Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
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Scrypton schrieb:
Doof nur: Ob sie das tatsächlich auch ist, oder nicht, weiß niemand und wird aktuell untersucht.
Derzeit gibt es widersprüchliche Ergebnisse; wer Recht hat, zeigt die Zukunft.
https://www.netdoktor.at/news/corona-mutation-b117-forschung-10562608
Das ist die Kritik die ich an der Stelle sowohl an Politik wie auch Medien richte. Es wird hier in der Art der Kommunikation impliziert, als sei die deutlich höhere Ansteckungsgefahr ein unumstößliches Naturgesetz. Dem ist aber nicht so, da es in dem Punkt widerstreitende Meinungen gibt.
Eine Möglichkeit könne sein, so Balloux, dass es sich bei der ungewöhnlich starken Ausbreitung jüngst in Südengland um eine „zufällige Fluktuation“ der Ausbreitung unterschiedlicher Virus-Varianten handele, wie das typisch sei für Epidemien. Möglich aber auch, dass an den Sorgen anderer Wissenschaftler doch etwas dran ist, weil man nämlich in den Genom-Analysen immer offenbar die Effekte einzelner Mutationen (und jede für sich) untersucht hat – nie aber die spezielle Kombination vieler Mutationen, wie sie in der britischen Variante vorliegt.
https://www.faz.net/aktuell/wissen/...ahr-der-mutation-aus-england-17123083-p2.html

Ich denke ein gemäßigter Umgang wäre sinnvoller. Detlef Krüger, der ehemalige Leiter der Virologie der Charite mahnt auch einen besonneren Umgang mit den Mutationen an.
Ich denke, Politik möchte selbst keine Risikoabwägung in solchen Dimensionen vornehmen, sie schäut in dem Punkt die Verantwortung. Man will auf Nummer sicher gehen. Das ist auch legitim. Aber man muss eben offen abwägen zwischen wieviel Todesopfer nehme ich in kauf und wieviel wirtschaftliche Schäden. Es stellen sich die Fragen, wieviele Todesopfer hält eine Gesellschaft aus und wieviel Arbeitslose halten Wirtschaft, Staat und Gesellschaft aus. Klar dürfte sein, dass die Anzahl der Insolvenzen bzw. Betriebe die es nicht überleben werden mit Dauer des Lockdowns steigen wird. Arbeitslosigkeit und Überschuldung heißt nicht nur auf Geld zu verzichten, nicht nur den Gürtel enger zu schnallen. Wer beruflich mit Armut bzw. Familien in Armut zu tun hat, der wird wissen, was das bedeutet. Ich arbeite mit Problemfamilien und bin auch als Psychotherapeut tätig. Ich kenne die Konsequenzen und habe mich ausgiebig mit dem Thema Armut und deren Folgen auseinandergesetzt. Wer glaubt es komme der große Aufschwung der wieder allen ein Leben in dem wohlstand ermöglicht, den er vor der Pandemie gewohnt war, irrt. Letztendlich kann man davon ausgehen, dass ca 20% darin verharren werden. Die unterschiedlichen Szenarien gehören eigentlich konsequent gegenüber gestellt und auch kommuniziert. Und es muss auch deutlich gemacht werden, was eine Entscheidung für jeden einzelnen bedeutet. Eine Insolvenzwelle und hohe Arbeitslosigkeit wird auch den Beamten treffen. Nicht nur, dass insolvenzbedingt die Gewerbesteuereinnahmen für Kommunen einbrechen. Kommunen sind auch für ein Teil der Unterkunftskosten für ALG II Empfänger verantwortlich. Für Städte und Kommunen wird es bitter. Insbesondere strukturschwache Regionen, werden finanzielle Probleme bekommen. Die Konsequenz wird sein, dass man sich erst einmal überwiegend nur auf die Ausgaben beschränkt, zu denen man rechtlich verpflichtet ist. Die Finanzierung der Krankenkassen müsste durch höhere Beitragssätze und oder Leistungskürzungen weiter gesichert werden. Auch wenn das grausam erscheint. Letzendlich wird man sich die Frage stellen müssen bzw. sie mit Dauer der Pandemie immer wieder neu bewerten müssen. Mutig und Konsequent wäre beide Seiten auf einem Dashboard gegenüber zu stellen. Das mag zu einem Aufschrei führen auch zu Konflikten und Diskussionen, aber es ist notwendig sich mit der Frage auseinander zusetzen, wieviel ist uns unsere Gesundheit wert. Wieviel Todesopfer muss und kann man in Kauf nehmen und wieviel wirtschaftliche Schäden und deren Folgen können wir uns leisten. Denn Wirtschaft und Gesundheit sind keine gegensätzlichen Pole. Ohne Wirtschaft kein(e) Gesundheit(ssystem) und ohne Gesundheit(ssystem) keine Wirtschaftsfähigkeit. Und zwischen diesen nur scheinbar gegensätzlichen Positionen muss man eine Mitte finden. Man sollte nicht vergessen, trotz Impfstoff kann keiner sagen wie lang uns die Pandemie begleiten wird und was für Überraschungen sie für uns bereit hält. Was ist wenn weitere Mutationen, die laut wieler auch durch vermehrtes Impfen entstehen, es erforderlich machen die Risikogruppen erneut zu impfen? Das kann niemand voraussehen. Daher sollte man sich schon vorher Gedanken machen, wie lang man einen Lockdown aufrecht erhalten kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Bevölkerung trotz allem so gut wie möglich zu schützen. Sich erst Gedanken zu machen, wenn es soweit ist, wäre fahrlässig.
Das ist jetzt eine kontroverser Standpunkt, den ich vertrete (ich gehe aber sowohl beruflich wie auch privat Konlikten nicht aus dem Weg. Letztendlich bringt das nicht. Irgendwann fällt einem das schmerzhaft auf die Füße) Ich möchte das auch nicht so verstanden wissen, dass ich gegen einen Lockdown bin. Ich bin aber dafür, die Folgen auch klar zu benennen. Ich fände es ehrlich, wenn man ganz klar sagen würden. "Wir wissen, dass unsere Maßnahmen viele Menschen verzweifeln lassen werden. Wir wissen, dass es wahrscheinlich ist, dass Menschen durch die Maßnahmen ihre Existenz verlieren werden...." Das wäre ehrlich und fair.
Steinmeier plädiert für einen Gedanktag für die opfer der Pandemie. Es wäre eine aufrichtige Geste, wenn man auch derer gedenkt, die durch die Maßnahmen Leid erfahren haben.

