dumm wie viele.

Ursprünglich hat die Diskussion aber wegen den Friseuren angefangen, weil diese ja für die Gesundheit der Menschen ach so wichtig sei und daher früher öffnen dürften. Und das ist halt einfach nur bullshit hoch zehn meiner Meinung nach...

Fairerweise muss man aber sagen, das Friseure weniger oft dicht machen als Restaurants. Aber der Mitteleinsatz ist da halt auch noch besser zu kalkulieren... und die Ausbeutung ist sicherlich nicht kleiner.

PS: ich fände es gar nicht schlimm wenn ein Haarschnitt 50€ kosten würde als Minimum. Man muss nicht alle zwei Wochen oder sogar noch öfter zum Friseur... das ist dann einfach nur noch Luxus.
 
Skysnake schrieb:
Dieses Vorgehen lässt sich wie schon gesagt NICHT einfach auf andere Bereiche übertragen.
Was aber nichts daran ändert, dass einige Zahlenjongleure das gerne übertragen.
Persönlich halte ich das auch für falsch ... aber ich verrechne dabei eben auch nicht einfach nur ein paar Zahlen sondern frage auch nach "nichtmonetären Profiten" (diese Kombination mag einem BWLer paradox erscheinen ... aber das ist nicht meine Schuld).
Fakt ist: Wenn man für eine Arztpraxis (nur als Beispiel) einen bestimmten potenziellen Patientenstand braucht, damit nach Abzügen (Steuern, Verbandsbeiträge, Materialbeschaffung, Miete, Löhne, Modernisierung/Wartung etc.) wenigstens eine schwarze Null da steht, dann kann das in einer dicht besiedelten Großstadt ein Einzugsgebiet von 500m Radius leisten ... auf dem Land braucht man dank der geringeren Besiedlungsdichte dann eben einen Radius von 10km.
Und das hat natürlich Folgen für die Gesundheitsversorgung an beiden Orten.
Traurig aber wahr ... wirtschaftlich muss das Ding schon laufen, wenn es Mitarbeiter ernähren können soll.
Skysnake schrieb:
Du meinst wohl eher jeden Tag steht nem Idiot auf, der sich selbst maßlos überschätzt und mit Gastro ins Unglück stürzt?
Die zitierte Stelle bezog sich nicht einzig auf die Gastro.

Skysnake schrieb:
PS: ich fände es gar nicht schlimm wenn ein Haarschnitt 50€ kosten würde als Minimum.
Das wäre mir auch egal ... an meinen Haaren hat die Branche in den letzten 20 Jahren eh nicht mehr als etwa 50,- verdient (extrem optimistische Schätzung).
Es gibt allerdings Leute, für die es schon lebensbedrohlich werden kann, wenn die Frise nicht sitzt :lol:
Ich denke, dass die Häufigkeit von cholerischen Anfällen oder Herzattacken in einigen Vorstandsetagen ohne Friseure höher läge.

Aber eigentlich ist die Leistung eines Friseurs "eitler Tand" ... das IST Luxus ... egal wie viel es kostet ... das ist jedenfalls meine Meinung.
Aber Luxus ist ja auch OK, wenn man sich das leisten kann und will.
 
Zuletzt bearbeitet:
mykoma schrieb:
@Nobsi
Sehr positiv gedacht, im Hinblick auf Mutationen und die Frage, ob die aktuellen Impfstoffe dann noch wirken. Sehe das etwas skeptischer, aber wir werden sehen, was die kommenden Wochen bringen.
Es ist leider wahr, dass wir erst in den folgenden Wochen mehr Gewissheit haben werden. Michael Meyer-Herman sieht in jeder Form von Öffnungen ein hohes Risiko. Und er meint, dass wir im ungünstigen Fall, auch mit den derzeitigen Beschränkungen, eine Inzidenz von 35 in der nächsten Zeit nicht erreichen werden. Im Link ist auch eine Karte mit den bisherigen Fällen von neuen Mutanten in Deutschland zu sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Argumentation, die hätten es eh nicht geschafft oder davon gibt es sowieso genug, ist ebenso zynisch wie, die wären eh bald gestorben oder haben eh nichts mehr vom Leben gehabt.
 