Edit: Übrigens, die Frage nach dem Wert der Gesundheit war längst überfällig und muss auch politisch und gesellschaftlich beantwortet werden. Denn sie wird in Zukunft erhebliche Bedeutung gewinnen. Nimmt man z.b. eine Reform der Pflege (bessere Bezahlung, besserer Betreuungsschlüssel usw).

-Wäre uns das z.B. 2% höhere Krankenkassenbeiträge wert? Jemand mit hohem Einkommen würde die Frage wahrscheinlich eher behjahen, wie jemand mit niedrigem Einkommen.
  • Verbot von Massentierhaltung (übrigens auch nicht unerheblich für Pandemien) würde den Preis pro kg Fleisch erheblich erhöhen. Jemand mit hohem Einkommen wird das kaum etwas ausmachen. Ein ALG II empfänger wird es sich dann nicht so ohne weiteres leisten können
  • Oder nehmen wir den Klimawandel. Man könnte den Preis für Flugreisen deutlich erhöhen oder aber jeder erhält ein festes Kontingent pro Jahr unabhängig vom Einkommen.

An den Fragen sieht man. Gesundheit hat seinen Preis und nicht nur finanziell sondern auch gesellschaftlich, auch zu Zeiten von Sars-Cov-2.
 
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@Scrypton:
Ich habe jetzt nur kurz deinen Artikel angelesen.

Natürlich kann noch niemand genau sagen, ob die Mutante viel ansteckender ist. Das wird auch noch einige Monate so bleiben.

In deinem Artikel wird der Anteil der Mutation unter den positiven PCR-Tests mit 23% angegeben ...
In Großbritannien dominiert die Variante B117 inzwischen das Infektionsgeschehen: In fast 90 Prozent aller untersuchten Proben wurde zuletzt die Mutation nachgewiesen, in London sind es sogar 97 Prozent.
Das ist aus dem Artikel vom Tagesspiegel.

Wie kommt diese Differenz zu Stande, wenn die Mutante nur "wenig ansteckender" ist?

Wie kann es sein, dass im Januar für GB noch von 23% gesprochen wird (in deinem Link), mittlerweile aber über 90% der positiven PCR-Tests scheinbar auf die Mutanten B.1.1.7 (und B 1.351) zurückgehen?
Wohlgemerkt, 90% der POSITIVEN PCR Tests ... ob das noch immer nur etwa 1% der Tests in GB sind, vermag ich weder mit deiner, noch mit der Quelle von @Pym herauszufinden. In deiner steht jedenfalls nur, dass in der Studie (die am 02.01.2021 endete) nur 0,98% der PCR-Tests positiv waren.
Ist das noch immer so? ... wenn diese Zahl sich ebenfalls erhöht hat, dann spräche das schon eine recht deutliche Sprache.
Die 23% beziehen sich jedenfalls lediglich auf Anfang Januar ... das war vor 6 Wochen.

Leider spart der Tagesspiegel mit Quellenangaben und daher kann ich auch nicht so recht nachvollziehen, woher Meyer-Herrmann (oder der Tagesspiegel) diese Zahlen hat ... ich kann nichtmal nachvollziehen, ob diese Zahlen von Meyer-Herrmann kommen.

Mir ging es auch nicht um ein "oh mein gott, das wird gaaaaaaaanz schlimm", sondern nur darum, dass die Mutanten langfristig das Infektionsgeschehen übernehmen könnten ... in GB haben sie das scheinbar schon geschafft.
Ausserdem steht ja auch noch im Raum, dass sich diese Mutanten momentan in Deutschland TROTZ Massnahmen scheinbar exponentiell verbreiten (also mit einem Exponenten größer 1), das aber bisher eben nicht auffällt, weil die Massnahmen und Impfungen die alte Variante erfolgreich zurückdrängen.

Man mag Meyer-Herrmenn hier Panikmache vorwerfen ... aber ist Panikmache nicht irgendwie doch besser, als ein böses Erwachen in 3 Monaten, wenn dann endlich mal bestätigte Zahlen vorliegen?

Ich will den Lockdown auch beendet sehen ... aber das wird man nicht erreichen, wenn man mit Gottvertrauen abwartet, bis die Zahlen bestätigt sind. Denn WENN Meyer-Herrmann Recht hat, und sich die Mutante in DE ähnlich verbretet, wie in GB, dann sind wir bis dahin eben auch in der Situation, dass in DE fast nur noch die Mutanten nachgewiesen werden.
In Hannover sind es wohl heute schon 40% der Fälle.
In Bielefeld gibt es heute 138 neu gemeldete Infektionen ... 26 davon wurden als britische (14) und südafrkanische (8) Mutanten nachgewiesen - das sind schon fast 20% (18,84).
Mal sehen wie diese Zahlen nächsten Mittwoch aussehen.

Im Grunde ist es ziemlich egal, wie viel ansteckender die Varianten sind ... dass sie ansteckender sind (zwar nur um 6%), das muss sogar dein Artikel einräumen.

Die Frage ist, ob das ausreicht, um den R0-Wert trotz Massnahmen auf über 1 steigen zu lassen, denn diese Zahl ist nunmal das einzige, was eigentlich interessieren sollte.
Meyer Hermann gibt diese Zahl für die britische Mutante mit "etwa 1,2" an ... und das ist im Vergleich zu den ca 0,8 beim "Standard" (ist das eigentlich noch immer die Bergamo-Variante?) schon eine enorme Steigerung (ca 25%).

Die Bergamo-Variante war offensichtlich auch ansteckender, als die Wuhan-Variante davor ... man sieht ja, wie das Ding abgegangen ist. Eine Wiederholung sollte man doch nach Möglichkeit vermeiden - gerade wenn man keinen Bock mehr auf Lockdown hat.
 