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Jelais schrieb:
Die Argumentation, die hätten es eh nicht geschafft oder davon gibt es sowieso genug, ist ebenso zynisch wie, die wären eh bald gestorben oder haben eh nichts mehr vom Leben gehabt.
Nein, denn das ist einfach nicht vergleichbar ... oder sterben die älteren Menschen auch daran, dass ihnen die Umsätze wegbrechen, weil die Kunden nicht mehr kommen (ob freiwllig oder nicht)?

Im Bezug auf den Markt und die Argumentation, dass es einige (Betriebe) auch ohne Corona nicht mehr lange gemacht hätten, hast du Recht ... die ist zynisch ... aber so ist der Markt nunmal.
Wir haben dank der Aussetzung der Insolvenzpflicht wahrscheinlich nicht ganz wenige Betriebsleichen, die noch immer am Markt aktiv sind, obwoh das Ende (zumindest intern) schon im Dezember 2019 absehbar war.
Nicht nur die Insolvenzpflicht wurde ausgesetzt ... gleiches gilt für einige Selbstreinigungsmechanismen des Marktes.

Zu fordern, dass bei einer Pandemie kein einziges Unternehmen sterben dürfe, wäre nicht weniger zynisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich unternehme nächste Woche bei meinem HNO-Arzt mal den Versuch, mich von der Maskenpflicht befreien zu lassen.
Ich habe seit vielen Jahren eine chronische Sinusitis und kann nur mit Nasenspray frei atmen. Nachdem mein Chef jetzt auch die Maskenpflicht im Büro eingeführt hat (heißt mindestens 8h Maske tragen), ist das für mich eine Tortur. Durch die Maske kriege ich nur schwer Luft und komme eigentlich jeden Tag mit Kopfschmerzen nach Hause. Auf Dauer ist das für mich nur schwer zu ertagen.
Allerdings mache ich mir da keine großen Hoffnungen. Man bekommt ja mit, wie schwer es ist so einen Wisch zu erhalten.
 
DerOlf schrieb:
Was aber nichts daran ändert, dass einige Zahlenjongleure das gerne übertragen.
Persönlich halte ich das auch für falsch ... aber ich verrechne dabei eben auch nicht einfach nur ein paar Zahlen sondern frage auch nach "nichtmonetären Profiten" (diese Kombination mag einem BWLer paradox erscheinen ... aber das ist nicht meine Schuld).
Fakt ist: Wenn man für eine Arztpraxis (nur als Beispiel) einen bestimmten potenziellen Patientenstand braucht, damit nach Abzügen (Miete, Löhne, Modernisierung/Wartung etc.) wenigstens eine schwarze Null da steht, dann kann das in einer dicht besiedelten Großstadt ein Einzugsgebiet von 500m Radius leisten ... auf dem Land braucht man dank der geringeren Besiedlungsdichte dann eben einen Radius von 10km.
Und das hat natürlich Folgen für die Gesundheitsversorgung an beiden Orten.
Traurig aber wahr ... wirtschaftlich muss das Ding schon laufen, wenn es Mitarbeiter ernähren können soll.
Wir leben aber in einem SOZIALstaat mit SOZIALERmarktwirtschaft.

Es gibt den netten Begriff der Daseinsvorsorge und sobald es daran geht darf, nein muss unser Staat Geld in die Hand nehmen und für die Leute sorgen.

Das kennt natürlich der Reinblut BWLer nicht und auch der Volkswirt tut sich damit durchaus schwer, aber wenn man Ihnen die Vorgaben gibt, dann schaffen die das auch.
DerOlf schrieb:
Aber eigentlich ist die Leistung eines Friseurs "eitler Tand" ... das IST Luxus ... egal wie viel es kostet ... das ist jedenfalls meine Meinung
Ja an sich ist es Luxus. Man sollte aber schon den Leuten einen Haarschnitt im Monat oder alle zwei zugestehen. Dann hat man auch so Fälle wie Bewerbung, Hochzeit etc abgedeckt, wo man sich ja doch auch mal herausputzen will.