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Nobsi schrieb:
Moin

Na also, sieht doch gut aus. Die Infektionen nehmen ab, die Impfungen nehmen zu. Jetzt noch ein paar Tage den Lockdown beibehalten, und das schlimmste ist überstanden.

Gruß
Nobsi
Das wird m. E. nicht reichen, sehr wahrscheinlich ist unter den neuen Virusmutationen mindestens eine mit einem R-Wert > 1. Das führt unweigerlich zu:

https://www.computerbase.de/forum/t...hema-fuer-euch.1927284/page-631#post-25224635

Ich meine man müsste mindestens bis Ostern durchhalten, dann ist wenigstens die erste Risikogruppe durchgeimpft und damit die Anzahl der zu erwartenden Todesfälle der dritten Welle reduziert.

In zwei Wochen wird man mehr wissen.
 
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Jelais schrieb:
-Wäre uns das z.B. 2% höhere Krankenkassenbeiträge wert? Jemand mit hohem Einkommen würde die Frage wahrscheinlich eher behjahen, wie jemand mit niedrigem Einkommen.
Ich habe ein ziemlich niedriges Einkommen ... und ich finde 2% mehr nicht so krass. Gerade WEIL ich ein geringes EInkommen habe, sind das gerademal €36,- mehr ... IM JAHR. Eine Steigerung des Jahresbeitrags von €2250,- auf €2286,- wäre verkraftbar.
2% tun wirklich keinem richtig weh denn auch beim 4-fachen NMonatsbeitrag (600,-) wären das noch keine Erhöhung um €15,- im Monat.

Die meisten Beitragserhöhungen ohne vernünftigen (oder nachvollziehbaren) Grund waren definitiv schmerzhafter und weniger sozialverträglich, vor allem die als "Praxisgebühr" getarnte ... €10,- bleiben gehaltsunabhängig einfach €10,-

Ist aber nett, dass du Gerigverdiener als Schutzschild instrumentalisieren willst ... es ist schön, gebraucht zu werden :lol:

Ein krisenfesteres Gesundheitssystem wäre mir auch 10% höhere Beiträge wert.
 
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Nö, das tue ich nicht. Ich wollte nur aufzeigen, dass die Konsequenzen, die Menschen unterschiedlich treffen und daher unterschiedlich bewertet werden. Finanzielle Einbußen treffen die unterschiedlichen Einkommensschichten eben unterschhiedlich. Für eine Familie mit niedrigem Einkommen können 36 € schon sehr viel sein. Für jemanden mit 10000 € im Monat wiegen 150 € weniger (nur ein Beispiel) oftmals weniger schwer, wie 36 € für eine Familie. Instrumentalisieren wollte ich niemanden.
 
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Moep89 schrieb:
In meinen Augen liegt das nicht (nur) an Nebenwirkungen sondern an der geringen Wirksamkeit. Und da muss ich leider sagen, stehe ich voll hinter der Skepsis. Ca. 70% sind eigtl. ein Witz.
70 Prozent ist verdammt gut für die kurze Zeit, zumal der Vektor-Impfstoff in Massen schneller produziert werden kann. Außerdem geht es beim Impfstoff nicht um eine Immunisierung, sondern um eine Milderung der Symptome und der Möglichkeit der Ansteckung. Es ist besser nur ein Tag ansteckend zu sein wie 4 Tage.
Übrigens hat jeder GKV Versicherte bis letztes Jahr nur den 3-fach Grippeimpfstoff bekommen, der vierfach kostete Aufpreis, seit letztem Jahr nicht mehr. Wie oft hast du dich gegen die Grippe impfen lassen? Auch diese Impfung soll nicht Immunisieren, sondern den Verlauf mildern.
Drosten widerspricht übrigens dem aufgebausche der Medien zum AZ Wirkstoff und auch Lauterbach.
Der Impfstoff hätte auch keine Zulassung bekommen, wenn er nicht wirksam wäre.
Johnson und Johnson kriegt eine Direktzulassung wenn die FDA grünes Licht gibt.
Curevac dürfte Ende März den Zulassungsantrag stellen, wenn die Phase 3 Studie gut läuft.
Die chinesischen Impfstoffe liegen zwischen 60 und 90 Prozent je nach Altersgruppe.
Und das alles sind auch nur Wahrscheinlichkeiten.
Kein aktueller und in der Pipeline befindlicher Impfstoff gegen Corona bietet Immunität.
Alle sollen nur die Verläufe mildern.