Es gibt aber sicherlich keinen Anspruch auf den 5€ Haarschnitt genau wie es keinen Anspruch auf das 2€ Schnitzel gibt....
 
Jelais schrieb:
Die Argumentation, die hätten es eh nicht geschafft oder davon gibt es sowieso genug, ist ebenso zynisch wie, die wären eh bald gestorben oder haben eh nichts mehr vom Leben gehabt.
Also das eine mit dem anderen zu vergleichen ist schon ein hartes Stück. Wenn in Deutschland jemand Pleite geht ist sein Leben in keinster Weise beendet. Klar er wird stark zurückstecken müssen, aber er kann das Leben von Milionen Deutschen führen....

Sorry, aber das ist ziemlich verächtlich gegenüber dem ärmeren Teil unserer Bevölkerung. Du bezeichnest deren Leben nämlich als nicht lebenswert und das kann man nun wirklich nicht sagen...

Und ansonsten. Ja, so ist halt das Leben. Wir können es uns auch nicht leisten jeden Bürger in der Pandemie vor dem Tot zu schützen. Es ist immer eine Abwägung. Die wird auch zu normalen Zeiten tagtäglich gemacht. Oder rede mal mit den Leuten die nen inoperablen Gehirntumor haben, weil er zu tief sitzt. Denen könnte man durch Neutronenbestrahlung teilweise helfen. Das wird aber nicht durch die Krankenkassen bezahlt...

Hatten so nen Fall im Bekanntenkreis. Da hieß es auch geh sterben, hast wahrscheinlich noch nen Jahr und das obwohl ein Bestrahlungsplatz im gleichen Ort gerade fertig gebaut wurde.... das Ding ist aber Schweine teuer....

Sie hat jetzt zwar noch ein paar Jahre gelebt, ändert aber nichts an der grundlegenden Aussage.

Oder schau dir die Totewinkelwarner an. Die sind auch sehr lange keine Pflicht gewesen, weil zu teuer.... ich meine inzwischen sind sie bei Neufahrzeigen Pflicht aber im Bestand noch immer nicht...

Kurz um es wird immer über "Leichen" gegangen. Das zu verleugnen ist heuchlerisch und eine Frechheit an die Leute die es trifft. Denn damit wird Ihnen die Schuld daran gegeben statt zuzugestehen, das sowas auch einfach passiert und auch komplett außerhalb der Macht desjenigen steht. Aber in Deutschland braucht es ja wenn möglich immer einen Schuldigen...
 
Feligs schrieb:
Ich unternehme nächste Woche bei meinem HNO-Arzt mal den Versuch, mich von der Maskenpflicht befreien zu lassen.
Ich habe seit vielen Jahren eine chronische Sinusitis und kann nur mit Nasenspray frei atmen.
Und wie wäre es, einfach über den Mund zu atmen? Das wird durch ne Nasennebenhöhlenentzündung nämlich nicht beeinträchtigt...
 
Zu den Attesten (Befreiung von der Maskenpflicht):

Ich habe die Arbeitsanweisung erhalten, die Kunden auf die Maskenpflicht hinzuweisen ... das mache ich auch gewissenhaft. Ich habe bestimmt schon 1.000 Kunden die Verordnung für NRW ("medizinische Maske" ... also ffp2/3 oder OP-Maske) erklärt.
Wenn jemand ffp2 mit Ventil trägt, dann sage ich ihm auch, dass die Dinger eigentlich nicht gehen.

Wenn dann jemand sagt, er habe eine Befreiung, dann bin ich (seitens des AG) dazu verpflichtet, das Attest zu prüfen.

Ich lasse mir die Atteste zeigen ... und wenn jemand das nicht dabei hat, dann ist er mMn einfach selbst schuld, wenn ich ihn bitte, eine Maske aufzusetzen, oder zu gehen.

Die Prüfung wird natürlich schwierig, wenn die Menschen den Zettel so gefaltet hinhalten (anfassen darf ich die Dinger bei den meisten sowieso nicht), dass eigentlich nur die Überschrift (Befreiung von der Maskenpflicht) zu lesen ist. Ich muss einen Stempel einer Arztpraxis nebst Unterschrift sehen ... denn nur mit diesen beiden Details ist das Ding auch gültig.