Edith:
Bevor Krankenkassenbeiträge erhöht werden, erst einmal eine Zerschlagung aller GKV und eine staatliche Krankenkasse statt mehreren Dutzend einzelner Kassen. Dann sparst du alleine schon viel Geld für Vorstände und Verwaltungsaufwand.
 
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Das ist auch mehr Wunschdenken, dass dies Kosten sparen soll. Je größer so ein Apparat, desto größer der bürokratische Wasserkopf.
 
Jelais schrieb:
Instrumentalisieren wollte ich niemanden.
Eigentlich war mir das klar ... aber bei der Vorlage konnte ich mir den Spruch einfach nicht verkneifen. Sorry :)

Die 36,- wären nebenbei die 2% Erhöhung meines Jahresbeitrags ... ich zahle momentan nur knapp €150,- im Monat und da bedeuten 2% eben einfach nur etwa €3,-.

Ich kenne eigentlich keine Familie, die SO knapp planen muss (ich kenne aber auch nicht so viele Familien).
 
Jelais schrieb:
(...)
An den Fragen sieht man. Gesundheit hat seinen Preis und nicht nur finanziell sondern auch gesellschaftlich, auch zu Zeiten von Sars-Cov-2.
Das private Geldvermögen ist hierzulande im letzte Jahr auf ein neues Rekordhoch von 7,1 Billionen € angewachsen...

https://www.faz.net/aktuell/finanze...ind-393-milliarden-euro-reicher-17127262.html

Eventuell hat die Gesellschaft nicht nur ein Problem mit Corona sondern auch mit der Vermögensverteilung.
 
nik_ schrieb:
Bevor Krankenkassenbeiträge erhöht werden, erst einmal eine Zerschlagung aller GKV und eine staatliche Krankenkasse statt mehreren Dutzend einzelner Kassen. Dann sparst du alleine schon viel Geld für Vorstände und Verwaltungsaufwand.
Au ja ... ein staatliches Krankenkassenmonopol :lol:

Ich verstehe ja die Idee schon und natürlich könnte man dann massig Personal einsparen (was leider die Sozialkassen etwas belasten könnte ... ALG 1 sind 60% des letzten Gehalts nach AV).

Dir ist aber hoffentlich klar, wie die Beiträge aussehen würden, wenn die einzelnen Krankenkassen nicht über ihr PLV miteinander konkurieren würden?

Das "beste" an Monopolen ist, dass sie die Preise diktieren können ... deswegen sind Preisabsprachen in Deutschland ja auch illegal ... denn die neutralisieren die Effekte, die der Konkurenzkampf für den Kunden haben kann (die Anbieter konkurieren über die Preise ... ganz egal, ob im B2B oder im B2C).
Beim Monopol fällt all das weg ... es gibt nur einen Anbieter/Abnehmer, und der kann die Preise diktieren.

Eventell verfällt ein Monopol in "Habgier" und presst den Markt nach allen Regeln der Kunst aus.
En staatliches Monopol würde das nicht tun, denn zunächst würde das auf Kostendeckung laufen ... aber wenns an anderen Stellen fehlt, dann könnte auch der Staat auf die Idee kommen, das Monopol zwischendurch mal auszunutzen, um Löcher im Haushalt zu stopfen.
Mit einem Monopol ginge das. Und dann würde es nicht nur für alle teurer, du hättest nichtmal eine Alternative.

Zusätzlich kann der Staat sich bei einem Krankenkassenmonopol auf die Versicherungspflicht in Deutschland verlassen ... der Markt wäre zwingend zu 100% "Eigentum" des Staatsunternehmens.
Und im Gegenzug gäbe es für dieses keinen Anlass, bessere Leistungen zu bieten, als die aktuell teuerste und schlechteste existierende Kasse. Mehr noch, das wäre sogar aktive Sparpolitik :lol:
 
nik_ schrieb:
70 Prozent ist verdammt gut für die kurze Zeit,
Wie schon gesagt, ist das dem Virus egal. Technisch beeindruckend, aber praktisch eben irrelevant.
nik_ schrieb:
Außerdem geht es beim Impfstoff nicht um eine Immunisierung, sondern um eine Milderung der Symptome und der Möglichkeit der Ansteckung.
Natürlich, ändert aber ebenfalls nichts an der geringeren Wirksamkeit. Für Klinikpersonal mMn einfach nicht sinnvoll. Diese Leute riskieren täglich ihre Gesundheit und jeder Ausfall belastet das System doppelt. Das ist also nicht nur eine Frage des Respekts, sondern auch eine ganz rationale.
 
Bei uns im Krankenhaus, fielen auch gleich 30 Mitarbeiter auf einmal aus. Man hat das nun erst einmal gestoppt. Aber nicht weil, man sich nicht damit Impfen lassen möchte, sondern man die Organisation der Impfung umorganisieren will. Bis zum Wochenende hat man immer stationsweise geimpft, davon kommt man nun aufgrund der Ausfälle ab.
 
Wenn man nach dem Bericht geht sollten wir in den nächsten ein bis zwei Wochen wissen, ob wir eine dritte Welle bekommen werden wegen den Mutanten oder nicht.

Ich denke aber nicht, dass das noch zu verhindern sein wird. Die Frage ist nur, was man mit den Lockerungen macht....

Herr Apweiler, kommt die dritte Welle?
 
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Was wo
Binalog schrieb:
Eventuell hat die Gesellschaft nicht nur ein Problem mit Corona sondern auch mit der Vermögensverteilung.

Das ist ja nicht neues, das wird durch den Virus nur verstärkt...man muss sich nur mal den Gini-Index für D anschauen: Liste

Was ist die Motivation dahinter? Der Datenschutz ist doch nur vorgeschoben, das gilt hier doch garnicht...

Bezirksamt verhindert Livestream der Pressekonferenz​


Die tagesschau wollte diese Pressekonferenz, die aufgrund der Corona-Pandemie als Videokonferenz stattfindet, als Livestream im Netz übertragen, wie sie es in den vergangenen Wochen und Monaten bei vielen anderen RKI-, Bundes- und Landespressekonferenzen zur Pandemie auch getan hat. Denn das Thema ist von überragender politischer und gesellschaftlicher Bedeutung.


Das Bezirksamt Mitte von Berlin untersagte die geplante Live-Übertragung jedoch mit folgender Begründung:


Nach unserer Auffassung wäre eine Einverständniserklärung aller Teilnehmenden erforderlich, die den Mitschnitt und die anschließende Veröffentlichung einiger Passagen gutheißen müssten, würde man Ihnen hier die Erlaubnis zum Mitschneiden und Veröffentlichen erteilen wollen. Dies ist nicht mehr zu bewerkstelligen. Hinzu kämen offene Fragen des Datenschutzes sowie womöglich auch des Urheberrechts, die das RKI als Urheberin der präsentierten Studiendaten primär prüfen und beantworten müsste.

Das BA Mitte kann für seinen Teil Ihr Ansinnen daher lediglich in der kurz erläuterten pauschalen Form verneinen und auf die allen interessierten Medienvertretenden angebotene Form der Teilnahme an der Videokonferenz verweisen.

Quelle

Zur Wirksamkeit: hatte irgendwo auch gelesen, dass Grippe-Impf-Stoffe bei etwa 65 % liegen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Moep89 schrieb:
Wie schon gesagt, ist das dem Virus egal. Technisch beeindruckend, aber praktisch eben irrelevant.
Quark... ;)
Eine Wirksamkeit von ~70% ist für gängige Impfstoffe gegen Atemwegserkrankungen - wie halt auch Influenza usw. - ein ganz normaler und guter Wert. Dass nun die mRNA-Varianten eine so hohe Wirksamkeit aufweisen war etwas unerwartet und eine ziemliche Überraschung. Auch bei diesen aber wären 70% ebenfalls ein Erfolg gewesen.