Ich habe ja selbst einen kurzen Erfahrungsbericht zu ffp2 auf Arbeit gegeben ... für mich geht das auch nicht (Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Atemnot). Ich trage seitdem OP-Masken und habe beim Kauf drauf geachtet, dass da nirgendwo "non-medical" drauf stand.
Seitdem arbeite ich durchgehend mit OP-Maske.
Atmen kann ich durch die Dinger nicht schlechter, als ohne Maske (die Stoffmaske vorher war tatsächlich dichter) und ich arbeite damit 5 Stunden am Stück (eine kurze Pause sieht der Gesetzgeber erst ab 6 Stunden vor).
8 Stunden durchgehend eine Maske zu tragen, ist natürlich für jemanden, der auch ohne schon Probleme hat, absolut unzumutbar ... ich denke, dass da kein Arzt sich querstellen wird - gerade der behandelnde HNO-Arzt sollte das verstehen.

Ich finde es aber schon seltsam, wenn mir ein Kunde sagt, er sei befreit, die Befreiung nicht vorzeigen will, und dann zwei Schachteln Zigaretten kauft ... und das jeden Tag.
Die Diagnose "Kettenraucher" sollte einfach nicht zu einer Befreiung führen, denn da haben die Atemprobleme wohl eher mit den Zigaretten zu tun, als mit irgendwas anderem.
OT:
Darf ich den Verkauf von Zigaretten in einem solchen Fall eigentlich verweigern?
Ich meine es bringt ja eh nichts. In 500m Umkreis gibts drei weitere Läden, wo man welche bekommt.
 
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knoxxi schrieb:
Und wie häufig er einem auch nichts bringt.
Yep, das ist leider wahr. Vielen Leuten ist der Schein völlig egal und lassen dich trotzdem nicht in ein Geschäft o.Ä. rein.

Aber mir geht es ja vordergründlich nur um mein Büro. Und wenn ich da den Schein vorzeige, wird mein Chef das sicher akzeptieren.
In der Öffentlichkeit kann ich die Maske schon tragen, da halte ich mich ja nicht lange auf.
 
3
Skysnake schrieb:
Also das eine mit dem anderen zu vergleichen ist schon ein hartes Stück. Wenn in Deutschland jemand Pleite geht ist sein Leben in keinster Weise beendet. Klar er wird stark zurückstecken müssen, aber er kann das Leben von Milionen Deutschen führen....

Sorry, aber das ist ziemlich verächtlich gegenüber dem ärmeren Teil unserer Bevölkerung. Du bezeichnest deren Leben nämlich als nicht lebenswert und das kann man nun wirklich nicht ...
Nein du hast mich falsch verstanden. Mir ging es darum wie leichtfertig, man solche Argumente sowohl in die eine wie an die andere Richtung nutzt. Ich schrieb ich finde beides zynisch. Denn sowohl die eine noch die andere Argumentationsschiene bedenkt die Folgen und die Schicksale, die dahinter stehen.
 
So, Spahn macht richtig Hoffnung, dass die britische Mutante die dominierende Variante werden könnte. Geil.

Derzeit sollen es 22% bei Neuinfektionen sein. Und die britische Mutante scheint deutlich aggressiver für jüngere Bevölkerung zu sein (so etwas gab es bei irgendeiner Grippepandemie vor 50 Jahren oder so, dass gerade jüngere Bevölkerung betroffen war und das Ganze nicht Pandemie genannt werden durfte).
 
Feligs schrieb:
Vielen Leuten ist der Schein völlig egal und lassen dich trotzdem nicht in ein Geschäft o.Ä. rein.
Es gibt auch die Kehrseite ... Menschen, die ihr Attest als Freibrief betrachten, und es als Frechheit empfinden, wenn man den Schein überhaupt sehen will.

ich bin letztes Jahr von so vielen Kunden angekackt worden, dass ich mittlerweile sehr gut verstehen kann, dass einige Geschäftsinhaber einfach keine Atteste mehr akzeptieren. Vor allem, weil es bei einem Ladenbesuch ja meist um wenige Minuten geht.