Moep89 schrieb:
Natürlich, ändert aber ebenfalls nichts an der geringeren Wirksamkeit. Für Klinikpersonal mMn einfach nicht sinnvoll.
Weshalb?
Wenn zwei von drei Leute damit erfolgreich wirksam geimpft sind, sind das in dieser kleinen Konstellation bereits zwei Leute mehr, als würde man auf den Impfstoff grundsätzlich verzichten.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Ich habe jetzt nur kurz deinen Artikel angelesen.
Natürlich kann noch niemand genau sagen, ob die Mutante viel ansteckender ist.
Eben; und weil das eben so ist entspricht die reine Behauptung, es wäre anders - nämlich viel viel ansteckender - reiner Panikmache.

DerOlf schrieb:
Man mag Meyer-Herrmenn hier Panikmache vorwerfen ... aber ist Panikmache nicht irgendwie doch besser, als ein böses Erwachen in 3 Monaten, wenn dann endlich mal bestätigte Zahlen vorliegen?
Nein, Panikmache ist nie gut, zumal man diese ja bei jeder(!) neuen Mutation wiederholt aufwerfen könnte bis das Gegenteil jeweils bestätigt ist - und Mutationen wird es noch so einige geben.

Nun ist ja noch etwas Zeit, um das alles zu beobachten - aktuell ist bis Ende Febraur bei uns der Weg bereits ausgemachte Sache.

DerOlf schrieb:
Die Bergamo-Variante war offensichtlich auch ansteckender
???
Es gab keine "Bergamo-Variante". Nicht irgendeine dort lokale Mutation war für die Situation verantwortlich...

https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-italien-gruende-1.4851458
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Scrypton schrieb:
Eine Wirksamkeit von ~70% ist für gängige Impfstoffe gegen Atemwegserkrankungen - wie halt auch Influenza usw. - ein ganz normaler und guter Wert
Bestreitet auch niemand. Aber es geht hier nicht um Influenza. Wegen der genannten Viren trat keine weltweite Pandemie auf, wurden keine Einreisesperren verhängt, keine Shutdowns. Es trat keine so hohe Übersterblichkeit auf. Die Spanische Grippe ist da auch nicht relevant, denn die wütete bei völlig anderen medizinischen Bedingungen.
Scrypton schrieb:
Wenn zwei von drei Leute damit erfolgreich wirksam geimpft sind, sind das in dieser kleinen Konstellation bereits zwei Leute mehr, als würde man auf den Impfstoff grundsätzlich verzichten.
Das ist schon klar, aber es geht ja nicht um Verzicht sondern einen alternativen Impfstoff. Menschen im Gesundheitswesen haben vielfach erhöhten Kontakt zu (potentiell) ansteckenden Personen. Da wirken sich geringere Wirksamkeiten absolut betrachtet stärker aus. Der Normalbürger kann sich theoretisch weitestgehend von riskanten Situationen fernhalten, Ärzte, Schwestern und Co. nicht. Zumindest nicht ohne ihren Job nicht mehr angemessen auszuüben. Von daher ist es einfach auch eine Frage des Respekts und der Wertschätzung, solche Menschen nicht mit einem (in Relation betrachtet) schlechten Impfstoff zu Impfen.
 
DerOlf schrieb:
Die Frage ist, ob das ausreicht, um den R0-Wert trotz Massnahmen auf über 1 steigen zu lassen, denn diese Zahl ist nunmal das einzige, was eigentlich interessieren sollte.
Meyer Hermann gibt diese Zahl für die britische Mutante mit "etwa 1,2" an ... und das ist im Vergleich zu den ca 0,8 beim "Standard" (ist das eigentlich noch immer die Bergamo-Variante?) schon eine enorme Steigerung (ca 25%).

Die Bergamo-Variante war offensichtlich auch ansteckender, als die Wuhan-Variante davor ... man sieht ja, wie das Ding abgegangen ist. Eine Wiederholung sollte man doch nach Möglichkeit vermeiden - gerade wenn man keinen Bock mehr auf Lockdown hat.
Es gab keine dezidierte Bergamo-Variante, der Zusammenbruch in Bergamo war rein politisches Versagen der Lega Nord. Diese hatte -um eigentlich nicht finanzierbare Wahlgeschenke zu ermöglichen- das Gesundheits und Pflegesystem in der Region nahezu komplett privatisiert, man kann hier nicht mehr von einem Gesundheitssystem sprechen sondern von einem reinen privaten Dienstleister.

Und wie das halt so ist möchte ein Privatunternehmen weder totes Kapital haben (unbelegte Betten, Reservemedikamente, Reservepersonal etc.) noch für extreme Ausnahmefälle vorsorgen. Daher kamen die dramatischen Bilder von z.B in militärischen LKWs abtransportierten Leichen und gestapelten Patienten und einer de facto Triage, denn es gab eigentlich kein System mehr vor Ort was auch nur eine minimale Steigerung von Kranken und Toten hätte kompensieren können.

https://www.n-tv.de/politik/Italiens-Corona-Katastrophe-hat-Verantwortliche-article21799009.html

Mutationen von Viren sind völlig normal, das bedeutet aber nicht das eine Steigerung einer Fähigkeit wie Ansteckbarkeit unendlich skaliert wird, denn dabei muss das Virus auch immer irgendwo etwas, sagen wir vereinfacht "zurück lassen", beispielsweise geringe Überlebensfähigkeit.
 
Moep89 schrieb:
Bestreitet auch niemand. Aber es geht hier nicht um Influenza.
Es geht einfach nur um eine Immunisierung - bei Influenza besteht diese in der Bevölkerung weil a) die Viren schon länger bei uns existieren und eben auch weil b) dagegen eine Impfung existiert, mit der eine solche Immunisierung außerdem möglich ist.

Ob nun Corona oder Influenza; Punkt b) ist nun in beiden Fällen erfüllt, es besteht die Möglichkeit zu impfen. Eine Wirkung von ~70% hin oder her.

Moep89 schrieb:
Das ist schon klar, aber es geht ja nicht um Verzicht sondern einen alternativen Impfstoff.
Doch, es geht um Verzicht; denn von allen Varianten gibt es derzeit in Summe noch zu wenig, als dass sich ein Mensch einen bestimmten Impfstoff aussuchen könnte.

Erhält eine Person die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, muss er das nehmen, was er eben bekommt. Will er das nicht, kann er die Impfung natürlich verweigern... - und DAS wäre dann kontraproduktiv.

Moep89 schrieb:
Menschen im Gesundheitswesen haben vielfach erhöhten Kontakt zu (potentiell) ansteckenden Personen. Da wirken sich geringere Wirksamkeiten absolut betrachtet stärker aus.
Durchaus.
Noch stärker wirkt es sich aber bei jenen aus, wenn Risikopatienten - die es eben besonders zu schützen gilt und wegen diesen wir den ganzen Zirkus ja machen - eine Impfung mit geringerer Wirksamkeit erhalten.
 
Scrypton schrieb:
Noch stärker wirkt es sich aber bei jenen aus, wenn Risikopatienten - die es eben besonders zu schützen gilt und wegen diesen wir den ganzen Zirkus ja machen - eine Impfung mit geringerer Wirksamkeit erhalten.
Das sehe ich anders. Ein infizierter Mitarbeiter ist ein großes Problem. Der kann Patienten infizieren, Risikogruppe und andere, ist selbst natürlich gefährdet und fällt potentiell aus. Das ist für mich ein größeres Problem als eine andere infizierte Person, selbst wenn sie einer Risikogruppe angehört.
Scrypton schrieb:
die es eben besonders zu schützen gilt und wegen diesen wir den ganzen Zirkus ja machen
Und dem stimme ich ganz und gar nicht zu. Diesen „Zirkus“ machen wir nicht nur wegen ein paar Rentnern und Vorerkrankten. Diese Aussage spielt die Gefahr für alle anderen herunter und das ist Unsinn. Genau sowas sorgt dafür, dass Leute dann unvorsichtig sind weil „Ich bin ja jung und gesund, mir passiert nichts“. :rolleyes:
 
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