Wir haben einige Stammkunden, von denen ich weiß, dass sie starkes Asthma haben (eine hat COPD) ... die hätten ein Attest bekommen können, und wären dann von der Maskenpflicht befreit ... aber wenn man sie drauf anspricht, dann zucken die nur mit den Schultern und fragen sinngemaß "wegen der paar Minuten im Geschäft?" ... die tragen ohne Murren eine Maske, solange sie im Laden unterwegs sind.
Einige andere Kunden stehen vor der Kasse (mit Maske) und klingen wie eine Dampfmaschine von 1850 ... keiner von denen sagt was von einem Attest ... der Spruch kommt meist von Jüngeren, die eigentlich nicht besonders beeinträchtigt wirken.
Komisch ... ich meine mich zu erinnern, dass es just die sind, die im März und April letzten Jahres noch übereifrig über Grundrechte und Diskriminierung diskutieren wollten ... der erweiterte Dunstkreis der Querdenker also.

Ich möchte keinesfalls Menschen mit Attest generell unterstellen, sie hätten das nur wegen "kein Bock auf Maske" ... aber bei einigen denke ich tatsächlich, dass genau dieses "kein Bock" der Hauptgrund war, sich um ein Attest zu bemühen ... und ich denke auch, dass genau diese Leute der Hauptgrund dafür sind, dass man in einige Geschäfte momentan wirklich nur mit Maske reinkommt.
Das ist für die wirklich beeinträchtigten, die von der Maskenpflicht aus medizinischen Gründen befreit wurden, natürlich einfach fies ...

Daher eine Bitte: Wenn ihr ein Attest habt, dann zeigt das bitte auch so vor, dass man es sehen kann (inkl. Stempel und Untersxchrift). Und diskutiert nicht noch minutenlang darüber, bevor ihr es endlich rauskramt. Das ist nämlich nicht nur für euch echt anstrengend.

PS (@Feligs ):
Bitte beziehe das nicht auf dich ... in deinem Fall kann ich es durchaus verstehen, dass du ein Attest haben willst ... 8 Stunden Arbeit sind eine ganz andere Hausnummer, als 5-10 Minuten Aufenthalt in einem Laden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich schon lese, dass beim AZ Wirkstoff die häufigste Nebenwirkung 2 Tage Kopfweh ist, dann her dazu, gebt mir schon einmal die erste Dosis. Gibt ja ganz viele die ihre Termine beim AZ Wirkstoff absagen. Eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Grippeimpfung ist, dass man ein paar Tage mit Grippesymptomen rumläuft. Das wird dann aber in Kauf genommen
 
deekey777 schrieb:
So, Spahn macht richtig Hoffnung, dass die britische Mutante die dominierende Variante werden könnte. Geil.
Spahn ist da nicht der Einzige ... in GB ist die Mutante bereits dominant (über 90% der Infektionen), und durch den höheren R0-Wert (trotz Massnahmen ist der über 1) ist das in Deutschland eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis diese Variante die "alte" ablöst.

Ich habe eben sogar einen Artikel gelesen, in dem vor Lockerungen gewarnt wurde, weil die den Prozess beschleunigen könnten. Da wurde vorgeschlagen, erste Lockerungen erst ab einem Inzidenzwert von 10 anzugehen, da bei diesem Wert die Verfolgung der Infektionsketten selbst bei den aggressiveren Mutanten geährleistet werden könne. Hier gibts den Link zum Artikel:
https://www.computerbase.de/forum/t...hat-das-thema-fuer-euch.1927284/post-25314059
 
DerOlf schrieb:
Es gibt auch die Kehrseite ... Menschen, die ihr Attest als Freibrief betrachten, und es als Frechheit empfinden, wenn man den Schein überhaupt sehen will.
Ja das stimmt. Solche Leute, die ihre Erkrankung in der Hinsicht sozusagen ausnutzen, gibt es bestimmt auch. Finde ich auch unangebracht, wenn es sie nicht groß beeinflusst. Solidarisches Verhalten sieht auf jeden Fall anders aus...

Nichtsdestotrotz gibt es aber bestimmt auch Menschen, für die selbst das 5 minütige Tragen der Maske zu viel ist. Ist dann halt auch blöd, wenn die durch das unsolidarische Handeln anderer Menschen deswegen benachteiligt werden und in einige Geschäfte nicht mehr reinkommen. Ihre Schuld ist es ja nicht. Ein ziemlich schmaler Grad.
Zum Glück bin ich weder in der Position des Einzelhändlers, noch in der Position dieser Menschen...


DerOlf schrieb:
PS (@Feligs ):
Bitte beziehe das nicht auf dich ... in deinem Fall kann ich es durchaus verstehen, dass du ein Attest haben willst ... 8 Stunden Arbeit sind eine ganz andere Hausnummer, als 5-10 Minuten Aufenthalt in einem Laden.
Yup, das habe ich schon verstanden ;)
Ergänzung ()

Scrypton schrieb:
Und wie wäre es, einfach über den Mund zu atmen? Das wird durch ne Nasennebenhöhlenentzündung nämlich nicht beeinträchtigt...
Spar dir deine dämlichen Kommentare, wenn du keine Ahnung von meiner medizinischen Verfassung hast!
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Ich habe eben sogar einen Artikel gelesen, in dem vor Lockerungen gewarnt wurde, weil die den Prozess beschleunigen könnten. Da wurde vorgeschlagen, erste Lockerungen erst ab einem Inzidenzwert von 10 anzugehen, da bei diesem Wert die Verfolgung der Infektionsketten selbst bei den aggressiveren Mutanten geährleistet werden könne.
Dieser Artikel - respektive Meyer-Hermann - geht aber halt auch davon aus, dass die Mutation B.1.1.7 signifikant ansteckender wäre; damit steht und fällt also alles.

Doof nur: Ob sie das tatsächlich auch ist, oder nicht, weiß niemand und wird aktuell untersucht.
Derzeit gibt es widersprüchliche Ergebnisse; wer Recht hat, zeigt die Zukunft.
https://www.netdoktor.at/news/corona-mutation-b117-forschung-10562608
 
nik_ schrieb:
Gibt ja ganz viele die ihre Termine beim AZ Wirkstoff absagen. Eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Grippeimpfung ist, dass man ein paar Tage mit Grippesymptomen rumläuft. Das wird dann aber in Kauf genommen
In meinen Augen liegt das nicht (nur) an Nebenwirkungen sondern an der geringen Wirksamkeit. Und da muss ich leider sagen, stehe ich voll hinter der Skepsis. Ca. 70% sind eigtl. ein Witz. Es wird auf den unglaublich schnellen Entwicklungsprozess hingewiesen, bei dem diese WIrkung ja geradezu phänomenal sei, aber das juckt das Virus eben nicht. Mit 70% Schutzwirkung ist das Restrisiko viel zu hoch. Ich würde damit keinesfalls wieder "normal" leben. Für die Masse ingsgesamt bringt es natürliuch trotzdem viel, aber für den einzelnen nicht. Und ich bin da eher egoistisch. Ich will mich definitiv impfen lassen, aber nicht mit Impfstoff zweiter Klasse, der so viel Risiko übriglässt. Dass es deutlich besser geht (über 90 bzw. 95%) zeigen ja die anderen Impfstoffe. Gleichzeitig ist der Vektorimpfstoff potentiell auch etwas kritischer bei Langzeitnebenwirkungen (https://www.spektrum.de/news/vektor-impfstoff-wird-adenovirus-dna-ins-genom-eingebaut/1835725). Diese Kombination lässt ihn nicht gut dastehen, was man nun an der Skepsis der Menschen sieht.
Und aktuell sollen ja gerade hochgefährdete Zielgruppen geimpft werden. Die Ü80 kriegen ihn ja eh nicht, weil er dafür nicht ausreichend nachgewiesen wirksam ist, also potentiell noch weniger als ohnehin schon. Für Klinikpersonal, das täglich mit potentiell Infizierten arbeiten muss, ist die geringe Wirksamkeit mMn inakzeptabel.
 
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